Warum sind Dofollow- und Nofollow-Links wichtig?

Was ist Warum sind Dofollow- und Nofollow-Links wichtig??

Kurzantwort

Dofollow- und Nofollow-Links helfen Suchmaschinen, Verweise richtig einzuordnen. Normale Follow-Links können Autorität weitergeben und Rankings beeinflussen. Nofollow kennzeichnet Links, für die der Betreiber nicht vollständig bürgen möchte. Besonders bei Werbung, Gegenleistungen und Nutzerinhalten schützt die korrekte Kennzeichnung vor Verstößen gegen Google-Richtlinien.

Dofollow- und Nofollow-Links betreffen jeden, der externe Quellen nennt, Backlinks aufbaut oder bezahlte Kooperationen veröffentlicht. Für die Rankingwirkung zählt die Qualität der verlinkenden Seite meist stärker als das einzelne Attribut. Für die Richtlinienkonformität kann die Kennzeichnung dagegen erhebliche Folgen haben.

1. Warum beide Linkarten wichtig sind

Ein normaler Link signalisiert Google, dass eine Seite auf eine andere Quelle verweist und diesen Verweis redaktionell verantwortet. Umgangssprachlich heißt dieser Link Dofollow-Link, obwohl im HTML-Code kein Attribut rel="dofollow" erforderlich ist. Ein gewöhnlicher Link wie <a href="https://example.com">Quelle</a> ist bereits ein Follow-Link.

Ein Nofollow-Link enthält dagegen das Attribut rel="nofollow". Es sagt Google sinngemäß: Dieser Verweis existiert, soll aber nicht wie eine uneingeschränkte redaktionelle Empfehlung behandelt werden. Google entscheidet inzwischen selbst, ob und wie der Link für Crawling, Indexierung oder Ranking ausgewertet wird.

Linkart Typischer Einsatz SEO-Einordnung
Follow-Link Frei gewählte redaktionelle Empfehlung Kann Autorität und thematische Signale übertragen
Nofollow-Link Verweis ohne vollständige redaktionelle Empfehlung Wird von Google als Hinweis behandelt
Sponsored-Link Werbung, Sponsoring oder andere Gegenleistung Kennzeichnet den kommerziellen Hintergrund präzise
UGC-Link Kommentare, Foren und andere Nutzerinhalte Ordnet den Link nutzergenerierten Inhalten zu

2. Warum Google Nofollow einführte

Google führte das Nofollow-Attribut vor rund zwei Jahrzehnten vor allem als Reaktion auf Kommentarspam ein. Sobald Links Rankings beeinflussen konnten, wurden Blogs und Foren massenhaft mit automatisch erzeugten Beiträgen überzogen. Das Ziel war selten eine echte Diskussion. Es ging um Links zu Onlineshops, Glücksspielseiten, Finanzangeboten oder anderen kommerziellen Zielen.

Website-Betreiber brauchten deshalb eine Möglichkeit, solche Verweise technisch zu kennzeichnen. Mit rel="nofollow" konnten sie Google mitteilen, dass ein Link zwar auf der Seite erscheint, aber keine redaktionelle Empfehlung des Betreibers darstellt. Das reduzierte den SEO-Anreiz für automatisierten Kommentarspam, ohne sämtliche Links aus Diskussionen entfernen zu müssen.

Die historische Entstehung erklärt die heutige Grundregel besser als eine abstrakte Definition: Du kennzeichnest einen Link, wenn du ihn nicht selbst als unabhängige Empfehlung gesetzt hast oder für sein Ziel nicht uneingeschränkt einstehen möchtest.

3. Warum manche Backlinks Nofollow tragen

Ein Backlink erhält häufig das Attribut Nofollow, weil der verlinkenden Website die redaktionelle Kontrolle fehlt. Das betrifft Kommentare, offene Profile, Forenbeiträge und automatisch angelegte Verzeichniseinträge. Der Betreiber kann dort nicht jeden Link vor der Veröffentlichung umfassend prüfen.

