Sind Conversions wichtig?

Was ist Sind Conversions wichtig??

Kurzantwort

Conversions sind wichtig, weil sie zeigen, ob aus Besuchen wirtschaftlich relevante Handlungen entstehen. Ein Kauf ist eine Conversion, aber nicht jede Conversion ist ein Kauf. Auch eine Anfrage kann zählen. Die reine Anzahl reicht jedoch nicht: Du musst messen, welche Kontakte tatsächlich zu Aufträgen, Umsatz oder anderem Geschäftswert führen.

Conversions verbinden Marketingaktivitäten mit einem konkreten Ergebnis. Für einen Onlineshop ist das meist die Bestellung, für einen Dienstleister zunächst die Anfrage und für ein B2B-Unternehmen möglicherweise erst der qualifizierte Kontakt. Der wichtigste Schritt besteht deshalb darin, nicht nur Handlungen zu zählen, sondern ihren späteren Wert zurückzumelden.

1. Ist ein Kauf eine Conversion?

Ja, ein Kauf ist eine Conversion, aber nicht jede Conversion ist ein Kauf. Als Conversion gilt jede vorher definierte Handlung, die ein Nutzer auf einer Website, in einer App oder nach einem Anzeigenkontakt ausführt. Das kann eine Bestellung sein, ebenso eine Angebotsanfrage, eine Terminbuchung, eine Registrierung oder ein Anruf.

Welche Handlung du als Conversion festlegst, hängt von deinem Geschäftsmodell ab. Ein Onlineshop kann den Kauf direkt mit Bestellwert messen. Bei einem Immobilienmakler liegen zwischen dem ausgefüllten Kontaktformular und dem Provisionsumsatz dagegen mehrere Schritte. Beides sind Conversions, aber sie befinden sich an unterschiedlichen Stellen des Verkaufsprozesses.

HandlungTypische EinordnungDirekter Geschäftswert
Produkt gekauftHaupt-ConversionBestellwert ist direkt bekannt
Angebot angefragtLead-ConversionWert zeigt sich nach der Qualifizierung
Beratungstermin gebuchtLead-ConversionWert entsteht bei einem späteren Auftrag
Newsletter abonniertMikro-ConversionKein unmittelbarer Umsatz
PDF heruntergeladenMikro-ConversionZeigt Interesse, aber keine Kaufabsicht

Die Unterscheidung zwischen Haupt- und Mikro-Conversions verhindert, dass ein Download im Reporting denselben Stellenwert wie ein Auftrag erhält. Fachbegriffe rund um Conversion-Rate, Leads und Tracking kannst du bei Bedarf im SEO-Lexikon von seoagentur.de nachschlagen.

2. Ist ein Lead eine Conversion?

Ja, ein Lead ist eine typische Conversion. Ein Lead entsteht, wenn ein Interessent seine Kontaktdaten übermittelt oder aktiv Kontakt aufnimmt. Dazu gehören Formularanfragen, Anrufe, Terminbuchungen, Rückrufwünsche und konkrete Angebotsanfragen. Besonders bei Dienstleistern und B2B-Unternehmen findet der eigentliche Verkauf erst später im persönlichen Gespräch statt.

Der Begriff Lead sagt allerdings noch nichts über die Qualität des Kontakts aus. Ein Formular kann von einem passenden Entscheider, einem Bewerber, einem Bestandskunden oder einem Bot abgesendet werden. Technisch wurden in allen vier Fällen Conversions gezählt. Für Marketing und Vertrieb haben diese Kontakte jedoch völlig unterschiedliche Werte.

Lead und qualifizierter Lead unterscheiden

Erfasse zunächst jede ernsthafte Anfrage als Conversion. Ergänze anschließend einen zweiten Status für qualifizierte Leads. So erkennst du, welche Kampagnen Kontakte erzeugen und welche Kampagnen tatsächlich potenzielle Kunden erreichen.

