Was sind Dofollow- und Nofollow-Links?

Kurzantwort
Dofollow- und Nofollow-Links unterscheiden sich darin, wie Suchmaschinen sie für Crawling und Rankings bewerten. Ein Dofollow-Link ist der normale Link ohne besonderes Attribut. Ein Nofollow-Link trägt rel="nofollow" und signalisiert Google, den Link nur eingeschränkt zu berücksichtigen. Google behandelt diese Kennzeichnung inzwischen als Hinweis, nicht als strikte Anweisung.
Dofollow- und Nofollow-Links sind vor allem für Backlink-Analysen, Linkaufbau und ausgehende Verlinkungen relevant. Die häufigste Ungenauigkeit steckt bereits im Begriff: Ein HTML-Attribut namens dofollow gibt es nicht. Entscheidend sind Quelle, Relevanz, Publikum und Zweck des Links, nicht allein seine technische Kennzeichnung.
1. Dofollow-Links sind der Normalfall
Ein Dofollow-Link ist ein gewöhnlicher HTML-Link, dem Suchmaschinen folgen und den sie als mögliches Signal für die verlinkte Seite auswerten können. Im Quellcode sieht er beispielsweise so aus:
<a href="https://www.beispiel.de/">Beispielseite</a>
Der Begriff „Dofollow“ ist SEO-Umgangssprache. Du setzt kein rel="dofollow". Fehlt eine einschränkende Kennzeichnung wie nofollow, sponsored oder ugc, wird der Link üblicherweise als Follow-Link bezeichnet. In manchen Content-Management-Systemen erscheint trotzdem eine Auswahl namens „Dofollow“, obwohl technisch lediglich das Ausnahmeattribut entfernt wird.
1.1 Was sind Dofollow-Backlinks?
Dofollow-Backlinks sind normale Links von einer fremden Domain auf deine Website. Google kann sie nutzen, um Zusammenhänge zwischen Seiten, Themen und Domains zu erkennen. Ein redaktioneller Link aus einem passenden Fachartikel kann Autorität übertragen, Besucher bringen und Google beim Einordnen deiner Zielseite helfen. Einen garantierten Rankingeffekt löst ein einzelner Backlink jedoch nicht aus.
Die Qualität eines Dofollow-Backlinks hängt nicht nur von der Stärke der Domain ab. Relevant sind auch der Inhalt der verlinkenden Seite, ihre Rankings, der Ankertext, die Position des Links und die thematische Nähe. Eine ausführliche Einordnung findest du im Ratgeber dazu, was Backlinks für SEO bringen.
2. Nofollow-Links kennzeichnen eine Ausnahme
Ein Nofollow-Link enthält den Wert nofollow im rel-Attribut:
<a href="https://www.beispiel.de/" rel="nofollow">Beispielseite</a>
Das Nofollow-Attribut wurde ursprünglich eingesetzt, damit Websitebetreiber Links kennzeichnen können, für die sie keine redaktionelle Empfehlung abgeben möchten. Typische Anwendungsfälle waren Blogkommentare, Forenbeiträge und andere Bereiche, in denen Nutzer selbst Links veröffentlichen konnten.
2.1 Was ist ein Nofollow?
„Ein Nofollow“ meint meist einen Link mit rel="nofollow". Die Bezeichnung beschreibt keinen eigenen Linktyp, sondern eine technische Information am Link. Sie wird von der verlinkenden Website gesetzt. Wenn ein Medium mit Nofollow auf deine Domain verweist, kannst du das Attribut auf deiner eigenen Website nicht ändern.
Merksatz zum Nofollow-Attribut
Dofollow wird nicht als Attribut gesetzt. Jeder normale Link gilt zunächst als Follow-Link. Nur eine Abweichung wird im Quellcode gekennzeichnet, zum Beispiel mit rel="nofollow", rel="sponsored" oder rel="ugc".
Nofollow ist außerdem keine zuverlässige Methode, um das Crawling oder die Indexierung einer URL zu verhindern. Google behandelt das Attribut inzwischen als Hinweis. Wenn eine Seite nicht indexiert werden soll, brauchst du dafür passende technische Maßnahmen wie noindex oder eine Zugangsbeschränkung.
