Google Easter Egg

Was ist ein Google Easter Egg?

Easter Eggs (deutsch: Ostereier) sind in der Tech-und Gamingszene auf verschiedene Art bekannt. Generell sind dies versteckte Codezeilen in einer Software, Spielen oder anderen Medien, die auf den ersten Blick nicht erkennbar sind und erst beim Auslösen einer bestimmten Handlung sichtbar werden. Bekannte Beispiele dafür sind geheime Level in Computerspielen oder sogenannte Gag-Screens. Android-Geräte sind ebenfalls für ihre einzigartigen Easter Eggs bekannt, die im About-Bereich jeder Version des Betriebssystems versteckt sind.

Sie enthalten alles von seltsamen Illustrationen bis hin zu frustrierend schwierigen Spielen. Doch auch die Suchmaschine Google kann mehr als bloß reine Suchresultate aufzulisten. Ein Google Easter Egg ist eine Funktion in Google, die durch Eingabe bestimmter Phrasen ausgelöst wird. Die Programmierer bauen regelmäßig hier und da ein neues Google Easter Egg ein. Dies können versteckte Funktionen in Google Earth, Maps oder kleine Features in der Suchmaschine im Browser sein.

Geschichte der Easter Eggs

Der amerikanische Spiele-Designer Warren Robinett hat 1978 aus einem Wunsch nach Anerkennung heraus als Erster ein Easter Egg im Atari-Spiel “Adventure” versteckt. Da Spieleentwickler zu dieser Zeit namentlich nicht genannt wurden, brachte er den Schriftzug “Created by Warren Robinett” heimlich unter und startete so den Trend unter Programmierern.

Spiele-Entwickler Kazuhisa Hashimoto sorgte 1985 unfreiwillig für den ersten Cheat-Code der Spielegeschichte. Bei der Programmierung des Arcade-Spiels “Gradius” ließ er bei Veröffentlichung versehentlich seinen eigenen Cheat-Code in der Programmierung, sodass jeder Spieler, der ihn kannte oder zufällig eine bestimmte Abfolge an Tasten drückte, unverwundbar wurde und das Spiel schneller beenden konnte. Diese Form von Cheat-Code ist bis heute als Konami Code bekannt.

Was ist nun ein Google Easter Egg?

Google mag diese lustigen kleinen Überraschungen besonders gerne. Immer wieder werden neue Funktionen eingebaut. Insbesondere am 1.April findet sich bei Google immer ein kleiner Scherz, wenn zum Beispiel Suchbegriffe mit bestimmten Funktionen kurzfristig verbunden werden. Doch nicht jedes Google Easter Egg ist unnütz und als reine Spielerei angelegt. Neben den praktischen Google Funktionen wie Wetter oder Börsenkurse finden sich auch einige nette Google Easter Eggs.

So kann sich beispielsweise die Möglichkeit, eine virtuelle Münze zu werfen (Eingabe: “Flip a coin”) in manchen Situationen als nützlich erweisen. Oder es kann, zur schnellen Veranschaulichung für die Kleinen, gesucht werden, welche Geräusche ein bestimmtes Tier macht (Eingabe:” What sound does a … make”). Mit Klick auf den Lautsprecher gibt Google den jeweiligen Laut wieder.
Für Musiker ist die Metronom-Funktion (Eingabe: “Metronome”) nützlich. Hier kann die Bpm-Zahl eingestellt und zuverlässig genutzt werden. Handwerker, die gerade keine Wasserwaage zur Hand haben, können mit Ihrem Smartphone sogar eine in Google simulieren. Dieses Google Easter Egg kann durch Eingabe von “Bubble Level” gestartet werden und funktioniert überraschend zuverlässig.

Beispielhaftes Google Easter Egg Metronome

Beispiel für ein Google Easter Egg, bei der Eingabe “Metronome”

Klassisches Google Easter Egg

Ein Google Easter Egg im eigentlichen Sinne ist allerdings eher verspielt. Für Animationen im Browser gibt es unter anderem die Kombinationen “askew”, “do a barrel roll”, “blink html” oder “rekursion”. Je nach Bedeutung, führt die Seite den jeweiligen Befehl nach Eingabe in die Suchleiste aus.

Liebhaber von Nostalgie und einer Zeit ohne Google Adwords können “Google in 1998” in der Suchleiste eingeben, um in der Zeit zurückzureisen und sich Google in der Version aus eben diesem Jahr anzeigen zu lassen.

Wer seine Arbeit unauffällig mit einem Spiel unterbrechen will, kann in der Bildersuche von Google “Atari Breakout” eingeben. Das berühmteste aller Arcade-Spiele, “Breakout”, wurde schon in den 70-er Jahren in den Spielhallen angeboten. Nach Eingabe der oben genannten Wortkombination verwandelt sich die Ergebnisseite der Bildersuche in eine bildschirmfüllende Version des Spiels und kann aktiv mit Tasten gespielt werden. Weitere Spiele sind “Tic Tac Toe”, “Pacman” und der Klassiker “Solitaire”, welche nach Eingabe des jeweiligen Namens starten.

Wer sich rein zufällige Informationen anzeigen lassen möchte, kann “Fun Facts” in das Google Suchfeld eingeben. Google gibt rein zufällig Informatives oder Witziges aus.

Wie sicher sind Easter Eggs?

Während ein Google Easter Egg quasi ungefährlich ist, können Easter Eggs in anderen Anwendungen, die nicht geprüft sind, durchaus Gefahrenpotential bergen. Besonders in Spielen können undokumentierte Funktionen unwissentlich als Tor für Malware oder Viren genutzt werden. Zwar haben eigentlich alle Softwarefirmen feste Prüfroutinen für Sicherheit und Performance eingeführt, doch gerade bei kleinen Nischenanbietern sollte man vorsichtig sein bei der Ausführung von Codezeilen. Ursprünglich berühmt für seine cleveren Easter Eggs war Microsoft. Aus Sicherheitsgründen finden sich jedoch inzwischen in den Anwendungen keine Easter Eggs mehr und die Implementierung ist den Programmierern untersagt.


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