Was sind Ankertexte?

Was ist Was sind Ankertexte??

Kurzantwort

Ankertexte sind die sichtbaren, klickbaren Wörter eines Links. Sie zeigen Lesern, wohin der Link führt, und geben Google einen thematischen Hinweis auf die Zielseite. Gute Ankertexte sind beschreibend und verständlich. Häufen sich dagegen identische Keyword-Anker, kann ein Backlink-Profil künstlich und damit riskant wirken.

Ankertexte begegnen dir bei internen Links, externen Backlinks, Navigationen und verlinkten Bildern. Für SEO zählt dabei nicht nur die Formulierung eines einzelnen Links, sondern auch die Verteilung aller verwendeten Linktexte. Genau diese Gesamtverteilung wird beim Linkaufbau häufig falsch eingeschätzt.

1. Definition: Was bedeutet Ankertext?

Ein Ankertext, auch Linktext oder englisch Anchor Text genannt, ist der sichtbare Teil eines Hyperlinks. In diesem Beispiel ist SEO-Begriffe verständlich nachschlagen der Ankertext. Die Zieladresse liegt im HTML-Code und bleibt im Fließtext normalerweise unsichtbar.

Technisch sieht ein Textlink so aus:

<a href="https://www.beispiel.de/backlink-analyse/">Backlink-Analyse durchführen</a>

Der Ausdruck „Backlink-Analyse durchführen“ ist klickbar und beschreibt das Ziel. Für den Leser reduziert das Unsicherheit. Für Google liefert der Linktext einen Hinweis darauf, welches Thema auf der verlinkten Seite behandelt wird. Ein Ankertext kann deshalb die thematische Einordnung einer Zielseite unterstützen. Die Fragendatenbank der OSG ordnet ihn entsprechend als klickbaren Text eines Links und als Themenhinweis für Google ein.

2. Ankertext-Link und SEO

Ein Ankertext-Link ist kein besonderer Linktyp. Gemeint ist ein normaler Hyperlink, dessen sichtbarer Text als Ankertext dient. Für SEO sind drei Ebenen relevant: die Verständlichkeit für den Leser, die thematische Beziehung zur Zielseite und das Muster aller Ankertexte innerhalb des Linkprofils.

Genau an der dritten Ebene kippt die Bewertung häufig. Ein passender Keyword-Anker kann einzeln vollkommen logisch sein. Wenn jedoch 40 fremde Websites mit derselben verkaufsnahen Formulierung auf dieselbe Unterseite verlinken, wirkt das kaum wie eine zufällige redaktionelle Entscheidung. Die Auffälligkeit entsteht durch die Wiederholung, nicht allein durch das verwendete Keyword.

  • Bei internen Links helfen Ankertexte Google und Nutzern, die Seitenstruktur zu verstehen.
  • Bei externen Backlinks fließen sie in die Bewertung des gesamten Linkprofils ein.
  • Bei Bild-Links übernimmt der Alt-Text des Bildes die Funktion des sichtbaren Linktextes.

Ankertexte sind damit eines der am häufigsten missbrauchten und zugleich am schlechtesten kontrollierbaren Elemente im Linkaufbau. Bei einem fremden redaktionellen Link entscheidet meist der Betreiber der verlinkenden Website über die Formulierung. Vollständig steuerbare Ankertexte auf vielen fremden Domains sind deshalb eher ein Anlass zur Prüfung als ein Qualitätsmerkmal.

3. Typen und typische Verteilung

Ein natürlich gewachsenes Backlink-Profil enthält mehrere Ankertext-Typen. Die folgenden Bereiche sind Orientierungswerte für etablierte Unternehmenswebsites mit bekannter Marke. Sie sind keine Google-Vorgabe und kein festes Rezept. Junge Domains, lokale Betriebe, Onlineshops und reine Informationsportale können deutlich andere Verteilungen aufweisen.

