Welche Arten von HTTP-Statuscodes gibt es?

Kurzantwort
HTTP-Statuscodes sind in fünf Gruppen eingeteilt: 1xx informiert über den laufenden Vorgang, 2xx bestätigt eine erfolgreiche Verarbeitung, 3xx kennzeichnet Weiterleitungen, 4xx weist auf Fehler der Anfrage hin und 5xx auf Serverfehler. Besonders häufig sind 200, 301, 404 und 500.
HTTP-Statuscodes zeigen Browsern, Suchmaschinen und anderen Clients, wie ein Webserver eine Anfrage verarbeitet hat. Für Website-Betreiber sind vor allem 2xx-, 3xx-, 4xx- und 5xx-Antworten relevant. Du musst nicht jeden Code auswendig kennen. Wichtiger ist, die häufigsten Codes richtig zuzuordnen und deine Website regelmäßig flächendeckend zu prüfen.
1. Die fünf Statuscode-Gruppen
Die erste Ziffer eines dreistelligen HTTP-Statuscodes beschreibt seine Gruppe. Ein Code mit einer führenden 2 steht deshalb grundsätzlich für eine erfolgreiche Verarbeitung, während eine führende 5 einen Fehler auf Seiten des Servers kennzeichnet. Die weiteren beiden Ziffern präzisieren die jeweilige Antwort.
| Gruppe | Bedeutung | Typische Codes | Relevanz für Websites |
|---|---|---|---|
| 1xx | Informative Antworten | 100, 101, 102 | Die Anfrage wurde empfangen und die Verarbeitung läuft weiter. |
| 2xx | Erfolgreiche Verarbeitung | 200, 201, 202, 204 | Die Anfrage wurde erfolgreich bearbeitet oder angenommen. |
| 3xx | Weiterleitungen | 301, 302, 304, 307, 308 | Die Ressource befindet sich unter einer anderen Adresse oder kann aus dem Cache genutzt werden. |
| 4xx | Fehler auf Seiten des Anfragenden | 400, 401, 403, 404, 405, 410 | Die Anfrage ist fehlerhaft, unzulässig oder betrifft eine nicht vorhandene Ressource. |
| 5xx | Fehler auf Seiten des Servers | 500, 502, 503, 504 | Der Server kann eine grundsätzlich gültige Anfrage nicht korrekt bearbeiten. |
Die fünf standardisierten Gruppen reichen somit von 1xx bis 5xx. Statuscodes außerhalb dieser Systematik sind keine regulären HTTP-Antwortcodes. Bei selbst entwickelten Anwendungen können unbekannte Codes durch fehlerhafte Server- oder Applikationseinstellungen entstehen und Browser sowie Suchmaschinen-Crawler bei der Verarbeitung irritieren.
2. Die Prüfungsfragen eindeutig beantwortet
2.1 Erfolgreiche Anfrage mit Ergebnis
Der HTTP-Statuscode 200 OK bedeutet, dass die Anfrage erfolgreich bearbeitet und das Ergebnis erfolgreich als Antwort übertragen wurde. Das ist der Normalfall beim Aufruf einer funktionierenden Webseite. Der Server hat die Ressource gefunden, verarbeitet und an den Browser oder Suchmaschinen-Crawler ausgeliefert. Eine indexierbare Inhaltsseite sollte im Regelfall mit 200 antworten.
2.2 Ressource unter einer neuen Adresse
Der HTTP-Statuscode 301 Moved Permanently zeigt an, dass eine Ressource dauerhaft unter einer neuen Adresse verfügbar ist. Der Server übermittelt dabei die neue Zieladresse im Location-Header. Eine 301-Weiterleitung ist beispielsweise richtig, wenn sich die URL eines Produkts dauerhaft geändert hat oder eine Website von HTTP auf HTTPS umgestellt wird.
Ist der Umzug nur vorübergehend, wird meist 302 Found oder 307 Temporary Redirect verwendet. Für SEO ist diese Unterscheidung relevant: Eine dauerhafte URL-Änderung sollte auch als dauerhaft gekennzeichnet sein. Die alte URL sollte außerdem direkt auf das endgültige Ziel führen, statt mehrere Zwischenstationen zu durchlaufen. fileciteturn0file7turn0file11
2.3 Angefragte Ressource fehlt
Der HTTP-Statuscode 404 Not Found bedeutet, dass der Webserver die angefragte Ressource nicht gefunden hat. Das passiert etwa bei einer falsch eingegebenen URL, einem defekten internen Link oder einer gelöschten Seite. Der Code sagt nicht, ob die Ressource später wieder verfügbar sein wird.
Wurde eine Ressource bewusst und dauerhaft entfernt und gibt es keine passende Ersatzseite, kann 410 Gone präziser sein. Existiert dagegen ein inhaltlich gleichwertiger Nachfolger, ist eine 301-Weiterleitung auf diese Seite meist die bessere Lösung. Eine pauschale Weiterleitung jeder gelöschten URL auf die Startseite verschleiert den eigentlichen Fehler und hilft dem Nutzer selten weiter.
