Was sind die besten Keywords?

Kurzantwort
Die besten Keywords verbinden vier Faktoren: messbare Nachfrage, erreichbaren Wettbewerb, eine zum Angebot passende Kaufabsicht und eine Suchintention, die deine Seite besser erfüllen kann als die aktuellen Top-Ergebnisse. Ein großes Suchvolumen allein macht ein Keyword nicht gut. Ausschlaggebend ist, ob daraus qualifizierter Traffic und eine Anfrage entstehen können.
Gute Keywords sind immer relativ zu deiner Website, deinem Angebot und deiner Ausgangslage. Ein attraktiver Suchbegriff für einen etablierten Onlineshop kann für eine kleine B2B-Seite völlig ungeeignet sein. Deshalb brauchst du Auswahlkriterien statt einer allgemeinen Bestenliste.
1. Welche Keywords sind die besten?
Die besten Keywords liegen an der Schnittstelle aus Nachfrage, Erreichbarkeit, geschäftlicher Relevanz und passender Suchintention. Fehlt einer dieser vier Punkte, bringt selbst ein sichtbares Ranking wenig. Ein Keyword mit 2.000 Suchanfragen kann wertlos sein, wenn die Nutzer nur eine Definition suchen, dein Unternehmen aber eine komplexe Beratung verkauft.
Bewerte jeden Suchbegriff deshalb anhand dieser vier Fragen:
Die Reihenfolge ist wichtig. Prüfe zuerst, ob das Keyword zu deinem Geschäft passt. Erst danach lohnt sich der Blick auf Suchvolumen und Wettbewerb. Sonst optimierst du womöglich monatelang eine Seite, deren Besucher nie zu Kunden werden können.
Die einfachste Entscheidungsfrage
Frage bei jedem Keyword: Könnte eine Person, die genau danach sucht, innerhalb ihres Entscheidungsprozesses sinnvoll bei meinem Angebot landen? Wenn die Antwort unklar ist, gehört das Keyword nicht in die erste Prioritätsgruppe.
2. Die vier Kriterien im Keyword-Check
Eine belastbare Keyword-Auswahl entsteht nicht aus einem einzelnen Messwert. In einer ersten Liste können 100 Begriffe stehen. Nach der Prüfung bleiben oft nur 10 bis 20 Keywords übrig, für die sich kurzfristig eine eigene Seite oder eine gezielte Überarbeitung lohnt.

2.1 Nachfrage mit Suchdaten prüfen
Das Suchvolumen zeigt, wie häufig ein Begriff innerhalb eines bestimmten Zeitraums und Marktes gesucht wird. Es ist ein Orientierungswert, keine Traffic-Prognose. Gerade im B2B-Bereich können niedrige Volumen wirtschaftlich relevant sein, weil eine einzige qualifizierte Anfrage einen hohen Auftragswert haben kann. Das Performance-Suite-Handbuch weist zudem darauf hin, dass Keywords mit gering ausgewiesenem Volumen teilweise erheblichen tatsächlichen Traffic erzeugen. Entscheidend sind deshalb auch Impressionen, Klicks und CTR aus der Google Search Console.
Für die erste Nachfrageprüfung kannst du den kostenlosen Keyword-Planner nutzen. Er vergleicht mehrere Suchbegriffe und zeigt unter anderem Suchvolumen, Konkurrenz und CPC. Der CPC ist der durchschnittliche Klickpreis im Werbeumfeld und kann ein Hinweis auf den wirtschaftlichen Wert einer Suchanfrage sein.
Prüfe deine ersten Ideen direkt:
2.2 Erreichbaren Wettbewerb erkennen
Der häufigste Fehler kleiner Websites beginnt in der Keyword-Liste: Oben stehen die Begriffe mit dem größten Volumen, weil sie auf den ersten Blick attraktiv aussehen. In der SERP stehen dafür oft große Shops, Verzeichnisse, bekannte Marken und redaktionelle Portale. Selbst ein guter Text schließt diesen Autoritätsabstand nicht automatisch.
Öffne für jedes wichtige Keyword die aktuellen Top-10-Ergebnisse und prüfe drei Punkte: Welche Seitentypen ranken, wie spezialisiert sind die Inhalte und wie stark sind die Domains? Wenn Google fast ausschließlich Kategorieseiten großer Shops zeigt, wird ein kurzer Ratgeber kaum konkurrenzfähig sein. Wenn mehrere spezialisierte Anbieter mit klar umrissenen Leistungsseiten ranken, kann eine passende Unternehmensseite realistische Chancen haben.
