SEO Handbuch

White & Black Hat SEO

Lernen Sie auf dieser Seite den Unterschied zwischen White und Black Hat SEO kennen und welche Maßnahmen Sie auf keinen Fall zur Optimierung einsetzen sollten.

Was verbirgt sich hinter "White Hat/Black Hat"-SEO?

Die Bezeichnung White und Black Hat bezieht sich auf Cowboys in alten Western-Filmen. Das typische Duell: Der gute Cowboy trägt den weißen, der böse den schwarzen Hut. Die Bezeichnung kann aber auch auf den "schwarzen Magier" oder "Mafiosi" zurückgeführt werden.

Im Allgemeinen wird im Online Marketing zwischen zwei Arbeitsweisen unterschieden, die strikt voneinander zu trennen sind: White- und Black Hat SEO. Diese beeinflussen das Ergebnis und den langfristigen Website-Erfolg.

Black Hat SEO

SEOs, die Black Hat Maßnahmen anwenden, bedienen sich "verbotener" Methoden und missachten bewusst die Suchmaschinen-Richtlinien von Google. In den meisten Fällen handelt es sich um massives Spamming. Beispielsweise werden die Mitbewerber durch manipulative Maßnahmen aus den Suchergebnissen verdrängt, damit man deren hohe Positionen für sich selbst ergattert. Durch Black Hat SEO erreicht man zwar rasche, aber meist nur kurzlebige SEO-"Erfolge".

Wird Black Hat SEO aufgedeckt, muss der Verursacher mit Abstrafungen durch die Suchmaschinen-Betreiber und mit schlechteren Rankings rechnen. Im schlimmsten Fall wird die Website vollständig aus den Suchergebnissen ausgeschlossen. Dann ist es sehr schwierig, das Vertrauen der Verantwortlichen zurückzugewinnen. Es sollten also alle Details der Optimierung gut überlegt sein und die SEO-Richtlinien auf jeden Fall beachtet werden. Dies ist unabdingbar, um langfristig ein gutes und stabiles Suchmaschinen-Ranking zu erreichen.

  • Das Wichtigste in Kürze

  • Worum geht es? Unterschied White & Black Hat SEO
  • Inhalte- Black Hat: Bewusste Missachtung der Suchmaschinenrichtlinien; teilweise aggressives Spamming

    - White Hat: Einhaltung der Suchmaschinenrichtlinien; Verwendung ausschließlich "sauberer" Optimierungsmethoden;

    - Beispiele für Black-hat-Maßnahmen: Duplicate Pages, Meta Tag Stuffing etc.
  • Key-Takeaway Saubere Methoden, seriöse Dienstleister langfristig besser; Black Hat SEO kann schnell existenzgefährend werden