2.4 Anfrage angenommen, Verarbeitung läuft
Der HTTP-Statuscode 202 Accepted bedeutet, dass die Anfrage akzeptiert wurde, die Verarbeitung aber noch nicht abgeschlossen ist. Der Server bestätigt damit nur die Annahme. Ob die spätere Verarbeitung erfolgreich endet, steht zum Zeitpunkt der Antwort noch nicht fest. Der Code kommt häufig bei asynchronen Prozessen, Warteschlangen und Programmierschnittstellen zum Einsatz.
2.5 Methode ist nicht zulässig
Der HTTP-Statuscode 405 Method Not Allowed bedeutet, dass die verwendete HTTP-Methode für die angefragte Ressource nicht zulässig ist. Die Ressource kann vorhanden sein, akzeptiert aber beispielsweise eine GET-Anfrage und keine POST-Anfrage. Der Server sollte mit der Antwort angeben, welche Methoden erlaubt sind.
Die fünf Kurzantworten zum Merken
200 bedeutet erfolgreich bearbeitet. 202 bedeutet angenommen, aber noch in Verarbeitung. 301 kennzeichnet eine dauerhaft neue Adresse. 404 steht für eine nicht gefundene Ressource. 405 bedeutet, dass die verwendete HTTP-Methode für die Ressource nicht erlaubt ist.
3. Welche Codes für SEO zählen
Für die SEO-Sichtbarkeit sind vor allem die Gruppen 3xx, 4xx und 5xx relevant. Weiterleitungen beeinflussen, welche URL Suchmaschinen als Ziel verstehen und auf welche Adresse vorhandene Autorität übertragen werden soll. Fehlercodes beeinflussen dagegen, ob Inhalte erreichbar, crawlbar und langfristig indexierbar bleiben.

Der kostspielige Fehler ist oft kein sichtbarer 404-Hinweis, sondern eine gelöschte Seite, die weiterhin interne Links, Backlinks oder organischen Traffic besitzt. Wird sie ersatzlos entfernt, endet dieser Wert auf einer Fehlerseite. Bei einer passenden Nachfolge-URL muss deshalb vor dem Löschen geklärt werden, wohin die alte Adresse dauerhaft weiterleiten soll.
Auch ein Statuscode 200 kann falsch sein. Zeigt eine URL optisch eine Fehlermeldung, liefert technisch aber 200 OK, entsteht ein sogenannter Soft 404. Suchmaschinen erhalten dann das Signal, dass eine gültige Inhaltsseite existiert. Fehlerseiten sollten deshalb tatsächlich mit 404 oder 410 antworten und nicht nur wie eine Fehlerseite aussehen. fileciteturn0file15turn0file16
Prüfe nach einem Relaunch nicht nur, ob die neue Website erreichbar ist. Kontrolliere jede alte, intern verlinkte, rankende oder über Backlinks erreichbare URL. Eine optisch gelungene Migration kann technisch trotzdem zahlreiche 404-Fehler, falsche 302-Weiterleitungen oder Weiterleitungsketten erzeugen.
4. Weiterleitungen richtig auswählen
Eine Weiterleitung ist keine allgemeine Fehlerbehebung. Das Ziel muss die ursprüngliche Suchabsicht sinnvoll erfüllen. Wurde etwa ein Produktmodell durch einen direkten Nachfolger ersetzt, kann eine 301-Weiterleitung passend sein. Gibt es keinen vergleichbaren Inhalt, ist eine ehrliche 404- oder 410-Antwort oft sauberer als die Weiterleitung auf eine unpassende Kategorie.
Weiterleitungsketten entstehen, wenn URL A auf URL B und URL B anschließend auf URL C verweist. Jede zusätzliche Station verlängert den Abruf und macht die technische Verwaltung anfälliger. Die bessere Struktur lautet deshalb A direkt auf C. Das gilt besonders nach mehreren Relaunches, bei denen alte Regeln häufig ungeprüft übernommen werden.
Wenn du deine technische Ausgangslage selbst prüfen möchtest, liefert ein kostenloser SEO-Check eine erste Übersicht über Technik, Ladezeiten, Metadaten und weitere SEO-Faktoren.
Für eine laufende Prüfung ist ein einzelner Check nur eine Momentaufnahme. Änderungen im Shop, im Content-Management-System oder an Weiterleitungsregeln können jederzeit neue Fehler erzeugen. Entscheidend ist deshalb die wiederkehrende Kontrolle aller relevanten URL-Quellen, nicht das Auswendiglernen einer langen Codeliste.
5. Website flächendeckend prüfen
Die XML-Sitemap sollte im Normalfall nur URLs enthalten, die mit 200 OK antworten. Weitergeleitete URLs und Fehlerseiten in der Sitemap senden Suchmaschinen widersprüchliche Signale: Die Sitemap empfiehlt eine Adresse zur Indexierung, während der Server gleichzeitig mitteilt, dass diese Adresse umgezogen oder nicht vorhanden ist.
