A-Record
Was ist ein A-Record?
Ein A-Record ist ein Eintrag im Domain Name System, der einen Domainnamen oder Hostnamen einer IPv4-Adresse zuordnet. Fragt ein Browser beispielsweise die Domain eines Unternehmens ab, liefert der A-Record die numerische Adresse des zuständigen Webservers. Fehlerhafte Einträge können die Erreichbarkeit der gesamten Website beeinträchtigen.
Der A-Record, auf Deutsch Adressdatensatz, verbindet einen lesbaren Namen wie www.beispiel.de mit einer IPv4-Adresse wie 192.0.2.10. Ohne diese Zuordnung müsste der Nutzer die IP-Adresse des Webservers kennen. Das Domain Name System übernimmt damit eine ähnliche Funktion wie ein Adressverzeichnis.
Wie funktioniert ein A-Record?
Eine DNS-Anfrage durchläuft in der Regel mehrere Stationen. Zuerst prüft das Gerät des Nutzers seinen lokalen Zwischenspeicher. Liegt dort keine gültige Antwort vor, fragt ein rekursiver DNS-Resolver die zuständigen Nameserver ab. Der autoritative Nameserver liefert schließlich den A-Record und damit die IPv4-Adresse des angefragten Hostnamens.
Eine IPv4-Adresse besteht aus 32 Bit und wird üblicherweise als vier durch Punkte getrennte Dezimalzahlen dargestellt. Jeder Zahlenblock kann einen Wert zwischen 0 und 255 enthalten. Ein gültiger Eintrag kann beispielsweise so aussehen:
www.beispiel.de. 3600 IN A 192.0.2.10. Der Wert 3600 ist die Time to Live in Sekunden. DNS-Resolver dürfen diese Antwort somit bis zu 60 Minuten zwischenspeichern, bevor sie den zuständigen Nameserver erneut fragen. Die Time to Live, kurz TTL, legt keine feste Dauer für eine weltweite DNS-Änderung fest. Die TTL bestimmt, wie lange eine bereits abgerufene Antwort im Cache bleiben darf. Wird der A-Record bei einer TTL von 3.600 Sekunden geändert, können einzelne Nutzer deshalb noch bis zu einer Stunde die alte IP-Adresse erhalten. Resolver ohne gespeicherten Eintrag bekommen dagegen unmittelbar die neue Antwort.
Welche Angaben enthält der Eintrag?
Ein A-Record besteht im DNS-Verwaltungsbereich normalerweise aus dem Namen des Hosts, dem Eintragstyp, der Zieladresse und der TTL. Die genaue Darstellung unterscheidet sich je nach Hosting-Anbieter. Das Zeichen @ steht in vielen Bedienoberflächen für die Hauptdomain, während www nur die entsprechende Subdomain bezeichnet.
Für die Hauptdomain und die www-Variante können getrennte DNS-Einträge erforderlich sein. Ein funktionierender Eintrag für beispiel.de bedeutet daher nicht automatisch, dass auch www.beispiel.de erreichbar ist. Beide Varianten sollten auf das vorgesehene Ziel zeigen und anschließend auf die bevorzugte URL-Version weiterleiten.
A-Record, AAAA und CNAME
Der Unterschied zwischen einem A-Record und einem AAAA-Record liegt im verwendeten Internetprotokoll. Der A-Typ verweist auf eine 32 Bit lange IPv4-Adresse. Der AAAA-Typ verweist auf eine 128 Bit lange IPv6-Adresse. Beide Einträge können parallel vorhanden sein, wenn der Server über IPv4 und IPv6 erreichbar ist.
Der Unterschied zwischen einem A-Record und einem CNAME liegt im Ziel des Eintrags. Ein A-Record enthält direkt eine IP-Adresse. Ein CNAME verweist dagegen auf einen anderen Hostnamen, dessen Adresse anschließend separat aufgelöst wird. Ein CNAME eignet sich deshalb beispielsweise für eine Subdomain, die einem extern verwalteten Dienst folgen soll.
| DNS-Typ | Ziel | Typischer Einsatz |
|---|---|---|
| A | IPv4-Adresse | Domain mit einem Webserver verbinden |
| AAAA | IPv6-Adresse | Website über IPv6 erreichbar machen |
| CNAME | Anderer Hostname | Subdomain auf einen Dienstnamen verweisen lassen |
Warum betrifft der A-Record SEO?