Black-Hat-Maßnahmen

  • Article Spinning
    Black Hat SEO Anwender nutzen darüber hinaus auch Programme, welche automatisiert Content herstellen. Meist handelt es sich dabei um die Abwandlung bestehender Texte, damit diese nicht als Duplicate Content, sondern als einzigartig bewertet werden. Nutzt man solche Tools jedoch zu häufig, entstehen dadurch meist qualitativ minderwertige Inhalte.
  • Black Hat SEO Software
    Manche SEOs nutzen spezielle Softwareprogramme. Oft angewandt wird zum Beispiel die Software XRumer, mithilfe derer man sich automatisch in vielen Foren anmelden und posten kann. Ziel ist es, die Linkpopularität in kurzer Zeit zu erhöhen.
  • Link- oder Blog-Spamming
    Hierbei nutzen SEOs Kommentar- und Trackback-Funktionen von Blogs aus. Beispielsweise wird exzessiv auf YouTube & Co. eigene Werbung gepostet. So versuchen Online Marketing Verantwortliche, bestimmte Themen und Links zu forcieren, allerdings künstlich und ohne Nutzen für den Besucher. Blogmoderatoren setzen daher verstärkt Kommentarsysteme ein, bei denen Links automatisch als „No Follow“ markiert werden und so zum Linkaufbau bei der Suchmaschinenoptimierung nutzlos sind. Auch die Freischaltung von Kommentaren ist eine beliebte Methode um ungewollte Spam-Posts zu vermeiden.
  • Private Blog Network (PBN)
    Der Aufbau eines PBNs zählt auch zum Blog-Spamming, mit dem Unterschied, dass hier aktiv ein eigenes Blog Netzwerk erstellt wird. Manche SEOs setzen in diesen Netzwerken Cross-Verlinkungen ein, um die Linkpopularität zu stärken. Hierzu zählen auch Verlinkungen über sogenannte Satelliten Domains: Domains, die speziell für den Linkaufbau konzipiert wurden, um von dort aus themenrelevante Verlinkungen auf eigene Webprojekte zu setzen.
  • Domain-Spamming
    Domain-Spamming meint das Kopieren einer gesamten Domain auf eine andere. Dies ist dann die sogenannte Spiegel- bzw. Mirror-Seite. Außerdem ist die Wahrscheinlichkeit für Duplicate Content sehr hoch, welchen Google in der Regel als negativen Rankingfaktor bewertet.
  • Cloaking
    Beim Cloaking (zu Deutsch „Verschleiern“) werden zwei Seiten für eine URL erstellt. Eine der beiden URLs wird dem Besucher, die andere dem Suchmaschinen-Crawler präsentiert. Hierbei melden die Black Hats zuerst die suchmaschinenoptimierte Version bei den Suchmaschinen an. Nachdem diese indexiert wurde, stellen sie die Seite für die "normalen" Besucher online. Suchmaschinen können Cloaking enttarnen, in dem sie eine reguläre Browserkennung und eine neutrale IP-Adresse verwenden, um Websites abzurufen. Den Seiteninhalt vergleichen sie dann mit dem, den sie unter der anderen Version als Suchmaschine angezeigt bekommen.
  • Doorway-Page
    Doorway-Pages sind "über"-optimierte Seiten, die ausschließlich für eine hohe Ranking-Position erstellt werden. Sie erscheinen nicht in der normalen Website-Struktur (auch nicht als Link) und können somit in der Regel nur über die Suchergebnisse vom Suchmaschinen-Crawler gefunden werden. Doorway- Pages haben keinen guten Inhalt, sondern wiederholen lediglich das Keyword. Somit sind sie für den Nutzer sinnlos. Die Doorway-Page-Methode tritt häufig zusammen mit dem oben aufgeführten Cloaking auf.
  • Page Spoofing
    Unter Page Spoofing versteht man eine auf ein bestimmtes Keyword optimierte Seite, die durch eine Umleitung (Redirect) vor dem User versteckt wird.
  • Page Stuffing (Duplicate Pages)
    Page Stuffing ist eine Technik, bei der die gleiche Seite mehrmals kopiert wird. Dabei sind die Inhalte dieser Seite nur leicht abgeändert. Die Seiten erhöhen die Relevanz der Domain durch scheinbar viel Content. Es ist allerdings nicht ratsam, mehrere Kopien einer Seite mit unterschiedlichen URLs zu erstellen. Für ein hohes Suchmaschinenranking Ihrer bevorzugten Seite können Duplikate beispielsweise durch einen Vermerk in der robots.txt Datei oder durch das Setzen eines Canonical-Tags oder einer 301-Weiterleitung vermieden werden.
  • Keyword-Stuffing
    Beim Keyword Stuffing werden Keywords und Keyword-Kombinationen übermäßig gebraucht und zu häufig wiederholt, sodass kein sinnvoller Content entsteht. Eventuell werden sogar fremde Markennamen zum eigenen Vorteil genannt. Dies hat keinen Nutzen für die Besucher der Website. Im Gegenteil: Die Texte werden so schwer lesbar. Für White-Hat-Seos gilt daher die Regel, dass eine Keyworddichte von über 5 % nicht überschritten werden sollte. Verschiedene Tools ermöglichen das Überprüfen von erstellten Texten auf die jeweilige Keyworddichte. Der derzeit empfohlene Wert beträgt hier 3 – 4,5 % (Quelle: seonaptics.de). Auch eine WDF * IDF Analyse ist hilfreich, wenn man Texte optimieren möchte.