Ein zweiter Grund ist eine wirtschaftliche Beziehung. Wurde ein Artikel bezahlt, ein Produkt kostenlos überlassen oder eine andere Gegenleistung vereinbart, ist der Link keine vollständig unabhängige Empfehlung. Für solche Verweise ist rel="sponsored" inzwischen präziser als Nofollow. Nofollow bleibt zulässig, wenn keine genauere Kennzeichnung verwendet wird.

Details zu jedem Backlink in der Performance Suite

Bei einer fundierten Backlink-Analyse betrachten wir deshalb nie nur Follow oder Nofollow. Ein einzelner Link wird zusätzlich nach Online-Status, Domain-Popularität, Link Power und den Rankings der verlinkenden Seite bewertet. Genau diese Merkmale führt auch das Backlink-Tool der Performance Suite je eingehendem Link zusammen.

4. Warum Menschen Nofollow verwenden

Menschen verwenden Nofollow aus drei Hauptgründen: zur Absicherung bei Nutzerinhalten, zur Kennzeichnung kommerzieller Verweise und aus Angst, durch externe Links eigene Autorität zu verlieren. Die ersten beiden Gründe sind sinnvoll. Der dritte beruht meist auf einem überholten SEO-Verständnis.

  • Nutzerinhalte: Der Betreiber kann Links in Kommentaren oder Foren nicht wie eigene Quellenempfehlungen behandeln.
  • Bezahlte Platzierungen: Geld, kostenlose Produkte, Rabatte oder sonstige Gegenleistungen verändern den Charakter eines Links.
  • Ungeprüfte Ziele: Bei unbekannten oder wechselnden Linkzielen kann Nofollow eine angemessene Vorsichtsmaßnahme sein.
  • Überholte Linkangst: Manche Websites markieren pauschal jeden externen Link, weil sie keine Linkkraft abgeben möchten.

Gerade die pauschale Kennzeichnung fällt bei Prüfungen schnell auf. Eine Redaktion veröffentlicht beispielsweise einen sorgfältig recherchierten Fachartikel, nennt Behörden, Studien und Herstellerdokumentationen, setzt aber jeden Quellenlink auf Nofollow. Damit behandelt sie eine offizielle Quelle technisch genauso wie einen ungeprüften Kommentarlink. Das Attribut verliert dadurch seine Aussagekraft.

Risiko bei bezahlten Links

Ein bezahlter Follow-Link kann als Versuch gewertet werden, Rankings zu beeinflussen. Kennzeichne Verweise deshalb immer, sobald Geld, ein kostenloses Produkt, eine Dienstleistung oder eine andere Gegenleistung im Spiel war. Verwende bevorzugt rel="sponsored" oder mindestens rel="nofollow".

5. Warum pauschales Nofollow falsch ist

Externe Links sind kein Loch, durch das die Autorität einer Website unkontrolliert abfließt. Sie helfen Suchmaschinen, Themen, Quellen und Beziehungen zwischen Dokumenten zu verstehen. Ein redaktioneller Link zu einer vertrauenswürdigen Fachquelle kann außerdem die Nachvollziehbarkeit und den Nutzwert eines Artikels verbessern.

Der technische Prüfpunkt für pauschal auf Nofollow gesetzte externe Links existiert deshalb nicht ohne Grund. Werden sogar hochwertige und sorgfältig ausgewählte Quellen entwertet, fehlt Suchmaschinen ein Teil der fachlichen Vernetzung. Die Empfehlung lautet, Nofollow gezielt für Werbung, Kommentarlinks und Verweise einzusetzen, für deren Qualität der Betreiber nicht bürgen möchte.

