Ist eine Keyword-Recherche kostenlos?

Kurzantwort
Ja, eine Keyword-Recherche ist kostenlos möglich. Nutze zuerst die Google Search Console, anschließend Google-Suchvorschläge, verwandte Suchanfragen und W-Fragen. Kostenlose Keyword-Tools ergänzen Suchvolumen-Schätzungen. Auch der Google Keyword Planner ist kostenlos, benötigt jedoch ein Google-Ads-Konto und zeigt ohne laufende Kampagne häufig nur grobe Suchvolumen-Spannen.
Eine Keyword-Recherche kostenlos durchzuführen reicht für die meisten kleinen Websites, lokale Anbieter und neue Content-Projekte aus. Du brauchst dafür kein einzelnes perfektes Tool. Entscheidend ist die Kombination aus echten Suchanfragen, Themenideen und groben Kennzahlen zur Priorisierung.
1. Kostenlose Keyword-Tools gibt es
Es gibt kostenlose Keyword-Recherche-Tools, mit denen du verwandte Begriffe, Nutzerfragen, Suchvolumen-Schätzungen und teilweise auch Klickpreise findest. Für den Einstieg empfehlen wir trotzdem keinen reinen Tool-Vergleich. Ein kostenloses Werkzeug kennt weder dein Angebot noch deine profitabelsten Leistungen. Diese Einordnung musst du selbst übernehmen.
Ein typisches Fehlerbild beginnt mit einem einzigen Suchvolumen: Ein Begriff hat 5.000 Suchanfragen, also landet er automatisch auf Platz eins der Liste. Dabei kann ein Keyword mit 100 Suchanfragen viel näher an einer Anfrage oder einem Kauf liegen. Im B2B-Bereich sind geringe Suchvolumina normal. Zudem gibt es kein branchenübergreifend perfektes Suchvolumen, weil Wettbewerb, Suchintention und die Autorität der Website mitentscheiden.
| Quelle | Was du erhältst | Wofür sie geeignet ist |
|---|---|---|
| Google Search Console | Eigene Suchanfragen, Klicks, Impressionen, CTR und Positionen | Bestehende SEO-Potenziale erkennen |
| Google-Suche | Vorschläge und verwandte Suchanfragen | Sprachgebrauch und Themenvarianten finden |
| W-Fragen-Sammlungen | Konkrete Informationsbedürfnisse | Ratgeber, FAQs und Unterüberschriften planen |
| Kostenlose Keyword-Tools | Ideen und geschätzte Kennzahlen | Begriffe vergleichen und vorsortieren |
| Google Keyword Planner | Suchvolumen-Spannen und Anzeigenkennzahlen | SEO und SEA gemeinsam bewerten |
2. Kostenlose Keyword-Recherche in fünf Schritten
Wie kann man kostenlos eine Keyword-Recherche betreiben? Arbeite in einer festen Reihenfolge. Beginne mit deinen eigenen Daten und erweitere die Liste erst danach um externe Vorschläge. So vermeidest du eine Sammlung aus hunderten Begriffen, die zwar interessant aussehen, aber keinen Bezug zu deiner Website haben.
2.1 Search Console zuerst auswerten
Öffne in der Google Search Console den Leistungsbericht und exportiere die Suchanfragen deiner Website. Suche besonders nach Begriffen mit vielen Impressionen, einer niedrigen Klickrate oder Positionen knapp außerhalb der ersten Ergebnisse. Diese Keywords sind wertvoll, weil Google deine Domain bereits mit dem Thema verbindet. Die Einordnung der Daten und ihrer Grenzen erklären wir auch in unserer Analyse zur Zuverlässigkeit der Google Search Console.
Der häufigste Fehler an dieser Stelle ist zu früh nach neuen Themen zu suchen. Bei einem bestehenden Projekt liegt der schnellere Hebel oft in einem Begriff, für den bereits eine passende URL rankt. Prüfe zuerst, ob du den vorhandenen Inhalt ergänzen, den Title präzisieren oder die Suchintention besser treffen kannst. Ein komplett neuer Artikel kann sonst dazu führen, dass zwei eigene Seiten um dasselbe Keyword konkurrieren.
