Wie funktioniert eine Keyword-Recherche?

Was ist Wie funktioniert eine Keyword-Recherche??

Kurzantwort

Eine Keyword-Recherche funktioniert in fünf Schritten: Suchbegriffe sammeln, Varianten erweitern, unpassende Begriffe filtern, ähnliche Keywords gruppieren und jeder Gruppe eine passende Zielseite zuordnen. Suchvolumen liefert dabei nur geschätzte Größenordnungen. Ob die Auswahl tatsächlich Traffic erzeugt, zeigen nach der Veröffentlichung die Klickdaten aus der Google Search Console.

Die Keyword-Recherche übersetzt das Angebot deines Unternehmens in die Sprache deiner Zielgruppe. Dabei zählen Suchintention, geschäftliche Relevanz und Saisonverlauf mehr als der höchste Zahlenwert. Der folgende Ablauf eignet sich für SEO-Manager, Content-Verantwortliche, Onlineshops, B2B-Unternehmen und lokale Anbieter.

1. Wie Keyword-Recherche funktioniert

Eine gute Recherche beginnt nicht im Keyword-Tool, sondern beim Geschäftsziel. Definiere zuerst, welche Produkte, Leistungen oder Probleme über die Suche gefunden werden sollen. Für eine Anwaltskanzlei ist „Arbeitsrecht“ beispielsweise ein Themenfeld. „Kündigungsschutzklage Anwalt München“ beschreibt bereits eine konkrete Leistung, einen Ort und eine deutlich erkennbare Absicht.

Aus wenigen Ausgangsbegriffen entsteht anschließend ein breiter Datenbestand. Als Quellen eignen sich Kundengespräche, interne Suchanfragen, Produktkategorien, Google-Suchergebnisse, Wettbewerberseiten, Google Ads und die Google Search Console. Ein Keyword-Werkzeug ergänzt Synonyme, Fragen und längere Suchphrasen, die beim ersten Brainstorming fehlen.

  • Angebote: Welche Leistungen und Produkte bringen Anfragen oder Umsatz?
  • Probleme: Welche konkreten Aufgaben möchte die Zielgruppe lösen?
  • Sprache: Welche Begriffe verwenden Kunden statt interner Fachbezeichnungen?
  • Suchintention: Will der Nutzer etwas lernen, vergleichen, kaufen oder einen Anbieter finden?

Der wichtigste Startpunkt

Beginne mit zehn bis zwanzig klaren Ausgangsbegriffen. Eine Liste mit tausend automatisch erzeugten Varianten hilft wenig, wenn Produktbezeichnungen, Kundenprobleme und Regionen noch nicht sauber definiert sind.

2. Wie geht eine Keyword-Recherche?

Der operative Ablauf besteht aus fünf Verarbeitungsschritten: Sammeln, Erweitern, Filtern, Gruppieren und Zuordnen. Erst die Zuordnung macht aus einer Tabelle einen umsetzbaren Content-Plan. Ohne diesen Schritt bleiben Keywords häufig in einer Excel-Datei liegen, während mehrere Seiten dasselbe Thema bearbeiten oder wichtige Suchintentionen keine Zielseite erhalten.

Schritt Aufgabe Ergebnis
1. Sammeln Angebote, Probleme, Kundensprache und bestehende Suchanfragen erfassen Ausgangsliste mit relevanten Themen
2. Erweitern Synonyme, Fragen, Longtail-Keywords und Wettbewerberbegriffe ergänzen Breiter Keyword-Pool
3. Filtern Irrelevante, mehrdeutige und wirtschaftlich ungeeignete Begriffe entfernen Qualifizierte Keyword-Liste
4. Gruppieren Begriffe mit gleicher Suchintention zu Clustern zusammenfassen Themencluster statt Einzelkeywords
5. Zuordnen Jeden Cluster einer bestehenden oder geplanten URL zuweisen Redaktionsplan und Seitenstruktur

Ein häufiger Kipppunkt liegt zwischen Gruppieren und Zuordnen. Drei Begriffe können sprachlich verschieden sein und trotzdem dieselbe Seite benötigen. Umgekehrt können zwei ähnlich klingende Suchanfragen unterschiedliche Erwartungen auslösen. Prüfe deshalb die Google-Ergebnisse: Rankt bei beiden Begriffen weitgehend derselbe Seitentyp, spricht das für eine gemeinsame URL. Zeigt Google einmal Ratgeber und einmal Produktseiten, solltest du zwei Zielseiten planen.

