Wie kann man die Sitemap erstellen?

Kurzantwort
Du kannst eine Sitemap erstellen, indem dein Redaktionssystem sie automatisch erzeugt, dein Website-Baukasten die Funktion bereitstellt oder ein Generator beziehungsweise Skript eine XML-Datei anlegt. Die Sitemap gehört üblicherweise ins Wurzelverzeichnis, enthält nur indexierbare URLs mit Statuscode 200 und wird anschließend in der Google Search Console eingereicht.
Eine Sitemap zu erstellen ist technisch meist unkompliziert. Der wichtigere Schritt ist die Qualitätsprüfung: Die Datei darf keine gelöschten, weitergeleiteten oder auf noindex gesetzten Seiten enthalten. Du erfährst deshalb nicht nur, wie du die Datei erzeugst, sondern auch, wie du sie findest, prüfst und an Google übermittelst.
1. Sitemap erstellen 2026: drei Wege
Die passende Methode hängt davon ab, wie deine Website betrieben wird. Bei einem Redaktionssystem oder Baukasten solltest du keine XML-Datei manuell pflegen, wenn das System sie automatisch aktualisieren kann. Eine statische Datei veraltet bereits dann, wenn eine neue Seite hinzukommt oder sich eine URL ändert.
| Ausgangslage | Geeignete Methode | Worauf du achten solltest |
|---|---|---|
| Redaktionssystem mit SEO-Funktion | Sitemap automatisch durch das System oder ein passendes Plugin erzeugen lassen | Prüfen, ob ausgeschlossene Inhalte tatsächlich fehlen |
| Website-Baukasten | Integrierte Sitemap-Funktion verwenden | Speicherort und Aktualisierung in der Dokumentation kontrollieren |
| Individuell entwickelte Website | Generator oder eigenes Skript einsetzen | Nur freigegebene, indexierbare URLs automatisiert ausgeben |
1.1 Sitemap im Redaktionssystem anlegen
Viele Redaktionssysteme erzeugen eine XML-Sitemap automatisch oder bieten dafür SEO-Erweiterungen an. Die automatische Lösung ist vorzuziehen, weil neue Beiträge, Kategorien und Produktseiten ohne manuelle Nacharbeit aufgenommen werden. Nach der Aktivierung solltest du trotzdem drei Testseiten prüfen: eine indexierbare Seite, eine noindex-Seite und eine weitergeleitete URL.
1.2 Sitemap im Baukasten aktivieren
Bei Baukastensystemen ist die XML-Sitemap meist fest eingebaut. Häufig kannst du sie nicht frei bearbeiten, sondern nur über die Sichtbarkeits- und Indexierungseinstellungen beeinflussen. Kontrolliere deshalb nach einer Veröffentlichung, ob die neue URL erscheint und ob deaktivierte Seiten innerhalb des nächsten Aktualisierungszyklus entfernt werden.
1.3 XML-Sitemap selbst generieren
Bei einer individuell entwickelten Website kann ein Sitemap-Generator die öffentlich erreichbaren Seiten crawlen und daraus eine XML-Datei bilden. Für regelmäßig veränderte Websites ist ein serverseitiges Skript besser: Es liest die freigegebenen URLs direkt aus dem Datenbestand und erzeugt die Datei bei Änderungen neu. Ein einmaliger Online-Generator eignet sich eher für kleine, weitgehend statische Websites.
2. So sieht eine XML-Sitemap aus
Eine XML-Sitemap ist eine maschinenlesbare URL-Liste. Das Wurzelelement heißt urlset. Jede Adresse steht in einem eigenen url-Element und wird innerhalb von loc angegeben. Optional kannst du mit lastmod das Datum der letzten inhaltlichen Änderung übermitteln.
<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?>
<urlset xmlns='http://www.sitemaps.org/schemas/sitemap/0.9'>
<url>
<loc>https://www.beispiel.de/leistung/</loc>
<lastmod>2025-02-10</lastmod>
</url>
</urlset>
Das gehört in die Sitemap
Eine gute Sitemap enthält die kanonischen, indexierbaren URLs deiner Website. Angaben wie Änderungsfrequenz und Priorität sind optional und für die meisten Websites entbehrlich. Pflege lieber ein korrektes Änderungsdatum, statt automatisch bei jedem Aufruf ein neues Datum auszugeben.
Eine einzelne Sitemap darf nach dem Sitemap-Protokoll höchstens 50.000 URLs und unkomprimiert 50 Megabyte umfassen. Größere Websites teilen ihre URLs auf mehrere Dateien auf und fassen diese in einem Sitemap-Index zusammen. Ein Onlineshop kann beispielsweise separate Dateien für Kategorien, Produkte und redaktionelle Inhalte verwenden.
3. Sitemap finden und speichern
Die Sitemap liegt üblicherweise im Wurzelverzeichnis der Domain. Häufige Adressen sind https://www.beispiel.de/sitemap.xml oder https://www.beispiel.de/sitemap_index.xml. Öffnet sich dort eine XML-Datei oder eine übersichtlich formatierte URL-Liste, hast du den Speicherort gefunden.
