BVDW (Bundesverband Digitale Wirtschaft)

Was ist der BVDW?

Der BVDW (Bundesverband Digitale Wirtschaft) ist einer der führenden deutschen Branchenverbände für Unternehmen, die ihr Business hauptsächlich im Internet betreiben. Bis Ende Juni 2004 war der 1995 gegründete Verband unter dem Namen Deutscher Multimedia Verband (dmmv) tätig. Derzeit zählt der eingetragene Verein gut 600 Mitglieder, darunter auch Marktführer wie Facebook Deutschland oder die Deutsche Bahn. Aktueller Präsident ist Matthias Wahl, der im Hauptberuf für den Audiovermarkter RMS arbeitet.

Der Bundesverband Digitale Wirtschaft und seine Aktivitäten

Als klassischer Interessenverband versucht der BVDW, von seiner Berliner Geschäftsstelle aus durch Kontakte in die Regierung und Opposition Gesetzgebungsverfahren und politische Ziele im Sinne seiner Mitglieder zu beeinflussen. Beispiele dafür sind momentan etwa Gesetze in den Bereichen Smart Home oder der umstrittene Upload-Filter. Durch internationale Kooperationen möchte der BVDW (Bundesverband Digitale Wirtschaft) zudem besonders in der EU Sprachrohr der deutschen Internet-Branche sein. Grundsätzlich steht der BVDW für eine moderate Regulierung der digitalen Welt und warnt wiederholt davor, durch zu strenge Gesetze Zukunftschancen zu verbauen.

Seinen Hauptsitz hat der Verband in Düsseldorf. Dort arbeitet die Mehrzahl der insgesamt rund 30 fest Angestellten. Sie konzentrieren sich darauf, die Fachausschüsse des BVDW (Bundesverband Digitale Wirtschaft) zu unterstützen. In diesen diskutieren die Mitgliedsunternehmen aktuelle Entwicklungen unter Begriffen wie Digital Dating, Arbeitswelt der Zukunft, Digitalpolitik oder Marktforschung. Den Mitgliedern des BVDW steht es offen, in welchen Fachgremien sie sich engagieren. Aktuell bündelt der Verein seine Aktivitäten in gut 20 unterschiedlichen Gesprächskreisen.

Vorteile für Mitglieder des BVDW

Die Mitgliedsbeiträge für den BVDW werden auf Grundlage des jährlichen Umsatzes der teilnehmenden Unternehmen berechnet. Der Mindestbeitrag liegt bei 630 Euro für einen Jahresumsatz von bis 250.000 Euro. Start-Ups können als Sondermitglieder einen Rabatt von 50 Prozent beantragen. Universitäten und Fachhochschulen haben die Möglichkeit, als Fördermitglieder ohne Beitragspflicht beim BVDW mitzuarbeiten. Der BVDW (Bundesverband Digitale Wirtschaft) bietet seinen Mitgliedern juristische Beratung, Zugriff auf sein Facharchiv, Einladungen zu Veranstaltungen und die Nutzung des BVDW-Logos. Motto des BVDW ist “Wir sind das Netz”.

Öffentlichkeitswirksame Aktionen des BVDW sind die jährlich in Köln veranstaltete Fachmesse digital marketing exposition & conference (DMEXCO) und der halbjährlich veröffentlichte OVK Online-Report, der Marktzahlen und Prognosen zum deutschen Online-Werbemarkt liefert. Aufmerksamkeit erregen zudem die jährlich vergebenen Preise Deutscher Digital Award und der Challenge für Newcomer in der digitalen Werbung. Intern bietet der BVDW (Bundesverband Digitale Wirtschaft) seinen Mitgliedern die Chance, auf der verbandseigenen Online-Präsenz Stellen- und Kooperationsangebote zu platzieren. Der Verein verspricht seinen Mitgliedern unter den Schlagworten “Mitgestaltung, Positionieren, Profitieren” geldwerte Gegenleistungen für die Mitgliedsbeiträge.

Der Bundesverband Digitale Wirtschaft im deutschen Kontext

Fachleute sehen in Deutschland drei große Verbände, die sich im Bereich digitale Wirtschaft positionieren. Der nach eigenen Angaben größte davon ist der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) mit mehr als 2.600 Mitgliedern. Auf mehr als 1.000 Mitglieder verweist der Verband der Internetwirtschaft (eco). Demnach ist der BVDW lediglich der drittgrößte Interessenverband mit Fokus auf die digitale Wirtschaft. Allerdings leisten sich viele Unternehmen die parallelen Mitgliedschaften in mehreren Verbänden. Eine ständige und koordinierte Kooperation des BVDW (Bundesverband Digitale Wirtschaft) mit den anderen großen Verbänden ist nicht bekannt. Kritiker sehen darin einen Nachteil bei der Interessenvertretung.


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