Blank Link Target

Was ist ein Blank Link Target?

Ein Blank Link Target ist ein HTML-Zielattribut, das den verlinkten Inhalt in einem neuen Browserkontext öffnet, meist in einem neuen Tab. Dafür erhält ein Link target="_blank". Für eine sichere Umsetzung sollte zusätzlich rel="noopener" gesetzt werden, damit die geöffnete Seite keinen Zugriff auf die Ausgangsseite erhält.

Blank Link Target bezeichnet die Anweisung, einen Link außerhalb des aktuell verwendeten Browser-Tabs zu öffnen. Die deutsche Entsprechung lautet Zielattribut für einen neuen Browserkontext. Ob tatsächlich ein neuer Tab oder ein separates Fenster erscheint, bestimmen der Browser und die Einstellungen des Nutzers.

Was Blank Link Target bewirkt

Ein normaler HTML-Link wird ohne besonderes Target-Attribut im aktuellen Browserkontext geöffnet. Ein Blank Link Target weist den Browser dagegen an, einen neuen, unbenannten Kontext zu erzeugen. Der ursprüngliche Tab bleibt geöffnet, während das verlinkte Dokument separat geladen wird.

Das Verhalten kann sinnvoll sein, wenn Nutzer auf eine externe Quelle, ein PDF, einen Zahlungsanbieter oder eine ergänzende Anwendung wechseln sollen, ohne den ursprünglichen Arbeitsstand zu verlieren. Bei internen Navigationslinks ist ein neuer Tab meist unnötig, weil Nutzer die Zurück-Funktion des Browsers erwarten und Tabs bei Bedarf selbst öffnen können.

  • Externe Quellen können parallel zum Ausgangstext geöffnet werden.
  • Formulare oder Konfigurationen bleiben im ursprünglichen Tab erhalten.
  • Auf Mobilgeräten kann der Wechsel weniger deutlich erkennbar sein.
  • Assistive Technologien benötigen einen verständlichen Hinweis auf den neuen Kontext.

HTML-Syntax und sichere Umsetzung

Ein Blank Link Target wird direkt im öffnenden Anchor-Element gesetzt. Eine vollständige Umsetzung sieht beispielsweise so aus: <a href="https://example.com" target="_blank" rel="noopener">Externe Quelle öffnen</a>. Das href-Attribut enthält das Linkziel, während target="_blank" den neuen Browserkontext bestimmt.

Das Attribut rel="noopener" verändert weder das Linkziel noch die Crawlbarkeit des Links. Es verhindert den Zugriff der neu geöffneten Seite auf das ursprüngliche Fenster über window.opener. Moderne Browser sichern viele Links mit target="_blank" bereits automatisch ab. Die explizite Angabe bleibt dennoch sinnvoll, weil sie die beabsichtigte Sicherheitsbeziehung im Quellcode eindeutig dokumentiert.

Warum noopener relevant ist

Ohne ausreichende Trennung konnte eine in einem neuen Tab geöffnete Seite über die JavaScript-Eigenschaft window.opener auf den ursprünglichen Tab zugreifen. Ein Angreifer konnte dessen Adresse verändern und beispielsweise eine täuschend ähnliche Anmeldeseite laden. Dieses Angriffsmuster wird als Reverse Tabnabbing bezeichnet.

rel="noopener" unterbindet diese Verbindung. rel="noreferrer" verhindert ebenfalls den Zugriff über window.opener, unterdrückt zusätzlich aber die Übermittlung des HTTP-Referer-Headers. Dadurch kann die Zielseite die Herkunft des Besuchs möglicherweise nicht mehr erkennen. Für die reine Absicherung ist noopener deshalb häufig die passendere Wahl.

Verwechsle noopener nicht mit nofollow. noopener schützt den Browserkontext. nofollow ist eine Angabe zur Beziehung zwischen verlinkender und verlinkter Seite. Ein Sicherheitsattribut ersetzt keine SEO-Kennzeichnung und eine SEO-Kennzeichnung ersetzt keine technische Absicherung.

Relevanz für SEO und GEO

Ein Blank Link Target verbessert oder verschlechtert ein Ranking nicht allein dadurch, dass ein Link in einem neuen Tab geöffnet wird. Suchmaschinen orientieren sich beim Crawling vor allem an der im href-Attribut hinterlegten URL und an Linkattributen wie nofollow, sponsored oder ugc. target="_blank" steuert dagegen das Verhalten im Browser.

Für SEO kann die Umsetzung indirekt relevant werden, wenn sie die Bedienbarkeit beeinflusst. Viele automatisch geöffnete Tabs erschweren die Navigation, besonders auf Smartphones. Eine klare interne Linkstruktur unterstützt dagegen das Crawling und hilft Nutzern, Inhalte nachvollziehbar zu erschließen. Solche Verknüpfungen gehören zu einer strukturierten Onpage-Optimierung.

