Welche Arten von Google Ads gibt es?

Kurzantwort
Zu den wichtigsten Arten von Google Ads gehören Such-, Shopping-, Display-, Video-, App-, Demand-Gen- und Performance-Max-Kampagnen. Suchanzeigen bedienen bestehende Nachfrage, Shopping verkauft Produkte, Display und Video schaffen Reichweite, App-Kampagnen fördern Installationen. Demand Gen und Performance Max verteilen Anzeigen automatisiert über mehrere Google-Kanäle.
Die Arten von Google Ads unterscheiden sich vor allem durch Ziel, Kaufabsicht und Ausspielungsort. Für die Auswahl zählt deshalb weniger, welches Format modern wirkt, sondern wo sich deine Zielgruppe gerade befindet: auf konkreter Produktsuche, im Vergleich, bei der Markenentdeckung oder bereits kurz vor dem Kauf.
1. Google-Ads-Kampagnentypen im Überblick
Google verändert Bezeichnungen und bündelt Funktionen regelmäßig. Das Grundprinzip bleibt stabil: Jeder Kampagnentyp wurde für eine bestimmte Phase der Customer Journey gebaut. Eine Suchkampagne erreicht Menschen mit formulierter Nachfrage. Eine Videoanzeige kann dagegen Interesse wecken, bevor jemand aktiv sucht.
| Kampagnentyp | Primäres Ziel | Typischer Einsatz | Kaufabsicht |
|---|---|---|---|
| Suche | Bestehende Nachfrage abholen | Leads, Anrufe, Verkäufe, Markenbegriffe | Meist hoch |
| Shopping | Produkte direkt verkaufen | Onlineshops mit Produktfeed | Hoch |
| Display | Reichweite und Wiederansprache | Banner auf Websites und in Apps | Niedrig bis mittel |
| Video | Bekanntheit und Nachfrageaufbau | YouTube und weitere Videoflächen | Niedrig bis mittel |
| App | Installationen und App-Aktionen | Mobile Apps und bestehende App-Nutzer | Zielabhängig |
| Demand Gen | Interesse und Nachfrage erzeugen | Visuelle Anzeigen auf reichweitenstarken Google-Flächen | Niedrig bis mittel |
| Performance Max | Conversions kanalübergreifend erzielen | Verkäufe und Leads über mehrere Google-Kanäle | Unterschiedlich |
Kampagnentyp nach Kaufabsicht wählen
Eine hohe Kaufabsicht spricht meist für Suche oder Shopping. Bei noch nicht formulierter Nachfrage passen Video, Display oder Demand Gen besser. Performance Max eignet sich für eine breite, automatisierte Ausspielung, wenn Tracking, Conversion-Ziele und Assets belastbar eingerichtet sind.
2. Suche und Shopping für Nachfrage
2.1 Suchkampagnen für konkrete Absichten
Suchkampagnen spielen Textanzeigen aus, wenn Nutzer passende Begriffe bei Google eingeben. Sie eignen sich besonders für Dienstleistungen, lokale Anbieter, B2B-Leads und Produkte mit klarer Nachfrage. Wer nach „Wärmepumpe installieren lassen“ sucht, befindet sich näher an einer Anfrage als jemand, der lediglich ein Video über Heizkosten ansieht.
Der häufigste Fehler beginnt vor der ersten Gebotsanpassung: Ein Unternehmen hat klare Suchnachfrage, verteilt sein Budget aber hauptsächlich auf Display-Reichweite. Die Anzeigen erzeugen viele Impressionen, erreichen jedoch Menschen ohne konkreten Bedarf. In einem solchen Fall bringt die feinste Anzeigenoptimierung wenig. Prüfe zuerst Suchvolumen, Suchbegriffe und Kaufabsicht. Erst danach verteilst du das Budget.
2.2 Shopping-Kampagnen für Produktverkäufe
Shopping-Anzeigen zeigen Produkte mit Bild, Preis, Händlername und weiteren Informationen direkt in den Suchergebnissen. Die Grundlage ist ein strukturierter Produktfeed. Shopping passt deshalb zu Onlineshops, deren Artikel anhand von Preis, Marke, Modell, Material oder anderen Produktmerkmalen verglichen werden.
Ein schwacher Feed lässt sich nicht mit höheren Geboten reparieren. Fehlende Produktattribute, uneindeutige Titel oder falsch zugeordnete Kategorien erschweren Google die Auswahl des passenden Produkts. Bei 1.500 Artikeln und begrenztem Budget ist es meist sinnvoller, mit einem klaren Kernsortiment zu starten, statt alle Produkte ungefiltert zu bewerben.
