Wie kann man die Backlink-Analyse durchführen?

Kurzantwort
Eine Backlink-Analyse beginnt mit dem Export aller Linkdaten. Danach fasst du Dubletten und Subdomains zusammen, zählst verweisende Domains, gruppierst Ankertexte, prüfst auffällige Muster und vergleichst den Verlauf mit Wettbewerbern. Das Ergebnis sind zwei priorisierte Listen: geeignete Quellen für den Linkaufbau und mögliche Kandidaten für eine Bereinigung.
Eine Backlink-Analyse ist für SEO-Manager, Unternehmen und Agenturen in etwa 60 bis 120 Minuten technisch vorbereitet. Die Interpretation dauert meist länger, weil ein ungewöhnlicher Link nicht automatisch ein schädlicher Link ist. Diese Anleitung zeigt deshalb bei jedem Schritt, welche Erkenntnis er liefert und welche Fehlentscheidung du vermeiden solltest.
1. Backlink-Analyse 2026: Das Ziel
Eine Backlink-Analyse bewertet alle externen Seiten, die auf deine Domain verweisen. Dabei geht es um Qualität, thematische Nähe, Linkattribute, Ankertexte, Zielseiten und die Entwicklung des Linkprofils. Ein vollständiges Audit beantwortet drei Fragen: Welche Links stärken die Domain, welche Quellen bieten neue Chancen und welche Verweise verdienen eine genauere Prüfung?
Die Datenbasis kommt aus einem Backlink-Checker oder einem SEO-Tool. Der technische Export allein ist noch keine Analyse. Eine Tabelle mit 20.000 Zeilen sagt wenig aus, solange dieselbe Domain darin hundertfach vorkommt oder Ankertexte nicht nach Marken-, URL- und Keyword-Begriffen sortiert sind.
Das Ergebnis vorab festlegen
Lege vor dem Export zwei Arbeitsblätter an: „Aufbau“ für interessante Linkquellen und „Bereinigung“ für Links, die manuell geprüft werden müssen. Diese Trennung verhindert, dass Chancen und Risiken in einer langen Rohliste verschwinden.
2. Backlink-Analyse in sieben Schritten
Für eine mittelgroße Website kannst du die technische Aufbereitung meist in rund 90 Minuten erledigen. Die folgende Zeitplanung ist eine Arbeitsgröße, keine feste Vorgabe. Bei internationalen Domains, mehreren Sprachversionen oder einem über Jahre gewachsenen Linkprofil steigt der Aufwand.
| Schritt | Zeit | Gewonnene Erkenntnis |
|---|---|---|
| Linkdaten exportieren | 10 Minuten | Vollständige Rohdaten und Datenquellen |
| Dubletten und Subdomains bündeln | 15 Minuten | Tatsächliche Anzahl unabhängiger Quellen |
| Verweisende Domains auswerten | 10 Minuten | Breite und Abhängigkeiten des Linkprofils |
| Ankertexte gruppieren | 15 Minuten | Markenbezug und mögliche Überoptimierung |
| Auffällige Muster markieren | 20 Minuten | Qualitätsrisiken und manuelle Prüffälle |
| Linkverlauf prüfen | 10 Minuten | Neue, verlorene und ungewöhnlich wachsende Quellen |
| Wettbewerber vergleichen | 10 Minuten | Konkrete Quellen für den eigenen Linkaufbau |
2.1 Linkdaten exportieren
Exportiere vorhandene, neu gewonnene, verlorene und offline gegangene Links. Nützliche Spalten sind verweisende URL, verweisende Domain, Ziel-URL, Ankertext, Linkattribut, Erfassungsdatum und Online-Status. Gute Datenquellen ergänzen Qualitätswerte sowie die organisch rankenden Keywords der verlinkenden Seite.
Das Backlink-Tool der Performance Suite bewertet einzelne Links unter anderem nach Linkattribut, Online-Status, Domain Popularity, Link Power und rankenden Keywords der verweisenden Seite. Dadurch lässt sich ein Link nicht nur nach einem isolierten Domainwert beurteilen.

2.2 Dubletten und Subdomains bündeln
Bereinige identische URLs und fasse Subdomains sinnvoll zusammen. Verlinken blog.example.de, shop.example.de und www.example.de auf deine Website, kann dahinter eine einzige Organisation stehen. Für die Qualitätsprüfung darfst du die einzelnen Links behalten, für die Bewertung der Quellenbreite sollten sie jedoch einer Hauptdomain zugeordnet werden.
