Welche Arten von Backlinks gibt es?

Kurzantwort
Backlink-Arten lassen sich nach Entstehung, Quelle, Linkattribut und Qualität unterscheiden. Für die Praxis ist diese Einteilung am nützlichsten: redaktionelle Links, aktiv aufgebaute Links, selbst gesetzte Links sowie wertlose oder riskante Links. Wirkungsvoll sind vor allem thematisch passende Erwähnungen auf Seiten mit echtem Publikum und natürlich verteilten Ankertexten.
Die Backlink-Arten deiner Website solltest du zuerst als Bestand prüfen und erst danach bewerten. Die reine Zahl sagt wenig aus. Relevant sind Herkunft, Themenbezug, Ankertext, Linkattribut, verlinkte Zielseite und die Frage, ob die Linkquelle selbst organisch gefunden wird.
1. Backlink-Profil 2026 prüfen
Der häufigste Fehler beginnt vor der Bewertung: Es wird nur auf die Gesamtzahl der Backlinks geschaut. Eine Domain kann 10.000 Links haben, die von wenigen automatisch erzeugten Seiten stammen. Eine andere Website erhält 80 Links von 60 passenden Fachportalen. Das zweite Profil kann deutlich wertvoller sein, weil verweisende Domains, Relevanz und Qualität mehr aussagen als die rohe Linkmenge.
Exportiere zunächst alle erreichbaren Backlinks und sortiere sie in vier Arbeitskategorien:
Ein kostenloser Check des eigenen Backlink-Profils liefert dafür einen ersten Überblick. Für eine belastbare Bewertung brauchst du anschließend mindestens die verweisende URL, den Ankertext, das Linkattribut, die Zielseite und eine Einschätzung der Linkquelle. Die Nutzerfragen rund um Backlinks konzentrieren sich besonders auf die eigene Linkmenge, schädliche Links und die Wahl eines geeigneten Prüftools.
Prüfe deine Domain direkt im Artikel:
2. Backlink-Arten richtig sortieren
Es gibt keine einzige verbindliche Anzahl von Backlink-Arten. Je nach Blickwinkel entstehen andere Kategorien. Für eine Bestandsaufnahme solltest du jeden Link nach Entstehung, Quelle, Attribut und Qualität klassifizieren. So erkennst du, welche Links wirken, welche nur vorhanden sind und welche genauer geprüft werden müssen.
| Prüfdimension | Typische Backlink-Arten | Praktische Bedeutung |
|---|---|---|
| Entstehung | Natürlich, aktiv aufgebaut, selbst gesetzt | Zeigt, wie stark du den Link kontrolliert hast und wie natürlich er entstanden ist. |
| Quelle | Fachmagazin, Blog, Verzeichnis, Forum, Presseportal, Partnerseite | Hilft bei der Bewertung von Themenbezug, Publikum und redaktioneller Qualität. |
| Attribut | Follow, Nofollow, Sponsored, UGC | Zeigt, wie die verlinkende Seite den Verweis technisch kennzeichnet. |
| Ziel | Startseitenlink, Deeplink, Produktlink, Ratgeberlink | Zeigt, welche Teile deiner Website externe Autorität erhalten. |
| Qualität | Stark, neutral, wertlos, riskant | Bestimmt, ob du den Link stärkst, beobachtest oder bereinigst. |
2.1 Natürliche und redaktionelle Links
Natürliche Backlinks entstehen, wenn eine Redaktion, ein Blogger oder ein Unternehmen deinen Inhalt freiwillig als Quelle nennt. Ein Beispiel ist ein Fachmagazin, das eine Statistik aus deinem Ratgeber zitiert und direkt auf die Datenauswertung verlinkt. Solche Links sind meist schwer planbar, besitzen aber einen klaren redaktionellen Grund.