3. Linkattribute 2026: vier Varianten
Google kündigte 2019 an, Linkattribute künftig als Hinweise auszuwerten. Gleichzeitig kamen mit sponsored und ugc zwei präzisere Werte hinzu. Die ältere Vorstellung, Nofollow werde von Google unter allen Umständen ignoriert, bildet den aktuellen Umgang deshalb nicht mehr korrekt ab. Auch die OSG-Unterlagen zum Linkaufbau halten fest, dass Google Linkattribute als Hinweise nutzt und Nofollow-Verweise im Online-PR-Umfeld weiterhin einen Marketingwert haben können.
| Variante | Technische Kennzeichnung | Typischer Einsatz |
|---|---|---|
| Follow | Kein spezielles rel-Attribut |
Redaktionell gesetzter Link zu einer vertrauenswürdigen und relevanten Quelle |
| Nofollow | rel="nofollow" |
Link ohne klare redaktionelle Empfehlung oder mit unklarer Zuordnung |
| Sponsored | rel="sponsored" |
Bezahlte Platzierung, Anzeige, Advertorial oder Kooperation |
| UGC | rel="ugc" |
Nutzergenerierter Inhalt, etwa Kommentar oder Forumsbeitrag |
3.1 Was bedeutet „Follow nofollow“?
Die Wortkombination „Follow nofollow“ wird häufig bei Tool-Filtern oder in Linkreports verwendet. Gemeint ist die Einteilung eines Links als Follow oder Nofollow. Beide Angaben gleichzeitig wären ohne weiteren Kontext widersprüchlich. Mehrere sinnvolle Werte sind dagegen erlaubt, zum Beispiel rel="nofollow sponsored" für einen bezahlten Link, der zusätzlich als Nofollow gekennzeichnet wird.
Für bezahlte Kooperationen ist sponsored die präzisere Kennzeichnung. Für Links aus Kommentaren und Foren ist ugc vorgesehen. Eine technische Checkliste der OSG empfiehlt ebenfalls, Nofollow gezielt einzusetzen und bezahlte beziehungsweise nutzergenerierte Links mit den jeweils passenden Attributen zu kennzeichnen.
4. Was Dofollow-Backlinks bringen
Der Kipppunkt bei der Backlink-Bewertung entsteht meist dann, wenn eine Excel-Liste nur „Follow“ und „Nofollow“ zeigt. Ein Follow-Link von einer automatisch erzeugten Profilseite kann technisch Linksignale weitergeben und trotzdem kaum Wert besitzen. Ein redaktioneller Link in einem Fachmedium erreicht dagegen deine Zielgruppe, steht in einem verständlichen Kontext und kann für relevante Suchbegriffe ranken.
Ein häufiger Fehler ist die Jagd nach möglichst vielen Follow-Links mit demselben Money-Keyword als Ankertext. Wenn jede Verlinkung exakt „Immobilienmakler München“ lautet, wirkt das weniger wie eine natürliche Empfehlung und mehr wie ein gesteuertes Muster. Variiere Markenname, URL, thematische Begriffe und natürliche Satzanker. Qualität und Kontext schlagen die reine Anzahl.

5. Warum Nofollow-Backlinks wertvoll bleiben
Ein Nofollow-Backlink aus einem großen Medium kann mehr Geschäftswert erzeugen als ein Follow-Link aus einem unbekannten Verzeichnis. Der Link kann Besucher, Markensuchen, Erwähnungen und weitere redaktionelle Kontakte auslösen. Diese Effekte verschwinden nicht, nur weil im Quellcode rel="nofollow" steht. Selbst bekannte Plattformen verwenden Nofollow und können dennoch wertvolle Reichweite liefern.
5.1 Was sind Nofollow-Backlinks?
Nofollow-Backlinks sind eingehende Links, bei denen die verweisende Website rel="nofollow" gesetzt hat. Google kann diese Links als Hinweis auswerten, ist aber nicht verpflichtet, klassische Linksignale vollständig zu übernehmen. Für die verlinkte Website bleiben der Besucherzugang, die Markenpräsenz und der redaktionelle Kontext erhalten.
