Wie macht man eine Keyword-Recherche?

Kurzantwort
Eine Keyword-Recherche entsteht in sechs Schritten: Themen und Kundensprache sammeln, Begriffe mit Tools erweitern, Suchvolumen und Wettbewerb prüfen, nach Suchintention gruppieren, Keywords bestehenden oder neuen Seiten zuordnen und die Umsetzung priorisieren. Plane dafür je nach Website etwa drei bis acht Stunden ein. Das Ergebnis ist ein Seitenplan, keine lange Keyword-Tabelle.
Eine gute Keyword-Recherche zeigt dir, welche Inhalte du in welcher Reihenfolge erstellen oder optimieren solltest. Für eine überschaubare Unternehmenswebsite reichen oft wenige Stunden. Bei Onlineshops, mehreren Ländern oder einem breiten Leistungsangebot dauert vor allem die Zuordnung zu den Seiten deutlich länger.
1. Keyword-Recherche 2026: Aufwand und Ergebnis
Die eigentliche Recherche ist schnell gemacht. Tools können innerhalb kurzer Zeit Hunderte verwandte Suchbegriffe liefern. Die anspruchsvolle Arbeit beginnt danach: Du musst entscheiden, welche Begriffe dieselbe Suchintention haben, welche Seite dafür zuständig ist und was mit der vorhandenen Content-Kapazität tatsächlich umgesetzt werden kann.
| Arbeitsschritt | Richtwert | Konkretes Ergebnis |
| Themen und Kundensprache sammeln | 30 bis 45 Minuten | Eine Liste aus Leistungen, Problemen und echten Formulierungen der Kunden |
| Keyword-Ideen mit Tools erweitern | 30 bis 60 Minuten | Suchbegriffe, Longtail-Keywords und W-Fragen |
| Suchvolumen und Wettbewerb prüfen | 30 bis 60 Minuten | Bewertete Keywords mit realistischem Nachfragepotenzial |
| Suchintentionen gruppieren | 30 bis 60 Minuten | Themencluster für Leistungen, Kategorien und Ratgeber |
| Keywords vorhandenen oder neuen Seiten zuordnen | 60 bis 180 Minuten | Ein Keyword-Mapping mit genau einer primären Zielseite je Thema |
| Prioritäten festlegen | 30 bis 60 Minuten | Eine umsetzbare Reihenfolge für das nächste Quartal |
Für eine kleine Website ergibt das etwa drei bis acht Stunden. Bei umfangreichen Domains solltest du die Recherche abschnittsweise durchführen, zum Beispiel zuerst für eine Produktgruppe oder einen Geschäftsbereich. Ein vollständiges Keyword-Set für einen großen Shop kann sonst bereits veraltet sein, bevor die letzten Inhalte umgesetzt werden.
2. So startest du die Keyword-Recherche
2.1 Kundensprache sammeln
Beginne nicht im Keyword-Tool, sondern bei deinem Angebot und den Fragen deiner Kunden. Sammle Produktnamen, Leistungen, Probleme, gewünschte Ergebnisse, Einwände und typische Formulierungen aus Beratungsgesprächen. Auch E-Mails, Support-Anfragen, Bewertungen und interne Suchanfragen liefern Begriffe, die in der Fachsprache des Unternehmens oft fehlen.
Ein Anbieter verkauft intern beispielsweise eine „dezentrale Energielösung“. Seine Kunden suchen möglicherweise nach „Stromversorgung für Baustellen“ oder „mobiler Batteriespeicher mieten“. Beide Formulierungen beschreiben dasselbe Angebot, führen aber zu unterschiedlichen Suchanfragen. Das Ergebnis dieses ersten Schritts ist deshalb keine SEO-Liste, sondern ein sprachliches Abbild des Kundenbedarfs.
2.2 Wie machst du eine gute Keyword-Recherche?
Eine gute Keyword-Recherche bewertet Begriffe nicht allein nach Suchvolumen. Ein Keyword muss zum Angebot passen, eine erkennbare Suchintention besitzen und mit einer geeigneten Seite beantwortet werden können. Ein allgemeiner Begriff mit 5.000 Suchanfragen kann wirtschaftlich schwächer sein als eine konkrete Anfrage mit 100 Suchanfragen und erkennbarem Kaufinteresse.