2.2 Aktiv aufgebaute Backlinks
Aktiv aufgebaute Links entstehen durch Outreach, Gastbeiträge, Studien, Interviews, Partnerschaften oder gezielte PR. Diese Links sind nicht automatisch schlechter als freiwillige Erwähnungen. Maßgeblich ist, ob der Beitrag einen eigenständigen Nutzen bietet und die Verlinkung inhaltlich nachvollziehbar ist. Ein Fachbeitrag über Maschinenwartung darf auf eine passende Wartungscheckliste verweisen. Ein Link zu einem beliebigen Kreditvergleich wäre dagegen sachlich kaum zu erklären.
2.3 Selbst gesetzte Backlinks
Selbst gesetzte Links findest du häufig in Branchenverzeichnissen, Profilen, Foren, Kommentaren und Lieferantenlisten. Seriöse Firmenverzeichnisse und lokale Einträge können für Nutzer und Local SEO sinnvoll sein. Hunderte automatisierte Profile mit identischem Text und identischem Anker erzeugen dagegen keine belastbare Autorität. Die grundlegende Einteilung in natürliche, manuelle und selbst erstellte Links wird auch in den Tool-Unterlagen verwendet.

Eine Einzelbewertung sollte mehrere Signale verbinden. Die Backlink-Detailansicht kann beispielsweise Linkattribut, Online-Status, Domain Pop, Link Power und rankende Keywords der verlinkenden Seite zusammenführen. Eine Quelle, die selbst für fachlich passende Suchbegriffe rankt, ist meist interessanter als eine Domain, die nur eine hohe quantitative Kennzahl besitzt.
Backlinks in drei Minuten vorsortieren
Öffne die verlinkende Seite und beantworte drei Fragen: Würde ein echter Interessent diese Seite lesen? Passt der Link inhaltlich in den Absatz? Würdest du die Erwähnung auch behalten, wenn Google keine Links bewerten würde? Drei klare Ja-Antworten sind ein starkes Qualitätssignal.
3. Schädliche Backlinks erkennen
Schädliche Backlinks erkennst du selten an einer einzigen Kennzahl. Das Risiko entsteht meist aus einem Muster. Besonders auffällig sind themenfremde Häufungen, immer derselbe keywordreiche Ankertext, Domains ohne erkennbare Leserschaft und Linkfarmen mit hunderten ausgehenden Links auf einer einzelnen Seite.
Der Kipppunkt liegt oft in der Ankertext-Verteilung. Wenn ein Dienstleister über Monate fast jeden Link mit demselben Money-Keyword aufgebaut hat, wirkt auch eine Reihe optisch ordentlicher Gastbeiträge unnatürlich. Wir prüfen deshalb nicht nur die verdächtigsten Domains, sondern gruppieren alle Ankertexte nach Marke, URL, neutraler Formulierung und exaktem Keyword. Ein einzelner harter Anker ist selten das Problem. Eine auffällige Häufung ist es.
Altlasten sind besonders tückisch. Bei übernommenen Projekten stammen auffällige Links oft aus früheren Aufbauphasen, obwohl das aktuelle Marketingteam längst sauber arbeitet. Eine manuelle Stichprobe entdeckt einzelne Spam-Seiten, übersieht aber leicht wiederkehrende Muster über viele Domains. Die Toxic-Bewertung im Backlink-Tool der Performance Suite markiert solche Risikokonstellationen, ergänzt Disavow-Vorschläge und überwacht neue sowie verlorene Links.
Ein hoher Toxic-Wert ist ein Prüfhinweis, kein automatisches Löschsignal. Kontrolliere die Linkquelle, den Kontext und das gesamte Profil, bevor du einen Backlink entfernen oder ablehnen lässt. Eine pauschale Entwertung kann auch neutrale oder hilfreiche Links treffen.
3.1 Welche Plattform lehnt toxische Links ab?
Toxische Backlinks werden mit dem Disavow-Tool von Google abgelehnt, das über die Google Search Console verwendet wird. Du reichst dort eine Textdatei mit einzelnen URLs oder vollständigen Domains ein, die Google bei der Linkbewertung ignorieren soll. Das Verfahren eignet sich für klar manipulative Altlasten und sollte nicht für jeden schwachen Link eingesetzt werden.
