Bing Ads

Was sind Bing Ads?

Bing Ads ist die frühere Bezeichnung der Werbeplattform Microsoft Advertising. Unternehmen schalten darüber bezahlte Suchanzeigen auf Bing und weiteren Flächen des Microsoft-Werbenetzwerks. Die Abrechnung erfolgt häufig pro Klick. Welche Anzeige erscheint, bestimmt eine Auktion aus Gebot, Anzeigenqualität, Relevanz und weiteren Signalen.

Bing Ads einfach erklärt

Bing Ads gehört zur Suchmaschinenwerbung, kurz SEA für Search Engine Advertising. Microsoft benannte die Plattform 2019 in Microsoft Advertising um. Der ältere Name wird weiterhin häufig verwendet, wenn Unternehmen bezahlte Anzeigen in der Bing-Suche meinen. Technisch verwaltest du Kampagnen heute über die aktuelle Microsoft-Plattform.

Bing Ads bringt Anzeigen mit konkreten Suchanfragen zusammen. Sucht ein Nutzer beispielsweise nach „Industriereinigung München“, können passende Anbieter oberhalb oder zwischen den regulären Suchergebnissen erscheinen. Die Werbung wird gekennzeichnet und führt nach dem Klick auf eine festgelegte Landingpage.

Die Plattform eignet sich für Onlineshops, B2B-Unternehmen, lokale Anbieter und internationale Kampagnen. Unternehmen erreichen darüber Nutzer, die Bing direkt oder eine angebundene Suchfläche verwenden. Ob sich der Kanal rechnet, hängt weniger von der reinen Reichweite als von Klickpreis, Conversion-Rate und wirtschaftlichem Wert einer Anfrage ab.

So funktioniert die Anzeigenauktion

Bei Bing Ads löst eine passende Suchanfrage eine Anzeigenauktion aus. Die Plattform prüft in Sekundenbruchteilen, welche Kampagnen zur Suchanfrage, Region, Sprache, Zielgruppe und zum Gerät passen. Anschließend werden Anzeigenplatzierung und tatsächlicher Klickpreis anhand mehrerer Signale bestimmt.

Ein verbreiteter Denkfehler besteht darin, das höchste Gebot automatisch mit der obersten Anzeigenposition gleichzusetzen. Das Gebot ist nur ein Faktor. Eine relevante Anzeige mit einer passenden Landingpage kann konkurrenzfähig sein, obwohl ein anderer Werbetreibender mehr bietet. Microsoft veröffentlicht keine einfache Formel, mit der sich jede Position exakt vorausberechnen lässt. Prüfe deshalb Suchbegriffe, Anzeigenrelevanz und Zielseite gemeinsam.

  • Keywords: Sie legen fest, bei welchen Suchthemen eine Anzeige grundsätzlich teilnehmen kann.
  • Gebot: Es beeinflusst, welchen Betrag du für einen Klick oder ein anderes Kampagnenziel einzusetzen bereit bist.
  • Anzeigenqualität: Die Plattform bewertet unter anderem die erwartete Klickwahrscheinlichkeit und die Übereinstimmung mit der Suchanfrage.
  • Landingpage: Inhalt, technische Erreichbarkeit und Bezug zur Anzeige beeinflussen die Nutzererfahrung nach dem Klick.
Bei einer Abrechnung nach Klicks gilt für die durchschnittlichen Klickkosten die Formel: Gesamtkosten geteilt durch Anzahl der Klicks. Verursacht eine Kampagne beispielhaft 600 Euro Kosten und erhält 300 Klicks, beträgt der durchschnittliche CPC 2 Euro. Ob dieser Wert wirtschaftlich ist, zeigt erst der Vergleich mit Conversions, Umsatz oder qualifizierten Leads.

Kampagnentypen bei Bing Ads

Bing Ads umfasst mehr als klassische Textanzeigen. Der geeignete Kampagnentyp richtet sich danach, ob ein Unternehmen Suchanfragen abfangen, Produkte präsentieren oder definierte Zielgruppen erreichen möchte. Verfügbare Formate und Bezeichnungen können sich je nach Markt und Kontoeinstellung unterscheiden.