Wir würden deshalb einen Nofollow-Link aus einer stark gelesenen Branchenpublikation nicht gegen einen Follow-Link aus einer themenfremden Linkliste tauschen. Prüfe zuerst, ob echte Interessenten die verlinkende Seite besuchen und ob deine Erwähnung redaktionell sinnvoll ist. Das Attribut folgt in der Bewertung erst danach.
5.2 Was bringen Nofollow-Links konkret?
Auch für GEO, also Generative Engine Optimization, zählt die Quelle häufig mehr als das Attribut. Eine Erwähnung in einer bekannten Fachpublikation kann dazu beitragen, dass Marke, Thema und Expertise gemeinsam im Web auftauchen. Ob und wie einzelne KI-Systeme diesen Zusammenhang verwerten, lässt sich allerdings nicht allein aus dem Linkattribut ableiten.
6. Ein natürliches Linkprofil enthält beides
Echte Websites sammeln Follow- und Nofollow-Links. Medien, Branchenportale, soziale Plattformen, Verzeichnisse und Foren nutzen unterschiedliche Regeln. Ein Profil mit ausschließlich Follow-Links ist deshalb ungewöhnlich, besonders wenn die Links zusätzlich ähnliche Ankertexte und identische Seitentypen aufweisen.
Lege keine starre Zielquote wie 70 Prozent Follow und 30 Prozent Nofollow fest. Google veröffentlicht keine allgemein gültige Idealverteilung. Eine künstlich konstruierte Quote kann dazu führen, dass du irrelevante Links aufbaust, nur um eine Prozentzahl zu erreichen. Vergleiche deine Mischung stattdessen mit realen Wettbewerbern und prüfe auffällige Veränderungen.
Zur Bewertung gehören mehr als zwei Attribute. Ein belastbares Backlink-Audit betrachtet zusätzlich Herkunftsdomains, verlinkende URLs, Linktexte, Themen, neue und verlorene Links sowie die Qualität der verweisenden Seiten. Die OSG-Checkliste empfiehlt ausdrücklich eine ausgewogene Linkstruktur und eine laufende Beobachtung des Profils.
Wie du diese Prüfung aufbaust, zeigt der Leitfaden zur systematischen Backlink-Analyse. Für eine schnelle Bestandsaufnahme kannst du außerdem deine wichtigsten Backlinks kostenlos prüfen.
7. Relevanz schlägt das Attribut
Wähle mögliche Linkquellen nicht danach aus, ob sie Follow versprechen. Prüfe, ob die Seite zu deinem Angebot passt, ein echtes Publikum erreicht und redaktionelle Inhalte veröffentlicht. Ein Link sollte auch dann sinnvoll sein, wenn Suchmaschinen keinen direkten Rankingwert übertragen würden. Diese einfache Kontrollfrage filtert viele schwache Angebote aus.
Das Handbuch der Performance Suite priorisiert bei Linkquellen unter anderem rankende Keywords, vorhandene Links, Linkpower und Domain-Popularität. Die Keyword-Spalte zeigt dabei, ob eine mögliche Quelle bereits für Themen rankt, die zum Projekt passen. Genau diese Kombination verhindert, dass eine hohe quantitative Kennzahl mit tatsächlicher Relevanz verwechselt wird.
Wenn du passende Quellen aktiv gewinnen möchtest, findest du weitere Kriterien im Ratgeber zum Finden hochwertiger Backlinks und auf der Leistungsseite zum strategischen Linkaufbau.
8. Linkattribute im eigenen Profil prüfen
Das Attribut eines Links lässt sich im HTML-Quellcode oder über eine Backlink-Analyse erkennen. Bei wenigen Links genügt die Suche nach rel="nofollow", rel="sponsored" und rel="ugc". Bei größeren Domains brauchst du eine zentrale Liste, weil eine manuelle Einzelprüfung schnell unübersichtlich wird.