Eine belastbare Prüfung bezieht mehr als die intern verlinkten Seiten ein. Relevant sind auch URLs aus der Google Search Console, aus Bing, aus Backlinks und aus aktiven Google-Ads-Kampagnen. Gerade Landingpages aus bezahlten Kampagnen können außerhalb der normalen Navigation liegen und deshalb bei einem klassischen Link-Crawl fehlen.
Der Technical Crawler der Performance Suite führt diese URL-Quellen zusammen, prüft Statuscodes für die einzelnen URLs und erkennt automatisch 4xx- sowie 5xx-Fehler. Er analysiert täglich bis zu 100.000 URLs und mehr als 100 technische SEO-Faktoren. Die Ergebnisse werden mit betroffenen Adressen und Handlungsempfehlungen verbunden, damit aus einer Fehleranzahl eine umsetzbare Reihenfolge wird. fileciteturn0file3turn0file13
Die meisten der standardisierten Codes werden dir im normalen Website-Betrieb nie begegnen. Das ist kein Wissensdefizit. Beherrsche 200, 202, 301, 302, 404, 405, 410, 500, 503 und 504 sicher. Weitere Begriffe kannst du bei Bedarf im SEO-Lexikon nachschlagen.
6. So gehen wir vor
Bei der Online Solutions Group GmbH beginnt die technische Prüfung mit einer vollständigen URL-Basis und einer Priorisierung nach möglicher Wirkung. Der Crawler prüft die Website laufend, während unsere Experten bewerten, welche Weiterleitung fachlich sinnvoll ist und welche Ressource bewusst mit 404 oder 410 antworten sollte. Erfahrung aus über 1.000 Projekten seit 2008 fließt in diese Entscheidungen ein. Eine feste Ansprechperson koordiniert die Umsetzung mit deinem Entwickler oder internen SEO-Team.
Du kannst für eine erste Einordnung einen kostenlosen Potenzialcheck anfragen. Dabei lässt sich klären, welche Statuscode-Probleme zuerst geprüft werden sollten und ob eine punktuelle Korrektur oder ein laufendes technisches Monitoring sinnvoller ist.
7. Häufige Fragen zu Statuscodes
Welche fünf HTTP-Statuscode-Gruppen gibt es?
Die fünf Gruppen sind 1xx für informative Antworten, 2xx für erfolgreiche Verarbeitung, 3xx für Weiterleitungen, 4xx für Fehler auf Seiten des Anfragenden und 5xx für Fehler auf Seiten des Servers.
Welcher Statuscode steht für eine erfolgreiche Anfrage?
Der Statuscode 200 OK bedeutet, dass der Server die Anfrage erfolgreich bearbeitet und das angeforderte Ergebnis übertragen hat.
Welcher Statuscode bedeutet, dass die Verarbeitung noch läuft?
Der Statuscode 202 Accepted bedeutet, dass der Server die Anfrage angenommen hat, die Verarbeitung aber noch nicht abgeschlossen ist.
Welcher Statuscode zeigt eine neue Adresse an?
Der Statuscode 301 Moved Permanently zeigt an, dass eine Ressource dauerhaft unter einer neuen Adresse verfügbar ist. Für vorübergehende Änderungen werden meist 302 oder 307 verwendet.
Welcher Statuscode wird bei einer fehlenden Seite ausgegeben?
Der Statuscode 404 Not Found bedeutet, dass der Server die angefragte Ressource nicht gefunden hat. Bei einer bewusst dauerhaft entfernten Ressource kann 410 Gone verwendet werden.
Was bedeutet der HTTP-Statuscode 405?
405 Method Not Allowed bedeutet, dass die verwendete HTTP-Methode für die vorhandene Ressource nicht erlaubt ist. Beispielsweise kann eine URL GET erlauben, aber POST ablehnen.
Muss jede gelöschte Seite weitergeleitet werden?
Nein. Eine 301-Weiterleitung ist sinnvoll, wenn eine passende Ersatzseite existiert. Ohne fachlich passendes Ziel sollte die gelöschte Ressource mit 404 oder 410 antworten.
8. Codes prüfen, nicht sammeln
Eine kleine Zahl korrekt eingesetzter Statuscodes reicht für die meisten Websites aus. Lege deinen Schwerpunkt auf erreichbare 200-Seiten, direkte 301-Weiterleitungen und die schnelle Behebung relevanter 4xx- und 5xx-Fehler. Eine automatisierte, wiederkehrende Prüfung schützt die SEO-Sichtbarkeit zuverlässiger als jede auswendig gelernte Codeliste.
Wenn du wissen möchtest, welche technischen Fehler auf deiner Domain zuerst bearbeitet werden sollten, besprechen wir den Ist-Stand im persönlichen Erstgespräch. Der Potenzialcheck ist kostenlos, unverbindlich und als fachliche Einordnung gedacht.








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