Welche Arten von Sitemaps gibt es?

Was ist Welche Arten von Sitemaps gibt es??

Kurzantwort

Für SEO gibt es fünf relevante Arten von Sitemaps: die XML-Sitemap für Suchmaschinen, die HTML-Sitemap für Besucher, spezielle Bild-, Video- und News-Sitemaps sowie die Sitemap-Indexdatei für mehrere XML-Dateien. In eine SEO-Sitemap gehören ausschließlich indexierbare URLs mit Statuscode 200, die in den Suchergebnissen erscheinen sollen.

Sitemaps unterscheiden sich nach Zielgruppe, Inhalt und Umfang der Website. Für die meisten Unternehmenswebsites genügt eine automatisch aktualisierte XML-Sitemap. Große Onlineshops, Nachrichtenportale und Websites mit umfangreichen Medienbeständen benötigen häufig mehrere spezialisierte Sitemap-Dateien.

1. Diese Sitemap-Arten gibt es

Eine Sitemap ist eine strukturierte Übersicht relevanter Website-Inhalte. Suchmaschinen verwenden XML-Sitemaps als Hinweis für das Crawling und die Indexierung. Besucher können dagegen eine HTML-Sitemap als Navigationshilfe nutzen. Die Fragendatenbank zeigt, dass Nutzer dabei besonders nach dem Format, den enthaltenen Seiten, Beispielen und dem richtigen Datumswert fragen.

Sitemap-ArtZielTypischer Einsatz
XML-SitemapURLs an Suchmaschinen übermittelnNahezu jede indexierbare Website
HTML-SitemapBesuchern eine Seitenübersicht gebenGroße, komplex gegliederte Websites
Bild-SitemapRelevante Bilder genauer beschreibenOnlineshops, Fotografie, Tourismus
Video-SitemapVideos und Videodaten übermittelnMediatheken, Schulungen, Produktvideos
News-SitemapAktuelle Nachrichten auffindbar machenNachrichtenangebote und Publisher
Sitemap-IndexMehrere Sitemap-Dateien bündelnGroße Websites und Onlineshops

1.1 XML-Sitemap für Suchmaschinen

Die XML-Sitemap ist die wichtigste Variante für SEO. Sie enthält eine maschinenlesbare Liste der URLs, die eine Suchmaschine kennen und möglichst indexieren soll. Optional kann für jede Adresse das Datum der letzten wesentlichen Änderung angegeben werden. Eine Sitemap garantiert jedoch weder das Crawling noch die Aufnahme in den Suchindex.

Eine einzelne XML-Sitemap kann höchstens 50.000 URLs enthalten und darf unkomprimiert maximal 50 MB groß sein. Wird eine dieser Grenzen erreicht, teilst du die URLs auf mehrere Dateien auf und bündelst sie über einen Sitemap-Index. In der Praxis lohnt sich die Aufteilung oft deutlich früher, weil Fehler dann leichter einem Seitentyp zugeordnet werden können.

1.2 HTML-Sitemap für Besucher

Eine HTML-Sitemap ist eine normale Übersichtsseite mit anklickbaren Links. Sie hilft Besuchern, Kategorien, Leistungen oder tiefer liegende Inhalte zu finden. Für SEO ersetzt sie keine saubere Navigation und keine durchdachte interne Verlinkung. Sie kann diese Strukturen aber ergänzen, besonders bei historisch gewachsenen Websites mit vielen Themenbereichen.

Eine HTML-Sitemap sollte nicht ungefiltert jede technisch erreichbare URL auflisten. Eine Seite mit Tausenden Links ist für Besucher kaum nutzbar. Sinnvoller ist eine gegliederte Übersicht der wichtigsten Bereiche, zum Beispiel Leistungen, Ratgeber, Standorte, Produktkategorien und Kontaktseiten.

XML und HTML erfüllen verschiedene Aufgaben

Eine XML-Sitemap richtet sich primär an Suchmaschinen und verwendet einen festgelegten maschinenlesbaren Aufbau. Eine HTML-Sitemap ist eine sichtbare Website-Seite für Besucher. Viele Websites können beide Varianten parallel einsetzen, müssen es aber nicht.

2. Spezielle Sitemaps für Medien

Spezialisierte Sitemaps liefern zusätzliche Angaben zu Bildern, Videos oder Nachrichten. Sie sind kein Pflichtbestandteil jeder Website. Eine Handwerkerseite mit zehn Bildern benötigt normalerweise keine eigene Bild-Sitemap. Ein Shop mit Tausenden Produkten oder ein Reiseportal mit umfangreichen Bildergalerien kann davon deutlich stärker profitieren.