Prüfe zuerst, ob eine Entfernung durch den Seitenbetreiber möglich und sinnvoll ist. Wenn du eine umfangreiche Bereinigung planst, zeigt der Leitfaden zum Backlink-Audit und Linkmanagement, wie du verdächtige Links systematisch bewertest. Eine Disavow-Datei ist ein letzter Bereinigungsschritt, keine Routinefunktion für ein durchschnittliches Linkprofil.
Wenn du Linkprofil, Toxic-Muster und Wettbewerberdaten zentral auswerten möchtest, kannst du mit eigenen Daten starten:
4. Welcher Backlink wirkt am stärksten?
Der wirkungsvollste Backlink kommt von einer thematisch passenden, vertrauenswürdigen Seite, die selbst echte Nutzer erreicht und den Link redaktionell in relevanten Inhalt einbindet. Noch wichtiger ist jedoch die Summe solcher Erwähnungen über Zeit. Ein spektakulärer Einzellink ersetzt kein ausgewogenes Backlink-Profil.
Ein starker Link erfüllt möglichst viele dieser Kriterien:
In der Praxis wird häufig die stärkste Domain gewählt, obwohl deren Beitrag kaum zum Unternehmen passt. Ein kleineres Fachportal kann effektiver sein, wenn die Leser genau zur Zielgruppe gehören und die verlinkte Seite für relevante Keywords gefunden wird. Ein Link ist keine isolierte Punktzahl. Er verbindet Themen, Nutzer und Seiten miteinander.

Die Wirkung eines aufgebauten Links sollte mit seinem Setzdatum und den Rankings der verlinkten Zielseite verbunden werden. Dadurch lässt sich prüfen, ob sich relevante Keywords in den folgenden Tagen und Wochen bewegen. Die Auswertung beweist keine alleinige Ursache, trennt aber wirksame Maßnahmen besser von Links, die lediglich in einer Tabelle als erledigt markiert wurden.
5. Anbieter für Backlinks bewerten
Anbieter für Backlinks reichen von Linkaufbau-Agenturen und PR-Dienstleistern bis zu Plattformen für Gastbeiträge, Advertorials und Linkplatzierungen. Die Anbieterbezeichnung sagt wenig über die Qualität aus. Prüfe deshalb den Auswahlprozess, die offengelegten Linkquellen, die redaktionellen Standards und die Messung nach der Veröffentlichung.
Gekaufte Links bergen ein erhöhtes Risiko, wenn der Preis das einzige Auswahlkriterium ist oder der Anbieter feste Mengen auf beliebigen Domains verspricht. Besonders kritisch sind Kataloge mit tausenden sofort buchbaren Seiten, garantierten Follow-Links und frei wählbaren Money-Keyword-Ankern. Solche Angebote skalieren vor allem das Muster, das später im Audit auffällt.
Ein seriöses Angebot beschreibt stattdessen, wie Themenrelevanz, organische Rankings, ausgehende Links, redaktionelle Qualität und Ankertexte geprüft werden. Es erklärt außerdem, welche Zielseite gestärkt werden soll und wie die Wirkung kontrolliert wird. Der Beitrag über Chancen und Risiken von Linkkaufbörsen hilft dir bei der Einordnung. Für eine betreute Umsetzung findest du auf der Seite zur Linkaufbau-Agentur den vollständigen Prozess.
6. Wie oft solltest du prüfen?
Eine vollständige Bestandsaufnahme reicht für die meisten Unternehmen einmal jährlich. Prüfe häufiger, wenn du aktiv Backlinks aufbaust, eine neue Agentur übernimmst, ungewöhnliche Linkspitzen bemerkst oder bereits manipulative Altlasten gefunden hast. Bei laufendem Aufbau ist eine monatliche Kontrolle von neuen und verlorenen Links sinnvoll. Eine vollständige manuelle Einzelprüfung jeden Monat bindet dagegen meist mehr Zeit, als sie Nutzen bringt.
