Welche Arten der Keyword-Recherche gibt es?

Was ist Welche Arten der Keyword-Recherche gibt es??

Kurzantwort

Es gibt fünf zentrale Arten der Keyword-Recherche: Bestandsrecherche, Wettbewerbsrecherche, Lückenrecherche, Fragenrecherche und saisonale Recherche. Jede beantwortet eine andere Geschäftsfrage. Für schnelle SEO-Gewinne solltest du mit dem Bestand beginnen, weil vorhandene Rankings und Seiten meist weniger Aufwand benötigen als komplett neue Themen und Inhalte.

Eine Keyword-Recherche ist mehr als das Sammeln möglichst vieler Suchbegriffe. Die passende Methode hängt davon ab, ob du bestehende Seiten verbessern, Wettbewerber analysieren, neue Themen erschließen oder einen Redaktionsplan aufbauen möchtest. Für SEO-Manager und Marketing-Verantwortliche zählt deshalb zuerst die Entscheidung, die mit den Daten vorbereitet werden soll.

1. Fünf Arten der Keyword-Recherche

Der häufigste Fehler passiert vor dem Öffnen des ersten Tools: Alle Begriffe landen in einer einzigen Liste, obwohl sie völlig unterschiedliche Maßnahmen auslösen. Ein Keyword mit einem bestehenden Ranking auf Position 14 gehört in die Content-Optimierung. Ein Begriff ohne passende Zielseite gehört in die Content-Planung. Wer beides vermischt, priorisiert meist das höhere Suchvolumen und übersieht den schnelleren Hebel.

Art der Recherche Ausgangspunkt Vorbereitete Entscheidung
Bestandsrecherche Eigene Seiten und Rankings Welche vorhandene URL wird zuerst optimiert?
Wettbewerbsrecherche Rankings anderer Domains Welche Themen und Formate fehlen im Vergleich?
Lückenrecherche Nicht abgedeckte Suchintentionen Welche neue Seite sollte erstellt werden?
Fragenrecherche W-Fragen und konkrete Nutzerprobleme Welche Antworten braucht eine Landingpage oder ein Ratgeber?
Saisonale Recherche Zeitabhängige Nachfrage Wann muss ein Inhalt geplant, aktualisiert und veröffentlicht werden?

1.1 Bestandsrecherche für schnelle Hebel

Die Bestandsrecherche untersucht Suchbegriffe, für die deine Website bereits Impressionen, Klicks oder Rankings erzielt. Besonders interessant sind Keywords auf den Positionen 11 bis 20, Seiten mit vielen Impressionen und niedriger CTR sowie Suchanfragen, die inhaltlich nur teilweise zur rankenden URL passen. Die Entscheidung lautet anschließend: Welche bestehende Seite verdient zuerst ein besseres Snippet, mehr inhaltliche Tiefe oder eine klarere Suchintention?

Genau hier kippt die Priorisierung in vielen SEO-Plänen. Neue Themen wirken attraktiver, weil sie nach Wachstum aussehen. Eine URL auf Position 13 hat Google jedoch bereits verstanden und eingeordnet. Prüfe deshalb zuerst, ob Title, Hauptüberschrift, Antworten, interne Links und Seiteninhalt die Suchanfrage vollständig bedienen. Eine gezielte Überarbeitung ist oft sinnvoller als ein weiterer Ratgeber ohne bestehendes Ranking.

1.2 Wettbewerbsrecherche für Marktchancen

Die Wettbewerbsrecherche zeigt, mit welchen Begriffen andere Domains gefunden werden und welche Seitenformate dafür ranken. Dabei zählen die tatsächlichen Wettbewerber in den Suchergebnissen. Das sind nicht immer dieselben Unternehmen, die Vertrieb oder Geschäftsführung als Konkurrenz nennen. Eine datenbasierte SEO-Marktanalyse der Wettbewerber vergleicht Rankings, Inhalte, Traffic-Signale und Linkpower anhand eines individuellen Keyword-Sets.

Die zentrale Entscheidung lautet: Welche Themen sind im Markt relevant, aber auf der eigenen Domain zu schwach vertreten? Kopiere dabei keine fremde Seitenstruktur. Prüfe, welche Suchintention hinter dem Ranking steht, welche Fragen beantwortet werden und ob eine Produktseite, Leistungsseite, Kategorie oder ein Ratgeber benötigt wird.