Dieser Schritt zeigt, ob das Linkprofil wirklich breit aufgestellt ist oder nur aufgrund technischer Varianten groß wirkt. Gerade bei Medienportalen, Shop-Systemen und internationalen Websites erzeugen Parameter, Sprachpfade und Subdomains schnell eine scheinbar hohe Zahl unterschiedlicher Quellen.
2.3 Domains statt einzelner Links zählen
Der häufigste Auswertungsfehler ist das Zählen von Links statt verweisender Domains. Ein Blog mit 50 Links aus einer seitenweiten Sidebar liefert nicht 50 unabhängige Empfehlungen. Er liefert eine Quelle, die technisch auf 50 Unterseiten auftaucht.
Achtung: Linkzahl kann Qualität vortäuschen
Vergleiche Domains primär über verweisende Domains, nicht über die absolute Anzahl ihrer Backlinks. Ergänze die Linkzahl nur als Diagnosewert. Viele identische Links derselben Domain können auf Navigation, Footer, Sidebar oder automatisierte Seitentemplates zurückgehen.
Wenn eine Domain 5.000 Backlinks von 40 Websites besitzt und ein Wettbewerber 900 Backlinks von 250 Websites erhält, verfügt der Wettbewerber wahrscheinlich über das breitere Empfehlungsnetzwerk. Prüfe zusätzlich, ob einzelne Quellen thematisch relevant sind und reale Inhalte mit organischen Rankings besitzen.
2.4 Ankertexte sinnvoll gruppieren
Sortiere Ankertexte mindestens in Marke, URL, generische Begriffe, Themenbegriffe und exakte Money-Keywords. Varianten wie „OSG“, „Online Solutions Group“ und „seoagentur.de“ gehören beispielsweise in die Gruppe Marke beziehungsweise URL. Erst die Gruppierung zeigt, wie natürlich das Gesamtbild wirkt.
Deutlich überrepräsentierte exakte Money-Keywords sind ein Prüfsignal. Sie sind kein automatischer Beweis für Manipulation. Bewertet werden müssen auch Herkunft, Linkumfeld, Entstehungszeitraum und Zielseite. Das ist einer der Punkte, an denen eine schnelle Excel-Auswertung regelmäßig zu einem zu harten Urteil führt.
2.5 Auffällige Muster markieren
Markiere Verweise aus themenfremden Artikeln, automatisch erzeugten Profilen, umfangreichen Linklisten und kaum gepflegten Verzeichnissen. Prüfe auch Domains, die sehr viele Websites mit identischen Ankertexten verlinken. Der nächste Schritt ist immer die manuelle Ansicht der verweisenden Seite.
Ein niedriger Toolwert reicht für eine Bereinigung nicht aus. Kleine Verbandsseiten, regionale Partner und spezialisierte Fachblogs können wenige Rankings besitzen und trotzdem fachlich wertvolle Empfehlungen liefern. Umgekehrt kann eine starke Domain einen schwachen Link liefern, wenn der Verweis in einem zusammenhanglosen, massenhaft veröffentlichten Beitrag steht.
Du möchtest zunächst sehen, welche Links ein Backlink-Checker für deine Domain findet? Der kostenlose Check liefert eine erste Datengrundlage für die weitere Prüfung.
2.6 Entwicklung des Linkprofils prüfen
Vergleiche mindestens den aktuellen Stand mit den vergangenen Monaten. Ein gleichmäßiger Aufbau aus Fachartikeln, Medien, Partnern und Verzeichnissen wirkt anders als ein kurzer Ausschlag durch hunderte technisch identische Links. Prüfe außerdem verlorene Links, weil darunter frühere Empfehlungen, gelöschte Artikel oder fehlerhaft geänderte Ziel-URLs liegen können.
Bei einem Audit fiel uns einmal eine abrupte Zunahme auf, die auf den ersten Blick wie erfolgreicher Linkaufbau aussah. Die Detailansicht zeigte jedoch fast ausschließlich automatisch erzeugte Seiten einer einzigen Domain. Nach dem Zusammenfassen blieb von der vermeintlichen Wachstumsphase genau eine neue Quelle übrig. Deshalb gehört die Zeitreihe immer neben die Domainauswertung.
3. Konkurrenzanalyse liefert Linkchancen
Die Backlink-Analyse der Konkurrenz hat häufig den größten praktischen Nutzen. Wettbewerber zeigen dir bereits, welche Branchenportale, Magazine, Verbände, Lieferanten und Fachblogs grundsätzlich auf Unternehmen aus deinem Markt verlinken. Diese Quellen sind konkreter als allgemeine Listen mit Linkbuilding-Ideen.