  • Meta-Tag-Stuffing
    Beim Meta-Tag-Stuffing werden Keywords in den nicht direkt sichtbaren Meta-Tag „Keywords“ verwendet. Diese sollen nur das Ranking erhöhen bzw. mehr Besucher auf die Seite leiten, haben aber wenig mit der eigentlichen Seite zu tun. Entweder es werden zu viele Keywords oder Keywords ohne Themenrelevanz genutzt. Darüber hinaus schenken Suchmaschinen-Crawler dem Meta-Tag „Keywords“ keine Beachtung mehr, sodass dessen Nutzung für den Linkaufbau ohnehin irrelevant geworden ist.
  • Invisible Text
    Invisible Text (unsichtbarer Text) ist Content, der sich im nicht sichtbaren Bereich einer Webseite befindet. Er enthält die Keywords übermäßig oft und ist nur für Suchmaschinen optimiert. Die unsichtbaren Texte sind also lediglich den Suchmaschinen-Crawlern zugänglich, vor dem Leser werden sie versteckt. Alle Texte und Links auf Ihrer Website müssen sichtbar für die Nutzer sein. Weiterhin dürfen keine Texte in der gleichen Farbe wie der Hintergrund eingebunden werden (sodass der Leser sie nicht mehr sehen kann).
  • Tiny Text
    Bei Tiny Texten wird die Schriftgröße der für Suchmaschinen optimierten Texte auf 1 oder 2 Punkt Größe gesetzt, sodass der Text nahezu unsichtbar wird. Jedoch können selbst die User diese Texte noch sehen und halten sie eventuell für einen Seitenfehler.
  • Invisible Area
    Die Invisible Area befindet sich außerhalb des sichtbaren Bildschirmbereichs. Auch dort wird von manchen Webmastern Text platziert, der dann für die Nutzer nicht sichtbar ist. Dies ist mit den CSS-Angaben position: absolute; left : -1000px; möglich. Invisible DIV und z-Index-Überlagerung: Hierbei werden die äußeren Container - die DIVs - mit den Angaben visibility : hidden; und display : none; auf invisible geschaltet. Auch dort steht dann suchmaschinenoptimierter Text, der für Leser unsichtbar wird. Des Weiteren kann einem DIV eine geringere Z-Koordinate zugeordnet werden, wodurch er beispielsweise hinter einem anderen DIV angezeigt und von diesem dann verdeckt wird. Dies ist mit dem CSS-Befehl: z-index:-10; möglich. Somit ist der Text ebenfalls unsichtbar. No Script: Spamming-Texte und Links können ebenfalls in die NoScript-Bereiche von Webseiten abgelegt werden. Texte die sich in diesem Quelltext-Bereich befinden dienen als Alternative, falls ein Script mangels Unterstützung seitens des Browsers nicht ausgeführt werden kann. Einige Black-Hats nutzen diesen Bereich allerdings für sinnlose, suchmaschinenoptimierte Texte.
  • Hidden Links
    Hidden Links (versteckte Links) werden meist über ein sehr kleines, 1x1 Pixel großes Bild gesetzt, welches kaum sichtbar ist. Dieses verlinkt dann auf ein bestimmtes Ziel und erhöht die Linkanzahl auf unnatürliche Art und Weise. Allerdings bringen Verlinkungen auf abgestraften Seiten wenig. Links, die zwar von den Suchmaschinen bereits abgestraft wurden, aber trotzdem noch auf Seiten gesetzt werden, wirken sich negativ auf die eigene Website aus. Diese Links gelten als nicht vertrauenswürdig und werden mit Linkfarmen in Zusammenhang gebracht.
  • Expired Domains
    Expired Domains (deutsch: „Abgelaufene Domains“) sind Domains, deren Laufzeit vorüber ist und von dem Besitzer nicht weiter verlängert wurde. Dadurch sind sie wieder auf dem freien Markt zu erwerben und oft attraktiv für Black Hat SEOs, welche von deren häufig hohem Trust, den Backlinks sowie dem PageRank profitieren wollen. Black Hat Maßnahmen sind in diesem Fall das gezielte Setzen von Verlinkungen auf die eigene Seite von vorher gekauften Expired Domains.
  • Negative SEO
    Bei dem sogenannten negativem SEO handelt es sich um den gezielten Angriff von Wettbewerbern mittels Black Hat SEO Maßnahmen. Beispielsweise setzen Websitebetreiber gezielt Links von Wettbewerbern auf Linkfarmen und sonstigen, von Suchmaschinenbetreibern für das Ranking als schlecht bewerteten, Seiten.
  • Erstellen von Seiten ausschließlich für AdSense
    Das AdSense-Programm von Google bietet den Usern die Möglichkeit, Werbeeinblendungen auf der eigenen Website anzuzeigen und einen Anteil am Geschäft zu verdienen. Wenn die Seiten allerdings darauf abzielen, möglichst viele Anzeigen-Klicks zu generieren und nicht für den normalen Nutzer konzipiert wurden, ist auch das eine unlautere Methode.