Messbar wird die Erreichbarkeit, wenn Suchvolumen mit deinen bestehenden Rankings verbunden wird. Die Keyword-Daten der Performance Suite zeigen nicht nur attraktive Suchbegriffe, sondern auch, ob deine Domain bereits auf Position 18, 48 oder noch gar nicht rankt. Ein Keyword auf Position 18 ist häufig der bessere nächste Hebel als ein volumenstärkerer Begriff ohne jede bestehende Relevanz.
2.3 Kaufabsicht am Suchwort ablesen
Kaufabsicht entsteht durch den Kontext einer Suchanfrage. Begriffe wie „Kosten“, „Anbieter“, „Agentur“, „kaufen“, „Angebot“, „Vergleich“ oder eine konkrete Produktbezeichnung zeigen oft, dass der Nutzer bereits näher an einer Entscheidung ist. Eine Suche nach „Photovoltaik Funktionsweise“ liegt früher im Prozess als „Photovoltaik Installateur München Kosten“.
Die Absicht lässt sich nicht allein an einem einzelnen Wort festmachen. Prüfe deshalb die Suchergebnisse: Werden Shops, Vergleichsseiten, Ratgeber oder Dienstleister angezeigt? Die SERP ist Googles verdichtete Einschätzung dessen, was Nutzer mit der Anfrage erreichen möchten.
2.4 Suchintention besser bedienen
Ein Keyword ist nur dann sinnvoll, wenn dein Seitentyp zur Erwartung des Nutzers passt. Für „Laufschuhe kaufen“ braucht es eine gut filterbare Kategorie. Für „Welche Laufschuhe bei Überpronation?“ braucht es eine verständliche Beratung mit konkreten Auswahlkriterien. Eine Produktseite wird die zweite Frage meist nicht vollständig beantworten.
| Suchanfrage | Wahrscheinliche Intention | Geeigneter Seitentyp |
|---|---|---|
| SEO einfach erklärt | Information | Ratgeber oder Glossar |
| SEO-Agentur München | Dienstleisterauswahl | Leistungsseite |
| Keyword-Tool kostenlos | Werkzeug nutzen | Tool- oder Checker-Seite |
| Shopify SEO Kosten | Vergleich und Entscheidung | Angebotsseite mit transparenter Einordnung |
3. Welche Keywords eignen sich für SEO?
Für SEO eignen sich Keywords, die einem klaren Thema und einer eindeutigen Suchintention zugeordnet werden können. Pro URL solltest du ein Haupt-Keyword festlegen und eng verwandte Varianten gemeinsam abdecken. Fünf verschiedene Suchintentionen auf einer Seite führen dagegen oft zu einem unscharfen Inhalt, der keine davon vollständig erfüllt.
Für kleinere und jüngere Domains sind spezifische Longtail-Keywords meist der sinnvollere Einstieg. Longtail-Keywords bestehen aus mehreren Wörtern und beschreiben einen konkreten Bedarf, beispielsweise „Warenwirtschaft für kleine Handwerksbetriebe“ statt nur „Warenwirtschaft“. Solche Formulierungen haben häufig weniger Wettbewerb und eine klarere Absicht.
Was in der Praxis die Auswahl verändert: Der allgemeine Begriff sieht in der Tabelle besser aus, der spezifische Begriff bringt oft früher qualifizierte Besucher. Eine Kanzlei gewinnt wenig durch einen theoretischen Ratgeber zum Begriff „Arbeitsrecht“, wenn sie eigentlich Arbeitgeber bei Kündigungsschutzverfahren berät. „Anwalt Kündigungsschutz Arbeitgeber München“ hat weniger Reichweite, passt aber deutlich näher zur angebotenen Leistung.
Wenn du deine Auswahl systematisch vertiefen möchtest, findest du in unserer Anleitung zur Keyword-Recherche den vollständigen Prozess von der Ideenfindung bis zur Seitenzuordnung.
Du möchtest prüfen lassen, welche Begriffe bei deiner Ausgangslage realistisch sind?
4. Welches Keyword passt zu einer Seite?
Das beste Fokus-Keyword für eine einzelne Seite beschreibt deren Hauptleistung oder Hauptantwort so präzise wie möglich. Es besitzt genügend Nachfrage, entspricht dem Seitentyp und lässt sich durch Nebenbegriffe ergänzen. Eine URL benötigt deshalb nicht zehn gleichberechtigte Haupt-Keywords, sondern ein klares Thema mit semantisch passenden Varianten.