Wähle drei bis fünf organische Wettbewerber, die für deine wichtigen Themen ranken. Ein umsatzstarker Konkurrent ist nicht automatisch der richtige SEO-Vergleich, wenn sein Sortiment oder seine Zielgruppe deutlich abweicht. Für jede Konkurrenzdomain exportierst du die verweisenden Domains und führst die Listen in einer gemeinsamen Tabelle zusammen.

3.1 Mehrfach verlinkende Domains priorisieren
Die wertvollste Spalte der Konkurrenzanalyse lautet: „Anzahl verlinkter Wettbewerber“. Verweist eine Domain auf drei deiner vier Wettbewerber, aber noch nicht auf dich, ist eine Verlinkung grundsätzlich realistisch. Die Quelle kennt die Branche bereits und hat mehrfach gezeigt, dass sie externe Unternehmen redaktionell einbindet.
Prüfe anschließend, warum der Wettbewerber den Link erhalten hat. Ein Fachbeitrag verlangt einen anderen Ansatz als ein Lieferantenverzeichnis, eine Studie oder ein Interview. Eine ausführliche Anleitung zum Finden von Backlink-Quellen der Konkurrenz hilft dir, diese Chancen systematisch zu sammeln.
Für umfangreiche Wettbewerbslisten kannst du die Daten direkt in einer KI verdichten lassen.
4. Backlink-Analyse mit SEO-Tools
4.1 Wo finde ich meine Backlink-Analyse?
Du findest eine Backlink-Analyse in SEO-Suiten, spezialisierten Backlink-Checkern oder eingeschränkt in der Google Search Console. Für einen ersten Überblick genügt ein kostenloser Backlink-Check. Für Verlauf, Wettbewerbervergleich, Ankertextgruppen und verlorene Links benötigst du meist eine dauerhaft gepflegte Datenbasis.
Kein Anbieter erfasst garantiert jeden existierenden Link. Crawler entdecken Seiten zu unterschiedlichen Zeitpunkten und bewerten Weiterleitungen, Canonicals oder offline gegangene URLs verschieden. Nutze deshalb möglichst dieselbe Datenquelle für Zeitvergleiche. Sonst vergleichst du neben dem Linkprofil auch zwei unterschiedliche Erhebungsmethoden.
4.2 Analyse in SEMrush durchführen
In SEMrush oder einem vergleichbaren Anbieter-Tool öffnest du den Bereich für Backlink Analytics, gibst die Domain ein und exportierst Backlinks, verweisende Domains, Ankertexte sowie neue und verlorene Links. Danach folgt dieselbe Bereinigung: Dubletten entfernen, Subdomains gruppieren, Domains zählen, Ankertexte clustern und Wettbewerber gegenüberstellen.
Die Oberfläche des Anbieters ändert nicht die Methodik. Verlasse dich nicht allein auf einen Toxicity- oder Authority-Score. Solche Kennzahlen helfen bei der Sortierung, ersetzen jedoch weder die Prüfung der verweisenden Seite noch die Bewertung des Zusammenhangs zwischen Inhalt, Ankertext und Ziel-URL.
4.3 KI verdichtet die Rohliste
Die Performance Suite stellt für Backlinks 14 kuratierte Exporte bereit, darunter vorhandene, verlorene und aufgebaute Links, Ankertexte, Wettbewerber-Links und mögliche Toxic-Links. Über das KI-Export-Modul der Performance Suite lassen sich diese Daten in ChatGPT, Claude, Perplexity oder Gemini laden.
Ein sinnvoller Auftrag an die KI lautet: „Fasse Subdomains zusammen, zähle verweisende Hauptdomains, gruppiere Ankertexte, markiere auffällige Muster und erstelle zwei Tabellen für Linkaufbau-Chancen und manuell zu prüfende Quellen.“ Die KI übernimmt damit die Fleißarbeit. Ob ein Link fachlich wertvoll oder wirklich riskant ist, muss weiterhin ein Mensch beurteilen.
Die Exporte decken neben Wettbewerber-Profilen auch Anchor-Texte, verlorene Links und mögliche Toxic-Links ab. Eine Tool-Übersicht beziffert die automatisierte Aufbereitung einer Wettbewerber-Linkanalyse mit etwa fünf Minuten, während die manuelle Interpretation weiterhin separat erfolgt.