Typ Beispiel Typischer Anteil Einordnung
Marken-Ankertext Online Solutions Group etwa 30 bis 50 Prozent Bei bekannten Unternehmen häufig die größte Gruppe
URL als Ankertext seoagentur.de etwa 15 bis 30 Prozent Entsteht oft bei Quellenangaben und Empfehlungen
Generischer Ankertext Website besuchen, Quelle, Beitrag ansehen etwa 10 bis 20 Prozent Natürlich, aber thematisch wenig aussagekräftig
Keyword-Ankertext Backlinks analysieren etwa 10 bis 20 Prozent Teilweise passende Formulierungen sind meist natürlicher als identische Money-Keywords
Exakter Money-Anker SEO Agentur München oft 0 bis 5 Prozent Eine starke Häufung ist ein Warnsignal
Bild-Link Alt-Text eines Logos oder Bildes etwa 0 bis 10 Prozent Der Alt-Text ersetzt den sichtbaren Ankertext

Die Prozentsätze sollten niemals mechanisch nachgebaut werden. Ein natürliches Profil entsteht aus unterschiedlichen Quellen und redaktionellen Situationen. Eine Fachzeitschrift nennt vielleicht die Marke, ein Branchenverzeichnis verwendet die URL und ein Ratgeber verlinkt eine passende Wortgruppe. Genau diese Variation macht das Profil plausibel.

Details zu jedem Backlink in der Performance Suite

Der Ankertext allein reicht zudem nicht zur Linkbewertung. Relevant sind unter anderem das Linkattribut, der Online-Status, die Popularität der verweisenden Domain, die Link Power und die Rankings der konkreten verlinkenden Seite. Diese Merkmale werden in der Performance Suite für einzelne Backlinks gemeinsam ausgewertet.

Orientierungswert statt Zielquote

Ein glaubwürdiges Ankertext-Profil folgt keiner festen Prozenttabelle. Nutze Vergleichswerte, um Ausreißer zu erkennen. Versuche nicht, eine vermeintlich perfekte Verteilung durch gezielt bestellte Linktexte künstlich herzustellen.

4. Beschreibende Ankertexte

Ein beschreibender Ankertext sagt einem Leser auch ohne den umgebenden Satz, was ihn nach dem Klick erwartet. „Leitfaden zur Backlink-Analyse“ ist deshalb aussagekräftiger als „weitere Informationen“. Der Linktext muss nicht jedes Detail der Zielseite enthalten, sollte aber Thema oder Nutzen klar benennen.

Für interne Links ist diese Regel besonders wertvoll. Verlinkst du in zehn Artikeln mit „Backlink-Profil prüfen“ auf dieselbe Analyse-Seite, entsteht eine konsistente thematische Zuordnung. Verwendest du dagegen für verschiedene Ziele immer nur „mehr lesen“, müssen Leser und Suchmaschine den Kontext aus jedem Absatz neu ableiten.

  • Der Ankertext beschreibt das konkrete Ziel des Links.
  • Die Formulierung passt grammatikalisch in den Satz.
  • Der Text bleibt kurz genug, um schnell erfasst zu werden.
  • Die verlinkte Seite erfüllt die durch den Linktext erzeugte Erwartung.

5. Beispiel für einen Ankertext

Angenommen, ein Ratgeber erklärt, wie Unternehmen ihre Backlinks kontrollieren. Ein guter Satz wäre: „Vor einer neuen Kampagne solltest du eine vollständige Backlink-Analyse deiner Domain durchführen.“ Der Anker nennt das Thema und führt auf eine passende Anleitung.

Weniger hilfreich wäre: „Weitere Informationen findest du unter diesem Link.“ Leser können ohne Satzkontext nicht erkennen, ob das Ziel eine Anleitung, ein Angebot oder eine Begriffsdefinition ist. Noch problematischer wird es, wenn ein Linktext eine Leistung verspricht, die auf der Zielseite gar nicht behandelt wird.

Der HTML-Code für einen verlinkten Text benötigt nur das Ziel und den sichtbaren Inhalt:

<a href="/magazin/backlink-analyse/">Backlink-Analyse deiner Domain</a>

6. Gute Ankertexte erkennen

Ein guter Ankertext sagt einem Leser ohne zusätzlichen Kontext, wohin der Link führt. Das ist die brauchbarste Einzelregel. Ein Anker muss dafür weder ein exaktes Keyword enthalten noch möglichst lang sein. Zwei bis sechs verständliche Wörter reichen bei vielen redaktionellen Links aus.

Bei der internen Verlinkung darfst du relevante Suchbegriffe bewusst verwenden, solange sie zum Ziel passen. Variationen wie „Backlinks prüfen“, „Linkprofil analysieren“ und „Qualität eingehender Links bewerten“ können auf unterschiedliche Inhalte führen oder denselben Themenbereich aus verschiedenen Kontexten erschließen. Wichtig ist, dass du nicht mehrere unterschiedliche Zielseiten mit demselben Linkversprechen versiehst.