2.2 Google-Suchvorschläge sammeln
Gib ein Kernthema bei Google ein und notiere die automatischen Ergänzungen. Ergänze anschließend Wörter wie „Kosten“, „Vergleich“, „Anleitung“, „Vorteile“, „für Anfänger“ oder eine relevante Branche. Am Ende der Suchergebnisse findest du häufig weitere verwandte Suchanfragen. Diese Formulierungen zeigen, wie Nutzer das Thema tatsächlich eingrenzen.
Für das Thema „digitale Zeiterfassung“ können beispielsweise Ergänzungen rund um „Pflicht“ oder „Gesetz“ auftauchen. Solche Zusätze verändern den benötigten Inhalt vollständig: Aus einer Produktseite wird eine rechtliche Orientierung oder ein Ratgeber. Verwandte Suchanfragen sollten deshalb nicht nur als zusätzliche Keywords, sondern als Hinweise auf die Suchintention gelesen werden.
2.3 W-Fragen als Content-Ideen nutzen
Sammle Fragen mit „wie“, „was“, „wann“, „warum“, „welche“ und „wie viel“. Eine Liste mit 20 Fragen ist meist hilfreicher als 200 nahezu identische Keyword-Kombinationen. Gruppiere anschließend Fragen, die sich in einem gemeinsamen Absatz beantworten lassen. So entsteht eine übersichtliche Seitenstruktur statt einer Sammlung dünner Einzeltexte.
Keyword-Gruppen statt Einzellisten
Ordne alle Begriffe einem Hauptthema und einer Suchintention zu. Eine URL kann ein Hauptkeyword und mehrere eng verwandte Nebenbegriffe abdecken. Für jede minimale Schreibvariante eine eigene Seite anzulegen erzeugt Überschneidungen und erschwert die spätere Erfolgskontrolle.
2.4 Suchvolumen kostenlos schätzen
Ergänze deine Liste mit einem kostenlosen Keyword-Tool. Der kostenlose Keyword-Planner von seoagentur.de liefert ohne Anmeldung passende Suchbegriffe und Kennzahlen wie Suchvolumen, Konkurrenz und Klickpreise. Mehrere Keywords lassen sich vergleichen, sodass du eine Themenliste schneller priorisieren kannst.
Prüfe deine ersten Begriffe direkt im Artikel:
Betrachte jedes Suchvolumen als Schätzung. Ein Wert von 10 ist kein automatisches Ausschlusskriterium, besonders bei teuren B2B-Leistungen oder konkreten Longtail-Keywords. Ein einziger qualifizierter Lead kann dort wirtschaftlich wertvoller sein als tausende unpassende Ratgeberbesucher.
2.5 Keywords nach Geschäftswert ordnen
Bewerte jedes Keyword anhand von drei Fragen: Passt es zu deinem Angebot? Ist die Suchintention mit einer realistischen Seite erfüllbar? Kann aus dem Besucher eine Anfrage, ein Kauf oder ein sinnvoller Kontakt entstehen? Erst danach kommen Suchvolumen und Wettbewerb.
Lege für jede A-Priorität eine Ziel-URL fest. Danach bestimmst du, ob eine bestehende Seite verbessert oder ein neuer Inhalt erstellt wird. Unser ausführlicher Leitfaden zur Keyword-Recherche zeigt den vollständigen Prozess von der Sammlung bis zum Content-Konzept.
3. Google Keyword Planner kostenlos nutzen
Die Google Keyword-Recherche ist grundsätzlich kostenlos. Der Google Keyword Planner befindet sich in Google Ads und setzt ein Google-Ads-Konto voraus. Du musst für den Zugriff kein Anzeigenbudget verbrauchen. Ohne aktive Kampagne zeigt Google beim Suchvolumen jedoch häufig breite Spannen wie 100 bis 1.000 statt präziser Monatswerte.

Diese Einschränkung fällt oft erst nach der Kontoeinrichtung auf. Für eine erste Themenauswahl reichen die Spannen, für die Reihenfolge ähnlicher Keywords können sie zu grob sein. Der Google Keyword Planner stammt zudem aus dem SEA-Kontext. Hohe Klickpreise zeigen kommerziellen Wettbewerb, sagen aber nicht automatisch, wie schwer eine organische Platzierung wird.
