Wie kann man Dofollow- und Nofollow-Links einsetzen?

Kurzantwort
Dofollow- und Nofollow-Links setzt du nach dem Grund des Verweises ein: Redaktionell empfohlene Quellen bleiben normale Dofollow-Links. Bezahlte Links kennzeichnest du mit rel="sponsored", nutzergenerierte Verweise mit rel="ugc". rel="nofollow" nutzt du, wenn du einen Link bewusst nicht redaktionell empfehlen möchtest.
Dofollow- und Nofollow-Links unterscheiden sich technisch vor allem durch das rel-Attribut im HTML-Code. Für die meisten Websites stimmt die Standardeinstellung des Content-Management-Systems bereits. Aktiv eingreifen musst du vor allem, wenn Geld, Produkte, Rabatte oder eine andere Gegenleistung im Spiel waren.
1. Dofollow und Nofollow erkennen
Der schnellste Weg führt über die Elementansicht des Browsers. Klicke mit der rechten Maustaste auf den Link, wähle „Untersuchen“ oder „Element untersuchen“ und suche im hervorgehobenen <a>-Element nach dem Attribut rel. Die Prüfung dauert pro Link nur wenige Sekunden und zeigt den tatsächlich ausgelieferten HTML-Code.
1.1 Wie sieht ein Nofollow-Link aus?
Ein Nofollow-Link enthält im Quelltext den Wert nofollow. Ein vollständiges Beispiel lautet:
<a href="https://www.beispiel.de/" rel="nofollow">Beispielseite</a>
Mehrere Werte dürfen innerhalb desselben rel-Attributs stehen. Ein Link in einem Kommentar kann deshalb beispielsweise so aussehen:
<a href="https://www.beispiel.de/" rel="ugc nofollow">Nutzerlink</a>
1.2 Wie erkennt man einen Dofollow-Link?
Ein Dofollow-Link besitzt normalerweise kein besonderes Dofollow-Attribut. Der Begriff beschreibt einen normalen Link, bei dem nofollow, sponsored oder ugc fehlen. Dieser Link ist daher ein gewöhnlicher Dofollow-Link:
<a href="https://www.beispiel.de/">Empfohlene Quelle</a>
Ein Fehler bei Audits besteht darin, im Quelltext nach rel="dofollow" zu suchen. Dieses Attribut ist nicht erforderlich. Fehlen einschränkende Werte, wird der Link standardmäßig als normaler Verweis behandelt.
1.3 Wie erkenne ich einen Nofollow-Link?
Bei einer einzelnen URL reicht die Elementansicht. Für eine ganze Website öffnest du den Seitenquelltext und suchst mit Strg + F beziehungsweise Cmd + F nach nofollow, sponsored und ugc. Browser-Erweiterungen können die verschiedenen Linktypen zusätzlich farbig markieren. Prüfe bei wichtigen Links trotzdem den Code, weil Erweiterungen dynamisch erzeugte Verweise gelegentlich übersehen.
Dofollow ist die Standardeinstellung
Du musst einen redaktionellen Link nicht ausdrücklich auf Dofollow setzen. Entferne lediglich unpassende Werte wie nofollow, sponsored oder ugc. Ein Attribut wie rel="dofollow" ist überflüssig.
2. Links direkt auf Nofollow setzen
Im HTML ergänzt du das Attribut direkt im öffnenden Link-Tag. Aus <a href="https://www.beispiel.de/"> wird <a href="https://www.beispiel.de/" rel="nofollow">. Bestehende Werte wie noopener oder noreferrer bleiben erhalten und werden durch ein Leerzeichen ergänzt.
Ein Link, der in einem neuen Tab geöffnet wird und gleichzeitig Nofollow sein soll, kann so aufgebaut sein:
<a href="https://www.beispiel.de/" target="_blank" rel="noopener nofollow">Externe Seite</a>
Kontrolliere nach dem Speichern die veröffentlichte Seite. Themes, Plugins und Weiterleitungsfunktionen können den Code verändern. Maßgeblich ist nicht die Einstellung im Backend, sondern das Link-Attribut, das der Browser am Ende ausliefert.
