Auction Insights
Was sind Auction Insights?
Auction Insights ist ein Google-Ads-Bericht, der deine Anzeigenpräsenz mit anderen Werbetreibenden aus denselben Auktionen vergleicht. Kennzahlen wie Anteil an möglichen Impressionen, Überschneidungsrate und Rate für obere Positionen zeigen, wie häufig und an welcher Stelle Anzeigen erscheinen. Der Bericht enthält keine Gebote, Budgets oder Conversion-Daten der Wettbewerber.
Auction Insights wird im Deutschen als Auktionsdaten bezeichnet und macht den direkten Wettbewerb innerhalb ausgewählter Google-Ads-Auktionen sichtbar. Der Bericht zeigt nur Domains, deren Anzeigen unter vergleichbaren Bedingungen an denselben Auktionen teilgenommen haben. Ein Unternehmen kann deshalb im Markt ein Wettbewerber sein, ohne im Bericht aufzutauchen.
So funktioniert Auction Insights
Eine Google-Ads-Auktion beginnt, sobald eine Suchanfrage oder ein anderer geeigneter Anzeigenkontakt entsteht. Google prüft unter anderem Ausrichtung, Anzeigenqualität, Gebot, Budget und den erwarteten Nutzen der Anzeige. Auction Insights fasst anschließend zusammen, wie häufig dein Konto und andere Werbetreibende innerhalb dieser Auktionen sichtbar waren.
Der Bericht bewertet keine gesamte Branche. Die Ergebnisse beziehen sich auf die ausgewählte Kampagne, Anzeigengruppe oder ein anderes verfügbares Segment sowie auf Zeitraum, Netzwerk, Standort, Gerät und Kampagnentyp. Änderst du den Filter, kann sich die Liste der sichtbaren Wettbewerber deutlich verändern.
Kennzahlen in Auction Insights 2026
Die Kennzahlen in Auction Insights beantworten unterschiedliche Fragen. Der Anteil an möglichen Impressionen misst Reichweite, während Überschneidungsrate und Rate der Position oberhalb den direkten Vergleich mit einer bestimmten Domain ermöglichen. Eine hohe Platzierungsrate sagt dabei noch nichts über Klicks, Kosten oder Conversions aus.
| Kennzahl | Bedeutung | Konkrete Prüffrage |
|---|---|---|
| Anteil an möglichen Impressionen | Anteil der erhaltenen Impressionen an allen geschätzten Impressionen, für die die Anzeige infrage kam | Wie viel meiner möglichen Reichweite nutze ich? |
| Überschneidungsrate | Häufigkeit, mit der die Anzeige einer anderen Domain gleichzeitig mit deiner Anzeige eingeblendet wurde | Welcher Werbetreibende konkurriert besonders oft direkt mit mir? |
| Rate der Position oberhalb | Anteil der gemeinsamen Einblendungen, bei denen die andere Anzeige über deiner Anzeige stand | Wer wird bei gemeinsamen Auktionen häufiger höher platziert? |
| Rate für obere Positionen | Anteil der Impressionen oberhalb der organischen Suchergebnisse | Wie häufig erscheint eine Anzeige im oberen Anzeigenbereich? |
| Rate für oberste Position | Anteil der Impressionen auf der ersten Anzeigenposition oberhalb der organischen Ergebnisse | Wie häufig belegt eine Domain die absolute Spitzenposition? |
| Anteil an möglichen höheren Positionen | Häufigkeit, mit der deine Anzeige eine andere Domain übertraf oder erschien, während deren Anzeige nicht eingeblendet wurde | Wie oft war meine Anzeigenpräsenz gegenüber dieser Domain stärker? |
Auction Insights richtig interpretieren
Ein verbreiteter Denkfehler besteht darin, eine höhere Anzeigenposition automatisch mit besserer Kampagnenleistung gleichzusetzen. Auction Insights misst Präsenz und relative Platzierung, aber weder Profitabilität noch Leadqualität. Eine Domain kann häufiger auf der obersten Position erscheinen und gleichzeitig höhere Kosten pro Conversion oder einen niedrigeren ROAS erzielen.
Der Anteil an möglichen Impressionen besitzt ebenfalls keinen allgemeingültigen Zielwert. Eine Brand-Kampagne kann einen hohen Anteil anstreben, weil Nutzer gezielt nach der eigenen Marke suchen. Bei generischen Non-Brand-Keywords kann ein niedrigerer Wert wirtschaftlich sinnvoll sein, wenn zusätzliche Impressionen nur mit deutlich höheren Klickpreisen erreichbar wären. Vergleiche die Kennzahl deshalb immer mit Conversion-Rate, Kosten pro Conversion, Marge und ROAS.
Veränderungen statt Einzelwerte prüfen
Auction Insights wird aussagekräftiger, wenn du vergleichbare Zeiträume und Segmente gegenüberstellst. Steigt die Überschneidungsrate einer Domain innerhalb weniger Wochen deutlich, kann der Wettbewerber sein Budget, seine Keyword-Abdeckung oder seine geografische Ausrichtung verändert haben. Gleichzeitig kann eine Änderung deiner eigenen Einstellungen denselben Effekt erzeugen.
Messbar ist das zum Beispiel so: Prüfe die Wettbewerbswerte wöchentlich auf Kampagnenebene und vergleiche sie mit Budgetauslastung, CPC, Conversion-Rate und ROAS. Das SEA-Tool der Performance Suite führt Kampagnenkennzahlen, Wettbewerberinformationen und automatische Kontrollen in einer Oberfläche zusammen, damit Veränderungen nicht isoliert bewertet werden.