Ein A-Record ist kein direkter Ranking-Faktor. Ein falsches Ziel kann jedoch verhindern, dass Nutzer und Suchmaschinen die Website erreichen. Liefert die Domain keine auflösbare Adresse oder verweist der Eintrag auf einen nicht erreichbaren Server, können Googlebot und andere Crawler keine Inhalte abrufen. Anhaltende Ausfälle gefährden damit Crawling, Indexierung und organischen Traffic.
Bei einem Serverumzug entscheidet die DNS-Planung darüber, ob Anfragen während des Wechsels zuverlässig beantwortet werden. Eine bewährte Reihenfolge besteht darin, die TTL rechtzeitig zu reduzieren, den neuen Server vollständig zu testen, den Eintrag umzustellen und den bisherigen Server noch während der Übergangszeit erreichbar zu halten. Eine SEO-Checkliste für den Website-Relaunch hilft, DNS, Weiterleitungen, Canonicals und Crawling gemeinsam zu kontrollieren.
Messbar ist die technische Wirkung zum Beispiel so: Prüfe nach einer Änderung die DNS-Auflösung aus mehreren Netzen, den HTTP-Status der Zielseite und die Server-Erreichbarkeit. Ein Technik-Crawler für automatisierte SEO-Checks erkennt anschließend, ob URLs weiterhin erreichbar sind, Weiterleitungsketten entstehen oder interne Links auf fehlerhafte Ziele führen. Ein umfassender SEO-Audit ordnet solche Befunde in die gesamte technische Infrastruktur der Domain ein.
Typische Fehler beim A-Record
Der häufigste Denkfehler betrifft die sogenannte DNS-Propagation. Eine geänderte Adresse wird nicht nacheinander auf alle DNS-Server der Welt kopiert. Autoritative Nameserver stellen den neuen Wert bereit, während rekursive Resolver ihre zuvor gespeicherte Antwort bis zum Ablauf der TTL verwenden dürfen. Prüfe deshalb sowohl den autoritativen Nameserver als auch Antworten verschiedener Resolver.
Ein korrekt aufgelöster A-Record bestätigt nur, dass der Domainname zu einer IPv4-Adresse führt. Der A-Record sagt nichts darüber aus, ob der Webserver ein gültiges TLS-Zertifikat besitzt, die richtige Website ausliefert oder mit dem gewünschten HTTP-Status antwortet. Prüfe nach jeder DNS-Änderung deshalb zusätzlich HTTPS, Weiterleitungen, Statuscodes und die kanonische Domainversion.
Häufige Fragen zum A-Record
Wie kann ich einen A-Record prüfen?
Ein A-Record lässt sich mit einer DNS-Abfrage über Werkzeuge wie nslookup, dig oder einen webbasierten DNS-Checker prüfen. Vergleiche die ausgegebene IPv4-Adresse mit der Zieladresse deines Hostings und kontrolliere zusätzlich den autoritativen Nameserver.
Wie lange dauert eine Änderung des A-Records?
Die Dauer hängt vor allem von der zuvor gesetzten TTL und den Zwischenspeichern der DNS-Resolver ab. Resolver ohne gespeicherte Antwort erhalten den neuen Wert direkt, während andere bis zum Ablauf ihres Cache-Eintrags noch die bisherige Adresse ausgeben können.
Kann eine Domain mehrere A-Records haben?
Ja, ein Hostname kann mehrere A-Records mit unterschiedlichen IPv4-Adressen besitzen. DNS-Antworten können dadurch mehrere Server nennen, allerdings ersetzt diese Konfiguration keine vollständige Lastverteilung mit Zustandsprüfung und Ausfallsteuerung.
Braucht www einen eigenen A-Record?
Die Subdomain www benötigt einen eigenen DNS-Eintrag. Sie kann einen A-Record mit einer IPv4-Adresse oder einen CNAME mit einem anderen Hostnamen als Ziel erhalten.
Hat ein A-Record Einfluss auf E-Mails?
Der eigentliche Empfang von E-Mails wird über MX-Records gesteuert. Ein A-Record kann dennoch relevant sein, wenn ein MX-Record auf einen Hostnamen verweist, dessen IPv4-Adresse aufgelöst werden muss.
Kann ich den A-Record ohne Zugriff auf den Webserver ändern?
Ein A-Record wird in der DNS-Verwaltung der Domain geändert und erfordert nicht zwingend Zugriff auf den Webserver. Die neue Zieladresse muss jedoch vorbereitet sein und die betreffende Domain korrekt ausliefern.
Wenn DNS, Hosting und technische SEO gemeinsam geprüft werden sollen, liefert ein Potenzialcheck eine strukturierte Einschätzung der Domain.
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