White Hat SEO

Im Gegensatz zu Black Hat SEO bezeichnet „White Hat SEO“ Suchmaschinenoptimierungen, welche die Richtlinien von Suchmaschinen wie Yahoo!, Bing und Google berücksichtigen und einhalten. SEOs, die ausschließlich White Hat Maßnahmen anwenden, halten Abstand von den oben aufgeführten Black Hat Maßnahmen und richten sich voll und ganz an die Richtlinien der Suchmaschinenbetreiber. White Hat SEO wird vor allem dann angewandt, wenn Webseiten nachhaltig und langfristig zu mehr Traffic und mehr Sichtbarkeit geführt werden sollen. Jedoch halten sich die White Hat SEO Maßnahmen bezüglich ihrer Effektivität in Grenzen.

Grey Hat SEO

Da es meist schwierig ist, ausschließlich mit White Hat SEO Erfolge zu erzielen, bedienen sich viele SEOs sogenannter Grey Hat SEO Maßnahmen. Dies bedeutet, dass sie sich mit ihren Aktivitäten in einer Grauzone zwischen White Hat und Black Hat SEO befinden. Das heißt, sie bedienen sich nicht aggressiv der unter Black Hat SEO aufgeführten Methoden, halten sich allerdings auch nicht ausschließlich an die von Google vorgegebenen Richtlinien.

Einige SEOs nutzen beispielsweise den aktiven Linkaufbau dazu, Sichtbarkeitserfolge zu erzielen. Hierbei werden Backlinks einer Website auf verschiedenen Domains gestreut, um so von den Suchmaschinen-Crawlern als relevanter betrachtet und auf einer besseren Position gerankt zu werden. Jedoch besteht währenddessen die Gefahr, dass die Suchmaschinen dies als Richtlinien-Verstoß ansehen und die jeweiligen Seiten mit einem Penalty belegen und/oder die Seite ganz aus den Suchergebnissen verbannen.

Daher ist es von großer Bedeutung, dass SEOs immer auf dem aktuellsten Stand der jeweiligen Suchmaschinen-Updates und Algorithmen bleiben, um auf etwaige Richtlinienveränderungen zu reagieren und zu verhindern, dass eigene Websites bestraft werden. Denn die Erkennungs-Methoden der Suchmaschinen bezüglich Black und Grey Hat Aktivitäten werden stetig verbessert und immer erfolgreicher darin, Website-Betreiber zu identifizieren, welche sich nicht an Suchmaschinen-Richtlinien halten.

Konsequenzen von Black Hat SEO

Achten Sie darauf, dass Sie keine der oben genannten Methoden auf Ihrer Website anwenden. Suchmaschinen entwickeln ihre Algorithmen stetig weiter und werden immer besser darin, Black Hat SEO zu erkennen und deren Anwender abzustrafen. Dies kann zu Penaltys führen, die schlechtere Rankings und im schlimmsten Fall einen Ausschluss Ihrer Website aus den Sucherergebnissen zur Folge haben.
Achten Sie darauf, dass Sie ausschließlich mit seriösen SEO-Beratern zusammenarbeiten.

Eine SEO-Agentur sollte die Benutzerführung und den Content Ihrer Website verbessern und keinesfalls irreführende Taktiken verwenden oder versuchen die Suchmaschinen zu täuschen. Sorgen Sie dafür, dass Ihre Domain mit keinem trügerischen Dienst in Verbindung gebracht wird, sonst könnte Sie aus dem Suchmaschinenindex verbannt werden.

Das spricht für SEO mit der OSG

  • Nachhaltige Erfolge. Mit unserer umfangreichen Methoden der Suchmaschinenoptimierung erzielen Sie mit Ihrem Online-Shop oder Ihrer Website nachhaltige Ergebnisse – auch wenn die Suchmaschinenoptimierung nicht mehr fortgeführt wird.

  • Transparenz. Das Reporting Center ermöglicht Ihnen volle Transparenz in unsere erbrachten Leistungen. Sie können jederzeit einsehen, wie sich die Sichtbarkeit Ihrer Website verändert oder welche Backlinks wir für Sie aufgebaut haben.

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