2.1 Bild-Sitemap für visuelle Inhalte

Eine Bild-Sitemap informiert Suchmaschinen darüber, welche Bilder zu einer URL gehören. Das ist hilfreich, wenn wichtige Motive per JavaScript geladen werden, tief in Galerien liegen oder über die normale interne Verlinkung schwer auffindbar sind. Sie kann als separate Datei angelegt oder als Bilderweiterung in eine normale XML-Sitemap integriert werden.

Typische Kandidaten sind Produktfotos, Referenzbilder, Infografiken und redaktionelle Aufnahmen. Dekorative Icons, Platzhalter und Tracking-Grafiken gehören nicht hinein. Eine Bild-Sitemap verbessert die Auffindbarkeit, ersetzt jedoch keine aussagekräftigen Dateinamen, Alt-Texte und thematisch passenden Seiteninhalte.

2.2 Video-Sitemap für Videoseiten

Eine Video-Sitemap übermittelt Angaben wie Titel, Beschreibung, Vorschaubild, Videodatei oder Abspielseite. Sie lohnt sich vor allem, wenn Videos ein zentraler Bestandteil des Angebots sind. Ein eingebettetes Unternehmensvideo auf der Kontaktseite rechtfertigt normalerweise keine eigene Datei.

Der häufigste konzeptionelle Fehler ist eine Video-Sitemap für Seiten, auf denen das Video nur eine Nebenrolle übernimmt. Suchmaschinen benötigen eine klar zugängliche Abspielseite, ein sichtbares Vorschaubild und stimmige Metadaten. Die Datei kann schwache oder technisch nicht erreichbare Videoseiten nicht ausgleichen.

2.3 News-Sitemap für aktuelle Meldungen

Eine News-Sitemap ist für Websites gedacht, deren Inhalte für Google News infrage kommen. Sie enthält aktuelle Nachrichtenbeiträge und zusätzliche Angaben wie Publikationsname, Sprache, Veröffentlichungsdatum und Titel. Üblicherweise werden nur Artikel berücksichtigt, die innerhalb der vergangenen zwei Tage veröffentlicht wurden.

Ein Unternehmensblog braucht deshalb nicht automatisch eine News-Sitemap. Produktupdates, Stellenanzeigen und allgemeine Ratgeber sind keine Nachrichten, nur weil sie neu veröffentlicht wurden. Nutze diese Variante nur, wenn die Website tatsächlich regelmäßig journalistische Nachrichten publiziert.

3. Sitemap-Index für große Websites

Ein Sitemap-Index ist eine XML-Datei, die auf mehrere einzelne Sitemaps verweist. Ein Onlineshop kann beispielsweise getrennte Dateien für Kategorien, Produkte, Ratgeber und Bilder verwenden. Diese Aufteilung erleichtert die Auswertung, weil sich Indexierungsprobleme einem konkreten Seitentyp zuordnen lassen.

  • Produkte: sitemap-products.xml
  • Kategorien: sitemap-categories.xml
  • Ratgeber: sitemap-guides.xml
  • Bilder: sitemap-images.xml

Der praktische Vorteil zeigt sich bei der Fehlersuche. Wenn Google bei einer einzigen Datei mit 40.000 URLs eine geringe Abdeckung meldet, musst du den gesamten Bestand untersuchen. Bei getrennten Dateien erkennst du unmittelbar, ob beispielsweise Produkte oder redaktionelle Seiten betroffen sind. Teile große Websites deshalb nach Seitentypen auf, nicht willkürlich nach jeweils 10.000 URLs.

Technik Crawler Performance Suite

4. Diese Seiten gehören hinein

In eine XML-Sitemap gehören ausschließlich kanonische und indexierbare URLs, die mit Statuscode 200 antworten und in den Suchergebnissen erscheinen sollen. Eine URL ist kanonisch, wenn sie die bevorzugte Adresse des jeweiligen Inhalts darstellt. Diese Regel ist wichtiger als eine möglichst große URL-Anzahl.