1.3 Lückenrecherche für neue Seiten

Die Lückenrecherche, häufig Content-Gap-Analyse genannt, sucht nach relevanten Themen ohne geeignete eigene URL. Eine echte Lücke liegt erst vor, wenn ein Begriff zum Angebot passt, eine erkennbare Nachfrage besitzt und eine neue Zielseite eine andere Suchintention bedienen würde als der vorhandene Content. Die Entscheidung lautet: Welche neue Seite erweitert die Website, ohne Keyword-Kannibalisierung zu erzeugen?

Ein typisches Fehlerbild sind zehn ähnliche Longtail-Keywords, aus denen zehn nahezu identische Texte entstehen. Gruppiere Begriffe nach Suchintention und SERP-Überschneidung. Zeigt Google für mehrere Suchanfragen weitgehend dieselben Ergebnisse, reicht in der Regel eine starke Seite mit passenden Unterthemen.

1.4 Fragenrecherche für hilfreiche Antworten

Die Fragenrecherche sammelt echte Nutzerfragen aus Suchergebnissen, vorhandenen Website-Daten, Beratungsgesprächen und Fragen-Datenbanken. Sie entscheidet, welche Antworten in einen Ratgeber, eine Leistungsseite oder einen FAQ-Bereich gehören. Gute Fragen sind konkret genug, um in zwei bis vier Sätzen vollständig beantwortet zu werden. Das erhöht zugleich die Chance, als Quelle in Google und KI-Antworten aufgegriffen zu werden.

Keyword-Systeme können für jedes überwachte Keyword neben den Top-100-Ergebnissen auch Nutzerfragen und verwandte Suchanfragen auswerten. Dadurch wird sichtbar, welche Unterfragen zu einem Hauptthema gehören und welche Formulierungen Nutzer tatsächlich verwenden.

1.5 Saisonale Recherche für den richtigen Zeitpunkt

Die saisonale Recherche untersucht Keywords, deren Nachfrage von Monaten, Feiertagen, Ereignissen oder wiederkehrenden Fristen abhängt. Dazu gehören etwa Weihnachtsgeschäft, Heizperiode, Urlaubssaison, Steuertermine oder branchenspezifische Messen. Die Entscheidung lautet: Wann muss der Inhalt online sein, damit Suchmaschinen ihn rechtzeitig crawlen, einordnen und ranken können?

Plane saisonale Inhalte nicht erst zum Höhepunkt der Nachfrage. Ein Weihnachtsratgeber, der Mitte Dezember veröffentlicht wird, startet zu spät. Prüfe die Nachfragekurve des Vorjahres und plane Veröffentlichung, interne Verlinkung und Aktualisierung mehrere Wochen vor dem erwarteten Anstieg.

Klare Startempfehlung

Beginne mit der Bestandsrecherche. Prüfe danach Wettbewerber und Themenlücken. Fragen und saisonale Begriffe verfeinern anschließend die bereits priorisierten Seiten. Diese Reihenfolge verhindert, dass schnelle Chancen unter einer langen Liste neuer Content-Ideen verschwinden.

2. Keyword-Recherche in fünf Schritten

Eine belastbare Keyword-Recherche lässt sich in fünf Schritte gliedern. Der Ablauf bleibt für einen lokalen Dienstleister, einen B2B-Anbieter und einen Onlineshop grundsätzlich gleich. Umfang und Datenquellen unterscheiden sich, die Entscheidungslogik bleibt bestehen.

  • Ziel definieren: Lege fest, ob du Rankings verbessern, neue Landingpages planen, Produkte strukturieren oder Nutzerfragen beantworten möchtest.
  • Bestand auswerten: Sammle bestehende Rankings, Impressionen, Klicks, CTR und die jeweils rankenden URLs.
  • Begriffe erweitern: Ergänze Wettbewerber-Keywords, Synonyme, Longtail-Suchanfragen, Nutzerfragen und saisonale Varianten.
  • Suchintention prüfen: Ordne jedem Begriff den passenden Seitentyp zu und fasse Keywords mit ähnlichen Suchergebnissen zu Clustern zusammen.
  • Prioritäten festlegen: Bewerte Geschäftsnutzen, vorhandene Rankings, Suchvolumen, Wettbewerb, Aufwand und Conversion-Nähe.

Die fertige Liste sollte deshalb nicht nur aus Keyword und Suchvolumen bestehen. Ergänze mindestens Suchintention, Ziel-URL, aktuellen Rang, geplante Maßnahme und Priorität. Ein Keyword ohne zugeordnete Entscheidung bleibt eine Tabellenzeile und führt zu keiner SEO-Maßnahme.

3. Welche Tools eignen sich?

Ein einzelnes Werkzeug deckt selten alle Recherchearten gleich gut ab. Für eine fundierte Auswahl brauchst du vier Kategorien: Suchvolumen-Datenbanken, Wettbewerbs-Tools, Fragen-Sammler und die Google Search Console. Ein SEO-Tool-Vergleich sollte deshalb nach Datenquelle und Einsatzzweck erfolgen, nicht nach der Länge einer Funktionsliste.