3. So läuft die Keyword-Recherche ab

3.1 Begriffe sammeln und erweitern

Starte mit den wichtigsten Leistungen und gib diese als Ausgangsbegriffe in ein Recherchewerkzeug ein. Das Keyword-Recherche-Tool der Performance Suite kann aus mehreren Ausgangsbegriffen weitere Ideen ermitteln. Relevante Vorschläge lassen sich übernehmen und nach Kategorie, Standort sowie Gerät einordnen.

Ergänze anschließend Quellen, die echte Kundensprache enthalten. Dazu zählen E-Mails aus dem Vertrieb, Bewertungen, Beratungsgespräche, die interne Suche eines Onlineshops und Suchanfragen aus der Google Search Console. Die Performance Suite kann außerdem Suchanfragen aus Google und Bing aufnehmen und analysiert zu hinterlegten Keywords verwandte Suchanfragen, Nutzerfragen sowie die Top-100-Ergebnisse.

3.2 Keywords filtern

Entferne Begriffe, deren Bedeutung nicht zu deinem Angebot passt. Ein hohes Suchvolumen macht ein Keyword nicht wertvoll, wenn die Nutzer etwas anderes erwarten. Das generische Keyword „Möbel“ erreicht beispielsweise viele verschiedene Absichten. Eine konkrete Kategorie wie „höhenverstellbarer Schreibtisch aus Holz“ kann weniger Nachfrage, aber eine wesentlich klarere Nähe zum Angebot haben.

Bewerte jeden Begriff mindestens nach vier Kriterien:

  • Passt die Suchintention zu einer erreichbaren Zielseite?
  • Kann das Unternehmen die Erwartung des Nutzers vollständig erfüllen?
  • Hat der Begriff einen erkennbaren Wert für Anfrage, Verkauf oder Markenaufbau?
  • Ist die Konkurrenz mit der vorhandenen Website-Autorität realistisch erreichbar?

3.3 Keywords gruppieren und zuordnen

Gruppiere Begriffe nach Bedeutung und Suchintention, nicht nur nach gemeinsamen Wörtern. „Keyword-Recherche durchführen“, „Keywords finden“ und „Keyword-Liste erstellen“ können gemeinsam in einen ausführlichen Ratgeber passen. „Keyword-Recherche beauftragen“ weist dagegen stärker auf eine Dienstleistung hin und braucht möglicherweise eine eigene Leistungsseite.

100% datengesteuertes SEO: Unsere Datenmenge in der Performance Suite macht den Unterschied

Die URL-Zuordnung verhindert Keyword-Kannibalisierung. Dabei konkurrieren mehrere eigene Seiten um dieselbe Suchanfrage. Im Keyword-Dashboard lässt sich prüfen, ob für einen Begriff mehrere URLs ranken oder regelmäßig wechseln. Die eingeblendeten Elemente der Google-Ergebnisse geben zusätzlich Hinweise darauf, ob Nutzer einen Ratgeber, ein Produkt, einen lokalen Anbieter oder eine kurze Antwort erwarten.

Typischer Fehler: Erstelle nicht für jede Schreibweise eine eigene Seite. Wenn Google für mehrere Varianten dieselben Ergebnisse zeigt, gehören sie meist in einen gemeinsamen Inhalt. Zusätzliche Seiten verteilen Relevanz und interne Links, ohne eine neue Suchintention abzudecken.

4. Woher Suchvolumen stammen

Suchvolumen sind Schätzwerte auf Basis vergangener Suchanfragen. Viele Anbieter zeigen einen gerundeten monatlichen Durchschnitt aus zwölf Monaten. Saisonale Spitzen, schwache Monate und kurzfristige Trends werden dadurch zu einem einzigen Wert verdichtet. Das Suchvolumen beschreibt deshalb eine Größenordnung, keine exakt zu erwartende Besucherzahl.

Tools können für dasselbe Keyword unterschiedliche Werte anzeigen, obwohl keines davon zwingend falsch rechnet. Die Abweichungen entstehen durch verschiedene Datenquellen, Aktualisierungszeitpunkte, regionale Einstellungen, Rundungen und die Zusammenfassung ähnlicher Suchvarianten. In der Performance Suite wird das Suchvolumen entsprechend als Abschätzung aus historischen Google-Daten und als Orientierung für das Suchverhalten eingeordnet.

Der Fehler beginnt, wenn Teams Werte wie 480 und 520 gegeneinander ausspielen. Für die Entscheidung liegen beide Begriffe in derselben Größenordnung. Prüfe stattdessen, ob ein Keyword eher zehn, hundert, tausend oder zehntausend monatliche Suchanfragen erreicht, wie sich der Verlauf entwickelt und welche Suchintention dahintersteht.

Einordnung statt Scheingenauigkeit: Bei 500 geschätzten Suchanfragen und einer angenommenen organischen Klickrate von 10 Prozent wären rechnerisch 50 Klicks möglich. Die tatsächliche Klickrate kann deutlich abweichen. Verlässliche Werte liefert erst die Google Search Console, wenn eine Seite Impressionen und Klicks erhält.