Wenn die Standardadressen kein Ergebnis liefern, prüfe die Datei https://www.beispiel.de/robots.txt. Dort sollte eine Zeile nach diesem Muster stehen:
Sitemap: https://www.beispiel.de/sitemap.xml
Die Referenz in der robots.txt hilft Suchmaschinen, die Datei unabhängig von einer manuellen Einreichung zu entdecken. Sitemap und robots.txt müssen dabei konsistent sein. Eine URL sollte nicht in der Sitemap zur Indexierung angeboten und gleichzeitig durch technische Anweisungen widersprüchlich behandelt werden.
4. Der Fehler, der Sitemaps entwertet
Der kritischste Punkt ist nicht eine fehlende optionale XML-Angabe. Es sind falsche URLs. Bei technischen Prüfungen landen regelmäßig Seiten in der Sitemap, die weiterleiten, einen 404-Fehler liefern oder mit noindex von der Indexierung ausgeschlossen sind. Google erhält dadurch gleichzeitig die Signale „bitte indexieren“ und „nicht indexieren“.
Warnung: Nur gültige Zielseiten eintragen
Jede URL in der XML-Sitemap sollte direkt erreichbar sein, den HTTP-Statuscode 200 liefern, indexierbar sein und auf sich selbst als bevorzugte URL verweisen. Weiterleitungen, Fehlerseiten und noindex-URLs gehören nicht in die Datei.
Das typische Fehlerbild entsteht nach einem Relaunch oder einer Sortimentsbereinigung: Das Redaktionssystem entfernt eine Seite, die Sitemap greift aber noch auf einen alten Zwischenspeicher oder eine unbereinigte Datenbanktabelle zu. Bei einer manuellen Stichprobe fällt das kaum auf. Deshalb muss die URL-Liste einmal vollständig gegen Statuscodes und Indexierungsanweisungen geprüft werden.

Die Prüfung ist klar priorisiert: Eine Sitemap-URL mit Statuscode 301 wird durch die endgültige Zieladresse ersetzt. Eine URL mit Statuscode 404 wird entfernt oder wiederhergestellt. Eine bewusst auf noindex gesetzte Seite wird aus der Sitemap ausgeschlossen. Die Technik-Checkliste bestätigt sowohl nicht erfolgreiche Statuscodes als auch noindex-Seiten als widersprüchliche Sitemap-Signale.
Messbar wird das mit einem Abgleich zwischen Sitemap und tatsächlichem Seitenbestand. Der Technical Crawler der Performance Suite prüft die enthaltenen URLs unter anderem gegen Statuscodes, Indexierungsanweisungen, robots.txt und die beim Crawling gefundenen Seiten. So erkennst du auch den umgekehrten Fehler: wichtige indexierbare Seiten, die im Bestand existieren, aber in der Sitemap fehlen.
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5. Sitemap bei Google einreichen
Du reichst die XML-Sitemap in der Google Search Console ein. Öffne die passende Property, wähle im linken Menü den Bereich „Sitemaps“, trage den Pfad wie sitemap.xml ein und sende ihn ab. Google ruft die Datei anschließend ab und zeigt an, ob sie gelesen werden konnte.
Eine erfolgreiche Übermittlung bedeutet nur, dass Google die Datei lesen konnte. Sie bestätigt nicht, dass alle enthaltenen URLs indexiert wurden. Prüfe danach den Bericht zur Seitenindexierung, früher als Abdeckungsbericht bezeichnet. Dort siehst du, welche URLs aufgenommen oder ausgeschlossen wurden und welche Gründe Google dafür nennt.
Die entscheidende Kennzahl ist das Verhältnis zwischen eingereichten und tatsächlich indexierten Seiten. Enthält eine Sitemap beispielsweise 800 URLs, während nur ein kleiner Teil als indexiert gemeldet wird, solltest du nicht einfach weitere URLs einreichen. Untersuche zuerst Ausschlussgründe wie noindex, Weiterleitungen, Duplikate, Crawling-Probleme oder schwache Inhalte.
Für eine laufende technische Kontrolle kannst du die Domain auch zentral überwachen:
6. Eine Sitemap ersetzt keine Navigation
Eine XML-Sitemap ergänzt die interne Verlinkung, sie repariert keine schlechte Website-Struktur. Wenn eine wichtige Leistungs-, Kategorie- oder Ratgeberseite ausschließlich über die Sitemap erreichbar ist, fehlt ihr der interne Kontext. Nutzer finden sie nicht über die Navigation, und Suchmaschinen erhalten kaum Signale dazu, wie wichtig die Seite innerhalb der Domain ist.