Eine Leistungsseite für eine Münchner Gebäudereinigung könnte „Büroreinigung München“ als Haupt-Keyword verwenden. Varianten wie „Reinigungsfirma für Büros München“, „Unterhaltsreinigung Büro München“ und „Kosten Büroreinigung München“ können das Thema ergänzen, sofern die Seite diese Aspekte tatsächlich beantwortet.
Übernimm Keywords von Wettbewerbern nie ungeprüft. Ein Begriff kann für deren Sortiment, Standort oder Geschäftsmodell wirtschaftlich sinnvoll sein und für dein Unternehmen falsche Besucher erzeugen. Die Keyword-Liste des Wettbewerbers ist eine Ideenquelle, keine fertige Strategie.
5. Welche Keywords eignen sich zur Ausrichtung?
Für die Ausrichtung eignen sich Begriffe, die Zielgruppe, Bedarf und Angebot möglichst präzise zusammenführen. Ein B2B-Anbieter sollte nicht nur sein Produkt benennen, sondern auch Branche, Einsatzgebiet, Unternehmensgröße oder Problem berücksichtigen. Aus „Zeiterfassung“ wird beispielsweise „mobile Zeiterfassung für Handwerksbetriebe“.
Eine einfache Priorisierungsformel hilft bei größeren Listen. Bewerte Nachfrage, Erreichbarkeit, Kaufabsicht und Inhaltsfit jeweils mit 0 bis 3 Punkten. Ein Keyword kann damit maximal 12 Punkte erreichen. Begriffe unter 6 Punkten werden zunächst zurückgestellt. Keywords ab 9 Punkten gehören in die nähere Prüfung, wobei das Geschäftsmodell immer Vorrang vor der Punktzahl hat.
| Kriterium | 0 Punkte | 3 Punkte |
|---|---|---|
| Nachfrage | Keine erkennbare Nachfrage | Belastbare Nachfrage im Zielmarkt |
| Erreichbarkeit | Nur deutlich stärkere Domains ranken | Vergleichbare Websites ranken |
| Kaufabsicht | Kein Bezug zu einer Handlung | Konkreter Bedarf oder Anbieterwunsch |
| Inhaltsfit | Kein passendes Angebot vorhanden | Seite kann die Erwartung vollständig erfüllen |
6. Welche Wortarten taugen als Keywords?
Substantive und Substantivgruppen bilden den Kern vieler Suchanfragen, weil Nutzer nach Dingen, Leistungen, Orten und Themen suchen. Beispiele sind „SEO-Agentur“, „Keyword-Recherche“, „Dachdecker München“ oder „CRM für Handwerker“. Für kommerzielle Seiten sind solche Wortgruppen meistens geeigneter als ein einzelnes allgemeines Wort.
Verben und Fragewörter kommen vor allem bei informationalen Suchen hinzu. Formulierungen wie „Website optimieren“, „Backlinks aufbauen“, „wie funktioniert SEO“ oder „warum sinkt mein Ranking“ beschreiben Aufgaben und Probleme. Reine Adjektive wie „günstig“, „schnell“ oder „professionell“ eignen sich selten als Fokus-Keyword, weil ohne Substantiv unklar bleibt, wonach der Nutzer sucht.
7. Keyword-Auswahl 2026: Klein starten
Der sinnvolle Startpunkt ist selten das größte Keyword. Prüfe zuerst Suchbegriffe, für die deine Domain bereits zwischen Position 11 und 30 rankt, oder Longtail-Varianten, bei denen die aktuellen Ergebnisse erkennbare Inhaltslücken haben. Dort existiert bereits thematische Relevanz, und eine gezielte Überarbeitung hat eine bessere Ausgangslage als ein komplett neues, stark umkämpftes Thema.

Keyword-Recherche ist außerdem kein einmaliger Termin. Sprachgebrauch, Angebot und Nachfrage verändern sich. Im Performance-Suite-Handbuch wird genau dieses Fehlerbild beschrieben: Keywords werden zu Projektbeginn recherchiert, anschließend in einer Tabellenkalkulation abgelegt und nicht weiterentwickelt. Die Folge ist eine statische Strategie, obwohl laufend neue Suchformulierungen entstehen.