Alle relevanten Daten in der Performance Suite integriert

3.1 Tool-Kategorien statt Testsieger

Suchvolumen-Datenbanken helfen bei Nachfrage und Varianten. Wettbewerbs-Tools zeigen fremde Rankings und Content-Gaps. Fragen-Sammler liefern konkrete Formulierungen für Ratgeber und FAQs. Die Google Search Console als Keyword-Datenquelle zeigt dagegen die Begriffe, mit denen deine Website tatsächlich in der Google-Suche erscheint.

Diese letzte Quelle wird erstaunlich oft vergessen. Die Google Search Console liefert echte Impressionen, Klicks, CTR-Werte und Suchanfragen für die eigene Website. Sie macht deshalb Begriffe sichtbar, die kein Ideen-Tool priorisieren würde, für die Google deine URL aber bereits auf Seite zwei testet. Genau dort liegen häufig die Chancen mit dem günstigsten Verhältnis aus Aufwand und möglicher Wirkung.

In der Keyword-Auswertung der Performance Suite stehen Search-Console-Keywords und ergänzende Tool-Daten nebeneinander. So lassen sich bestehende Rankings, Suchvolumen, Nutzerfragen und neue Potenziale gemeinsam bewerten, statt mehrere Exporte manuell abzugleichen.

3.2 Welches Google-Tool wird verwendet?

Google stellt zwei relevante Datenquellen bereit. Der Google Keyword Planner liefert Keyword-Ideen und Volumenbereiche für die Kampagnenplanung. Die Google Search Console zeigt Suchanfragen, über die deine eigene Website bereits Impressionen oder Klicks erhält. Für neue Themen ist der Keyword Planner hilfreich, für die Bestandsrecherche ist die Search Console meist wertvoller.

Der kostenlose Keyword-Planner prüft neben dem Hauptbegriff auch Longtail-Varianten, Suchvolumen und CPC. Der CPC, also der durchschnittliche Klickpreis in Anzeigen, kann zusätzlich darauf hinweisen, ob ein Keyword wirtschaftlich umkämpft ist.

Prüfe deine ersten Keyword-Ideen direkt im Artikel:

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3.3 Welches Tool eignet sich für SEO?

Für eine SEO-Keyword-Recherche eignet sich ein System, das Suchvolumen, aktuelle Rankings, Ziel-URLs, Suchintention, Wettbewerber und Search-Console-Daten zusammenführt. Eine reine Ideenliste reicht für SEO nicht aus. Du musst erkennen können, ob bereits eine eigene Seite rankt, welche URL betroffen ist und ob eine Optimierung oder ein neuer Inhalt benötigt wird.

Wenn du deine Keyword-Daten, Rankings und Search-Console-Potenziale zentral prüfen möchtest, kannst du einen kostenlosen Zugang anlegen:

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4. Welche Tools helfen dabei nicht?

Ein Werkzeug dient nicht zur Keyword-Recherche, wenn es ausschließlich technische Fehler, Ladezeiten, Backlinks oder Social-Media-Reichweite misst und keine Suchbegriffe, Suchanfragen oder Nachfragewerte bereitstellt. Solche Werkzeuge können später bei der SEO-Umsetzung wichtig sein. Sie beantworten jedoch nicht, wonach Nutzer suchen und welche Seite diese Nachfrage bedienen sollte.

Verwechsle Keyword-Daten nicht mit fertigen Entscheidungen. Ein Begriff mit hohem Suchvolumen kann für dein Geschäftsmodell wertlos sein, während ein spezifisches Longtail-Keyword mit kleiner Nachfrage regelmäßig qualifizierte Anfragen auslöst. Prüfe deshalb immer Suchintention, Angebotsbezug und realistische Zielseite.

5. Warum Suchvolumen abweichen

Kein Keyword-Tool liefert exakt dieselben Suchvolumen. Abweichungen entstehen durch unterschiedliche Datenquellen, Hochrechnungen, Zeiträume, Länder, Geräte, Rundungen und die Zusammenfassung ähnlicher Schreibweisen. Ein Wert von 500 in einem Tool und 700 in einem anderen bedeutet deshalb nicht automatisch, dass eines davon falsch arbeitet.

Behandle Suchvolumen als Vergleichswert innerhalb derselben Datenquelle. Wenn du Keywords priorisierst, solltest du die Werte aus einem System verwenden und zusätzlich echte Impressionen aus der Search Console prüfen. Für saisonale Begriffe ist außerdem der monatliche Verlauf aussagekräftiger als ein geglätteter Jahresdurchschnitt.