3. Display und Video für Reichweite
Display-Kampagnen erscheinen als Bild-, Text- oder responsive Anzeigen auf Websites, in Apps und auf Google-eigenen Flächen. Video-Kampagnen nutzen vor allem YouTube. Beide Typen eignen sich für Markenbekanntheit, erklärungsbedürftige Angebote und Remarketing, erreichen aber häufig Nutzer mit geringerer unmittelbarer Kaufabsicht als Suchanzeigen.

Die relevante Kennzahl hängt vom Ziel ab. Eine Video-Kampagne zur Markenbildung solltest du nicht allein nach direkten Käufen beurteilen. Bei einem Remarketing-Banner sind dagegen Conversions, Kosten pro Conversion und der zusätzliche Conversion-Wert wichtige Größen. Kampagnentyp und Bewertungslogik müssen zusammenpassen.
4. App, Demand Gen und Performance Max
4.1 App-Kampagnen für Installationen
App-Kampagnen fördern Installationen, erneute Nutzung oder bestimmte Aktionen innerhalb einer App. Google kombiniert bereitgestellte Texte, Bilder und Videos und spielt sie auf geeigneten Flächen aus. Das funktioniert nur mit korrekt erfassten App-Ereignissen. Eine Installation allein ist für viele Geschäftsmodelle zu wenig, wenn eigentlich Registrierung, Kauf oder Abonnement zählen.
4.2 Demand Gen für visuelle Nachfrage
Demand-Gen-Kampagnen sprechen Nutzer mit visuellen Anzeigen auf Google-Flächen an, bevor eine konkrete Suche entsteht. Das Format passt zu Angeboten, die sich über Bilder, kurze Videos oder eine erkennbare Anwendung erklären lassen. Typische Ziele sind Produktentdeckung, Neukundenansprache und die erneute Aktivierung bekannter Interessenten.
4.3 Performance Max für mehrere Kanäle
Performance Max verteilt Anzeigen automatisiert über Suche, Shopping, Display, YouTube, Discover, Gmail und weitere verfügbare Flächen. Google optimiert dabei auf die hinterlegten Conversion-Ziele. Der Typ kann zusätzliche Nachfrage erschließen, macht die Qualität von Tracking, Produktdaten, Zielgruppensignalen und Werbemitteln aber besonders wichtig.
Ein typisches Fehlerbild ist eine Performance-Max-Kampagne, die zahlreiche Videoaufrufe und Display-Impressionen erzielt, während nur wenige Käufe entstehen. Das System hat dann nicht zwangsläufig versagt. Oft wurde ihm ein grobes Ziel, schwaches Material oder ein zu breites Sortiment gegeben. Starte mit einem abgegrenzten Produktbereich oder Lead-Ziel und kontrolliere die Leistung nach Asset-Gruppe, Kanalwirkung und Conversion-Wert.
Wenn du nicht sicher bist, welche Kampagnenstruktur zu Nachfrage und Budget passt, ist eine Prüfung vor dem Setup meist günstiger als eine spätere Komplettkorrektur.
5. Remarketing-Arten bei Google Ads
Remarketing bezeichnet die erneute Ansprache von Nutzern, die bereits Kontakt mit deinem Unternehmen hatten. Die Zielgruppen können in Display-, Video-, Demand-Gen-, Such- oder kanalübergreifenden Kampagnen verwendet werden. Welche Möglichkeiten verfügbar sind, hängt unter anderem von Einwilligungen, Datenumfang, Kampagnentyp und Kontoeinstellungen ab.
Dynamisches Remarketing ist besonders für E-Commerce relevant. Wer einen bestimmten Laufschuh angesehen hat, erhält anschließend genau diesen Schuh oder passende Alternativen statt eines allgemeinen Markenbanners. Die Umsetzung benötigt einen sauberen Produktfeed und korrekt übergebene Produktkennungen.
6. Interessen und Kaufabsichten unterscheiden
6.1 Wer gehört zu gemeinsamen Interessen?
Als Zielgruppe mit gemeinsamen Interessen klassifiziert das Google-Ads-System Nutzer, deren längerfristiges Online-Verhalten auf dauerhafte Vorlieben oder Lebensstile hindeutet. Dazu können beispielsweise regelmäßiges Interesse an Reisen, Technik, Fitness oder bestimmten Medieninhalten gehören. Es geht um ein anhaltendes Interessenmuster, nicht zwingend um eine unmittelbar bevorstehende Kaufentscheidung.
6.2 Wer zeigt aktuelles Kaufinteresse?
Nutzer mit aktuellem Kaufinteresse recherchieren, vergleichen oder prüfen ein Produkt beziehungsweise eine Dienstleistung erkennbar intensiver. Diese Personen können näher an einer Conversion liegen als Nutzer mit allgemeinen Interessen. Google passt Zielgruppenbezeichnungen und deren Einordnung gelegentlich an. Für die Strategie zählt deshalb das Prinzip: dauerhaftes Interesse und aktuelle Kaufabsicht sind zwei verschiedene Signale.