KampagnentypTypischer EinsatzWichtige Voraussetzung
SuchkampagneLeads, Verkäufe und Anrufe über konkrete SuchanfragenKeyword-Struktur und passende Landingpages
Shopping-KampagneProdukte mit Bild, Preis und Händlerangaben bewerbenAktueller Produktdatenfeed
Audience-KampagneZielgruppen auf weiteren Microsoft-Flächen ansprechenGeeignete Zielgruppensignale und Werbemittel
Dynamische SuchanzeigeSuchanfragen anhand vorhandener Website-Inhalte abdeckenKlare Seitenstruktur und aktuelle Inhalte

Suchkampagnen geben Unternehmen eine vergleichsweise direkte Kontrolle über Suchbegriffe und Anzeigentexte. Automatisierte Formate übernehmen mehr Auswahl durch das System und benötigen dafür saubere Conversion-Daten. Je stärker eine Kampagne automatisiert wird, desto wichtiger werden belastbares Tracking, eindeutige Ziele und regelmäßig geprüfte Suchanfragen.

Bing Ads und Google Ads

Der Unterschied zwischen Bing Ads und Google Ads liegt vor allem im Werbenetzwerk und in der erreichbaren Nutzerschaft. Beide Plattformen arbeiten mit Kampagnen, Keywords, Geboten, Anzeigen und Conversion-Messung. Eine Kampagne wird jedoch nicht automatisch auf beiden Suchmaschinen ausgespielt. Dafür sind getrennte Konten und Plattformfreigaben erforderlich.

Microsoft ermöglicht den Import bestehender Kampagnen aus Google Ads. Ein Import spart Einrichtungsarbeit, ersetzt aber keine Kontrolle. Gebote, Budgets, Zielgruppen, Anzeigenfreigaben und Suchvolumen können sich zwischen den Netzwerken unterscheiden. Nach jedem Import solltest du deshalb Standortoptionen, Tagesbudgets, Conversion-Ziele und automatisch übernommene Einstellungen prüfen.

Für die Kanalwahl reicht ein Vergleich der durchschnittlichen Klickpreise nicht aus. Aussagekräftiger sind Kosten pro Conversion, Umsatz pro Werbekosten und Leadqualität. Eine Kampagne mit einem niedrigeren CPC kann unwirtschaftlich sein, wenn kaum Nutzer abschließen. Eine Kampagne mit höheren Klickkosten kann profitabel arbeiten, wenn sie besonders wertvolle Anfragen erzeugt.

Kosten und Leistung messen

Bing Ads hat keinen einheitlichen Preis pro Anzeige oder Keyword. Die Kosten entstehen abhängig von Wettbewerb, Gebot, Zielgruppe, Region, Anzeigenqualität und Abrechnungsmodell. Du legst ein Budget fest, während die Plattform innerhalb dieses Rahmens an Auktionen teilnimmt. Ein Tagesbudget begrenzt den geplanten Einsatz, das Gebot steuert die Teilnahme an einzelnen Auktionen.

Messbar ist Bing Ads zum Beispiel so: Im Werbekonto vergleichst du Impressionen, Klicks, CTR, durchschnittlichen CPC, Conversions und Kosten pro Conversion. Für Umsatzkampagnen kommt der ROAS hinzu. Der ROAS berechnet sich aus Conversion-Wert geteilt durch Werbekosten. 4.000 Euro gemessener Umsatz bei 1.000 Euro Werbekosten ergeben beispielhaft einen ROAS von 4 beziehungsweise 400 Prozent.

Die Klickrate allein bewertet keine Wirtschaftlichkeit. Eine hohe CTR zeigt zunächst nur, dass viele Nutzer nach einer Einblendung klicken. Führt die Anzeige auf eine unpassende Seite, können trotz guter CTR hohe Kosten und wenige Abschlüsse entstehen. Bewerte Anzeigen deshalb bis zur Conversion und bei Leads möglichst bis zur tatsächlichen Qualifizierung im Vertrieb.

Bing Ads für SEO und GEO

Bing Ads beeinflusst organische Rankings nicht direkt. Bezahlte Klicks kaufen keine bessere Position in den unbezahlten Suchergebnissen. SEA-Daten können SEO jedoch unterstützen: Suchbegriffe mit Conversions zeigen, welche Themen wirtschaftlich relevant sind. Der Beitrag zu SEO- und SEA-Synergien erklärt, wie beide Datenbestände gemeinsam ausgewertet werden.