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Die wichtigste Kennzahl ist ohnehin selten das größte Volumen. Für eine B2B-Leistungsseite kann ein kleiner Begriff mit klarer Anfrageabsicht mehr Geschäftswert besitzen als ein breites Informationskeyword mit hoher Nachfrage. Verwende Suchvolumen zum Sortieren, nicht als alleinige Freigabe für Content.

6. So gehen wir vor

Bei der Online Solutions Group GmbH (OSG) starten wir Keyword-Projekte mit Bestand, Suchintention und Geschäftsziel. Search-Console-Begriffe und Tool-Daten werden gemeinsam ausgewertet, damit Rankings auf Seite zwei, unpassende Ziel-URLs und echte Themenlücken sichtbar werden. Danach ordnen wir jedem Cluster eine Maßnahme zu: optimieren, neu erstellen, zusammenführen oder vorerst zurückstellen.

Die Performance Suite übernimmt dabei Datensammlung, laufendes Monitoring und die Verbindung von Keywords mit URLs. Die fachliche Priorisierung bleibt bei der festen Ansprechperson. Wenn du deine Keyword-Strategie nicht allein auf Suchvolumen aufbauen möchtest, kannst du einen kostenlosen Potenzialcheck anfragen. Für die eigenständige Vertiefung bietet unser Leitfaden zur Keyword-Recherche einen vollständigen Ablauf.

7. Häufige Fragen zur Keyword-Recherche

Welche verschiedenen Arten der Keyword-Recherche gibt es?

Die fünf wichtigsten Arten sind Bestandsrecherche, Wettbewerbsrecherche, Lückenrecherche, Fragenrecherche und saisonale Recherche. Jede Methode bereitet eine andere Entscheidung vor, etwa die Optimierung einer bestehenden URL oder die Planung einer neuen Seite.

Welche fünf Schritte sind bei der Keyword-Recherche zu befolgen?

Definiere zuerst das Ziel, analysiere danach den vorhandenen Bestand und erweitere die Liste um Wettbewerber, Fragen und Varianten. Prüfe anschließend die Suchintention, bilde Keyword-Cluster und priorisiere die Begriffe nach Geschäftswert, Ranking-Chance und Aufwand.

Welches Tool wird zur Keyword-Recherche verwendet?

Geeignet sind Suchvolumen-Datenbanken, Wettbewerbs-Tools, Fragen-Sammler und die Google Search Console. Für SEO sollte das gewählte System außerdem Rankings, Ziel-URLs, Suchintentionen und bestehende Potenziale zusammenführen.

Welches Google-Tool wird für die Keyword-Recherche genutzt?

Der Google Keyword Planner liefert Ideen und Volumenbereiche für neue Begriffe. Die Google Search Console zeigt dagegen Suchanfragen, über die eine bestehende Website bereits Impressionen und Klicks erhält. Für eine vollständige Recherche sind beide Datenquellen sinnvoll.

Welches Tool eignet sich für die SEO-Keyword-Recherche?

Für SEO eignet sich ein Tool, das Suchvolumen, Rankings, Wettbewerber, Nutzerfragen und Search-Console-Daten verbindet. Entscheidend ist, dass jedem Keyword eine bestehende oder geplante Ziel-URL und eine konkrete Maßnahme zugeordnet werden kann.

Welches Tool dient nicht zur Keyword-Recherche?

Reine Werkzeuge für Ladezeiten, technische Fehler, Backlinks oder Social-Media-Reichweite dienen nicht primär zur Keyword-Recherche, wenn sie keine Suchbegriffe oder Nachfragedaten liefern. Sie unterstützen andere SEO-Aufgaben, beantworten aber nicht, wonach Nutzer suchen.

Welches Keyword-Tool liefert die genauesten Suchvolumen?

Kein Anbieter liefert ein allgemein gültiges exaktes Suchvolumen. Unterschiede zwischen Tools sind normal, weil Datenquellen, Zeiträume und Hochrechnungen variieren. Vergleiche Keywords innerhalb derselben Datenquelle und ergänze die Bewertung durch echte Impressionen aus der Google Search Console.

Die sinnvollste Reihenfolge lautet: zuerst bestehende Rankings ausschöpfen, danach Wettbewerber und Content-Lücken untersuchen und erst dann die Themenliste ausbauen. So wird aus der Keyword-Recherche ein umsetzbarer Maßnahmenplan mit Ziel-URLs, Prioritäten und klaren Verantwortlichkeiten.

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