Ein konkreter Test reicht: Starte auf der Startseite und versuche, jede geschäftlich relevante Seite über normale Links zu erreichen. Wichtige Inhalte sollten in wenigen nachvollziehbaren Klicks erreichbar sein. Eine Sitemap ist der technische Hinweis auf vorhandene URLs. Die interne Verlinkung erklärt dagegen Hierarchie, Zusammenhang und Priorität.
7. Sitemap nach Änderungen prüfen
Eine automatisch erzeugte Sitemap benötigt keine tägliche manuelle Pflege. Sie sollte aber nach jedem Relaunch, Domainwechsel, größeren Import und jeder Änderung an URL-Regeln kontrolliert werden. Auch ein Wechsel des SEO-Plugins kann den Dateinamen, die Aufteilung oder die aufgenommenen Inhaltstypen verändern.
Prüfe nach solchen Änderungen mindestens fünf Punkte:
Kontrolliere anschließend in der Search Console, wie viele eingereichte URLs Google tatsächlich berücksichtigt. Bleibt die Zahl deutlich hinter dem Seitenbestand zurück, ist die Sitemap selten die alleinige Ursache. Dann gehören interne Verlinkung, Inhaltsqualität, Duplikate und technische Crawling-Hindernisse in die Prüfung.
8. So gehen wir vor
Die OSG gleicht bei technischen Analysen die Sitemap mit dem tatsächlich erreichbaren Seitenbestand ab. Der Crawler prüft dabei nicht nur, ob eine Datei vorhanden ist, sondern ob ihre URLs indexierbar sind, Statuscode 200 liefern und mit den übrigen technischen Signalen übereinstimmen. Anschließend priorisiert eine feste Ansprechperson die Korrekturen nach ihrer Wirkung auf Crawling und organischen Traffic.

Wenn Generator, Redaktionssystem oder individuelles Skript angepasst werden müssen, begleiten wir die technische Umsetzung der Onpage-Optimierung. Dadurch wird die Ursache im System behoben, statt fehlerhafte URLs nach jedem Update erneut manuell aus der Sitemap zu löschen.
9. Häufige Fragen zur XML-Sitemap
Wie finde ich die Sitemap meiner Website?
Rufe zuerst die Adressen /sitemap.xml und /sitemap_index.xml auf. Prüfe danach die robots.txt, das SEO-Plugin oder die Einstellungen deines Website-Baukastens. Die Sitemap sollte öffentlich und ohne Anmeldung erreichbar sein.
Welche Seiten gehören in eine Sitemap?
In die Sitemap gehören kanonische URLs, die für Suchmaschinen erreichbar und zur Indexierung vorgesehen sind. Jede eingetragene Seite sollte direkt den Statuscode 200 liefern. Noindex-Seiten, Weiterleitungen, Fehlerseiten und unwichtige URL-Varianten werden ausgeschlossen.
Muss eine Sitemap sitemap.xml heißen?
Nein, der Dateiname ist frei wählbar. sitemap.xml und sitemap_index.xml sind lediglich verbreitete Bezeichnungen. Wichtig sind ein öffentlich erreichbarer Speicherort, eine korrekte XML-Struktur und die Einreichung beziehungsweise Referenzierung der richtigen Adresse.
Wie oft muss eine Sitemap aktualisiert werden?
Die Sitemap sollte sich ändern, sobald indexierbare URLs hinzukommen, entfernt werden oder eine neue Adresse erhalten. Bei Redaktionssystemen und Shops sollte diese Aktualisierung automatisch erfolgen. Nach Relaunches und größeren Imports ist eine zusätzliche Kontrolle sinnvoll.
Warum liest Google meine Sitemap nicht?
Häufige Ursachen sind eine falsche Adresse, Serverfehler, ungültiges XML, blockierte Zugriffe oder eine Weiterleitung der Sitemap-Datei. Prüfe den Abruf im Browser und den gemeldeten Status in der Google Search Console.
Verbessert eine Sitemap direkt das Google-Ranking?
Eine Sitemap ist kein direkter Rankinghebel. Sie erleichtert Suchmaschinen das Auffinden und Crawlen relevanter URLs. Inhalte, interne Verlinkung, technische Qualität und Autorität bestimmen weiterhin, ob eine Seite indexiert wird und für Suchanfragen rankt.
Braucht eine kleine Website eine XML-Sitemap?
Eine kleine, sauber intern verlinkte Website kann auch ohne Sitemap vollständig gecrawlt werden. Die XML-Sitemap bleibt trotzdem sinnvoll, weil sie neue URLs sichtbar macht und die Kontrolle in der Search Console erleichtert. Der Pflegeaufwand ist bei automatischer Erzeugung gering.
10. Erst prüfen, dann einreichen
Erzeuge die Sitemap möglichst automatisch und behandle sie anschließend wie eine verbindliche Liste deiner indexierbaren Seiten. Der wichtigste Arbeitsschritt ist der Abgleich: Jede URL muss erreichbar, indexierbar und intern sinnvoll verlinkt sein. Erst danach lohnt sich die Einreichung in der Search Console und die Bewertung der tatsächlich aufgenommenen URLs.
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