Ein sauberes Conversion-Tracking besteht aus drei Teilen: dem auslösenden Kontakt mit einer Anzeige oder einem anderen Kanal, dem Messpunkt auf der Website und der Zuordnung zwischen Quelle und Handlung. Bei Google Ads können Käufe, Leads, Formularabschlüsse und Terminbuchungen als eigene Conversion-Aktionen angelegt werden.

3. Sind Conversions gleich Verkäufe?

Nein, Conversions und Verkäufe sind nicht automatisch dasselbe. Im E-Commerce fallen beide Begriffe häufig zusammen, weil eine abgeschlossene Bestellung gleichzeitig Conversion und Verkauf ist. Im beratungsintensiven Geschäft können dagegen Tage oder Wochen zwischen Anfrage, Angebot, Verhandlung und Auftrag liegen.

Genau an dieser Stelle kippt die Auswertung in vielen Konten. Das Marketing meldet 100 Anfragen und bewertet die Kampagne positiv. Der Vertrieb stellt später fest, dass nur wenige Kontakte zum Angebot passten. Wenn diese Information im CRM bleibt, optimiert Google Ads weiter auf das Absenden des Formulars. Das System lernt dann, welche Nutzer Formulare ausfüllen, nicht welche Nutzer Kunden werden.

Ein B2B-Beispiel aus den vorliegenden Projektdaten zeigt die Größenordnung dieses Fehlers: Google Ads meldete in einem Monat 200 Formularabschlüsse. Im CRM blieben davon 50 qualifizierte Leads, zehn Angebote und drei Aufträge übrig. Nur 30 Formulare waren kaufrelevant. Ohne Rückmeldung aus dem Vertrieb hätten alle 200 Kontakte als gleichwertiger Erfolg gegolten.

SEO- / SEA-Synergien

Die richtige Kennzahl ist deshalb nicht immer die Anzahl der Conversions. Für einen Dienstleister sind qualifizierte Leads, abgegebene Angebote und gewonnene Aufträge meist aussagekräftiger. Für einen Shop zählen Umsatz, Marge und wiederkehrende Käufe. Eine Conversion wird erst dann wirtschaftlich bewertbar, wenn du ihren späteren Verlauf kennst.

Der häufigste Messfehler

Wenn Newsletter-Anmeldungen, Downloads, Kontaktformulare und Bestellungen gleichwertig als Haupt-Conversions an die Kampagne übergeben werden, erhält der Algorithmus widersprüchliche Signale. Lege fest, welche Handlungen Umsatznähe zeigen und welche nur ergänzend beobachtet werden.

4. Warum Conversions für Marketing zählen

Conversions zeigen, ob SEO, SEA, Social Media oder andere Kanäle mehr als Reichweite erzeugen. Klicks und Rankings beschreiben Aufmerksamkeit. Erst eine gewünschte Handlung verbindet diese Aufmerksamkeit mit einem geschäftlichen Ziel. Ohne diese Verbindung kannst du Kampagnen nach Traffic bewerten, aber nicht verlässlich nach ihrem Beitrag zu Anfragen oder Umsatz.

  • SEO: Du erkennst, welche organisch gefundenen Seiten Anfragen oder Bestellungen auslösen.
  • SEA: Du kannst Kosten pro Lead, Kosten pro Bestellung und den Umsatz je Kampagne bewerten.
  • Content: Du siehst, ob ein Ratgeber nur gelesen wird oder Nutzer bis zur Kontaktaufnahme führt.
  • Vertrieb: Du kannst nachvollziehen, welche Quellen qualifizierte Kontakte und Aufträge liefern.

Conversion-Tracking schützt außerdem vor falschen Budgetentscheidungen. Eine Kampagne mit wenigen Klicks kann wertvoller sein als eine Kampagne mit viel Traffic, wenn sie häufiger zu passenden Anfragen führt. Ebenso kann eine hohe Conversion-Rate täuschen, wenn überwiegend kostenlose Downloads oder unqualifizierte Kontakte gemessen werden.