5. Saison verändert die Bewertung

Ein Jahresschnitt kann ein wirtschaftlich starkes Keyword klein aussehen lassen. Ein Suchbegriff mit moderatem Durchschnitt kann innerhalb weniger Wochen ein Vielfaches erreichen und anschließend fast vollständig abfallen. Typische Beispiele sind Weihnachtsprodukte, Reiseziele, Gartenthemen, Steuerfristen, Schulanfang und saisonale Dienstleistungen.

In der Praxis fällt die falsche Entscheidung oft Monate vor der eigentlichen Saison. Ein Team sieht im Frühjahr einen durchschnittlichen Wert, stuft das Thema als zweitrangig ein und beginnt erst beim Nachfrageanstieg mit dem Text. Dann fehlen Zeit für Indexierung, interne Verlinkung und erste Ranking-Signale. Plane saisonale Inhalte deshalb mehrere Monate vor dem erwarteten Höhepunkt und bewerte immer den Monatsverlauf.

  • Prüfe mindestens die vergangenen zwölf Monate einzeln.
  • Markiere den Beginn des Nachfrageanstiegs, nicht nur den Spitzenmonat.
  • Veröffentliche den Inhalt rechtzeitig vor diesem Anstieg.
  • Aktualisiere bestehende Saisonseiten, statt jährlich neue URLs anzulegen.

Eine Recherche ist zudem keine einmalige Projektphase. Sprachgebrauch, Nachfrage und Wettbewerbsumfeld verändern sich. Die Performance Suite sucht für gespeicherte Begriffe laufend nach neuen Keywords und Fragen. Gerade bei Urteilen, neuen Produkten oder regulatorischen Themen können dadurch früh neue Suchmuster auftauchen.

Wenn du erste Begriffe und Suchvolumen selbst prüfen möchtest, nutze den kostenlosen Keyword-Planner.

Mit Nutzung dieses SEO-Checks erklären Sie, dass Sie die Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen haben und damit einverstanden sind, dass die von Ihnen angegebenen Daten elektronisch erhoben und gespeichert werden. Ihre Daten werden dabei nur streng zweckgebunden zur Bearbeitung des SEO-Checks benutzt. Mit der Nutzung dieses SEO-Checks erklären Sie sich mit der Verarbeitung einverstanden.

6. Recherche liefert Hinweise, keine Gewissheit

Eine Keyword-Recherche ist eine begründete Prognose. Sie zeigt, welche Themen vermutlich gesucht werden, welche Seiten Google bevorzugt und wo wirtschaftliches Potenzial liegen kann. Sie beweist jedoch nicht, dass deine Seite ranken, Klicks erhalten oder Anfragen erzeugen wird. Bestätigt wird die Annahme erst durch reale Daten nach der Veröffentlichung.

Der sauberste Prüfpunkt ist die Google Search Console. Kontrolliere nach der Indexierung, für welche Suchanfragen die URL Impressionen erhält, wie sich die durchschnittliche Position entwickelt und welche Begriffe Klicks auslösen. Oft rankt ein Inhalt zusätzlich für Formulierungen, die kein Recherchewerkzeug vorgeschlagen hat. Diese echten Suchanfragen gehören in die nächste Überarbeitung und erweitern das Keyword-Set.

Alle relevanten Daten in der Performance Suite integriert

Die Keyword-Datenbank der Performance Suite verbindet Recherchedaten mit späteren Search-Console-Werten. Dadurch kannst du die ursprüngliche Annahme mit Impressionen, Klicks, Rankings und tatsächlich rankenden URLs vergleichen. Die Performance Suite übernimmt Suchanfragen aus der Search Console außerdem als neue Keyword-Potenziale.

Genau dieser Vergleich öffnet den Blick hinter die Zahlen. Ein Keyword mit kleinem Schätzwert kann unerwartet viel Traffic liefern. Ein vermeintlich großes Keyword kann trotz guter Position kaum Klicks erzeugen, etwa weil Google direkte Antworten, Karten oder Anzeigen vor den organischen Ergebnissen zeigt. Behalte deshalb Begriffe mit geringer Schätzung im Set, wenn Suchintention und Geschäftswert stimmen.

Du möchtest Recherchedaten und echte Suchanfragen in einem System vergleichen?

Free Account anlegen

7. Wie viele Keywords sind sinnvoll?

Die Zahl der Keywords richtet sich nach Themenbreite und Website-Struktur. Eine einzelne Seite benötigt meist ein klares Fokus-Keyword und mehrere semantisch passende Nebenbegriffe. Die gesamte Website kann dagegen Hunderte oder Tausende relevante Suchanfragen abdecken. Entscheidend ist, dass jeder Keyword-Cluster eine eindeutige Aufgabe und eine passende Zielseite erhält.