Für die jährliche Prüfung eignet sich dieser Ablauf:
7. So gehen wir vor
Bei der OSG beginnt die Prüfung mit einem vollständigen Export des Linkprofils und einer Bewertung auf Domain-, Seiten-, Ankertext- und Keyword-Ebene. Die Performance Suite übernimmt Monitoring, Mustererkennung und Toxic-Markierungen. Unsere Experten prüfen anschließend die Fälle, bei denen Kontext und Geschäftsmodell wichtiger sind als ein automatischer Score.
Aus der Analyse entsteht eine priorisierte Liste: Links beobachten, Entfernung anfragen, Disavow prüfen oder neue thematisch passende Quellen aufbauen. Bei komplexen Altlasten verbindet ein vollständiges SEO-Audit mit Experten das Backlink-Profil mit Rankings, Content und Technik. So wird nicht nur bereinigt, sondern geklärt, welcher nächste Schritt den größten Hebel besitzt.
8. Häufige Fragen zu Backlink-Arten
Wie finde ich heraus, welche Backlinks meine Website hat?
Nutze einen Backlink-Checker oder die Google Search Console und exportiere die verweisenden Seiten, Domains, Ankertexte und Zielseiten. Für eine vollständige Bewertung solltest du mehrere Datenpunkte kombinieren, weil keine einzelne Kennzahl die Qualität zuverlässig abbildet.
Welche drei grundlegenden Backlink-Arten gibt es?
Nach ihrer Entstehung unterscheidet man natürliche, aktiv aufgebaute und selbst gesetzte Backlinks. Für die Bewertung solltest du zusätzlich Quelle, Linkattribut, Zielseite und Qualität berücksichtigen.
Welche Backlinks sind schädlich?
Riskant sind vor allem Links aus Linkfarmen, Spam-Netzwerken, gehackten Seiten und themenfremden Domains. Weitere Warnsignale sind hunderte ausgehende Links pro Seite und eine starke Häufung identischer Money-Keyword-Anker.
Welcher Backlink ist am effektivsten?
Am effektivsten ist ein redaktioneller Link von einer thematisch passenden Seite mit echtem Publikum und eigenen Rankings. In der Praxis wirkt ein kontinuierlich wachsendes Profil aus passenden Erwähnungen verlässlicher als ein einzelner prominenter Link.
Sind Nofollow-Backlinks wertlos?
Nein. Nofollow-Links können Besucher, Markenbekanntheit und ein natürliches Linkprofil fördern. Für die Bewertung zählt der gesamte Kontext, nicht allein das Linkattribut.
Wo kann ich toxische Backlinks ablehnen?
Toxische Backlinks werden über das Disavow-Tool von Google abgelehnt. Reiche eine Disavow-Datei nur nach einer manuellen Prüfung ein, da falsch ausgewählte Domains hilfreiche Links entwerten können.
Wie oft sollte ich mein Backlink-Profil prüfen?
Für die meisten Websites reicht eine vollständige Prüfung einmal pro Jahr. Bei aktivem Linkaufbau, auffälligen Linkspitzen oder bekannten Altlasten solltest du neue und verlorene Links monatlich kontrollieren.
9. Qualität vor Linkmenge
Sortiere dein Linkprofil zuerst nach Qualität und Handlungsbedarf. Entferne nicht vorschnell jeden schwachen Link und jage keinem spektakulären Einzelziel hinterher. Ein gutes Profil wächst durch fachlich passende Erwähnungen, natürliche Ankertexte und verschiedene seriöse Quellen. Wenn du diese Struktur einmal jährlich vollständig prüfst, erkennst du Risiken früh und investierst gezielter in neue Links.
Im kostenlosen und unverbindlichen Erstgespräch prüfen wir, wo dein Linkprofil steht und welche Maßnahmen sinnvoll sind. Auch dann, wenn die beste Entscheidung zunächst nur eine saubere Bestandsaufnahme ist.








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