Wie kann man Ankertexte optimieren?

Was ist Wie kann man Ankertexte optimieren??

Kurzantwort

Ankertexte optimieren heißt: Formuliere Linktexte kurz, beschreibend und passend zum Inhalt der Zielseite. Vermeide allgemeine Wörter wie „hier“ und variiere die Formulierungen. Bei internen Links kannst du gezielt relevante Begriffe einsetzen. Bei externen Backlinks sollte die Verteilung natürlich bleiben und nicht aus identischen Money-Keywords bestehen.

Ankertexte optimieren lohnt sich für interne Links, redaktionelle Verweise und Backlinks. Der Linktext hilft Lesern und Suchmaschinen dabei, das Ziel eines Links einzuordnen. Er ist allerdings Feinschliff: Eine schwache, unpassende oder leere Zielseite wird durch einen guten Ankertext nicht wertvoll.

1. Vier Regeln für gute Ankertexte

Ein Ankertext ist der sichtbare und anklickbare Text eines Links. Seine Aufgabe ist einfach: Ein Leser sollte auch ohne den umgebenden Absatz verstehen, welches Thema ihn nach dem Klick erwartet. Genau daraus ergeben sich vier Regeln.

  • Beschreibend formulieren: Der Linktext nennt das Thema oder den konkreten Nutzen der Zielseite.
  • Wenige Wörter verwenden: Meist reichen zwei bis sechs Wörter, sofern sie das Ziel eindeutig beschreiben.
  • Formulierungen variieren: Für dieselbe Zielseite dürfen verschiedene passende Begriffe eingesetzt werden.
  • Das Linkversprechen einhalten: Ankertext, Zielseite und Suchintention müssen zusammenpassen.

Der Qualitätscheck funktioniert ohne SEO-Wissen: Lies nur den Linktext und blende den restlichen Satz gedanklich aus. Weißt du noch, was dich nach dem Klick erwartet, ist der Anker meist brauchbar. Bei „hier klicken“, „weiterlesen“ oder „mehr erfahren“ fehlen diese Informationen vollständig.

1.1 Beschreibend statt generisch

Ein guter Ankertext benennt das Ziel möglichst konkret. Statt „mehr erfahren“ passt beispielsweise „Anleitung zur Keyword-Recherche“, wenn der Link zu einem entsprechenden Ratgeber führt. Für eine Leistungsseite wäre „professionelle Onpage-Optimierung“ präziser als „unser Angebot“.

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1.2 Linktexte bewusst variieren

Immer derselbe Wortlaut für dieselbe Zielseite erzeugt ein auffälliges Muster. Das gilt besonders für externe Backlinks mit kommerziellen Begriffen. Wenn zwanzig Verweise exakt „SEO Agentur München“ verwenden, sieht das gesteuerter aus als eine Mischung aus Markenname, URL, Thema, längeren Beschreibungen und einzelnen Keyword-Ankern.

Variation bedeutet nicht, wahllos Synonyme einzusetzen. Jede Variante muss weiterhin korrekt beschreiben, was die Zielseite bietet. Für einen Artikel zur Backlink-Analyse wären zum Beispiel „Backlinks analysieren“, „Analyse des Linkprofils“, „Backlink-Audit“ und der vollständige Artikeltitel mögliche Formulierungen.

2. Ankertexte erstellen und auswählen

Bevor du einen Ankertext schreibst, öffne die Zielseite und fasse ihren Inhalt in einem kurzen Ausdruck zusammen. Verwende nicht automatisch das wichtigste Keyword. Wähle die Formulierung, die im aktuellen Satz natürlich klingt und die Erwartung des Lesers am genauesten erfüllt.

Schneller Auswahltest

Beantworte vor dem Verlinken drei Fragen: Welchen Inhalt findet der Leser auf der Zielseite? Welches konkrete Wort im Satz beschreibt diesen Inhalt? Wurde dieselbe Seite an anderen Stellen bereits identisch verlinkt? Aus diesen Antworten entsteht meist ein passender und ausreichend variierter Ankertext.

