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PageRank

Was ist der PageRank?

Der PageRank (abgekürzt PR) bezeichnet einen Algorithmus, der von der Google-Suche verwendet wird, um eine Bewertung von Websites für die Platzierung in den Suchergebnissen vorzunehmen. Der Google PageRank ist eine Möglichkeit, die Bedeutung von Webseiten zu ermitteln, in dem die Anzahl und die Qualität der Links zu einer Seite berechnet wird. Aufgrund der Berechnung erfolgt eine Schätzung der Wichtigkeit einer Website. Dabei wird von der Annahme ausgegangen, dass eine Website um so wichtiger ist, je mehr Links sie von anderen Websites erhält.

Geschichte des PageRank

Der Google PageRank wurde im Jahr 1996 an der Stanford University von Larry Page und Sergey Brin im Rahmen eines Forschungsprojekts entwickelt. Dabei hatte Sergey Brin die Idee, Informationen im Internet in einer Art Hierarchie auf Basis der sogenannten Linkpopularität zu ordnen. Linkpopularität bedeutet, dass eine Seite, auf die von vielen Seiten verlinkt wird, höher eingestuft werden muss, als eine Seite mit wenigen eingehenden Links. Die erste Veröffentlichung des PageRank und des darauf basierenden ersten Prototyps der Google-Suchmaschine erfolgte schließlich 1998. Nicht lange nach der Veröffentlichung wurde Google Inc., die Mutter der Google-Suchmaschine, von Larry Page und Sergey Brin gegründet.

Der Name PageRank beruht sowohl auf dem Namen eines der Entwickler, Larry Page, wie auch auf der Bezeichnung Page für Webseite. PageRank ist eine Wortmarke von Google und der Algorithmus der Bewertungsmethode wurde patentiert. Die Patentierung erfolgte jedoch für die Stanford Universität und nicht für Google. Allerdings erhielt Google exklusive Lizenzrechte und die Universität im Gegenzug 1,8 Millionen Aktien des Konzerns. Das Aktienpaket wurde 2005 von der Stanford University für 336 Millionen Dollar verkauft.

Bereits 1996 verfolgte eine von Robin Li entworfene Suchmaschine mit dem Namen “RankDex” von IDD Information Services, eine ähnliche Strategie für das Page-Ranking und Site-Scoring. Die Technologie hinter RankDex wurde im Jahr 1999 patentiert. Larry Page bezog sich bei einigen seiner Patente für den PageRank auf die Arbeit von Robin Li. (Quelle: https://en.wikipedia.org/)

Die Funktionsweise des Google PageRank-Algorithmus

Mit dem PageRank-Algorithmus werden einzelne Webseiten nach dem Grundsatz je mehr Links eine Seite von anderen Webseiten erhält, desto wichtiger ist die Seite, bewertet. Das heißt, bei der Bewertung wird davon ausgegangen, dass eine Seite, die eine hohe Zahl Links von anderen Seiten erhält, eine bessere Bewertung und einen höheren PageRank erhalten soll, als eine Seite, auf die nur wenige andere Seiten verlinken.

Neben der reinen Zahl der Links wird auch die Wichtigkeit der verlinkenden Seite bei der Bewertung berücksichtigt. Wird die verlinkende Seite als wichtig angesehen, wird auch die Website, auf die verlinkt wird, unabhängig von deren Inhalt, besser bewertet. Daraus ergibt sich eine rekursive Bewertung unter Einbeziehung der gesamten Linkstrukturen im Internet.

Ein hohes Google Page Ranking kann zudem von einer als wichtig bewerteten Seite an andere Webseiten auf die sie verlinken, weitergegeben werden. Jedoch kann eine hohe Zahl weiterer Links auf der gleichen Seite den tatsächlichen Wert dieser Links negativ beeinflussen. Das sogenannte PageRank Sculpting ist eine Technik, mit der der Google Page Rank einer Website auf die Unterseiten der gleichen URL übertragen werden kann.