Einfache Entscheidungshilfe

Frage bei jedem externen Link zuerst: Wäre dieser Verweis auch ohne Bezahlung, Geschenk oder sonstige Gegenleistung entstanden? Lautet die Antwort Ja und wurde das Ziel redaktionell geprüft, ist ein normaler Follow-Link meist angemessen. Bei einer Gegenleistung verwendest du sponsored oder nofollow. Für Nutzerinhalte eignet sich ugc.

Wenn du dein eigenes Linkprofil überprüfen möchtest, zeigt ein kostenloser Backlink-Check unter anderem wichtige eingehende Links und Qualitätsmerkmale. Für Begriffe wie Link Power, Ankertext oder Domain-Popularität findest du ergänzende Erklärungen im SEO-Lexikon.

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6. Warum Nofollow heute ein Hinweis ist

Google behandelt Nofollow inzwischen als Hinweis und nicht mehr als zwingenden Befehl. Das bedeutet: Google kann einen gekennzeichneten Link für das Verständnis des Webs, die Erkennung neuer Seiten oder in bestimmten Fällen auch für Rankingberechnungen heranziehen. Website-Betreiber können daher nicht verbindlich festlegen, dass Google einen Link vollständig ignoriert.

Diese Änderung wird in der Praxis oft falsch interpretiert. Sie bedeutet nicht, dass die Kennzeichnung wirkungslos geworden ist. Nofollow teilt Google weiterhin mit, dass der Link keine uneingeschränkte redaktionelle Empfehlung darstellt. Für bezahlte oder kontrollierbare kommerzielle Verweise bleibt die Kennzeichnung erforderlich.

6.1 Warum Sponsored genauer ist

rel="sponsored" bezeichnet Links, die im Zusammenhang mit Werbung, Sponsoring oder einer anderen Vergütung stehen. Das Attribut ist genauer als ein allgemeines Nofollow, weil es Google den konkreten Grund der Kennzeichnung nennt. Ein typischer Code sieht so aus: <a href="..." rel="sponsored">Anbieter</a>.

6.2 Warum UGC für Nutzerlinks passt

rel="ugc" steht für User Generated Content, also nutzergenerierte Inhalte. Es eignet sich für Links in Kommentaren, Foren oder Community-Beiträgen. Website-Betreiber können Attribute auch kombinieren, zum Beispiel rel="ugc nofollow", wenn das eingesetzte System oder interne Richtlinien dies vorsehen.

7. Was Nofollow-Links wirklich bringen

Ein Nofollow-Link kann wertvollen Referral-Traffic liefern, eine Marke bekannter machen und weitere redaktionelle Erwähnungen auslösen. Ein Link aus einem stark besuchten Fachforum kann qualifizierte Besucher bringen, selbst wenn er keine klassische Linkkraft überträgt. Für Unternehmen ist dieser reale Geschäftswert häufig relevanter als die technische Attributfrage.

Auch ein natürliches Backlink-Profil besteht selten ausschließlich aus Follow-Links. Presseportale, soziale Netzwerke, Branchenplattformen, Foren und große Publikationen verwenden unterschiedliche Attribute. Ein Profil mit verschiedenen Linktypen ist deshalb nicht automatisch schwächer als ein Profil mit besonders hohem Follow-Anteil.

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Der häufigste Analysefehler entsteht, wenn eine Tabelle nach Dofollow gefiltert und jeder Nofollow-Link pauschal verworfen wird. Damit verschwinden möglicherweise bekannte Branchenportale, gut besuchte Communities und Quellen, die auch von KI-Systemen aufgegriffen werden. Prüfe zuerst Relevanz, Reichweite, redaktionelles Umfeld und Linkziel. Das Attribut folgt danach.

Für die Rankingwirkung eines einzelnen Backlinks zählen unter anderem die thematische Nähe, die Qualität der Quelle, die verlinkende Unterseite, der Ankertext und die Platzierung im Inhalt. Der Artikel über den tatsächlichen Nutzen von Backlinks vertieft diese Qualitätsfaktoren.