2.1 Einen Link als Nofollow kennzeichnen
Für die manuelle Umsetzung genügen drei Schritte:
Wenn der Link aufgrund einer Bezahlung entstanden ist, ist rel="sponsored" die genauere Kennzeichnung. Bei einem Verweis aus einem Forum, Kommentar oder Profilfeld passt rel="ugc". Nofollow ist damit kein Sammelbecken für jeden externen Link, sondern eine bewusste Einordnung.
3. Nofollow-Links in WordPress einfügen
Die konkrete Bedienung hängt vom WordPress-Editor, dem Theme und den installierten Plugins ab. Markiere im Block-Editor den verlinkten Text und öffne die Link-Einstellungen. Wenn dort eine Nofollow-Option verfügbar ist, aktivierst du sie und speicherst den Beitrag. Manche Installationen zeigen zusätzliche Einstellungen erst unter „Erweitert“ an.
Fehlt die Option, wechselst du beim betreffenden Block in die HTML-Ansicht und ergänzt rel="nofollow" manuell. Alternativ stellen gängige SEO-Plugins eine Auswahl für nofollow, sponsored oder andere Attribute bereit. Prüfe anschließend den veröffentlichten Link im Browser, besonders wenn mehrere Plugins dieselben Link-Einstellungen bearbeiten.

3.1 Alle Links eines Bereichs kennzeichnen
Eine automatische Regel ist sinnvoll, wenn die Herkunft der Links eindeutig ist. In einem Kommentarbereich können beispielsweise alle vom Nutzer eingefügten Verweise mit ugc oder ugc nofollow ausgegeben werden. Bei Werbeplätzen lässt sich sponsored direkt im Template hinterlegen. So hängt die Kennzeichnung nicht davon ab, ob ein Redakteur bei jeder Veröffentlichung an das Attribut denkt.
Eine globale Regel für sämtliche externen Links ist dagegen zu grob. Ein CMS-Filter kann nicht zuverlässig unterscheiden, ob ein Link eine redaktionelle Quelle, eine Werbung oder ein Nutzerbeitrag ist. Automatisiere deshalb nur klar abgegrenzte Bereiche wie Kommentare, Anzeigenplätze oder Partnerboxen.
4. Linkattribute richtig einsetzen 2026
Die Wahl des Attributs richtet sich nach der Entstehung des Links. Google behandelt nofollow, sponsored und ugc als Hinweise. Das bedeutet zugleich, dass ein Nofollow-Link nicht automatisch wertlos ist. Ein bezahltes Advertorial aus einem ausgewerteten Projekt brachte trotz Nofollow-Kennzeichnung mehr als 60 Leads innerhalb von zwei Wochen. Der geschäftliche Nutzen eines Links besteht also nicht nur aus übertragener Linkkraft.
| Situation | Passende Kennzeichnung | Beispiel |
|---|---|---|
| Redaktionelle Empfehlung | Kein zusätzliches Attribut | Quelle in einem Fachartikel |
| Bezahlte Platzierung | rel="sponsored" |
Advertorial, Affiliate-Link, Werbepartner |
| Nutzergenerierter Inhalt | rel="ugc" |
Kommentar, Forum, öffentliches Profil |
| Keine redaktionelle Empfehlung | rel="nofollow" |
Ungeprüfte oder nicht kontrollierbare Zielseite |
4.1 Wie verwendet man Nofollow-Links?
Nofollow passt zu Links, für deren Ziel du keine redaktionelle Empfehlung aussprechen willst. Das kann bei eingebetteten Drittinhalten, ungeprüften Nutzerverweisen oder Seiten mit unsicherer Qualität sinnvoll sein. Sobald die Ursache eine Vergütung oder Gegenleistung ist, solltest du die Beziehung genauer mit sponsored beschreiben.