2.1 So schreibt man einen guten Ankertext

Streiche zunächst Füllwörter und allgemeine Handlungsaufforderungen. Lass anschließend den Begriff stehen, der das Ziel des Links beschreibt. Aus „Klicke hier, um mehr über unsere Analyse von Backlinks zu erfahren“ wird beispielsweise „unsere Anleitung zur Backlink-Analyse“.

Der häufigste Redaktionsfehler entsteht erst nach der Texterstellung. Ein Autor markiert spontan Wörter wie „diese Informationen“, weil der Link technisch noch eingefügt werden muss. Der Satz bleibt verständlich, der Link selbst jedoch nicht. Die bessere Reihenfolge lautet: Zielseite prüfen, Linkaussage formulieren, passenden Satzteil markieren und erst danach die URL einfügen.

2.2 Der Ankertext muss zum Ziel passen

Ein Linktext darf nichts versprechen, was die Zielseite nicht liefert. „Kostenloses SEO-Tool“ ist beispielsweise ungeeignet, wenn nach dem Klick nur ein allgemeiner Fachartikel erscheint. Diese Abweichung enttäuscht Leser und erschwert Suchmaschinen die thematische Einordnung der Zielseite.

Besonders kritisch sind identische Linktexte, die auf unterschiedliche Seiten führen. Wenn „gesunde Ernährung“ einmal einen Ratgeber und an anderer Stelle eine Shop-Kategorie bezeichnet, ist das Ziel nicht mehr eindeutig. Dieser Fehler wird deshalb auch als eigener Prüfpunkt bei internen Verlinkungen behandelt.

3. Die passende Länge des Ankertexts

Für Ankertexte gibt es keine harte technische Wortgrenze. In der Praxis reichen meist wenige Wörter. Ein einzelnes Wort kann zu ungenau sein, während ein kompletter Satz die thematische Signalwirkung verwässert und den Inhalt unnötig schwer lesbar macht.

Die passende Länge hängt davon ab, wie viele Wörter zur eindeutigen Beschreibung notwendig sind:

  • Ein bis zwei Wörter: sinnvoll bei eindeutigen Marken, Produkten oder klaren Fachbegriffen.
  • Drei bis sechs Wörter: meist ausreichend für Ratgeber, Kategorien und Leistungsseiten.
  • Mehr als sechs Wörter: vertretbar, wenn ein natürlicher Teilsatz das Ziel präzise beschreibt.
  • Ein vollständiger Absatz: ungeeignet, weil Linkziel und Kernaussage kaum noch erkennbar sind.

Bei Barrierefreiheit zählt ebenfalls die Verständlichkeit. Screenreader können Links getrennt vom umgebenden Text ausgeben. Ein eigenständig verständlicher Anker wie „kostenloser Backlink-Check“ liefert dann mehr Orientierung als eine Reihe identischer „mehr“-Links.

Details zu jedem Backlink in der Performance Suite

Die Länge allein sagt wenig über die Qualität aus. Bei Backlinks gehören auch Linkattribut, Online-Status, Popularität der verweisenden Domain, Linkstärke und rankende Keywords der verlinkenden Seite zur Bewertung. Ein perfekt formulierter Anker auf einer irrelevanten oder schwachen Seite bleibt ein schwacher Link.

4. Interne und externe Ankertexte

Interne und externe Ankertexte verfolgen dieselbe Grundidee, benötigen aber eine andere Steuerung. Bei internen Links kontrollierst du Quelle, Ziel, Position und Wortlaut vollständig. Diese Kontrolle solltest du nutzen, um wichtige Seiten eindeutig in die Website-Struktur einzuordnen.

