Cookie

Was ist ein Cookie?

Als Cookie werden Datensätze bezeichnet, die von einem Webserver auf dem lokalen Rechner eines Webnutzers gespeichert werden. Diese Datensätze bestehen normalerweise aus bestimmten Kombinationen aus Buchstaben und Zahlen, die dem Webnutzer eine Identität zuweist. Cookies dürfen höchstens 4KB groß sein. Sie geben Auskunft darüber, wie lange ein Nutzer auf einer Webseite war und welche Eingaben er dort gemacht hat. Der Sinn dieser Informationen ist es, dass der Nutzer bei einem zweiten Besuch auf derselben Webseite diese Informationen wieder an den Webserver zurücksendet und so als ein erneuter Gast erkannt werden kann. Die Seite erinnert sich dann an die Einstellungen, die der Nutzer bereits auf der Seite vorgenommen hat. Cookies haben Vor- und Nachteile. Sie machen das Onlineleben bequem, bringen aber auch vereinzelte Gefahren mit sich, über die man sich im Klaren sein sollte.

Wie funktionieren Cookies?

Ein Cookie kann auf zwei verschiedene Arten erzeugt werden. Die Cookies können über den Header, also die Kopfzeile von Anfragen und Antworten mittels HTTP übertragen werden. In diesem Fall wird vom Client beim Zugriff auf eine Webseite eine zusätzliche Cookiezeile mit übertragen. Die zweite Möglichkeit der Übertragung von Cookie-Informationen ist ein Skript. Dieses Skript befindet sich immer auf dem Server, von dem es übermittelt wird. Die Cookies werden dann im jeweiligen Browser des Nutzers in Form einer Textdatei gespeichert. Besucht der Nutzer eine Webseite erneut, sucht der Browser nur die Cookies aus, die der Domain entsprechen. Die Cookies werden dann im Header mit übertragen und damit an den Server zurückübermittelt, von dem sie beim ersten Besuch gekommen sind. Cookies können generell mit jeder Art von Datei übertragen werden, zum Beispiel auch mit Bildern oder Werbebannern. Der Besuch einer einzigen Webseite kann also dazu führen, dass mehrere Cookies von verschiedenen Servern übertragen werden. In den meisten Fällen besuchen Nutzer nicht nur eine einzige Webseite, sondern mehrere, die alle ihre Cookies im Browser hinterlassen. Manchmal fällt es dann schwer einen Cookie der richtigen Webseite zuzuordnen. Um Probleme zu vermeiden, gibt es sogenannte Cookieweichen, die die Cookies in die richtigen Bahnen lenken. Diese Weichen sind notwendig, um zum Beispiel sicherzustellen, dass eine Vergütung für einen Empfehlungslink, die zu einem Einkauf in einem Webshop geführt hat, richtig zugeordnet und auch nur einmal vergeben wird. Auf diesem Prinzip funktioniert Affiliate Marketing. Damit diese Cookieweichen technisch umzusetzen, werden an Cookies und Trackingfunktionen bestimmte Parameter ergänzt, die die eindeutige Identifizierung des auslösenden Netzwerkes möglich machen.

Cookieverwaltung

Cookies werden immer vom Nutzer verwaltet und können entweder gespeichert oder gelöscht werden. Die meisten Browser haben verschiedene Einstellungsoptionen für die Cookies. Man kann wählen, ob keine Cookies, nur Cookies von tatsächlich aufgerufenen Seiten oder alle Cookies gespeichert werden. Zudem gibt es meist die Möglichkeit, auszuwählen, dass alle Cookies beim Schließen des Browsers gelöscht werden oder dass zum Beispiel bei jeder Webseite erneut gefragt wird, ob Cookies gespeichert werden sollen. Dabei kann man jederzeit selektiv oder vollständig die Cookies löschen oder auch verändern.

Verwendung von Cookies

Cookies dienen meist dazu, die persönlichen Nutzereinstellungen für Webseiten, die man regelmäßig aufruft, schnell parat zu haben. Dies ist bequem, da man sich nicht jeden Tag neu anmelden muss. Viele Onlineshops verwenden Cookies, um einen einmal erstellten Warenkorb aufrecht zu erhalten, während der Kunde noch nach anderen Produkten sucht. Cookies sind auch dann sinnvoll, wenn die Verbindung zum Server kurz unterbrochen wird, weil sie verhindern, dass Informationen, die bereits eingegeben waren, nicht verloren gehen.

Risiken im Umgang mit Cookies

Ein Cookie kann aber auch missbraucht werden, um Informationen über das Surfverhalten von Nutzern zu erhalten. Webseiten können die Informationen, die sie aus ihren Cookies erhalten, zum Beispiel dazu nutzen, um zielgruppenorientierte Werbung zu platzieren. Ungewollte Werbebanner können über einen Cookie mitversendet werden, ohne dass man als Nutzer dies bemerkt. Diese Third Party Cookies werden auch als Tracking Cookies bezeichnet und sie werden benutzt, um Webseiten und Werbung zu personalisieren. Wer das verhindern möchte, muss seine Cookies regelmäßig löschen.
Vorsicht ist bei öffentlichen Computern geboten, an denen mehrere Personen einen Internetzugang nutzen. Hier sollte jeder Nutzer sicher stellen, dass er sich sorgfältig auf jeder Webseite abmeldet oder eben die Cookies löscht, damit seine Informationen nicht an den nächsten Nutzer, der ja in diesem Fall dieselbe ID und denselben Browser nutzt, weitergegeben werden.

Cookie Dropping

Als Cookie Dropping wird ein illegales Verfahren bezeichnet, das auf dem Tracking aufbaut. Während normalerweise Cookies erst dann hinterlegt werden, wenn ein Klick auf eine Werbefläche erfolgt, gibt es ein betrügerisches Verfahren, bei dem der Klick künstlich ohne Wissen des Nutzers erfolgt. Ziel dieses Betruges ist es, Provisionen zu erhalten, die normalerweise nicht zustande gekommen wären. Über Cookie-Dropping können aber auch Klicks auf Malware Seiten generiert werden, was ebenfalls illegal ist und großen Schaden anrichten kann.


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