4.2 Wann bleiben Links Dofollow?
Redaktionell ausgewählte Quellen bleiben gewöhnliche Dofollow-Links. Das gilt für Studien, Herstellerinformationen, weiterführende Anleitungen und andere Seiten, die eine Aussage belegen oder dem Leser zusätzliche Informationen liefern. Der Technik-Crawler der Performance Suite empfiehlt ebenfalls, vertrauenswürdige und relevante Quellen als normale Links zu behandeln, statt jeden externen Verweis pauschal einzuschränken.
Wenn du dein Linkprofil und die Attribute eingehender Links selbst prüfen möchtest, kannst du direkt eine erste Analyse starten:
Für fortlaufende Prüfungen zeigt das Backlink-Tool der Performance Suite pro Link unter anderem das Linkattribut, den Online-Status, die Domainpopularität, die Link Power und rankende Keywords der verlinkenden Seite. Dadurch lässt sich auch kontrollieren, ob bezahlte Platzierungen korrekt gekennzeichnet wurden und ob vereinbarte Links weiterhin erreichbar sind.
5. Bezahlte und nutzergenerierte Links
5.1 Bezahlte Verweise kennzeichnen
Verwende rel="sponsored", sobald Geld oder eine andere Gegenleistung geflossen ist. Dazu zählen bezahlte Artikel, Affiliate-Provisionen, kostenlose Produkte, Rabatte, Dienstleistungen und vereinbarte gegenseitige Vorteile. Die Entscheidungshilfe ist bewusst einfach: Hätte es den Link ohne die Gegenleistung wahrscheinlich nicht gegeben, kennzeichne ihn.
Ältere bezahlte Links mit rel="nofollow" müssen nicht allein wegen der neueren sponsored-Kennzeichnung sofort umgebaut werden. Bei neuen Kooperationen ist sponsored jedoch präziser, weil das Attribut den kommerziellen Hintergrund ausdrücklich beschreibt. Im SEO-Lexikon kannst du verwandte Begriffe wie Backlink, Ankertext und Linkprofil nachschlagen.
5.2 Kommentare und Foren behandeln
Für Links in Kommentaren, Forenbeiträgen und anderen nutzergenerierten Bereichen ist rel="ugc" vorgesehen. Die Abkürzung steht für „User Generated Content“. Wenn du diese Links zusätzlich vorsichtig behandeln möchtest, kannst du mehrere Werte kombinieren: rel="ugc nofollow".
Bei redaktionell geprüften Gastbeiträgen ist ugc nicht automatisch nötig. Entscheidend ist die Kontrolle über Inhalt und Verlinkung. Hat eine Redaktion den Beitrag geprüft und den Link aus fachlichen Gründen freigegeben, kann er normal bleiben. Ist die Veröffentlichung bezahlt, gehört der Link unabhängig von der Textqualität in die Kategorie sponsored.
6. Der typische Fehler: alles Nofollow
Der Kipppunkt kommt oft nach einem älteren SEO-Audit: Jemand liest, ausgehende Links könnten Autorität abgeben, und lässt anschließend jede externe Verlinkung automatisch auf Nofollow setzen. Danach tragen selbst Quellen, Behördeninformationen und Herstellerunterlagen dasselbe Misstrauenssignal wie ungeprüfte Kommentarlinks. Der Technik-Crawler führt diese pauschale Behandlung als eigenes Fehlerbild und empfiehlt eine gezielte Prüfung der externen Verweise.
Setze nicht alle ausgehenden Links pauschal auf Nofollow. Damit entwertest du nachvollziehbare Quellenverweise und entfernst die fachliche Unterscheidung zwischen einer redaktionellen Empfehlung, Werbung und nutzergeneriertem Inhalt. Prüfe stattdessen den Anlass jedes Linktyps.
Die alte Angst vor einem automatischen Autoritätsverlust führt in der Praxis zu unnötiger Arbeit. Eine hochwertige Quelle zu verlinken, ist ein normaler Bestandteil eines belastbaren Fachartikels. Ein ausgewogenes Linkprofil enthält deshalb gewöhnliche redaktionelle Links ebenso wie korrekt gekennzeichnete Werbe- und Nutzerlinks.

