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Ixquick

Was ist Ixquick?

Ixquick ist eine Metasuchmaschine. Sie gehört der niederländischen Surfboard Holding B.V., einem Unternehmen, das im Jahr 1998 Ixquick auf den Markt gebracht hat. Die Suchmaschine ist eher mit DuckDuckGo oder mit Qwant vergleichbar, weil bei Ixquick im Gegensatz zu Google die nutzerbezogenen Daten nicht gespeichert werden. Daher gilt die niederländische Suchmaschine auch als eine der anonymsten Möglichkeiten, im Internet etwas zu suchen. Das Unternehmen bezeichnet seine Suchmaschine als die diskreteste der Welt. Während Inquick in Europa unter genau diesem Namen agiert, heißt die Suchmaschine in den USA Startpage.

Suchmaschine Ixquick

Suchmaske der Suchmaschine Ixquick

Von den Anfängen bis heute

1998 ging die Suchmaschine Ixquick unter der Leitung des US-Bürgers David Bodnick online. Bereits zwei Jahre nach dem Launch kaufte das niederländische Unternehmen Surfboard Holding B.V. die vielversprechende Metasuchmaschine, um sie ihrem Portfolio hinzuzufügen. Surfboard betreibt seither die Suchmaschine in Europa wie auch in Amerika, wo sie unter dem Namen Startpage zu finden ist. Um die Suchmaschine zu unterhalten, die Server zu betreiben und sie weiterzuentwickeln, setzt Surfboard auf Einnahmen aus Werbeanzeigen. Diese werden jedoch nur recht sparsam in Form von gesponserten Textanzeigen auf der Webseite untergebracht. Das Unternehmen veröffentlicht seine Umsatzzahlen nicht. Dies ist nicht zwingend erforderlich, da sich Ixquick ja im privaten Besitz einer privaten Holding Gruppe befindet, die der Öffentlichkeit keine Rechenschaft schuldig ist.
Schon 2006 haben sich die Betreiber von Ixquick Gedanken um das Thema Datenschutz gemacht, lange bevor es in den Medien und in der Öffentlichkeit breit diskutiert wurde. Um die Daten der Ixquicknutzer zu schützen, wurde bereits 2006 die Entscheidung getroffen, keinerlei personenbezogene Daten zu speichern. Das brachte der Suchmaschine 2008 den EuroPreis ein, welcher das erste unter verschiedenen wichtigen Gütesiegeln im Bereich Datenschutz in Europa war.
Die Metasuchmaschine wird heute jeden Tag mit mehr als fünf Millionen Anfragen pro Tag beauftragt. Sie ist in 18 verschiedenen Sprachen verfügbar. Seit dem Launch sind die Zahlen der Nutzer stetig wachsend. Die Investitionen in Marketing und Werbung sind im Vergleich zu anderen Suchmaschinen verschwindend gering, aber trotzdem steigen Beliebtheit und Zugriffszahlen weiter an. Die Geschäftsführung führt diesen langsamen aber ungebrochenen Erfolg hauptsächlich auf Mundpropaganda zurück. Vor allem Menschen, die nach Datensicherheit und Anonymität im Netz suchen, finden in Ixquick eine in diesen Bereichen wirklich herausragende Suchmaschine. Auch die Enthüllungsskandale von Edward Snowden im Jahr 2013 haben zu einem Zuwachs an Nutzern gesorgt, weil dadurch die Sensibilität vieler Internetnutzer in Bezug auf ihre personenbezogenen Daten gesteigert wurde.

Technische Daten

Ixquick stellt den Schutz der Privatsphäre der Nutzer der Suchmaschine an oberste Stelle. Das bringt auch eine Vielzahl an technischen Details mit sich. Verglichen mit anderen Internetsuchmaschinen hat Ixquick viele technische Besonderheiten aufzuweisen. Es werden zum Beispiel keine IP-Adressen der Nutzer gespeichert, was bei eigentlich allen anderen Suchmaschinen zur normalen Praxis gehört. Zudem werden neben dem Index, der von allen Suchmaschinen durchsucht wird, auch verschiedene andere Suchmaschinen nach den Suchwörtern befragt. Die Ergebnisse der Suchen in anderen Suchmaschinen werden miteinander verglichen und dann erst an den Nutzer weitergegeben.
Die Nutzeroberfläche ist so gestaltet, dass neben dem Snippet in Form von blauen Sternchen ersichtlich ist, bei wie vielen Suchmaschinen der jeweilige Begriff unter den ersten zehn Ergebnissen angezeigt wird. So sieht man gleichzeitig, wie das Ranking der jeweiligen Seite in anderen Suchmaschinen ist.