8. So prüfst du die Kennzeichnung

Ein Linkattribut lässt sich direkt im HTML-Code erkennen. Öffne den Quelltext oder die Entwicklerwerkzeuge des Browsers und suche nach dem betreffenden Link. Fehlt ein rel-Attribut, handelt es sich normalerweise um einen Follow-Link. Steht dort nofollow, sponsored oder ugc, ist der Verweis entsprechend gekennzeichnet.

  • Prüfe zuerst alle Links aus Kooperationen, Advertorials und Produkttests.
  • Kontrolliere Kommentarbereiche und Foren nach Systemupdates oder Template-Wechseln.
  • Untersuche bei Backlinks neben dem Attribut auch Quelle, Zielseite und Ankertext.
  • Überprüfe regelmäßig, ob wichtige Links noch online sind und auf die richtige URL zeigen.

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9. So gehen wir vor

Bei der Online Solutions Group GmbH prüfen wir Linkattribute nie isoliert. Die Performance Suite führt für jeden eingehenden Link die Kennzeichnung, den Online-Status, die Domain-Popularität, die Link Power und rankende Keywords der verlinkenden Seite zusammen. Dadurch wird sichtbar, welche Links Aufmerksamkeit brauchen und welche trotz Nofollow geschäftlich wertvoll sind.

Beim strategischen Linkaufbau klären wir außerdem vor jeder Platzierung, ob eine Gegenleistung besteht und welches Attribut fachlich erforderlich ist. Die Maschine übernimmt Monitoring und Kontrolle. Unsere Experten bewerten Quelle, Umfeld und Risiko und priorisieren die nächsten Schritte.

10. Häufige Fragen zu Linkattributen

Haben Nofollow-Links einen Wert?

Ja. Nofollow-Links können Besucher, Markenbekanntheit und Folgeerwähnungen bringen. Google behandelt das Attribut außerdem als Hinweis und kann den Link für das Verständnis des Webs berücksichtigen.

Sind Nofollow-Links gut für SEO?

Nofollow-Links sind weder grundsätzlich gut noch schlecht. Ihr Nutzen hängt von der Quelle, der thematischen Relevanz, dem Referral-Traffic und dem redaktionellen Umfeld ab.

Muss ich bezahlte Links auf Nofollow setzen?

Bezahlte Links müssen gekennzeichnet werden. Google empfiehlt für Werbung und andere Gegenleistungen rel=sponsored. Alternativ kann rel=nofollow verwendet oder mit sponsored kombiniert werden.

Ist Dofollow ein echtes HTML-Attribut?

Nein. Ein normaler Link ohne nofollow, sponsored oder ugc wird umgangssprachlich als Dofollow-Link bezeichnet. Das Attribut rel=dofollow ist nicht erforderlich.

Sollte ich alle externen Links auf Nofollow setzen?

Nein. Redaktionell geprüfte Quellen dürfen normale Follow-Links erhalten. Eine pauschale Nofollow-Regel entwertet auch vertrauenswürdige Quellen und nimmt dem Attribut seine klare Bedeutung.

Was ist der Unterschied zwischen Nofollow und Sponsored?

Nofollow kennzeichnet einen Verweis ohne uneingeschränkte Empfehlung. Sponsored benennt genauer, dass Werbung, Sponsoring oder eine andere Gegenleistung hinter dem Link steht.

Wie erkenne ich einen Nofollow-Backlink?

Prüfe den HTML-Code des Links oder nutze ein Backlink-Tool mit Attribut-Auswertung. Im Code erkennst du einen solchen Link am Bestandteil rel=nofollow.

Die beste Regel ist bewusst einfach: Freie redaktionelle Empfehlungen bleiben Follow-Links, Nutzerinhalte erhalten UGC und kommerzielle Verweise Sponsored oder Nofollow. Bewerte eingehende Links anschließend nach ihrer gesamten Qualität. Das Attribut ist ein Signal, aber niemals das vollständige Urteil über einen Backlink.

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