Relevanz vor Reichweite
Frage bei jedem Begriff: Würde ein passender Besucher auf unserer Website genau das finden, was er sucht? Lautet die Antwort nein, gehört das Keyword nicht in den Umsetzungsplan, auch wenn das Suchvolumen attraktiv aussieht.
3. Keywords mit Tools erweitern
Übertrage deine Ausgangsbegriffe in ein Keyword-Tool und ergänze verwandte Suchanfragen, Synonyme, Kombinationen und W-Fragen. Der kostenlose Keyword-Planner eignet sich für einen schnellen Einstieg und zeigt unter anderem Suchvolumen, Konkurrenz und Klickpreise für mehrere Begriffe.
Prüfe für ein Hauptthema mindestens vier Varianten: den allgemeinen Begriff, eine konkrete Leistung, eine problemorientierte Suchanfrage und eine Frage. Aus „Photovoltaik“ können beispielsweise „Photovoltaikanlage kaufen“, „Photovoltaik für Gewerbe“ und „Wie groß muss eine Photovoltaikanlage sein?“ entstehen. Das Ergebnis ist ein breites Rohset, das erst in den nächsten Schritten bereinigt wird.
Die Keyword-Recherche in der Performance Suite verbindet Suchvolumen, verwandte Begriffe, echte Nutzerfragen, Rankings und Daten aus der Google Search Console. Für hinterlegte Keywords werden außerdem eigene rankende URLs und Ergebnisse der Wettbewerber ausgewiesen. Dadurch erkennst du, ob bereits eine passende Seite existiert und vermeidest unnötige neue Inhalte.

Wenn du zunächst eigene Ideen prüfen möchtest, kannst du direkt im Artikel passende Begriffe vergleichen:
3.1 Wie funktioniert Keyword-Recherche mit Tools?
Ein Keyword-Tool erweitert deine Ideen und liefert Bewertungsdaten. Es nimmt dir die geschäftliche Entscheidung jedoch nicht ab. Automatische Vorschläge können sprachlich passen, aber ein Produkt betreffen, das du nicht anbietest. Markiere deshalb jeden Begriff mit „relevant“, „unklar“ oder „nicht relevant“ und kläre unklare Begriffe anhand der Suchergebnisse.
Für jedes gespeicherte Keyword können unter anderem verwandte Suchanfragen, Nutzerfragen und die rankenden URLs analysiert werden. Werden Keyword-Recherche und Ranking-Prüfung getrennt durchgeführt, entsteht leicht doppelter Content, obwohl bereits eine eigene URL für das Thema rankt.
Du möchtest deine Keyword-Daten direkt mit Rankings und bestehenden Seiten verbinden?
4. Suchvolumen und Wettbewerb prüfen
Bewerte jedes relevante Keyword anhand von vier Faktoren: geschäftlicher Nutzen, Suchvolumen, Wettbewerb und bestehende Position. Ein Keyword mit mittlerem Volumen kann weit oben stehen, wenn es genau zu einer profitablen Leistung passt und deine Website bereits auf Seite zwei rankt. Ein volumenstarker Oberbegriff ohne passende Leistung bleibt dagegen eine schwache Priorität.
4.1 Saisonale Suchvolumen richtig lesen
Suchvolumen werden üblicherweise als Durchschnitt über zwölf Monate angegeben. Das kann bei saisonalen Themen erheblich täuschen. Ein Begriff mit moderatem Jahresschnitt kann während seiner Hauptsaison ein Vielfaches der durchschnittlichen Nachfrage erreichen und in anderen Monaten nahezu bedeutungslos sein.
Prüfe deshalb zusätzlich den monatlichen Verlauf und plane saisonale Inhalte mit Vorlauf. Ein Ratgeber für Weihnachtsgeschenke gehört nicht erst im Dezember in den Redaktionsplan. Google muss die Seite crawlen, einordnen und genügend Nutzersignale sammeln können, bevor die Nachfrage ihren Höhepunkt erreicht.
Der häufigste Fehler: Die Recherche endet mit einer Tabelle aus Hunderten Begriffen, für die weder Zielseiten noch Verantwortliche und Termine festgelegt wurden. Diese Tabelle wird selten abgearbeitet. Ohne Priorisierung entwertet der fehlende Umsetzungsplan die gesamte Recherche.