  • Gut: kostenloser Backlink-Check
  • Gut: Risiken gekaufter Links bewerten
  • Gut: Anleitung zum nachhaltigen Linkaufbau
  • Schwach: hier klicken
  • Irreführend: kostenloses SEO-Tool, wenn das Ziel ein kostenpflichtiges Angebot ist

Wenn du dein aktuelles Profil kennenlernen möchtest, kannst du zunächst den eigenen Backlink-Bestand prüfen. Eine solche Bestandsaufnahme ist sinnvoller, als neue Zielquoten aus dem Bauch heraus festzulegen.

7. Das auffälligste Warnsignal

Der Betreiber einer Website erwartet meist eine bunte Mischung aus Markenname, URL und verschiedenen Themenbegriffen. Die erste Auswertung zeigt erstaunlich oft etwas anderes: Ein einzelner Money-Anker aus einer alten Linkkampagne dominiert das Profil. Niemand im aktuellen Marketing-Team erinnert sich an die Kampagne, die Links sind aber weiterhin online und prägen die Verteilung.

Dieses Muster ist besonders auffällig, wenn zahlreiche Domains denselben verkaufsnahen Text verwenden und jeweils auf dieselbe Landingpage zeigen. Redaktionen formulieren unabhängig voneinander selten wortgleich. Eine ungewöhnlich hohe Konzentration identischer Money-Anker ist deshalb eines der klarsten Signale für gesteuerten oder gekauften Linkaufbau.

Warnsignal: Baue keine weiteren Keyword-Links auf, bevor du die bestehende Verteilung kennst. Eine Kampagne kann eine vorhandene Schieflage verstärken, obwohl jeder neue Link für sich hochwertig aussieht. Prüfe zuerst Ankertext, Zielseite, Herkunft, Linkattribut und Online-Status gemeinsam.

Ein überoptimierter Ankertext macht einen Link nicht automatisch schädlich. Relevant sind Quelle, Qualität, Kontext und Gesamtprofil. Trotzdem sollte ein starker Ausreißer geprüft werden. Oft lautet die richtige Maßnahme zunächst: keine weiteren identischen Money-Anker setzen und neue Links stärker über Marke, URL und natürliche Wortgruppen entstehen lassen.

8. Interne und externe Links steuern

Bei externen Links hast du den Ankertext meist nicht vollständig in der Hand. Du kannst einer Redaktion einen sachlichen Vorschlag machen, solltest aber keine exakte Formulierung erzwingen. Redaktionelle Eigenständigkeit erzeugt genau die Variation, die in natürlich gewachsenen Profilen zu erwarten ist.

Interne Links kontrollierst du dagegen selbst. Diese Kontrolle wird häufig verschenkt: Navigation, Kategorieseiten, Ratgeber und Produkttexte verwenden generische Wörter oder verlinken dieselbe Zielseite unter widersprüchlichen Begriffen. Beginne deshalb mit den umsatzrelevanten Seiten und prüfe für jede URL, welche internen Ankertexte tatsächlich auf sie zeigen.

Für die Kontrolle reicht eine einfache Arbeitslogik:

  • Exportiere alle internen und externen Linktexte.
  • Gruppiere sie nach Marke, URL, generisch, Keyword und Bild-Link.
  • Berechne den Anteil jeder Gruppe an allen gefundenen Links.
  • Prüfe exakte Money-Anker zusätzlich nach Zielseite und verweisender Domain.
  • Vergleiche die Verteilung mit direkten Wettbewerbern, statt pauschale Sollwerte zu übernehmen.

Für eine datenbasierte Auswertung kannst du einen kostenlosen Export anlegen:

Free Account anlegen

9. Ankertext-Verteilung auswerten

Die wichtigste Entscheidungshilfe lautet: Werte deine Ankertexte einmal vollständig aus, bevor du neue Backlinks aufbaust. Ohne Bestandsaufnahme weißt du nicht, ob du eine Lücke schließt oder ein bestehendes Risiko vergrößerst.

Das Backlink-Tool der Performance Suite stellt dafür die Anchor-Verteilung und die zugehörigen Linkdaten bereit. Der Backlink-Bereich umfasst 14 kuratierte Exporte, darunter aufgebaute und verlorene Links, Wettbewerber-Profile, auffällige Links und Ankertexte. Dadurch wird sichtbar, welcher Linktext wie oft vorkommt und auf welche URL er verweist.