  • Produkt-, Kategorie-, Leistungs- und Ratgeberseiten mit eigenständigem Inhalt
  • Seiten mit selbstreferenzierendem Canonical-Tag
  • URLs, die nicht durch noindex ausgeschlossen sind
  • Seiten, die direkt mit Statuscode 200 erreichbar sind
  • Sprach- und Länderversionen, die indexiert werden sollen

Nicht in die Sitemap gehören Weiterleitungen, Fehlerseiten, interne Suchergebnisse, Warenkörbe, Login-Seiten, Filterkombinationen ohne Suchwert und URLs mit noindex. Der Technik-Crawler-Leitfaden nennt sowohl nicht indexierbare Seiten als auch URLs mit anderen Statuscodes als konkrete Widersprüche, die bei einer Sitemap-Prüfung entfernt oder korrigiert werden sollten.

Automatische Sitemaps übernehmen oft zu viel

Der häufigste Fund bei technischen Prüfungen ist keine fehlende Sitemap, sondern eine ungefilterte. CMS und Plugins übernehmen dann weitergeleitete, gelöschte oder auf noindex gesetzte URLs. Prüfe deshalb nicht nur, ob eine Sitemap vorhanden ist, sondern ob jede enthaltene Adresse indexierbar ist und direkt mit Statuscode 200 antwortet.

5. Format und Aufbau einer Sitemap

Das übliche Format einer Suchmaschinen-Sitemap ist XML. Die Datei beginnt mit dem Element urlset. Jede Adresse steht innerhalb eines url-Elements, wobei loc die vollständige URL und lastmod optional das Datum der letzten wesentlichen Änderung enthält.

Beispiel einer XML-Sitemap

<url>
<loc>https://www.beispiel.de/ratgeber/</loc>
<lastmod>2025-03-18</lastmod>
</url>

Verwende in loc immer vollständige absolute URLs einschließlich https://. Innerhalb einer Datei sollten die Adressen zum gleichen Host und Protokoll gehören. XML-Sitemaps können außerdem komprimiert als Gzip-Datei bereitgestellt werden, sofern Suchmaschinen sie problemlos abrufen können.

5.1 Das richtige Datumsformat

Das Änderungsdatum folgt dem standardisierten W3C-Datetime-Format. Für die meisten Websites genügt YYYY-MM-DD, zum Beispiel 2025-03-18. Bei Bedarf kann zusätzlich eine Uhrzeit mit Zeitzone angegeben werden, etwa 2025-03-18T14:30:00+01:00.

lastmod bezeichnet die letzte wesentliche inhaltliche Änderung der URL, nicht den Zeitpunkt, zu dem die Sitemap neu erzeugt wurde. Wenn ein Plugin jeden Tag für alle Seiten das aktuelle Datum einträgt, verliert die Angabe ihren Informationswert. Suchmaschinen können unzuverlässige Änderungsdaten ignorieren. Pflege den Wert nur, wenn dein System ihn korrekt aus dem Inhalt ableiten kann.

6. XML-Sitemap erstellen und hinzufügen

Viele Content-Management-Systeme erstellen eine XML-Sitemap automatisch oder stellen dafür ein SEO-Plugin bereit. Individuelle Systeme können die Datei aus der Datenbank oder über einen Sitemap-Generator erzeugen. Wichtig ist, dass Änderungen an indexierbaren URLs automatisch übernommen und ausgeschlossene Seiten zuverlässig entfernt werden.

Zum Einreichen einer XML-Sitemap verwendest du vor allem die Google Search Console. Dort hinterlegst du die URL der Sitemap oder des Sitemap-Indexes im Bereich für Sitemaps. Für Bing steht die entsprechende Funktion in den Bing Webmaster Tools zur Verfügung. Zusätzlich kann die Sitemap in der robots.txt angegeben werden.

Ein Eintrag kann beispielsweise so aussehen: Sitemap: https://www.beispiel.de/sitemap_index.xml. Die Datei liegt häufig im Stammverzeichnis, muss technisch aber nur unter einer dauerhaft erreichbaren URL abrufbar sein. Typische Adressen sind /sitemap.xml und /sitemap_index.xml.

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7. Sitemaps technisch kontrollieren

Eine erfolgreiche Übermittlung in der Google Search Console beweist nur, dass Google die Datei abrufen konnte. Sie beweist nicht, dass alle enthaltenen URLs korrekt sind. Für eine belastbare Prüfung musst du den Sitemap-Bestand gegen die tatsächlich erreichbaren und indexierbaren Seiten der Website abgleichen.