5. Nach Suchintention gruppieren
Die Suchintention beschreibt, welches Ziel ein Nutzer mit seiner Anfrage verfolgt. Typische Absichten sind Information, Vergleich, Kauf, Kontakt oder Navigation. Keywords mit derselben Bedeutung gehören nur dann in ein gemeinsames Cluster, wenn Google dafür ähnliche Seitentypen ausspielt.
Suche fünf bis zehn wichtige Begriffe selbst bei Google. Zeigen die Ergebnisse überwiegend Ratgeber, erwartet Google wahrscheinlich eine informative Antwort. Erscheinen Kategorien, Produktseiten oder lokale Anbieter, ist eine kommerzielle Landingpage meist passender. Shopping-Ergebnisse deuten häufig auf Kaufabsicht hin, ein Local Pack auf regionalen Bedarf.
| Suchanfrage | Wahrscheinliche Intention | Passender Seitentyp |
| Was ist eine Wärmepumpe? | Information | Ratgeber oder Glossar |
| Wärmepumpen im Vergleich | Vergleich | Vergleichsratgeber |
| Wärmepumpe kaufen | Kauf | Kategorie oder Leistungsseite |
| Wärmepumpen-Installateur München | Regionaler Auftrag | Lokale Leistungsseite |
5.1 So führst du die Gruppierung durch
Lege pro Cluster ein Haupt-Keyword und mehrere unterstützende Begriffe fest. Das Haupt-Keyword beschreibt das zentrale Thema der Seite. Synonyme, Longtail-Keywords und W-Fragen ergänzen den Inhalt, benötigen aber nicht automatisch jeweils eine eigene URL. Eine neue Seite ist nur sinnvoll, wenn die Suchintention oder das erwartete Angebot erkennbar abweicht.
6. Keywords auf Seiten verteilen
Beim Keyword-Mapping ordnest du jedes priorisierte Cluster genau einer Zielseite zu. Prüfe zuerst bestehende Seiten und ihre Search-Console-Daten. Wenn eine URL bereits Impressionen, Klicks oder Rankings für das Thema besitzt, ist eine Überarbeitung meist sinnvoller als ein neuer Artikel.
Der teuerste Mapping-Fehler entsteht erst nach der Recherche: Zwei Redaktionsaufgaben behandeln nahezu dasselbe Thema, beide Texte gehen live und anschließend konkurrieren zwei eigene URLs um dieselben Rankings. Ein Tool erkennt die doppelten Begriffe, aber die Entscheidung über Zusammenlegung, Überarbeitung oder neue Seite bleibt redaktionelle Arbeit.

Das endgültige Mapping sollte pro Zeile mindestens Haupt-Keyword, Nebenbegriffe, Suchintention, Ziel-URL, Seitentyp und Maßnahme enthalten. Als Maßnahme genügen klare Angaben wie „bestehende Seite erweitern“, „neue Leistungsseite erstellen“ oder „mit vorhandenem Ratgeber zusammenführen“.
6.1 Wie gehst du bei der Keywordrecherche vor?
Arbeite von der Seite zum Keyword und anschließend vom Keyword zurück zur Seite. Prüfe zuerst, was vorhanden ist. Ergänze danach nur die Themen, für die eine echte Content-Lücke besteht. Diese Reihenfolge schützt vor Keyword-Kannibalisierung und sorgt dafür, dass bereits aufgebaute Rankings nicht durch unnötige Parallelseiten verteilt werden.
7. Prioritäten an Content-Kapazität koppeln
Plane pro Quartal nur so viele Keywords ein, wie du tatsächlich in Inhalte übersetzen kannst. Kann dein Unternehmen sechs hochwertige Seiten erstellen oder überarbeiten, gehören sechs priorisierte Cluster in den Quartalsplan. Eine Liste mit 200 weiteren Ideen darf als Backlog bestehen, ist aber kein Arbeitsplan.
Einfache Priorisierungsformel: Bewerte Geschäftsnutzen, Nachfrage und vorhandene Ranking-Chance jeweils mit 1 bis 3 Punkten. Ziehe anschließend 1 bis 3 Punkte für hohen Produktionsaufwand ab. Beginne mit den Themen, die einen hohen Gesamtwert besitzen und innerhalb des Quartals umgesetzt werden können.