Ein Hersteller von Industriemaschinen erreicht mit einer breiten Interessengruppe möglicherweise viele technisch interessierte Nutzer, aber kaum qualifizierte Einkaufsanfragen. Suchkampagnen, Kundenlisten und eng definierte kaufbereite Segmente sind hier oft näher am Geschäftsziel. Für eine Freizeitmarke mit visuellen Produkten kann eine breite Interessenansprache dagegen sinnvoll sein.
7. Zwei Arten der Google-Ads-Optimierung
7.1 Manuell und automatisiert optimieren
Google Ads lässt sich grundsätzlich manuell und automatisiert optimieren. Bei der manuellen Optimierung steuerst du beispielsweise Keywords, Ausschlüsse, Anzeigen, Zielgruppen, Budgets und Gebote selbst. Bei der automatisierten Optimierung übernimmt Google Teile der Ausspielung und Gebotssteuerung anhand von Conversion-Daten und Auktionssignalen.
In stabilen Konten arbeiten beide Formen zusammen. Automatisierte Gebote verarbeiten Signale pro Auktion, während ein Verantwortlicher Ziele, Datenqualität, Kampagnenstruktur und wirtschaftliche Grenzen vorgibt. Eine falsche Conversion-Aktion wird durch Automatisierung nicht richtiger. Das System optimiert lediglich konsequenter auf das falsche Signal.
7.2 Konto und Kampagne verbessern
Der Begriff kann auch zwei Ebenen meinen: die strategische Kontooptimierung und die operative Kampagnenoptimierung. Auf Kontoebene klärst du Ziele, Tracking, Budgetverteilung und Struktur. Auf Kampagnenebene bearbeitest du Suchbegriffe, Anzeigen, Assets, Zielgruppen und Gebote. Die Kontoebene hat meist den größeren Hebel, weil sie bestimmt, wofür das gesamte Budget arbeitet.
Eine ausführliche Reihenfolge für Tracking, Struktur, Gebote und Auswertung findest du im Strategieratgeber zur Google-Ads-Optimierung.
8. Gebotsarten richtig einordnen
8.1 Wie viele Gebotsstrategien gibt es?
Eine dauerhaft feste Anzahl lässt sich nicht seriös nennen, weil Google Strategien ergänzt, umbenennt oder nur für bestimmte Kampagnentypen anbietet. Sinnvoll ist die Einteilung in manuelle und automatische Gebotsstrategien. Die Auswahl richtet sich nach dem Ziel: Klicks, Sichtbarkeit, Conversions oder Conversion-Wert.
Die Anzahl der Strategien ist weniger relevant als ihre Datenbasis. Ziel-CPA und Ziel-ROAS benötigen verlässliche Conversion-Daten. Wenn ein neues Konto kaum Abschlüsse erfasst, kann eine aggressive Zielvorgabe die Ausspielung stark begrenzen. Ändere Gebotsziel, Budget und Struktur außerdem nicht gleichzeitig, sonst lässt sich die Wirkung keiner Maßnahme sauber zuordnen.
9. Kampagnentyp anhand des Ziels wählen
Die Wahl des Kampagnentyps beeinflusst das Ergebnis stärker als viele Detailanpassungen im Konto. Ein falscher Typ erreicht die Zielgruppe in der falschen Situation. Ein richtig gewählter Typ kann dagegen mit einem schlanken Setup starten und anschließend anhand echter Daten verbessert werden.
| Ausgangslage | Geeigneter Startpunkt |
|---|---|
| Nutzer suchen bereits konkret nach der Leistung | Suchkampagne |
| Produkte werden nach Bild, Preis und Merkmalen verglichen | Shopping oder Performance Max mit Produktfeed |
| Die Marke oder das Angebot ist noch wenig bekannt | Video, Display oder Demand Gen |
| Website-Besucher sollen erneut angesprochen werden | Remarketing über Display, Video oder Demand Gen |
| Eine App benötigt Installationen oder aktive Nutzer | App-Kampagne |
| Mehrere Kanäle sollen auf ein messbares Conversion-Ziel arbeiten | Performance Max |
Die Reihenfolge ist für kleine Budgets besonders wichtig: Konzentriere dich zuerst auf die höchste Kaufabsicht. Ergänze Reichweitenformate, sobald Such- und Shopping-Nachfrage sauber erfasst werden. Eine passende Vertiefung liefert das kostenlose E-Book zu SEO- und SEA-Synergien.