Unterbindung der PageRank Weitergabe mit dem nofollow-Attribut

Anfang 2005 implementierte Google den neuen Wert “nofollow” für das rel-Attribut bei HTML-Link- und Ankerelementen. Dadurch ist es Website-Entwicklern oder Bloggern möglich, Links zu erstellen, die von Google für den PR nicht berücksichtigt werden. Nofollow-Links sollen von Google nicht als Hinweis auf die Wichtigkeit einer Website gewertet werden.

Vor der Einführung des nofollow-Attributes war es einfach möglich, die Linkpopularität mit einer Vielzahl von Links in Foren und Blogs ohne großen Aufwand zu erhöhen. Ab der Einführung konnten die Website Administratoren den Code so ändern, dass das “rel = ‘nofollow” automatisch in alle Hyperlinks in den Posts eingefügt wird. Dadurch wird verhindert, dass das Page Ranking von diesen Posts beeinflusst wird.

Ermittlung des PageRanks mit Addons und Browser-Plug-ins

Lange Zeit war es relativ einfach möglich, den PageRank einer Website mithilfe verschiedener Tools wie Addons und Plug-ins für den Browser zu ermitteln. Mit diesen Tools konnte ohne großen Aufwand das Ranking der eigenen Website mit dem anderer verglichen und gut bewertete Seiten für den Linkaufbau gefunden werden.

Die Addons mussten dazu nur heruntergeladen und dem Browsers hinzugefügt werden. Die Anzeige des PR erfolgte in der Navigationsleiste oder dem Menü des Browsers mit auf einer Skala von 1 bis 10 und mit einem grünen Balken, wobei 0 die schlechteste und 10 die maximal erreichbare Bewertung darstellte. Der Umstand, dass das Google Page Ranking für jede Seite einzeln ermittelt wird, kann zur Folge haben, dass eine Unterseite einen höheren PageRank hat, als die eigentliche Homepage. Ein Beispiel hierfür ist die Unterseite von Adobe, auf der der Download für den Flash-Player bereitgestellt wird. Auf diese Adobe Unterseite wird wahrscheinlich von zig Millionen Webseiten verlinkt, die PDF-Dokumente zum Download anbieten. Entsprechend hoch wird die Wichtigkeit dieser Seite eingeschätzt.

Nachdem der PR von Google einige Monate lang nicht mehr aktualisiert wurde, hat das Unternehmen die Veröffentlichung der Bewertungen im März 2016 schließlich ganz eingestellt. Die Einstellung der Veröffentlichung hatte unmittelbare Auswirkungen auf die Bedeutung des Page Ranking für die Suchmaschinenoptimierung.

Gefälschte PageRanks

In der Vergangenheit konnte der in der Symbolleiste angezeigte PageRank leicht gefälscht werden. Die Umleitung von einer Seite zu einer anderen, zum Beispiel durch eine HTTP 302-Antwort oder einen “Aktualisieren” -Meta-Tag, verursachte, dass die Quellseite den PageRank der Zielseite erhielt. So konnte eine neue Seite mit PR 0, auf die noch keine Links verwiesen, einen PR von 10 durch Umleiten auf die Google-Startseite erhalten. Die als Spoofing bezeichnete Technik war eine bekannte Schwachstelle.