Das Ergebnis einer Keyword-Recherche ist deshalb keine möglichst große Liste. Es ist eine Zuordnung von Suchbegriffen zu vorhandenen und neuen Seiten, ergänzt um eine verbindliche Reihenfolge. Erst daraus entsteht ein Redaktionsplan, mit dem aus Keywords messbare Inhalte werden. Unterstützung bei der Umsetzung bietet eine strukturierte Content-Erstellung auf Basis recherchierter Keywords.
8. So gehen wir vor
Bei der Online Solutions Group GmbH beginnt die Keyword-Recherche mit Angebot, Zielgruppe, bestehenden Rankings und verfügbaren Content-Ressourcen. Die Performance Suite führt Suchvolumen, verwandte Begriffe, W-Fragen, eigene URLs und Search-Console-Daten in einer Arbeitsgrundlage zusammen. Anschließend ordnet eine feste Ansprechperson die Cluster den Seiten zu und priorisiert nur den Umfang, der realistisch umgesetzt werden kann. Wenn du das Mapping für deine Website prüfen lassen möchtest, kannst du einen kostenlosen Potenzialcheck anfragen.
9. Häufige Fragen zur Keyword-Recherche
Wie findest du die richtigen Keywords?
Beginne mit deinen Leistungen, Kundenfragen und konkreten Problemen. Erweitere diese Begriffe mit einem Keyword-Tool und bewerte sie anschließend nach Relevanz, Suchintention, Nachfrage, Wettbewerb und vorhandenen Rankings.
Wie lange dauert eine Keyword-Recherche?
Für eine überschaubare Unternehmenswebsite solltest du etwa drei bis acht Stunden einplanen. Bei großen Shops oder mehreren Märkten dauert vor allem das Keyword-Mapping länger, weil jedes Cluster einer bestehenden oder neuen Seite zugeordnet werden muss.
Wie viele Keywords brauchst du pro Seite?
Eine Seite benötigt ein klares Hauptthema mit einem primären Keyword. Ergänzende Synonyme, Longtail-Keywords und Fragen können auf derselben Seite behandelt werden, wenn sie dieselbe Suchintention besitzen. Eine feste Höchstzahl gibt es nicht.
Was sind Longtail-Keywords?
Longtail-Keywords sind längere und spezifischere Suchanfragen, zum Beispiel 'CRM-Software für kleine Handwerksbetriebe'. Sie haben oft weniger Suchvolumen als allgemeine Begriffe, beschreiben den Bedarf aber genauer.
Brauchst du den Google Keyword-Planner?
Der Google Keyword-Planer ist eine mögliche Datenquelle, aber keine Voraussetzung. Wichtig ist ein Tool, das Keyword-Ideen, Nachfrage und Wettbewerb liefert. Für die Umsetzung solltest du zusätzlich bestehende Rankings und Search-Console-Daten berücksichtigen.
Wie zuverlässig ist das Suchvolumen?
Suchvolumen ist ein Orientierungswert und wird üblicherweise als Durchschnitt über zwölf Monate ausgewiesen. Saisonale Schwankungen, neue Themen und sehr spezifische Suchanfragen können dadurch verzerrt erscheinen. Prüfe deshalb auch monatliche Trends und eigene Search-Console-Daten.
Was kostet eine Keyword-Recherche?
Die Kosten hängen vom Umfang der Website, der Zahl der Märkte und der gewünschten Ausarbeitung ab. Eine einfache Recherche ist schneller erstellt als ein vollständiges Keyword-Mapping mit Seitenzuordnung, Prioritäten und Redaktionsplan.
Begrenze deine nächste Recherche auf den Zeitraum, den du wirklich planen kannst. Ein priorisiertes Quartal mit klaren Zielseiten ist wertvoller als ein Jahresplan, dessen Inhalte nie produziert werden.
Wenn du wissen möchtest, welche Keywords und Seiten bei deiner Domain zuerst bearbeitet werden sollten, prüft die OSG deinen aktuellen Stand persönlich und unverbindlich. Das Erstgespräch ist kein Verkaufsgespräch.








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