Unser Backlink-Tool: Strategischer Linkaufbau

Eine Liste der häufigsten Linktexte reicht allerdings nicht aus. Prüfe zusätzlich, ob ein auffälliger Anker von einer oder von vielen Domains kommt. Hundert Links mit demselben Text aus einer einzigen Seitennavigation sind anders zu bewerten als hundert redaktionell platzierte Links von hundert Domains.

Bei aufgebauten Links lässt sich außerdem erfassen, wann ein Backlink gesetzt wurde und wie sich Rankings und Traffic danach entwickelt haben. Die Verknüpfung ersetzt keine Ursachenanalyse, macht Maßnahmen aber zeitlich nachvollziehbar und verhindert, dass Linkaufbau nur anhand der Linkmenge bewertet wird.

10. So gehen wir vor

Bei der Online Solutions Group GmbH (OSG) beginnt strategischer Linkaufbau mit der Analyse des vorhandenen Linkprofils. Wir gruppieren Ankertexte, prüfen auffällige Zielseiten und bewerten die Links gemeinsam mit Quelle, Status, Linkattribut und thematischem Kontext. Erst danach legen wir fest, welche Linkarten und Themen das Profil sinnvoll ergänzen. Die feste Ansprechperson sieht dabei dieselben Daten wie der Kunde, sodass jede Maßnahme überprüfbar bleibt.

11. Häufige Fragen zu Ankertexten

Wie lang sollte ein Ankertext sein?

Ein Ankertext sollte so lang sein, dass das Linkziel eindeutig wird. Häufig reichen zwei bis sechs Wörter. Ganze Sätze sind möglich, erschweren aber das schnelle Erfassen des Links.

Darf ein Ankertext ein Keyword enthalten?

Ja. Bei internen Links sind passende Keywords sinnvoll, wenn sie die Zielseite korrekt beschreiben. Bei externen Backlinks sollte eine starke Häufung identischer Money-Keywords vermieden werden.

Ist die URL ebenfalls ein Ankertext?

Ja. Wenn eine ausgeschriebene Internetadresse klickbar ist, gilt die URL selbst als Ankertext. Solche URL-Anker entstehen häufig bei Quellenangaben, Verzeichniseinträgen und Empfehlungen.

Welcher Ankertext gilt bei einem verlinkten Bild?

Bei einem Bild-Link übernimmt der Alt-Text die Funktion des Ankertextes. Fehlt der Alt-Text, stehen Suchmaschinen weniger beschreibende Informationen über das Linkziel zur Verfügung.

Sind generische Ankertexte schlecht für SEO?

Generische Formulierungen sind nicht grundsätzlich schlecht und gehören zu natürlichen Linkprofilen. Für interne Links sind beschreibende Formulierungen meist hilfreicher, weil sie das Linkziel klarer benennen.

Was ist ein Money-Ankertext?

Ein Money-Ankertext enthält einen verkaufsnahen Suchbegriff wie SEO Agentur München oder Kredit vergleichen. Einzelne passende Verwendungen sind nicht automatisch problematisch. Auffällig wird eine starke Wiederholung über viele fremde Domains.

Wie prüfe ich mein Ankertext-Profil?

Exportiere alle Backlinks, gruppiere die Linktexte nach Marke, URL, generischen Begriffen, Keywords und Bild-Links und berechne ihre Anteile. Prüfe auffällige Money-Anker zusätzlich nach Zielseite und verweisender Domain.

12. Erst prüfen, dann Links aufbauen

Die Qualität eines Ankertexts zeigt sich zuerst an seiner Verständlichkeit und danach im Gesamtprofil. Kontrolliere vor jeder neuen Linkkampagne, welche Formulierungen bereits dominieren. Externe Linktexte bleiben nur begrenzt steuerbar. Bei internen Links kannst du dagegen sofort für klare Themenbezüge und nachvollziehbare Klickziele sorgen.

Wenn du deine Ankertext-Verteilung und den weiteren Linkaufbau fachlich einordnen lassen möchtest, kannst du einen kostenlosen und unverbindlichen Potenzialcheck anfragen. Das Erstgespräch dient der Bestandsaufnahme und ist kein Verkaufsgespräch.

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