Adblocker

Was ist ein Adblocker?

Der Adblocker ist ein Instrument, das die Anzeige von Werbebannern und Werbe-Popups auf Internetseiten verhindert. Diese Abriegelung ist einerseits für Internetkonsumenten wünschenswert, andrerseits behindert sie eine wichtige Einnahmequelle für die Anbieter von Internetseiten. In modernen Browsern ist eine schwache Blockade von aufdringlichen Werbe-Popups bereits eingebaut. Diese kann mit der Installation und Aktivierung von zusätzlichen Add-ons, also durch eine Browsererweiterung, verstärkt werden.

Der Ursprung von Werbeblockern

Die Anfänge reichen in die 1990er-Jahre zurück, damals war das Surfen viel weniger verbreitet als heutzutage. Die ersten Blocker gab es denn auch nicht für den PC, sondern für den Fernseher. Diese Blocker konnten dem Zuschauer über einen parallelen Übertragungsweg mitteilen, dass gerade Werbeunterbrechungen stattfinden. In den Folgejahren gab es Anwendungen, die Werbung aus Videos entfernten. Natürlich sah die Unterhaltungsbranche diese Entwicklung mit Unmut und versuchte sogar gerichtlich dagegen vorzugehen. Ab dem Jahr 2000 kamen PC-Programme auf, die Werbeflächen aus Internetseiten entfernten. Für den privaten Gebrauch war die Software meist kostenlos, entsprechend schnell fand ihre Verbreitung statt.

Die Technik des Adblockers

Gängige Werbefilter und Pop-up-Blocker, bekannt sind besonders die Produkte AdBlock und uBlock, identifizieren die Werbung aufgrund ihrer URL. Zu diesem Zweck werden einerseits schwarze Listen für Internetadressen geführt. Andrerseits werden Wörter und Ausdrücke in Echtzeit gescannt, dies führt bei vermuteten Werbebotschaften dann entweder zur Aufnahme in eine schwarze Liste oder zur direkten Ausblendung der Werbefläche während des Surfens. In seltenen Fällen werden aufdringlich bewertete Werbeseiten bereits durch den Entwickler einprogrammiert.

Die Filterverfahren sind technisch leicht zu bewerkstelligen. Schwierig dagegen ist die Frage, wie viel Werbung aus einer Seite herausgeschnitten werden soll. Wünscht der Konsument, dass unaufdringliche Werbung auf der Seite verbleibt? Und wer definiert, was unaufdringlich ist? Dazu ist in den letzten Jahren auch noch die Kontroverse entstanden, ob es moralisch überhaupt vertretbar ist, der Werbebranche ihre Anzeigenflächen auf Internetseiten zu blockieren und so die Einnahmen für die Bereitstellung von Informationen zu verhindern. Ein Teil der Werbebranche reagiert mit technischen Maßnahmen, welche die Filter zu umgehen versuchen, indem dynamische Internetadressen für jede Werbeeinblendung neu generiert werden. Außerdem werden neue Werbeformen als Einnahmequellen ausprobiert, beispielsweise das Bezahlen für abgerufene Texte. Gegner von Netzwerbung argumentieren, dass durch weniger Werbeeinblendungen massive Kapazitätseinsparungen beim Internetverkehr möglich sind, schließlich bezahle der Konsument den Werbetransport im Internet mit.

Das alles führt zu einer dynamischen technischen Entwicklung der Adblocker und zu einer Fülle solcher Programme, wobei alle unterschiedlich mit Werbung umgehen. Der Internetnutzer ist in der Regel dann mit seinem Adblocker zufrieden, wenn dieser lästige Pop-Ups und übergroße Werbebanner unterbindet. Dezent gehaltene und eingebettete Anzeigen sind kein Hindernis beim Surfen. Das Ausschneiden der Werbung durch den Adblocker darf außerdem nicht dazu führen, dass die Homepage verunstaltet aussieht oder nicht mehr lesbar ist.

Installation

Bei allen gängigen Browsern kann ein integrierter Popup-Blocker aktiviert werden. Das restriktive Abschalten von Flash und JavaScript hilft zusätzlich, kann aber auch das Abspielen von Videos und andere Funktionalitäten behindern. Zusätzliche Adblocker können in den verbreiteten Browsern kostenlos als Add-on installiert werden. Kostenpflichtige Adblocker bieten meist einen Mehrwert. Während die Installation schnell und problemlos vor sich geht, kann der Einsatz der Software zu längeren Ladezeiten der Internetseiten führen. Dafür haben die Programme meist auch noch weitere Funktionen mit an Bord. Sie blockieren das Ausspionieren des Surfers und fördern somit den Datenschutz. Der Surfer kann in den Einstellungen des Werbeblockers selber bestimmen, wie weit das Erforschen seiner Surfgewohnheiten durch die Betreiber der Internetseiten gehen darf. Wenn er die Software mit höchstmöglichem Datenschutz konfiguriert und alle Werbung zu verhindern sucht, kann es sein, dass die Internetseiten, die er aufruft, ihm nicht den vollen Inhalt und Funktionsumfang anbieten können.


Sie haben noch Fragen?

Kontaktieren Sie uns

Kostenlose SEO Analyse


Weitere Inhalte