Wenn du Quellen und Abschlüsse in einem gemeinsamen Bericht prüfen möchtest, kannst du einen kostenlosen Zugang anlegen:

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5. Die Anzahl allein reicht nicht

Viele Conversions sind nur dann positiv, wenn sie einen ausreichenden Wert haben. 50 passende Anfragen können wirtschaftlich besser sein als 500 Kontakte ohne Budget, Bedarf oder regionale Passung. Auch eine niedrige Conversion-Rate ist nicht automatisch schlecht, wenn der durchschnittliche Auftragswert hoch ist und die Kampagne profitabel arbeitet.

Bewerte Conversions deshalb mindestens auf drei Ebenen:

  • Menge: Wie viele Handlungen wurden erfasst?
  • Qualität: Wie viele Leads passen fachlich, regional und wirtschaftlich zum Angebot?
  • Wert: Wie viele qualifizierte Kontakte wurden zu Aufträgen und welcher Umsatz entstand daraus?

Für die einfachste Berechnung teilst du den erzielten Wert durch die Anzahl der Conversions. Zehn Anfragen mit insgesamt 20.000 Euro Auftragswert entsprechen einem durchschnittlichen Wert von 2.000 Euro je Anfrage. Eine genauere Auswertung berücksichtigt zusätzlich Werbekosten, Marge, Bearbeitungsaufwand und die Abschlussquote.

5.1 Conversion-Rate richtig einordnen

Die Conversion-Rate berechnet sich nach der Formel Conversions ÷ Besuche × 100. Bei 20 Anfragen aus 1.000 Besuchen beträgt sie 2 Prozent. Dieser Wert lässt sich nur sinnvoll mit derselben Conversion-Art, Zielgruppe und Traffic-Quelle vergleichen. Die Kaufrate eines Shops und die Anfragerate einer Unternehmensberatung beantworten unterschiedliche Fragen.

Eine höhere Conversion-Rate ist deshalb nicht automatisch besser. Wenn ein stark vereinfachtes Formular mehr Kontakte erzeugt, aber gleichzeitig der Anteil unpassender Anfragen steigt, hat sich die Kennzahl verbessert und das Geschäftsergebnis möglicherweise verschlechtert. Die Abschlussquote nach der Anfrage löst diesen Widerspruch auf.

6. Leadqualität an Kampagnen zurückmelden

Die wertvollste Verbesserung beginnt nach der Conversion: Marketing und Vertrieb melden den späteren Status einer Anfrage an das Werbesystem zurück. Dafür können im CRM beispielsweise die Stufen qualifiziert, Angebot erstellt und Auftrag gewonnen verwendet werden. Über Offline-Conversions lassen sich diese Informationen wieder Google Ads zuordnen.

Eine solche Rückkopplung verändert die Optimierungsgrundlage. Statt jeder Formularübermittlung denselben Wert zu geben, kann ein gewonnener Auftrag höher bewertet werden als ein ungeprüfter Lead. Leadstatus, Deal-Wert oder ein Leadscore können über eine Schnittstelle oder einen CSV-Import zurückgeführt werden. Dadurch erkennt der Algorithmus, aus welchen Kampagnen hochwertige Kontakte stammen.

Gemessene StufeWas du erfährstMögliche Fehlentscheidung
Nur Formular gesendetWelche Quelle viele Kontakte liefertBudget fließt in unpassende Leads
Qualifizierter LeadWelche Quelle zur Zielgruppe passtUnterschiedliche Auftragswerte bleiben verborgen
Gewonnener AuftragWelche Quelle tatsächliche Kunden liefertMarge und Wiederkäufe fehlen noch
Auftragswert oder MargeWelche Quelle wirtschaftlichen Wert erzeugtLangfristiger Kundenwert kann unberücksichtigt bleiben

Der minimale Start reicht oft aus: Ergänze im CRM ein Feld für die Quelle und zwei Statuswerte, qualifiziert und Auftrag gewonnen. Werte diese Daten einmal pro Monat mit Marketing und Vertrieb aus. Der Prozess muss am Anfang nicht perfekt sein. Er muss zuverlässig unterscheiden, welche Kontakte Umsatzpotenzial hatten.