Ixquick Suchergebnisseite

Ixquick Suchergebnisseite für die Suchanfrage “seo agentur münchen”

Der Prozess der Suche ist vollkommen anonym. Weder Surfboard noch die anderen Suchmaschinen, in denen die Suche indirekt durchgeführt wird, erhält bei diesem Prozess die personenbezogenen Daten der Nutzer. Zudem wird eine SSL-Verschlüsselung verwendet, so dass jede Anfrage von einem http- in ein https Protokoll verwandelt wird. Für noch mehr Datensicherheit haben Nutzer die Möglichkeit, zusätzlich einen Proxyserver zu benutzen. Anders als zum Beispiel Google, das ein GET-Verfahren nutzt, wendet Ixquick bei seinen Suchvorgängen das POST Verfahren an. Das POST Verfahren verhindert, dass URL-Parameter Rückschlüsse auf die ursprünglich genutzten Browser zulassen. Surfboard weiß also nicht, ob seine Nutzer mit Chrome, Firefox oder mit dem Internetexplorer die Seite nutzen. Die Ixquickserver befinden sich in den Niederlanden und in den Vereinigten Staaten von Amerika. Die Betreiber geben an, dass alle Anfragen, die aus Europa stammen, auch auf den europäischen Servern behandelt werden, während Anfragen aus den USA über die amerikanischen Server laufen. Der Datenschutz ist dabei in Europa besser und strenger als in den USA. Das amerikanische Recht sieht vor, dass Unternehmen, die in den Vereinigten Staaten tätig sind, im Rahmen des Patriot Acts den amerikanischen Geheimdiensten in Fragen der nationalen Sicherheit Einsicht in die Daten auf den Servern gewähren müssen.

Features und Funktionen

Ixquick bietet die Möglichkeit für das Filtern der Suchergebnisse. Man kann sich Ergebnisse aus einem bestimmten Zeitraum tagesgenau anzeigen lassen. Auch die Suchoperatoren helfen beim Eingrenzen der Suchergebnisse. So kann zielgerichteter gesucht werden. Die Suchoperatoren lassen sich unter den Suchtechniken finden. Außer der herkömmlichen Websuche ist es möglich, eine vertikalen Suche nach Bildern, Videos und Telefonnummern zu starten. Die vertikale Suche nach Telefonnummern ist bei anderen Suchmaschinen nicht vorhanden. Man kann auf Ixquick bestimmte Einstellungen und Daten in den Cookies hinterlegen, allerdings nur für maximal 90 Tage. Auch das unterscheidet die Suchmaschine von anderen Suchmaschinen, die so viele Daten wie möglich speichern. Persönliche Einstellungen können auch in Form einer URL gespeichert oder unter den Präferenzen gepsiechert werden. Ixquick ist kompatibel mit Firefox und es gibt eine Appversion für Smartphones. Wer Ixquick als seine Standardsuchmaschine hinterlegen will, kann dies im Browser festlegen.

Ixquick für SEO nutzen

Für alle, die Suchmaschinenoptimierung, SEO, betreiben, ist die Suchmaschine Google als Marktführer unter den Suchmaschinen ausschlaggebend. Die meisten Optimierer tun alles, um den Google-Richtlinien zu entsprechen und von Google am besten gefunden zu werden. Google hat täglich über eine Milliarde Anfragen, während Ixquick nur mit fünf Millionen zu Buche schlägt. Daher wäre es unsinnig, Seiten nur für die Ixquicksuche zu optimieren. Allerdings sollte man sich zumindest mit dem Anbieter beschäftigen, denn der Datenschutz wird vielen Nutzern immer wichtiger. Sie suchen nach einer Alternative zu Google. Die Rankingkriterien von Ixquick sind anders als die von Google. Daher lohnt sich ein Blick auf die Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Die Tatsache, dass keine Daten gespeichert werden, macht Ixquick immer attraktiver. Dazu kommt, dass die wenige Werbung, die von Surfboard geschaltet wird, die Suchergebnisse nicht oder auf jeden Fall deutlich weniger verfälschen.

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