Im Backlink-Tool der Performance Suite werden die Linkattribute je Link ausgewiesen. Zusätzlich lassen sich unter anderem Online-Status, Domain-Popularität, Linkpower und rankende Keywords der Quelle prüfen. Das vollständige Linkprofil kann zusammen mit Statusangaben exportiert werden, sodass du die Follow-Nofollow-Mischung auswertest, statt sie zu schätzen.

Eine sinnvolle Prüfung beginnt nicht bei der Prozentzahl, sondern bei den auffälligen Links. Filtere neue und verlorene Backlinks, kontrolliere stark wiederholte Ankertexte und öffne Quellen mit unklarem Themenbezug. Danach kannst du die Verteilung der Attribute mit relevanten Wettbewerbern vergleichen.
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9. So gehen wir beim Linkprofil vor
Bei der Online Solutions Group GmbH (OSG) prüfen wir zuerst, welche Domains tatsächlich zum Markt, Angebot und Publikum des Kunden passen. Danach bewerten wir jeden relevanten Link anhand seines Attributs, Online-Status, Ankertexts, Themenkontexts und der rankenden Keywords der Quelle. Die Performance Suite hält diese Daten je Link verfügbar, während eine feste Ansprechperson die Prioritäten und nächsten Maßnahmen fachlich einordnet.
Die Erfahrung aus über 1.000 Projekten seit 2008 hilft vor allem bei der Entscheidung, welche Auffälligkeit wirklich bearbeitet werden muss. Ein hoher Nofollow-Anteil allein ist kein Grund für hektischen Linkaufbau. Maßgeblich sind die Qualität der Quellen, die Wettbewerbslücke und die Frage, ob das Profil zur realen Bekanntheit des Unternehmens passt.
10. Häufige Fragen zu Linkattributen
Ist Dofollow ein HTML-Attribut?
Nein. Ein normaler Link gilt ohne einschränkendes rel-Attribut als Follow-Link. rel=dofollow muss und sollte nicht ergänzt werden.
Wie erkenne ich einen Nofollow-Link?
Öffne den HTML-Quellcode und suche beim Link nach rel=nofollow. Bei vielen Backlinks ist ein Backlink-Checker mit Filter für Linkattribute schneller.
Kann ein Nofollow-Link Rankings verbessern?
Google behandelt nofollow als Hinweis und kann den Link auswerten. Ein konkreter Rankingeffekt lässt sich nicht garantieren, der Link kann aber Besucher, Bekanntheit und weitere Erwähnungen erzeugen.
Sollten interne Links nofollow sein?
Wichtige interne Links sollten normalerweise Follow-Links bleiben. Nofollow ersetzt weder eine klare Website-Struktur noch noindex und ist keine zuverlässige Methode, um das Crawling einer URL zu verhindern.
Wann verwende ich rel=sponsored?
rel=sponsored ist für bezahlte Links, Anzeigen, Advertorials und andere kommerzielle Kooperationen vorgesehen. Die Kennzeichnung beschreibt den finanziellen Zusammenhang präziser als ein allgemeines nofollow.
Wann verwende ich rel=ugc?
rel=ugc kennzeichnet Links aus nutzergenerierten Inhalten, etwa Kommentaren oder Forenbeiträgen. Das Attribut hilft Suchmaschinen, den Ursprung des Links einzuordnen.
Welches Verhältnis von Follow und Nofollow ist gut?
Es gibt keine allgemeine Idealquote. Ein natürliches Profil entsteht aus relevanten redaktionellen Erwähnungen, Medienlinks, Plattformen und anderen echten Quellen mit unterschiedlichen Attributen.
Behandle das Linkattribut als einen Datenpunkt, nicht als Qualitätsurteil. Prüfe zuerst, wer dich verlinkt, in welchem Kontext der Link steht und welches Publikum die Quelle erreicht. Eine solche Priorisierung verbessert dein Linkprofil zuverlässiger als die Jagd nach einer künstlichen Follow-Quote.
Wenn du wissen möchtest, welche Links deiner Domain Potenzial bieten und wo dein Profil im Wettbewerbsvergleich steht, kannst du dein Linkprofil gemeinsam mit der OSG einordnen lassen. Das Erstgespräch ist kostenlos, unverbindlich und ohne Verkaufsdruck.








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