Übernimm Keyword-Planer-Daten nicht ungeprüft in dein SEO-Konzept. Das Tool fasst ähnliche Begriffe teilweise zusammen und bewertet sie aus Sicht bezahlter Anzeigen. Prüfe deshalb immer die tatsächlichen Google-Ergebnisse: Welche Seitentypen ranken, welche Suchintention erfüllen sie und passt deine geplante URL dazu?
4. Das passende kostenlose Tool auswählen
Welches kostenlose Tool eignet sich am besten für die Keyword-Recherche? Entscheide anhand der Nutzung, nicht anhand der größten Ergebniszahl. Ein gutes kostenloses Keyword-Tool sollte ohne Anmeldung nutzbar sein, verwandte Begriffe und Fragen ausgeben sowie keine harten Abfragelimits besitzen, die eine vollständige Recherche bereits nach wenigen Suchvorgängen stoppen.
Kein kostenloses Tool deckt alle Aufgaben gleich gut ab. Die Search Console besitzt die besseren Eigendaten, Google liefert den aktuellen Sprachgebrauch und ein Keyword-Planer erleichtert den Vergleich. Die beste kostenlose Lösung ist deshalb meistens ein kleiner Werkzeugmix aus drei Quellen statt ein einzelnes Tool.
Wenn du Begriffe dauerhaft verwalten möchtest, kannst du einen Free Account nutzen. Die Keyword-Daten im dauerhaft kostenlosen Free Account stehen ohne Testphasen-Countdown zur Verfügung. Der genaue Umfang des kostenlosen SEO-Tools zeigt, welche Auswertungen du für dein Projekt nutzen kannst.
Du möchtest aus einzelnen Abfragen einen festen Keyword-Pool aufbauen:
5. Wann kostenlose Recherche ausreicht
Für die meisten kleinen Websites reicht eine kostenlose Keyword-Recherche vollständig aus. Das gilt besonders, wenn du nur wenige Leistungsseiten betreust, einen lokalen Markt abdeckst oder ein bis zwei neue Inhalte pro Monat planst. In diesem Umfang kannst du die Begriffe manuell sammeln, gruppieren und bestehenden URLs zuordnen.
| Situation | Kostenlose Recherche | Bezahlte Funktionen |
|---|---|---|
| Kleine Unternehmenswebsite | Meist ausreichend | Optional |
| Lokaler Anbieter mit wenigen Leistungen | Meist ausreichend | Bei vielen Standorten sinnvoll |
| Regelmäßige Ratgeberproduktion | Für den Start ausreichend | Für Verlauf und Planung hilfreich |
| Großer Onlineshop | Für Stichproben geeignet | Für Skalierung meist sinnvoll |
| Mehrere Länder oder Marken | Für erste Ideen geeignet | Für laufende Vergleiche sinnvoll |
Bezahlt wird normalerweise nicht für die erste Keyword-Idee. Der Mehrwert entsteht durch historische Verläufe, Wettbewerbsdaten, laufende Aktualisierungen, Ranking-Monitoring und die Verknüpfung mit eigenen URLs. Moderne Systeme ergänzen zu hinterlegten Keywords regelmäßig neue Vorschläge. In der Performance Suite für Keyword- und Ranking-Daten können bestehende Listen importiert, neue Begriffe gesucht und nach Kategorie, Standort und Gerät organisiert werden.
Der Punkt, an dem die Tabellenkalkulation kippt, ist leicht zu erkennen: Niemand weiß mehr, welches Keyword zu welcher URL gehört, wann es ergänzt wurde und ob bereits Content existiert. Viele Listen werden einmal zum Projektstart erstellt und danach nicht mehr gepflegt, obwohl sich Sprachgebrauch und Nachfrage verändern. Bezahle erst dann für ein System, wenn du diese laufende Arbeit wirklich hast.
6. Vier Fehler bei kostenlosen Keywords
Kostenlose Daten sind nicht automatisch schlechter. Fehler entstehen meist bei der Interpretation. Wer nur Zahlen sammelt, erhält eine große Datei, aber noch keine Keyword-Strategie. Prüfe deshalb jeden Begriff anhand einer Google-Suche und ordne ihm genau einen geplanten Seitentyp zu.