Merkmal Interner Link Externer Backlink
Kontrolle über den Wortlaut Vollständig Meist nur als Vorschlag
Keyword-Nutzung Gezielt und passend möglich Zurückhaltend und variabel
Hauptrisiko Unklare oder widersprüchliche Ziele Unnatürliches Muster aus Money-Keywords
Erste Priorität Wichtige Geschäftsseiten Gesamtes Backlink-Profil

4.1 Interne Links gezielt formulieren

Bei internen Links darf ein relevanter Suchbegriff im Ankertext stehen, sofern er den Zielinhalt korrekt beschreibt. Verlinkst du eine Seite zur technischen SEO-Beratung, ist „technische SEO-Optimierung“ sinnvoller als „Leistungen“. Die Umsetzung interner Onpage-Verlinkungen sollte außerdem berücksichtigen, welche Seiten wirtschaftlich wichtig sind und bereits organisches Potenzial besitzen.

Ein zweites Fehlerbild ist noch folgenreicher: Derselbe Anker verweist auf mehrere konkurrierende Zielseiten. Dann erhält Google widersprüchliche Hinweise dazu, welche URL für den Begriff relevant ist. Eine klare Zuordnung aus Thema, Zielseite und bevorzugten Ankertexten verhindert dieses interne Konkurrenzsignal.

4.2 Externe Ankertexte natürlich halten

Bei redaktionellen Backlinks kannst du einen passenden Linktext vorschlagen, solltest ihn aber nicht in jedem Fall diktieren. Echte Empfehlungen entstehen aus unterschiedlichen Schreibstilen. Markenanker, Domainnamen, Seitentitel, beschreibende Phrasen und einzelne Keyword-Varianten ergeben deshalb ein glaubwürdigeres Gesamtbild.

Risiko bei bezahlten Platzierungen

Wer bei jeder bezahlten Veröffentlichung dasselbe exakte Money-Keyword verlangt, baut ein klar erkennbares Muster auf. Prüfe nicht nur einzelne Links, sondern die gesamte Verteilung. Kennzeichne bezahlte Platzierungen außerdem mit dem dafür vorgesehenen Linkattribut und behandle den Ankertext nicht als Ersatz für Linkqualität.

5. Ankertexte technisch eingeben

In Content-Management-Systemen markierst du den gewünschten Text, wählst die Linkfunktion und hinterlegst die Ziel-URL. Der markierte Text wird zum Ankertext. Prüfe danach in der Vorschau, ob der Link den richtigen Satzteil umfasst und auf die richtige Seite führt.

In HTML steht der Ankertext zwischen dem öffnenden und schließenden Link-Tag:

<a href="https://www.beispiel.de/backlink-analyse/">Backlinks analysieren</a>

„Backlinks analysieren“ ist in diesem Beispiel der sichtbare Ankertext. Die URL im href-Attribut bestimmt das Ziel. Bei einem redaktionell platzierten Link sollten keine Satzzeichen oder inhaltlich unpassenden Wörter mit markiert werden, nur weil sie direkt neben dem gewünschten Begriff stehen.

6. Verteilung statt Einzellink prüfen

Ein einzelner exakter Keyword-Anker ist noch kein auffälliges Backlink-Profil. Relevant wird das Verhältnis aller verwendeten Linktexte. Prüfe deshalb, wie groß die Anteile von Markenankern, URLs, Seitentiteln, allgemeinen Formulierungen, beschreibenden Phrasen und exakten Money-Keywords sind.

Die Anchor-Text-Auswertung im Backlink-Tool der Performance Suite zeigt das Backlink-Profil und die vorhandene Ankerverteilung. Der Datenexport umfasst unter anderem das Linkprofil, verlorene Links und die Anchor-Verteilung. So lässt sich die nächste Formulierung anhand des Bestands wählen, statt nur nach Gefühl.

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Eine zweite Perspektive liefert die Prüfung der verweisenden Seiten. Der kostenlose Check des Backlink-Profils zeigt relevante Links und Qualitätswerte. Erst die Kombination aus Ankertext, Quelle, Zielseite und Linkattribut ergibt eine belastbare Bewertung.

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7. Feinschliff mit klarer Priorität

Ankertext-Optimierung ist kein sinnvoller erster Schritt, wenn die Zielseite die Suchintention verfehlt, kaum Substanz bietet oder technisch nicht erreichbar ist. Der Linktext kann Relevanz verdeutlichen. Er kann fehlende Qualität nicht ersetzen.