5. Am Ende stehen zwei Listen
Eine fertige Backlink-Analyse endet nicht mit einem Score, sondern mit Entscheidungen. Die Liste „Aufbau“ enthält Domains, bei denen eine realistische und fachlich passende Verlinkung möglich erscheint. Die Liste „Bereinigung“ enthält nur Quellen, die nach einer manuellen Prüfung weitere Schritte erfordern.
| Liste | Inhalt | Nächster Schritt |
|---|---|---|
| Quellen für den Aufbau | Mehrfach verlinkende Wettbewerbsquellen, Fachmedien, Verbände, Partner und relevante Portale | Linkanlass, Ansprechpartner und passendes Content-Format festlegen |
| Kandidaten für die Bereinigung | Themenfremde, künstlich wirkende oder offline gegangene Verweise | Manuell prüfen, Entfernung anfragen oder in begründeten Fällen weitere Maßnahmen bewerten |
Links sollten nicht vorschnell entwertet werden. Ein Disavow ist keine allgemeine Aufräumfunktion für jeden schwachen Backlink. Wenn Herkunft und Entstehung unklar sind oder eine größere Zahl auffälliger Links betroffen ist, hole vor einer Entwertung eine zweite Meinung ein. Die Analyse ist schnell erstellt, ihre Interpretation braucht Erfahrung.
6. So gehen wir vor
Die Online Solutions Group GmbH (OSG) verbindet das Backlink-Audit mit Wettbewerbsdaten, Ankertexten, Zielseiten und dem zeitlichen Verlauf. Jede Quelle wird einzeln bewertet, bevor daraus eine Prioritätenliste für den professionellen Linkaufbau oder eine Bereinigung entsteht. Die Performance Suite übernimmt Exporte, Monitoring und wiederkehrende Kontrollen. Die fachliche Einordnung bleibt bei einer festen Ansprechperson und greift auf Projekterfahrung seit 2008 zurück.
7. Häufige Fragen zur Backlink-Analyse
Wie finde ich heraus, welche Seiten auf meine Website verlinken?
Nutze einen Backlink-Checker, ein SEO-Tool oder die Google Search Console. Exportiere neben den verweisenden URLs auch Domains, Ankertexte, Zielseiten, Linkattribute und den Online-Status, damit aus der Linkliste eine bewertbare Datenbasis wird.
Sollte ich Backlinks oder verweisende Domains zählen?
Zähle für den Vergleich primär verweisende Domains. Fünfzig Sidebar-Links aus einem Blog sind fünfzig Links, aber nur eine unabhängige Quelle. Die absolute Linkzahl bleibt als Zusatzinformation erhalten.
Wie erkenne ich schädliche Backlinks?
Prüfsignale sind fachfremde Inhalte, massenhafte Linklisten, identische Money-Keyword-Anker und automatisch erzeugte Seiten. Kein einzelner Score beweist, dass ein Link schädlich ist. Prüfe die verweisende Seite immer manuell.
Wie oft sollte eine Backlink-Analyse erfolgen?
Für die meisten Unternehmenswebsites genügt eine ausführliche Prüfung pro Quartal, ergänzt durch laufendes Monitoring neuer und verlorener Links. Bei aktivem Linkaufbau, Relaunches oder ungewöhnlichen Ausschlägen sollte die Kontrolle häufiger erfolgen.
Kann ich die Backlink-Analyse selbst durchführen?
Ja. Export, Bereinigung und Wettbewerbervergleich lassen sich mit einer Tabellenkalkulation und einem Backlink-Tool selbst erledigen. Hole eine zweite Meinung ein, bevor du viele Links entfernen lässt oder für ungültig erklärst.
Welches Tool eignet sich für eine Backlink-Analyse?
Geeignet ist ein Tool, das verweisende Domains, einzelne URLs, Ankertexte, Linkattribute, neue und verlorene Links sowie Wettbewerberdaten exportiert. Wichtiger als ein einzelner Domainwert sind nachvollziehbare Rohdaten und regelmäßige Aktualisierungen.
Warum ist die Konkurrenzanalyse so wertvoll?
Die Linkquellen der Wettbewerber liefern eine konkrete Liste möglicher eigener Chancen. Besonders interessant sind Domains, die mehrere Wettbewerber verlinken, weil sie die Branche kennen und externe Unternehmen bereits mehrfach eingebunden haben.
Starte mit den verweisenden Domains, nicht mit dem vermeintlich schlechtesten Link. Dieser Blickwinkel zeigt zuerst, wo echte Empfehlungen, Abhängigkeiten und neue Chancen liegen. Erst danach lohnt sich die Detailprüfung einzelner URLs und möglicher Bereinigungskandidaten.
Wenn du dein Linkprofil, die Wettbewerber und die nächsten Aufbauschritte fachlich einordnen lassen möchtest, prüft die OSG den aktuellen Stand im kostenlosen und unverbindlichen Erstgespräch.








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