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Server

Was ist ein Server?

Der Server ist ein leistungsstarker Computer mit hoher Rechenleistung. In seinem Gehäuse sind die wichtigsten technischen Komponenten zum Schutz vor Überhitzung oder Ausfall doppelt eingebaut. Mehrere Server eines Unternehmens werden in ein Gestell, im IT-Jargon “Rack” genannt, zusammengefasst und hineingeschoben. Diese Rechner sind Teil des firmeninternen Rechenzentrums und stellen die zentralen Dienste im entsprechenden Netzwerk bereit. Jeder der Rechner kann eine spezifische Aufgabe übernehmen. So kann er z. B. als Webserver oder Mailserver konfiguriert sein.

Die Entstehung des Begriffs

Als die Computer in den 1960er-Jahren noch selten und nicht so leistungsfähig waren wie heute, füllte ein einzelner großer Rechner, der sich für die Verarbeitung von Massendaten eignete, fast einen ganzen Raum. Man nannte einen solchen Computer Host oder Hostrechner. Die Weiterentwicklung dieser Hosts sind die heutigen Mainframes. Sie werden für die Verarbeitung hochkomplexer Berechnungen wie für die Wettervorhersage und für die Verarbeitung riesiger Datenmengen wie bei Flugbuchungssystemen verwendet.

Der Hostrechner war also in den Anfängen die zentrale Intelligenz eines Unternehmens. Dem einzelnen Computerbenutzer wurden recht einfache, “dumme” Terminals hingestellt, die mit der Zentraleinheit kommunizierten. Dieses Prinzip lebt heute in der Thin-Client-Technologie weiter. Bei diesem Modell werden die modernen Arbeitsplätze einer Firma mit rudimentären Arbeitsstationen bestückt, die selber nur über ganz wenig Rechenleistung und Speicherplatz verfügen und für den Betrieb auf die Verbindung zu einer Zentraleinheit angewiesen sind.

Als die Hostrechner in den 1980er-Jahren kleiner wurden und sich gleichzeitig die Leistung der Terminals vervielfachte, beschrieb man die Hostrechner auch mit dem Begriff Server. “To host” und “to serve” heißt im Englischen beides anbieten, bedienen. Beide Begriffe existieren heute gleichberechtigt nebeneinander, bei Betriebssystem und Programmen redet man dagegen immer von Server-Software.

Client-Server Technologie

Da heute kleine PCs überaus leistungsfähig sein können, verwischen die hardwareseitigen Grenzen zwischen Host und Terminal, besonders in kleinen Unternehmens. Das heißt, dass jeder Computer eine Serverrolle übernehmen kann, während die anderen Rechner seine Kunden, die Clients, sind. In diesem Fall muss der Server nicht einmal die stärkste Hardware besitzen. Es genügt, dass Serverdienste darauf installiert werden können. Durch dieses Client-Server-Konzept ist es sogar möglich, dass verschiedene PCs jeweils einen anderen Dienst für die Clientrechner anbieten und nebst ihrer Serverrolle selber auch wiederum Clients sind. In den Informatikabteilungen hat es sich eingebürgert, dass man nicht nur einen physischen Host als Server bezeichnet, sondern den Begriff auch in der Abstraktion des vorher genannten Modells verwendet.

Architektur des Servers

Die typische Architektur eines Einzel-Servers ist hardwareseitig auf sicheren Betrieb ausgelegt. Einige Komponenten sind redundant, also doppelt vorhanden. So sind beispielsweise zwei Lüfter eingebaut. Fällt der eine Lüfter aus, so kann der Host trotzdem weiterlaufen, ohne dass es deswegen zur Überhitzung und zu einem Shutdown kommt. Als weitere typische Merkmale besitzen solche Rechner einen hohen I/O-Durchsatz und schnelle CPUs. Der Arbeitsspeicher kann im Terra-Bereich liegen, besonders wenn Datenbanken mit In-Memory-Technik zum Einsatz kommen. Die Grafikleistung dagegen ist sekundär. Viele Server werden über Konsolenprogramme gesteuert, so dass keine großen Ansprüche an die grafische Oberfläche gestellt werden.

Um die Ausfallsicherheit zu erhöhen, werden vielfach zwei Einzel-Server zusammengeschaltet. Man spricht dann von einem Cluster. Im laufenden Betrieb synchronisieren beide Rechner ihre Daten. Wenn einer der beiden ausfällt, übernimmt der andere seine Funktionen. In großen Unternehmen werden aber nicht nur zwei, sondern zahlreiche Hosts in Rechenräumlichkeiten betrieben. Vielfach werden dazu Serverblades eingesetzt. Blades sind nicht eigenständige, aber leistungsfähige Rechner, die in Slots eingeschoben werden, zusammen eine Baugruppe bilden und Netzteile gemeinsam nutzen. Dies spart Platz und erleichtert aufgrund reduzierter Verkabelung die Wartung.

Virtuelle Server sind Konstrukte, die sich softwareseitig wie richtige Hosts verhalten, aber das wird nur durch eine Programmschicht so simuliert. Die virtuellen Rechner können in Realität auf einem einzigen physischen Host laufen. Dedizierte Server sind Rechner, die einzig für ihre vorgesehenen Nutzungszwecke reserviert sind. Hosting-Anbieter bezeichnen damit ein Gerät, das dem Kunden exklusiv zur Verfügung gestellt wird und dessen Ressourcen er nicht mit anderen Kunden teilen muss. Das Gegenstück dazu ist der Shared Host. Dieser Rechner stellt seine Ressourcen und Dienste mehreren Kunden zur Verfügung. Bei dieser Low-Cost-Variante muss der Kunde in Spitzenzeiten trotz Ausbalancierung der Prozesse mit Engpässen bei der Leistung und mit langsameren Antwortzeiten rechnen.

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