10. Leistung je Kampagnentyp messen
Die Kampagnenberichte der Performance Suite für Google Ads führen Kosten, Klicks, Impressionen, Keywords und Kampagnendaten zentral zusammen. Dadurch lässt sich getrennt prüfen, ob etwa Suche die qualifizierten Anfragen liefert, Shopping den Conversion-Wert trägt oder Display hauptsächlich Reichweite erzeugt.

Eine reine Gesamtsumme kann die falsche Entscheidung auslösen. Wenn Suche und Remarketing profitabel arbeiten, während eine breite Kampagne hohe Reichweite ohne passenden Wert erzeugt, darfst du nicht den Durchschnitt optimieren. Bewerte jeden Typ anhand seiner Aufgabe und verschiebe Budget erst, wenn Conversion-Messung und wirtschaftliches Ziel vergleichbar sind.
11. So gehen wir vor
Die OSG beginnt den Kampagnenaufbau mit Geschäftsmodell, Kaufabsicht, Ziel-CPA oder Ziel-ROAS und einer Prüfung der Conversion-Messung. Danach werden Such-, Shopping-, Remarketing- und kanalübergreifende Kampagnen nach klaren Aufgaben getrennt. Die Beratung zur Wahl der Google-Ads-Typen verbindet diese Struktur mit laufender Kontrolle in der Performance Suite. Konkrete Leistungsumfänge stehen im Google-Ads-Angebot der OSG.
12. Häufige Fragen zu Google Ads
Welche Google-Ads-Kampagne eignet sich für Einsteiger?
Für Dienstleistungen mit vorhandener Nachfrage ist meist eine fokussierte Suchkampagne der verständlichste Start. Onlineshops beginnen häufig mit Shopping oder einem klar abgegrenzten Performance-Max-Setup. Entscheidend sind ein messbares Ziel, korrektes Tracking und ein Budget, das nicht auf zu viele Kampagnen verteilt wird.
Was ist der Unterschied zwischen Suchanzeigen und Displayanzeigen?
Suchanzeigen reagieren auf aktiv eingegebene Suchbegriffe und erreichen dadurch oft Nutzer mit höherer Kaufabsicht. Displayanzeigen erscheinen auf Websites und in Apps und eignen sich stärker für Reichweite, Markenaufbau und Remarketing.
Ist Performance Max besser als eine Suchkampagne?
Performance Max ist nicht grundsätzlich besser. Suchkampagnen geben dir mehr Kontrolle über konkrete Suchanfragen, während Performance Max mehrere Google-Kanäle automatisiert kombiniert. Viele Konten nutzen beide Typen mit getrennten Aufgaben.
Welche Arten von Remarketing bietet Google Ads?
Zu den wichtigsten Varianten gehören Website-Remarketing, dynamisches Remarketing mit angesehenen Produkten, Kundenabgleich über Kundenlisten, App-Remarketing und die Wiederansprache von Video- beziehungsweise YouTube-Nutzern.
Was sind Zielgruppen mit gemeinsamen Interessen?
Zielgruppen mit gemeinsamen Interessen umfassen Nutzer, deren längerfristiges Verhalten auf bestimmte Vorlieben oder Lebensstile hindeutet. Sie unterscheiden sich von kaufbereiten Zielgruppen, die aktuell intensiver recherchieren und näher an einer Kaufentscheidung sein können.
Wie viele Gebotsstrategien gibt es bei Google Ads?
Eine feste Zahl ist wenig hilfreich, weil Google die verfügbaren Strategien regelmäßig verändert und je Kampagnentyp unterschiedlich anbietet. Grundsätzlich gibt es manuelle und automatisierte Strategien für Klicks, Sichtbarkeit, Conversions und Conversion-Wert.
Kann ich mehrere Kampagnentypen gleichzeitig nutzen?
Ja. Ein typisches Konto kombiniert beispielsweise Suche für konkrete Nachfrage, Shopping für Produkte, Remarketing für frühere Besucher und Video oder Demand Gen für neue Zielgruppen. Jeder Typ sollte ein eigenes Ziel und eine passende Bewertungslogik erhalten.
13. Erst Ziel, dann Kampagnentyp
Starte bei der Kaufabsicht und nicht bei der Kampagnenbezeichnung. Suche und Shopping holen vorhandene Nachfrage ab. Display, Video und Demand Gen bauen Reichweite und Interesse auf. Performance Max verbindet mehrere Kanäle, braucht dafür aber besonders klare Ziele. Diese Reihenfolge verhindert, dass dein Budget in einem technisch korrekten, strategisch unpassenden Setup landet.
Wenn du deinen Kampagnenaufbau prüfen lassen möchtest, zeigt dir die OSG im kostenlosen Potenzialcheck, welche Google-Ads-Typen zu deinem Angebot, deiner Nachfrage und deinem Budget passen. Das Erstgespräch ist unverbindlich und ohne Verkaufsdruck.








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