Die pragmatische Reihenfolge lautet:

  • Prüfe, ob die Zielseite das versprochene Thema vollständig beantwortet.
  • Lege pro wichtigem Thema eine eindeutige bevorzugte Zielseite fest.
  • Verbessere die internen Links der fünf wichtigsten Seiten.
  • Ersetze dort generische und widersprüchliche Linktexte.
  • Analysiere anschließend die Ankerverteilung externer Backlinks.

Mit den fünf wichtigsten Seiten zu beginnen, wirkt schneller als eine flächendeckende Überarbeitung hunderter Links. Gemeint sind Seiten, die Umsatz, Anfragen oder strategisch relevante Rankings unterstützen. Oft reichen dort schon wenige Änderungen, um die interne Zuordnung klarer zu machen.

8. So gehen wir vor

Bei der Online Solutions Group GmbH beginnt die Optimierung mit einer Zuordnung aus Suchthema, Zielseite und vorhandenen internen sowie externen Linktexten. Danach prüfen wir, ob mehrere URLs um denselben Begriff konkurrieren und ob einzelne Ankertypen im Backlink-Profil überwiegen. Die Umsetzung erfolgt im Rahmen der Onpage-Optimierung und, falls externe Links betroffen sind, abgestimmt mit dem Linkaufbau. Die Performance Suite macht die bestehende Verteilung und jede weitere Entwicklung für den Kunden nachvollziehbar.

9. Häufige Fragen zu Ankertexten

Was ist ein guter Ankertext?

Ein guter Ankertext beschreibt mit wenigen Wörtern, welchen Inhalt der Leser auf der Zielseite findet. Er ist ohne den umgebenden Satz verständlich, passt zum Linkziel und klingt natürlich.

Wie lang sollte ein Ankertext sein?

Es gibt keine feste technische Grenze. Meist reichen zwei bis sechs Wörter. Ein längerer Teilsatz ist sinnvoll, wenn er das Ziel genauer beschreibt, während ein ganzer verlinkter Absatz die Aussage verwässert.

Darf das Keyword im Ankertext stehen?

Ja, besonders bei internen Links darf ein passendes Keyword verwendet werden. Der Begriff muss den Inhalt der Zielseite korrekt beschreiben. Bei externen Backlinks sollten exakte Keyword-Anker nur einen natürlichen Teil der gesamten Verteilung bilden.

Sollte dieselbe Zielseite immer gleich verlinkt werden?

Nein. Unterschiedliche passende Formulierungen ergeben ein natürlicheres Muster und decken verschiedene sprachliche Kontexte ab. Die Varianten müssen trotzdem eindeutig zum Inhalt derselben Zielseite passen.

Kann derselbe Ankertext auf verschiedene Seiten führen?

Technisch ist das möglich, für SEO und Nutzerführung aber oft ungünstig. Wenn identische Linktexte verschiedene Themen oder Seitentypen bezeichnen, wird das erwartete Ziel unklar. Verwende deshalb differenzierte und beschreibende Formulierungen.

Wie fügt man einen Ankertext in WordPress ein?

Markiere im Editor den gewünschten Text, öffne die Linkfunktion und trage die Ziel-URL ein. Der markierte Text wird zum Ankertext. Kontrolliere anschließend in der Vorschau das Linkziel und den markierten Wortlaut.

Sind generische Ankertexte schlecht für SEO?

Einzelne allgemeine Formulierungen verursachen noch kein grundsätzliches Problem. Sie liefern aber kaum Informationen über das Linkziel. Bei internen Links sind beschreibende Anker deshalb fast immer die bessere Wahl.

10. Fazit: Bei wichtigen Seiten beginnen

Optimiere zuerst die internen Ankertexte deiner fünf wichtigsten Zielseiten. Dort kontrollierst du Wortlaut und Ziel vollständig und erkennst widersprüchliche Zuordnungen schnell. Danach lohnt sich der Blick auf das gesamte Backlink-Profil. Wenn du dafür eine klare Priorisierung möchtest, prüfen wir gemeinsam, welche Seiten und Linktexte zuerst bearbeitet werden sollten.

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