Der Punkt, an dem automatische Sitemaps kippen, ist häufig eine Änderung am Shop oder CMS. Ein Produkt wird gelöscht, die alte URL leitet weiter, doch der Generator führt sie weiterhin auf. Wenige Monate später enthält die Datei eine Mischung aus aktuellen Produkten, Weiterleitungen und nicht mehr verfügbaren Seiten. Entferne deshalb nie nur einzelne Fehler manuell. Korrigiere die Regel, mit der das System die Sitemap erzeugt.

Der Technical Crawler der Performance Suite prüft unter anderem, ob Sitemap-URLs einen Statuscode 200 liefern, ob noindex-Seiten enthalten sind und ob gecrawlte, indexierbare URLs in der Sitemap fehlen. Der Abgleich je Datei macht bei getrennten Produkt-, Kategorie- und Ratgeber-Sitemaps sichtbar, in welchem Bestand der Widerspruch entsteht. Die technische Checkliste beschreibt fehlende indexierbare URLs als mögliches Zeichen für verwaiste Seiten oder Lücken in der Website-Struktur.

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8. So gehen wir vor

Bei einer technischen SEO-Prüfung crawlt die OSG zuerst den erreichbaren URL-Bestand und gleicht ihn anschließend mit jeder Sitemap-Datei ab. Weiterleitungen, Fehlerseiten, noindex-URLs und fehlende indexierbare Seiten werden getrennt ausgewertet. Bei großen Websites empfehlen wir eine Gliederung nach Seitentypen, damit Entwickler die Ursache direkt im zuständigen Template oder Generator beheben können.

Der SEO-Audit der OSG verbindet diese technische Prüfung mit einer Priorisierung nach möglicher Auswirkung. Einzelne Begriffe wie Canonical-Tag, Crawling oder Statuscode kannst du zusätzlich im SEO-Lexikon nachschlagen.

9. Häufige Fragen zu Sitemaps

Welche Sitemap ist für SEO am wichtigsten?

Für SEO ist die XML-Sitemap am wichtigsten. Sie übermittelt Suchmaschinen eine Liste der indexierbaren URLs, die gecrawlt und in den Suchergebnissen berücksichtigt werden sollen.

Welche Seiten gehören in eine Sitemap?

In eine XML-Sitemap gehören kanonische, indexierbare Seiten mit Statuscode 200, die in den Suchergebnissen erscheinen sollen. Weiterleitungen, Fehlerseiten, noindex-URLs und interne Suchseiten gehören nicht hinein.

Ist eine HTML-Sitemap noch sinnvoll?

Eine HTML-Sitemap kann bei großen oder komplex gegliederten Websites eine hilfreiche Navigation für Besucher sein. Sie ersetzt jedoch weder die Hauptnavigation noch eine saubere interne Verlinkung.

Welches Format hat eine Sitemap?

Eine Sitemap für Suchmaschinen verwendet üblicherweise XML. HTML-Sitemaps sind dagegen normale Übersichtsseiten für Besucher. XML-Sitemaps können auch komprimiert als Gzip-Datei bereitgestellt werden.

Welches Datumsformat verwendet eine XML-Sitemap?

Das lastmod-Datum folgt dem W3C-Datetime-Format. Üblich ist YYYY-MM-DD. Eine Uhrzeit mit Zeitzone kann ergänzt werden, wenn das System den Änderungszeitpunkt zuverlässig ermittelt.

Wo wird eine XML-Sitemap eingereicht?

Eine XML-Sitemap wird für Google über die Google Search Console eingereicht. Für Bing steht diese Funktion in den Bing Webmaster Tools zur Verfügung. Zusätzlich kann die Sitemap-URL in der robots.txt stehen.

Braucht jede Website einen Sitemap-Index?

Nein. Ein Sitemap-Index wird benötigt, wenn mehrere Sitemap-Dateien gebündelt werden sollen. Das ist bei großen Websites oder bei einer Aufteilung nach Produkten, Kategorien, Ratgebern und Medien sinnvoll.

10. Klare Regeln statt großer Dateien

Eine gute Sitemap enthält nicht möglichst viele URLs, sondern eine verlässliche Auswahl. Starte mit den Seiten, die indexiert werden sollen, prüfe Statuscode 200, Canonical und Indexierbarkeit und teile große Bestände nach Seitentypen. Der größte Hebel liegt anschließend in der automatischen Kontrolle, damit CMS-Änderungen keine widersprüchlichen Signale erzeugen.

Wenn du wissen möchtest, welche Sitemap- und Indexierungsfehler deine Website aktuell enthält, kannst du die Domain in einem kostenlosen und unverbindlichen Erstgespräch prüfen lassen.

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