Typische Fehler bei Auction Insights
Auction Insights verleitet dazu, auf jede Bewegung eines Wettbewerbers mit höheren Geboten zu reagieren. Ein solcher Bieterwettbewerb kann den CPC erhöhen, ohne zusätzlichen Deckungsbeitrag zu erzeugen. Vor einer Gebotsänderung sollte deshalb geklärt werden, ob die betroffene Kampagne ihre wirtschaftlichen Ziele erreicht und ob zusätzlicher Traffic tatsächlich konvertiert.
Abgrenzung zu anderen Berichten
Der Unterschied zwischen Auction Insights und dem Suchbegriffebericht liegt im Analysegegenstand. Der Suchbegriffebericht zeigt, welche konkreten Eingaben Anzeigen ausgelöst haben. Auction Insights zeigt dagegen, welche Domains in den dazugehörigen Auktionen konkurrierten und wie sich deren Anzeigenpräsenz zu deiner verhielt.
Der Unterschied zwischen Auction Insights und einer klassischen Wettbewerbsanalyse liegt in der Datenbreite. Eine Wettbewerbsanalyse untersucht beispielsweise Anzeigenbotschaften, Landingpages, Produkte, Preise und organische Rankings. Auction Insights beschränkt sich auf aggregierte Google-Ads-Auktionsdaten und legt keine Keywords, Budgets, Klickpreise oder Gebotsstrategien anderer Unternehmen offen.
Für SEO und GEO, also Generative Engine Optimization, liefert Auction Insights nur Ausgangspunkte. Häufig sichtbare Domains können anschließend organisch und in KI-Antworten untersucht werden. Der Bericht selbst misst weder SEO-Sichtbarkeit noch Empfehlungen in ChatGPT, Perplexity, Gemini oder Grok. Eine belastbare Cross-Channel-Bewertung benötigt getrennte Datensätze, wie sie bei der Analyse von SEO und SEA Synergien zusammengeführt werden.
Auction Insights praktisch nutzen
Eine sinnvolle Auswertung beginnt mit getrennten Segmenten. Analysiere Brand-Kampagnen separat von generischen Suchkampagnen und unterteile wichtige Märkte nach Land oder Region. So erkennst du, ob ein Wettbewerber gezielt auf deinen Markennamen bietet, in einzelnen Regionen expandiert oder nur bei bestimmten Produktgruppen häufiger erscheint.
Aus Agenturprojekten kennen wir besonders häufig den Fall, dass eine vermeintliche Wettbewerbsattacke durch eine geänderte Kampagnenausrichtung verursacht wurde. Erst der Vergleich nach Gerät, Region und Keyword-Gruppe zeigt, ob tatsächlich ein anderer Werbetreibender aggressiver geworden ist oder ob deine Kampagne lediglich an mehr Auktionen teilnimmt.
Für eine vollständige Bewertung solltest du Auction Insights mit Suchanfragen, Anzeigen, Landingpages und Conversion-Daten verbinden. Eine strukturierte Google Ads Strategie legt vorab fest, bei welchen Kampagnen Reichweite, Profitabilität oder Markenschutz im Vordergrund stehen. Dadurch erhält jede Wettbewerbskennzahl einen klaren geschäftlichen Rahmen.
Häufige Fragen zu Auction Insights
Wo finde ich Auction Insights in Google Ads?
Auction Insights ist in Google Ads bei unterstützten Kampagnen über die Kampagnen-, Anzeigengruppen- oder Keyword-Auswertung erreichbar. Die genaue Navigation hängt vom Kampagnentyp und von der aktuellen Oberfläche ab. Der Bericht wird nur angezeigt, wenn genügend Auktionsdaten vorhanden sind.
Warum sehe ich bestimmte Wettbewerber nicht?
Ein Wettbewerber erscheint nur, wenn seine Anzeigen ausreichend oft an denselben Auktionen wie deine Anzeigen teilgenommen haben. Abweichende Keywords, Standorte, Zielgruppen, Geräte oder Auslieferungszeiten können dazu führen, dass keine relevante Überschneidung entsteht.
Was ist ein guter Anteil an möglichen Impressionen?
Es gibt keinen universell guten Wert. Der passende Anteil hängt von Kampagnentyp, Budget, Anzeigenrang und Wirtschaftlichkeit ab. Brand-Kampagnen werden meist anders bewertet als generische Suchkampagnen mit hohen Klickpreisen.
Kann ich die Gebote meiner Wettbewerber sehen?
Nein. Auction Insights zeigt keine Gebote, Tagesbudgets, Klickpreise, Conversion-Daten oder Gebotsstrategien anderer Werbetreibender. Die Werte beschreiben ausschließlich die relative Präsenz und Platzierung innerhalb gemeinsamer Auktionen.
Zeigt Auction Insights alle Marktteilnehmer?
Nein. Der Bericht bildet nur Werbetreibende mit ausreichender Überschneidung in den ausgewählten Google-Ads-Auktionen ab. Unternehmen ohne gemeinsame Auktionen oder mit zu wenig Daten werden nicht aufgeführt.
Wie oft sollte ich Auction Insights prüfen?
Für laufende Kampagnen ist eine wöchentliche oder monatliche Auswertung meist sinnvoll. Bei Brand-Kampagnen, saisonalen Märkten oder starken Veränderungen bei CPC und Impressionen kann eine häufigere Kontrolle erforderlich sein.
Wenn du Auction Insights gemeinsam mit Kosten, Conversions und Kampagnenzielen einordnen lassen möchtest, kannst du dein Konto unverbindlich prüfen lassen.
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