Priorisiere zunächst Begriffe, für die bereits eine URL vorhanden ist oder mit vertretbarem Aufwand erstellt werden kann. Prüfe dann bestehende Rankings. Ein Keyword auf Seite zwei kann schneller Potenzial entfalten als ein komplett neues Thema, weil Google die Relevanz der URL bereits erkannt hat. Filter nach Suchvolumen, Ranking und vorhandener Zielseite machen solche Chancen sichtbar.

Weitere Beispiele zur Auswahl und Bewertung findest du im Ratgeber passende Keywords für SEO und KI-Suchen finden. Eine ausführliche Anleitung zur anschließenden Content-Planung bietet der Schritt-für-Schritt-Ratgeber zur Keyword-Recherche.

8. So gehen wir vor

Bei der Online Solutions Group GmbH beginnt die Recherche mit Angeboten, Zielgruppen, bestehendem Content und echten Search-Console-Daten. Danach gruppieren wir die Begriffe nach Suchintention, weisen sie bestehenden oder geplanten URLs zu und priorisieren sie nach Geschäftswert, Ranking-Chance und Saison. Die Performance Suite verbindet diese Planung mit späteren Klicks und Rankings, damit aus der ersten Annahme ein laufender Lernprozess wird. Für die strategische Umsetzung findest du unsere SEO- und GEO-Betreuung zum Festpreis.

9. Häufige Fragen zur Keyword-Recherche

Wie finde ich die richtigen Keywords?

Beginne mit deinen Produkten, Leistungen und den Problemen deiner Kunden. Ergänze echte Suchanfragen aus der Google Search Console, Fragen aus Beratungsgesprächen und Vorschläge eines Keyword-Tools. Behalte nur Begriffe, deren Suchintention zu deinem Angebot und zu einer konkreten Zielseite passt.

Was sind Longtail-Keywords?

Longtail-Keywords sind längere und konkretere Suchanfragen wie 'höhenverstellbarer Schreibtisch aus Holz'. Sie haben häufig weniger Suchvolumen als allgemeine Begriffe, zeigen dafür aber genauer, was der Nutzer erwartet.

Welche fünf Schritte gehören zur Keyword-Recherche?

Die fünf Schritte sind Sammeln, Erweitern, Filtern, Gruppieren und Zuordnen. Das Ergebnis sollte keine lose Liste sein, sondern ein Keyword-Set, bei dem jeder Themencluster einer bestehenden oder geplanten URL zugewiesen ist.

Wie genau sind Suchvolumen?

Suchvolumen sind gerundete Schätzwerte auf Basis historischer Suchanfragen und häufig als Durchschnitt mehrerer Monate dargestellt. Sie eignen sich zum Vergleich von Größenordnungen, sagen aber nicht exakt voraus, wie viele Klicks eine Seite erhalten wird.

Brauchst du den Google Keyword-Planner?

Der Google Keyword-Planner ist eine mögliche Datenquelle, aber keine Voraussetzung für eine vollständige Recherche. Ergänze seine Werte durch Google-Suchergebnisse, Wettbewerber, Kundensprache und echte Suchanfragen aus der Google Search Console.

Wie viele Keywords brauchst du pro Seite?

Eine Seite sollte einen klaren thematischen Schwerpunkt und mehrere eng verwandte Begriffe abdecken. Eine feste Höchstzahl gibt es nicht. Entscheidend ist, dass alle Keywords dieselbe Suchintention bedienen und der Inhalt für den Nutzer verständlich bleibt.

Wie oft sollte eine Keyword-Recherche aktualisiert werden?

Prüfe dein Keyword-Set regelmäßig und zusätzlich bei neuen Produkten, geänderten Leistungen, saisonalen Entwicklungen oder neuen Suchtrends. Search-Console-Daten zeigen, welche Begriffe tatsächlich Impressionen und Klicks erzeugen und welche Themen ergänzt werden sollten.

Behandle deine erste Keyword-Liste als überprüfbare Hypothese. Veröffentliche priorisierte Inhalte, beobachte Impressionen und Klicks und passe die Planung an das tatsächliche Suchverhalten an. So entsteht aus geschätzten Werten eine belastbare SEO-Strategie.

Wenn du deine Themen, Zielseiten und Potenziale gemeinsam prüfen möchtest, kannst du einen kostenlosen und unverbindlichen Potenzialcheck anfragen.

Kostenlosen Potenzialcheck sichern

SEO Agentur kostenlose SEO Potentialanalyse



Weitere Inhalte


Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*