Prüfe deine Prioritäten daher mindestens bei neuen Leistungen, Sortimentserweiterungen und deutlichen Ranking-Veränderungen. Ergänze außerdem Begriffe, die in der Google Search Console viele Impressionen erhalten, obwohl du sie ursprünglich nicht eingeplant hattest. Solche Daten zeigen dir, welche Sprache deine Zielgruppe tatsächlich verwendet.
8. So gehen wir vor
Bei der OSG verbinden wir Keyword-Nachfrage mit bestehenden Rankings, Wettbewerb, Seitentyp und wirtschaftlichem Ziel. Die Performance Suite macht sichtbar, welche Begriffe nur attraktiv wirken und bei welchen bereits eine erreichbare Ausgangsposition besteht. Danach ordnen unsere Experten jedes priorisierte Keyword einer vorhandenen oder neuen URL zu und prüfen, ob daraus eine Anfrage entstehen kann.
Eine solche Auswahl ist Teil unserer SEO-Beratung mit Experten. Wer die Umsetzung auslagern möchte, erhält eine individuelle SEO- und GEO-Strategie mit fester Ansprechperson. GEO bedeutet Generative Engine Optimization und erweitert die klassische Suchmaschinenoptimierung um die Auffindbarkeit in KI-Antworten.
9. Häufige Fragen zur Keyword-Auswahl
Wie finde ich die richtigen Keywords?
Sammle zuerst Begriffe aus Kundengesprächen, Angeboten, Support-Anfragen und bestehenden Search-Console-Daten. Prüfe anschließend Nachfrage, Wettbewerb, Kaufabsicht und Suchintention. Priorisiere nur Keywords, für die du einen passenden und geschäftlich sinnvollen Inhalt anbieten kannst.
Was sind gute SEO-Keywords?
Gute SEO-Keywords passen zum Angebot, werden nachweisbar gesucht und haben einen erreichbaren Wettbewerb. Außerdem muss der geplante Seitentyp zur Suchintention passen. Ein hohes Suchvolumen allein reicht nicht aus.
Sind Longtail-Keywords besser?
Longtail-Keywords sind für kleinere Websites oft der bessere Einstieg, weil sie einen konkreten Bedarf ausdrücken und häufig weniger umkämpft sind. Sie ersetzen allgemeine Keywords nicht vollständig, sollten bei begrenzten Ressourcen aber meist zuerst bearbeitet werden.
Wie viele Keywords braucht eine Seite?
Eine Seite benötigt ein klares Haupt-Keyword und mehrere eng verwandte Varianten. Die genaue Anzahl ist weniger wichtig als eine einheitliche Suchintention. Unterschiedliche Themen oder Absichten sollten auf getrennte URLs verteilt werden.
Ist das Keyword mit dem größten Suchvolumen das beste?
Meist nicht. Ein großes Suchvolumen geht häufig mit starkem Wettbewerb und einer unscharfen Suchabsicht einher. Ein spezifischer Begriff mit weniger Nachfrage kann wirtschaftlich wertvoller sein, wenn er häufiger zu passenden Anfragen führt.
Brauche ich einen Keyword-Planer?
Ein Keyword-Planer liefert wichtige Daten zu Suchvolumen, Konkurrenz und Klickpreisen. Die endgültige Auswahl kann er jedoch nicht übernehmen, weil er dein Angebot, deine Domainstärke und die Qualität der aktuellen Suchergebnisse nicht vollständig bewertet.
Wie oft sollte ich Keywords überprüfen?
Überprüfe Keywords bei neuen Angeboten, Sortimentsänderungen, deutlichen Ranking-Verschiebungen und neuen Suchanfragen in der Google Search Console. Eine laufende Pflege ist sinnvoller als eine einmalige Liste zu Projektbeginn.
Beginne nicht mit dem größten Keyword, sondern mit dem Begriff, bei dem deine Seite den konkretesten Nutzen liefern kann. Eine kurze Liste aus erreichbaren, geschäftsnahen Suchanfragen ist wertvoller als eine umfangreiche Tabelle voller Begriffe, für die weder ein passendes Angebot noch eine realistische Ranking-Chance besteht.
Wenn du deine Keyword-Prioritäten gemeinsam mit einem Experten prüfen möchtest, zeigt der kostenlose Potenzialcheck, welche Themen zu deiner Domain und deinen Geschäftszielen passen. Das Erstgespräch ist unverbindlich und ohne Verkaufsdruck.








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