Manipulationen des Google PageRanks

Der Bewertungsgrundsatz, dass der PR um so höher ist, je größer die Anzahl der auf eine Seite verweisenden Links ist, war einige Zeit einer der Ansatzpunkte, um den PageRank zu manipulieren. SEOs und Webseitenbetreiber haben diesen Umstand genutzt, um eine Unmenge oft unbrauchbarer und im Grunde wertloser Links zu generieren, die das Ranking einer Website schlagartig verbessern konnten. Im Laufe der Zeit entstanden viele sogenannte Linkfarmen, die einzig aus dem Grund betrieben wurden, um eine große Zahl von Links bereitzustellen. Die Links auf den Linkfarmen konnten von Webseitenbetreibern gekauft werden. Zudem wurden Links von spezialisierten Agenturen gegen Bezahlung auf verschiedenen Webseiten platziert. Praktisch seit der Einführung des Algorithmus hat es daher zahlreiche Untersuchungen zur Identifizierung von Manipulationen des Pagerank von Google gegeben. Linkfarmen und andere unlautere Platzierungsmethoden konnten so von Google mehr und mehr erkannt werden und Webseiten, die diese Dienste in Anspruch genommen haben, wurden mit einer Abwertung bestraft.

Die Bedeutung des PageRank für die Suchmaschinenoptimierung

Bis zur Einstellung der Veröffentlichung des PR für Webseiten durch Google im März 2016 bot die Bewertung SEOs und Webmastern eine Möglichkeit zur Einschätzung der Reputation einer Website. Anhand der Angabe in der Skala von 1 bis 10 konnte beispielsweise abgelesen werden, dass eine Website mit der Bewertung 0 entweder neu war und noch nicht bewertet wurde, oder, dass die Seite aus einem bestimmten Grund, zum Beispiel wegen der Verteilung von Spam, von Google mit einer Abwertung bestraft worden war. Je höher der Skalenwert für eine Website, um so höher, zumindest theoretisch, war das Ansehen der Seite. Sehr hohe Werte wurden allerdings nur von Google selbst, sowie den Webseiten der amerikanischen Regierung, von Regierungsbehörden, Universitäten oder Städten und einigen wenigen Unternehmen erreicht.

SEO ohne Google PageRank Kennzahlen

Der PageRank ist der erste Algorithmus, der von Google benutzt wurde und daher auch der bekannteste. Heute ist der PR einer unter vielen Algorithmen, die verwendet werden, um Suchmaschinenergebnisse zu sortieren. Durch den zunehmenden Einfluss vieler anderer Faktoren hat der PR inzwischen an Bedeutung verloren und spielt nur noch eine untergeordnete Rolle für das Ranking von Webseiten. Unter Fachleuten ist jedoch unumstritten, dass der Algorithmus intern von Google nach wie vor genutzt wird.

Dem Veröffentlichungsstopp der Ranking Kennzahlen folgte wenig später die Entfernung des PageRank-Score aus der Google-Toolbar. Da der PageRank an dieser Stelle und mit anderen Programmen nicht mehr angezeigt werden kann, ist er für die Suchmaschinenoptimierung nicht mehr nutzbar. Der Wegfall des PageRank hat aus der Sicht vieler Webmaster und SEOs aber auch seine guten Seiten. Die Fokussierung auf den PR hatte in der Vergangenheit dazu geführt, dass sich viele SEOs und Webmaster alleine auf eine Verbesserung dieser Kennzahl konzentriert und dabei für User wesentlich bedeutendere Faktoren, wie die Qualität des Inhaltes einer Website, fast vollkommen außer Acht gelassen haben. Viel sehen darin einen Hauptgrund, warum die Veröffentlichung der Kennzahlen von Google eingestellt wurde. Sicher spielt dabei das von Google selbst erklärte Ziel, den Nutzern seiner Suchmaschine mit qualitativ hochwertigen Webseiten ein optimales Nutzererlebnis zu bieten, ebenfalls eine Rolle.

Heute bieten verschiedene Tools für die Suchmaschinenoptimierung eigene Methoden, mit denen der Wert einer Website beurteilt werden kann. Hierbei spielen unter anderem die Sichtbarkeit oder die Linkmetriken eine Rolle. Weitaus wichtiger, als das Wissen um den Wert einer Website, ist es für SEOs und Webmaster jedoch Webseiten zu erstellen, die mit hochwertigen Inhalten und einer einwandfreien Technik im Hintergrund den Nutzern das bieten, was sie erwarten.

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