7. Eine einfache Entscheidungshilfe
Für die tägliche Redaktion reicht eine Prüfung in vier Fragen. Sie verhindert sowohl unmarkierte Werbung als auch unnötiges Nofollow bei guten Quellen:
Faustregel: Für die meisten redaktionellen Websites ist die normale Linkeinstellung richtig. Du musst vor allem bei bezahlten Platzierungen und offenen Nutzerbereichen eingreifen. Wenn du unsicher bist, frage zuerst, ob eine Gegenleistung die Verlinkung beeinflusst hat.
8. So gehen wir vor
Bei der OSG prüfen wir ausgehende Links nach ihrem Anlass und eingehende Backlinks einzeln nach Attribut, Erreichbarkeit, Link Power und thematischem Umfeld. Die Performance Suite macht die Attribut-Verteilung pro Link sichtbar, damit bezahlte Kooperationen kontrollierbar bleiben und redaktionelle Empfehlungen nicht versehentlich entwertet werden. Die technische Umsetzung erfolgt bei Bedarf im Rahmen der Onpage-Optimierung, während eine Backlink-Analyse mit Linkmanagement das eingehende Profil bewertet.
9. Häufige Fragen zu Linkattributen
Ist ein Link ohne nofollow automatisch Dofollow?
Ja. Ein normaler Link ohne nofollow, sponsored oder ugc wird üblicherweise als Dofollow-Link bezeichnet. Ein zusätzliches rel-Attribut mit dem Wert dofollow ist nicht erforderlich.
Kann ein Nofollow-Link trotzdem wertvoll sein?
Ja. Ein Nofollow-Link kann Besucher, Leads, Markenbekanntheit und indirekte Empfehlungen erzeugen. Außerdem gehören unterschiedlich gekennzeichnete Links zu einem natürlichen Backlink-Profil.
Wie setze ich einen Link in WordPress auf Nofollow?
Öffne die Link-Einstellungen im WordPress-Editor und aktiviere die Nofollow-Option, falls sie angeboten wird. Alternativ ergänzt du in der HTML-Ansicht rel='nofollow' oder nutzt ein SEO-Plugin mit entsprechender Link-Option.
Sollte ich externe Links grundsätzlich auf Nofollow setzen?
Nein. Redaktionell ausgewählte und vertrauenswürdige Quellen können normale Links bleiben. Nofollow ist für Verweise gedacht, die du bewusst nicht redaktionell empfehlen möchtest.
Was ist der Unterschied zwischen nofollow und sponsored?
Nofollow drückt eine allgemeine Einschränkung der Empfehlung aus. Sponsored benennt ausdrücklich einen kommerziellen Hintergrund und ist deshalb für bezahlte Artikel, Affiliate-Links und andere Gegenleistungen die genauere Kennzeichnung.
Wann verwende ich rel='ugc'?
Das Attribut ugc passt zu nutzergenerierten Inhalten wie Kommentaren, Forenbeiträgen oder öffentlich gepflegten Profilen. Es kann mit nofollow kombiniert werden.
Kann ich mehrere Linkattribute gleichzeitig verwenden?
Ja. Mehrere Werte werden innerhalb eines rel-Attributs durch Leerzeichen getrennt. Mögliche Kombinationen sind beispielsweise rel='ugc nofollow' oder rel='noopener sponsored'.
10. Linktypen nach Anlass wählen
Behandle Linkattribute nicht als Hebel, mit dem jeder ausgehende Link kontrolliert werden muss. Prüfe stattdessen, warum der Link existiert. Redaktionelle Quellen bleiben normal, Werbung wird als sponsored gekennzeichnet und Nutzerlinks erhalten ugc. Diese klare Zuordnung ist leichter zu pflegen, nachvollziehbar und auch bei größeren Websites automatisierbar.
Wenn du unsicher bist, welche Linkattribute auf deiner Website technisch und redaktionell angepasst werden sollten, prüfen wir die Struktur gemeinsam in einem unverbindlichen Erstgespräch.








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