Penguin Update

Penguin Update nennt Google eine Reihe von Updates sowie Data Refreshs auf den Suchalgorithmus seiner Suchmaschine.

Das erste und zweite Penguin Update war eine Reaktion auf die weit verbreitete Manipulation der Suchergebnisse. Ziel war die Eindämmung von Spam, der durch solche Suchmaschinenoptimierung entsteht, die nicht mit den Google Webmaster Richtlinien konform sind. Diese nicht konformen Maßnahmen dienen dazu, das Ranking zu überlisten und eine bessere Platzierung der eigenen Seiten zu erreichen. Die Details zum Algorithmus hält Google unter Verschluss. Die SEO-Branche stellte daher Mutmaßungen auf Grundlage der betroffenen, weil im Ranking nach dem Penguin Update abgewerteten oder gar ganz aus der Ergebnisliste verbannten Seiten an.

Linkspamming und Keyword Stuffing

Der Schwerpunkt der Penguin Updates lag dabei offenbar auf Backlinks und Keyword Stuffing. Grundprinzip des Suchmaschinenalgorithmus von Google sind die Verweise, also Links, die auf die jeweilige Seite zeigen. Je mehr Links, als desto wichtiger wird eine Seite angenommen. Mit Hilfe von Linkkäufen erhöhen Spammer die Zahl dieser Verweise auf ihre Webseite. Google bestrafte mit Penguin Update nicht nur die Betreiber der durch die Links vorgeblich empfohlenen Seiten, sondern auch die Verkäufer dieser Links. Da der Penguin-Update-Algorithmus einige Link-Käufer und -Verkäufer nicht finden konnte, wurde die Suche später durch manuelle Maßnahmen ergänzt.

Wie findet ein Penguin Update Link-Spammer? Es sucht zum Beispiel nach unnatürlichen Linkprofilen. Gewöhnlich sind Links à la „mehr Informationen finden Sie hier“ oder Brand-Links verbreitet. Spammer hingegen treiben den Anteil der Money-Links in die Höhe und geben damit einen Hinweis auf ihre Tätigkeit. Verdächtig sind auch neue Webseiten mit rasantem Linkbuilding,, die also in sehr kurzer Zeit eine erhebliche Anzahl von Verweisen auf sich anhäufen. Üblich sind etwa drei neue Links im Monat. Ebenso aufmerksam wird Google, wenn die Verweise aus einem Umfeld stammen, das mit der empfohlenen Seite inhaltlich wenig bis nichts zu tun hat. Hinzu kommen sogenannte minderwertige Backlinks. Sie stammen von Webseiten ohne eigenen Mehrwert oder gar von eigens angelegten Linklisten, auch Linkfarmen genannt, von Verzeichnissen und Webkatalogen, aus Blogkommentaren und Footern und regelrechten Linknetzwerken. Internetseiten mit einem großen Anteil solcher Links werden durch Penguin Update abgestraft. Sehr auffällig ist neben dem Linkspamming das Keyword-Stuffing, das heißt eine Überoptimierung von Seiten auf ein bestimmtes Keyword und die daraus resultierende stark überhöhte Keyworddichte.

Die Tatsache, dass Google nur wenige Informationen über Penguin Update herausgibt, sorgte unter den Betreibern der abgestraften Webseiten für Unverständnis und Verärgerung. Viele hielten sich für zu Unrecht abgewertet. Betroffene sollten daher ihre Seiten genau hinsichtlich ihrer Linkstruktur und des Contents überprüfen und diese gegebenenfalls korrigieren. Dazu empfiehlt es sich, zukünftig auf Spammaßnahmen zu verzichten und Betreiber von schlechten Links um das Löschen ihrer Verweise zu bitten. Ansonsten empfiehlt sich als letzte Möglichkeit das Google eigene Disavow Tool.

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