Für GEO, also Generative Engine Optimization, ergibt sich ein indirekter Bezug über Microsofts Suchökosystem. Klare Produktinformationen, belastbare Landingpages und konsistente Markenangaben verbessern die Datenbasis für verschiedene Suchoberflächen. Bezahlte Anzeigen erzeugen jedoch keine automatische Nennung in KI-Antworten. GEO verlangt weiterhin zitierfähige Inhalte, technische Zugänglichkeit und erkennbare Autorität.

Typische Fehler vermeiden

Viele Bing-Ads-Kampagnen übernehmen Einstellungen aus einem anderen Werbekonto und laufen anschließend ohne gründliche Kontrolle. Dadurch können unpassende Regionen, zu breite Keywords oder falsche Conversion-Ziele aktiv bleiben. Eine weitere Fehlerquelle sind Suchbegriffe, die zwar zum Keyword passen, aber keine Kaufabsicht erkennen lassen.

Automatische Importe und Empfehlungen dürfen nicht ungeprüft aktiviert bleiben. Kontrolliere nach größeren Änderungen mindestens Budget, Standortausrichtung, Suchbegriffe, Anzeigentexte, Tracking und Zielseiten. Eine Kampagne kann technisch Klicks liefern und trotzdem auf das falsche Geschäftsziel optimieren.

Eine saubere Optimierung beginnt mit einer klaren Zielgröße. Ein Onlineshop benötigt Umsatz und Deckungsbeitrag, während ein B2B-Unternehmen qualifizierte Leads bewerten muss. Pausiere Keywords nicht allein wegen weniger Klicks. Prüfe zuerst, ob der Betrachtungszeitraum genügend Daten enthält und ob einzelne Abschlüsse einen hohen wirtschaftlichen Wert besitzen.

Passende Suchbegriffe und geschätzte Klickpreise kannst du mit dem kostenlosen Keyword-Planer vergleichen. Für eine betreute Kampagnenstrategie findest du außerdem Informationen zum SEA-Leistungsumfang der OSG und zu den verfügbaren Google-Ads-Referenzen.

Wenn du prüfen möchtest, wie Bing Ads in deinen bestehenden Suchmaschinenmix passt, kannst du deine Ausgangslage unverbindlich besprechen.

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Häufige Fragen zu Bing Ads

Heißen Bing Ads heute noch so?

Die Plattform heißt seit 2019 Microsoft Advertising. Bing Ads wird weiterhin als geläufige Bezeichnung für bezahlte Werbung in der Bing-Suche verwendet.

Wie werden Bing Ads abgerechnet?

Viele Suchkampagnen werden nach Klicks abgerechnet. Kosten entstehen dann, wenn ein Nutzer die Anzeige anklickt. Je nach Kampagnentyp und Strategie können auch andere Optimierungsziele verwendet werden.

Kann ich Google-Ads-Kampagnen in Bing importieren?

Bestehende Kampagnen lassen sich in Microsoft Advertising importieren. Nach dem Import müssen Budgets, Regionen, Conversion-Ziele, Gebote und Anzeigen geprüft werden, weil sich die Bedingungen der Netzwerke unterscheiden.

Lohnen sich Bing Ads für kleine Unternehmen?

Bing Ads können sich für kleine Unternehmen lohnen, wenn die Zielgruppe das Microsoft-Suchnetzwerk nutzt und der Wert einer Conversion die Werbekosten übersteigt. Eine Testkampagne benötigt ein klares Ziel und korrektes Conversion-Tracking.

Verbessern Bing Ads das SEO-Ranking?

Bing Ads verbessern organische Rankings nicht direkt. Suchbegriffe, Conversion-Daten und erfolgreiche Landingpages aus SEA-Kampagnen können jedoch Hinweise für die SEO-Strategie liefern.

Kann man Bing Ads selbst schalten?

Unternehmen können Bing Ads selbst einrichten und verwalten. Erforderlich sind Kenntnisse zu Keywords, Geboten, Tracking, Suchbegriffen und Landingpages. Ohne Conversion-Messung lässt sich die Wirtschaftlichkeit einer Kampagne nicht zuverlässig beurteilen.


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