7. Abschlüsse den Quellen zuordnen

Messbar wird die Qualität, wenn Anfrage, Auftrag und ursprüngliche Quelle zusammengeführt werden. Die Conversion-Berichte im SEA-Tool der Performance Suite ordnen Abschlüsse ihren Quellen zu. Dadurch lässt sich prüfen, ob ein Auftrag aus einer bestimmten Kampagne, Anzeigengruppe oder einem anderen Kanal entstanden ist.

Das Ziel ist keine möglichst große Berichtssammlung. Ein belastbarer Monatsbericht beantwortet drei Fragen: Welche Quelle brachte qualifizierte Anfragen, welche davon wurden zu Aufträgen und welcher Wert entstand daraus? Sobald diese Kette steht, lassen sich Budgets nach Geschäftswert statt nach Kontaktmenge verteilen.

Zusammenarbeit mit der SEO Agentur

Für Google Ads beginnt diese Auswertung mit sauber eingerichteten Conversion-Aktionen, eindeutigen Zählmethoden und Testabschlüssen. Die Google Ads Agentur der OSG unterstützt Unternehmen dabei, Tracking, Kampagnenziele und die Rückmeldung qualifizierter Leads gemeinsam aufzusetzen.

8. So gehen wir vor

Zu Beginn klären wir, welche Handlung für das Unternehmen echten Wert erzeugt. Danach trennen wir Mikro-Conversions von Hauptzielen, prüfen das Tracking und verbinden Anfragen soweit möglich mit ihrem späteren Vertriebsstatus. Die feste Ansprechperson wertet anschließend aus, welche Quellen qualifizierte Leads und Abschlüsse liefern. Die Performance Suite macht diese Zuordnung laufend sichtbar, damit Marketing und Vertrieb mit derselben Datenbasis arbeiten.

9. Häufige Fragen zu Conversions

Was kann alles eine Conversion sein?

Eine Conversion kann ein Kauf, eine Anfrage, ein Anruf, eine Terminbuchung, eine Registrierung oder ein Download sein. Welche Handlung zählt, legst du passend zu deinem Geschäftsziel fest.

Ist eine Conversion immer ein Kauf?

Nein. Ein Kauf ist eine Conversion, aber auch andere gewünschte Handlungen können Conversions sein. Bei Dienstleistern ist die Kontaktaufnahme meist die zentrale Conversion.

Ist ein Lead automatisch ein guter Lead?

Nein. Ein Lead zeigt zunächst nur, dass ein Kontakt entstanden ist. Erst die Prüfung von Bedarf, Budget, Zuständigkeit und Passung zeigt, ob daraus ein qualifizierter Lead wird.

Was bringt Conversion-Tracking?

Conversion-Tracking zeigt, welche Kampagnen, Keywords und Seiten gewünschte Handlungen auslösen. Verknüpfst du die Daten mit dem Vertrieb, kannst du zusätzlich erkennen, welche Quellen Aufträge und Umsatz liefern.

Ist eine hohe Conversion-Rate immer gut?

Nein. Eine hohe Conversion-Rate kann aus vielen wenig wertvollen Handlungen bestehen. Aussagekräftig wird sie erst zusammen mit Leadqualität, Auftragswert, Marge und Abschlussquote.

Welche Conversions sollte Google Ads zur Optimierung nutzen?

Google Ads sollte vor allem Signale mit klarer Umsatznähe nutzen, etwa Käufe, qualifizierte Leads oder gewonnene Aufträge. Downloads und Seitenaufrufe können ergänzend beobachtet werden, sollten aber nicht gleichwertig einfließen.

Wie finde ich heraus, welche Kampagne Verkäufe bringt?

Verknüpfe die Conversion mit ihrer Quelle und ergänze später den Status aus dem CRM. So kannst du den Weg von der Kampagne über die Anfrage bis zum gewonnenen Auftrag auswerten.

Miss nicht nur, wie viele Nutzer handeln. Miss, was aus dieser Handlung entsteht. Sobald Anfragen bis zum Auftrag verfolgt werden, kannst du Kampagnen nach wirtschaftlichem Wert steuern und vermeiden, dass hohe Kontaktzahlen eine schwache Leadqualität verdecken.

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