Ein sinnvoller Prüfzyklus besteht aus drei Terminen: vor der Content-Planung, nach der Veröffentlichung und erneut nach den ersten Search-Console-Daten. So erkennst du, ob Google die Seite für die geplanten Keywords einordnet oder ob reale Nutzer mit anderen Formulierungen suchen. Keyword-Recherche ist damit kein einmaliger Setup-Schritt, sondern ein Lernprozess.
7. So gehen wir vor
Bei der Online Solutions Group GmbH (OSG) beginnt die Keyword-Auswahl mit vorhandenen Rankings, Search-Console-Daten, relevanten Leistungen und der Suchintention. Neue Begriffe werden in der Performance Suite mit Ziel-URLs, Rankings und Content-Maßnahmen verbunden, damit aus der Recherche eine umsetzbare Prioritätenliste entsteht. Für Kunden fließt dabei die Erfahrung aus über 1.000 Projekten seit 2008 ein. Wenn du die Recherche und Umsetzung begleiten lassen möchtest, findest du den Ablauf in unseren SEO- und GEO-Paketen.
8. Häufige Fragen zur kostenlosen Keyword-Recherche
Gibt es ein kostenloses Keyword-Recherche-Tool?
Ja. Kostenlose Keyword-Tools liefern verwandte Suchbegriffe, Fragen und geschätzte Kennzahlen. Für eine vollständige Recherche solltest du die Ergebnisse mit der Google Search Console und den Google-Suchvorschlägen kombinieren.
Ist der Google Keyword Planner kostenlos?
Ja. Der Google Keyword Planner kann kostenlos über ein Google-Ads-Konto genutzt werden. Ohne aktive Kampagne werden Suchvolumen häufig nur als breite Spannen angezeigt.
Kann ich eine Keyword-Recherche komplett selbst machen?
Ja. Für kleine Websites kannst du Suchanfragen exportieren, Google-Vorschläge sammeln, W-Fragen ergänzen und Suchvolumen kostenlos schätzen. Wichtig ist die anschließende Zuordnung der Keywords zu passenden URLs.
Welches kostenlose Keyword-Tool ist für Anfänger geeignet?
Für Anfänger eignet sich ein Tool, das ohne Anmeldung funktioniert, verwandte Begriffe und Fragen liefert und verständliche Kennzahlen zeigt. Die Recherche sollte nicht nach wenigen Abfragen durch ein enges Limit enden.
Wie viele Keywords brauche ich pro Seite?
Eine Seite benötigt in der Regel ein klares Hauptthema und mehrere eng verwandte Begriffe. Eine starre Anzahl gibt es nicht. Entscheidend ist, dass alle Keywords dieselbe Suchintention besitzen und gemeinsam sinnvoll beantwortet werden können.
Wie oft sollte ich meine Keyword-Recherche aktualisieren?
Prüfe deine Keywords mindestens bei jeder neuen Content-Planung und nach größeren Änderungen deines Angebots. Search-Console-Daten zeigen nach der Veröffentlichung, mit welchen zusätzlichen Begriffen Nutzer die Seite tatsächlich finden.
Wann lohnt sich ein bezahltes Keyword-Tool?
Ein bezahltes Tool lohnt sich, wenn regelmäßig neue Inhalte entstehen oder viele Keywords, Rankings, Wettbewerber und Ziel-URLs verwaltet werden. Für wenige Seiten und gelegentliche Inhalte reichen kostenlose Quellen meist aus.
9. Erst kostenlos starten
Beginne mit den vorhandenen Suchanfragen deiner Website und plane erst danach neue Themen. Kostenlose Quellen reichen, solange du deine Keyword-Liste noch manuell überblickst. Investiere in zusätzliche Funktionen, sobald regelmäßig Content entsteht und du Verläufe, Wettbewerber sowie eigene Rankings in einer gemeinsamen Arbeitsgrundlage brauchst.
Mit einem Free Account kannst du deine ersten Keyword-Daten dauerhaft kostenlos sammeln und daraus eine strukturierte SEO-Planung entwickeln.








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