Für GEO, also Generative Engine Optimization, verändert ein Blank Link Target nicht, ob ein KI-System eine Quelle inhaltlich auswertet oder zitiert. Entscheidend bleiben zugängliche URLs, präzise Inhalte, nachvollziehbare Quellenbeziehungen und eine technisch crawlbare Website. Das Target-Attribut ist deshalb eine Bedienungsentscheidung und kein besonderes Signal für KI-Sichtbarkeit.

Blank Link Target richtig einsetzen

Die Auswahl sollte sich am erwarteten Nutzerverhalten orientieren. Ein neuer Tab ist vor allem dann nachvollziehbar, wenn der verlinkte Inhalt eine laufende Aufgabe ergänzt. Dazu gehören Dokumentationen während einer Konfiguration, externe Quellen in einem Fachartikel oder Bedingungen, die parallel zu einem Formular gelesen werden sollen.

Ein Link sollte im aktuellen Tab bleiben, wenn er Teil der normalen Seitennavigation ist. Dazu zählen Menüpunkte, Kategoriepfade, weiterführende interne Artikel und Schritte eines zusammenhängenden Prozesses. Diese Regel erhält die Kontrolle des Nutzers, denn ein Link im aktuellen Tab lässt sich über Browserfunktionen trotzdem manuell in einem neuen Tab öffnen.

  • Setze target="_blank" nur bei einem nachvollziehbaren Nutzungsvorteil.
  • Ergänze bei externen Zielen ausdrücklich rel="noopener".
  • Kennzeichne den Kontextwechsel im Linktext oder mit einem verständlichen Hinweis.
  • Prüfe mobile Navigation, Tastaturbedienung und Screenreader-Ausgabe.
  • Kontrolliere Links nach Relaunches auf veraltete oder fehlerhafte Ziele.

Messbar ist die Umsetzung durch einen technischen Crawl: Erfasst werden alle Links mit target="_blank", die jeweilige Ziel-URL und das vorhandene rel-Attribut. Auffällige Links lassen sich anschließend nach internem oder externem Ziel, HTTP-Status und fehlender Absicherung gruppieren. Ein technisches SEO-Audit verbindet diese Prüfung mit der Analyse von Weiterleitungen, Statuscodes und internen Linkwegen.

Unterschiede der Target-Werte

Der Unterschied zwischen Blank Link Target und anderen Target-Werten liegt im gewählten Browserkontext. _self lädt das Ziel im aktuellen Kontext und entspricht dem Standardverhalten. _parent öffnet das Ziel im übergeordneten Kontext eines eingebetteten Dokuments. _top verwendet den obersten Browserkontext und verlässt damit eine vorhandene Frame-Struktur.

Target-WertVerhaltenTypischer Einsatz
_blankNeuer BrowserkontextExterne Ergänzung oder separates Dokument
_selfAktueller BrowserkontextNormale interne Navigation
_parentÜbergeordneter KontextDokument innerhalb einer Frame-Struktur
_topOberster BrowserkontextVerlassen einer verschachtelten Frame-Struktur

Ein benannter Target-Wert wie target="produktvergleich" kann denselben Browserkontext bei späteren Klicks erneut verwenden. _blank erzeugt dagegen grundsätzlich einen neuen Kontext. Benannte Ziele kommen heute seltener vor, können aber bei Anwendungen sinnvoll sein, die Informationen gezielt in einem bestimmten Zusatzfenster aktualisieren.

Häufige Fragen zu Blank Link Target

Öffnet target=_blank immer einen neuen Tab?

Nein. target=_blank fordert einen neuen Browserkontext an. Ob der Browser dafür einen Tab oder ein separates Fenster verwendet, hängt von der Software und den Einstellungen des Nutzers ab.

Ist target=_blank schlecht für SEO?

target=_blank ist für sich genommen kein negatives Ranking-Signal. Für Suchmaschinen bleibt vor allem die verlinkte URL relevant. Zu viele automatisch geöffnete Tabs können jedoch die Bedienbarkeit der Website verschlechtern.

Braucht jeder Blank Link rel=noopener?

Die explizite Angabe rel=noopener ist weiterhin empfehlenswert. Moderne Browser behandeln target=_blank häufig bereits wie noopener, doch die zusätzliche Angabe dokumentiert die gewünschte Absicherung eindeutig und unterstützt ältere Umgebungen.

Was ist der Unterschied zwischen noopener und noreferrer?

noopener trennt die neu geöffnete Seite vom ursprünglichen Browserkontext. noreferrer unterbindet zusätzlich die Übermittlung der Herkunftsinformation an die Zielseite und kann dadurch die Zuordnung von Verweiszugriffen beeinflussen.

Sollten externe Links immer in einem neuen Tab öffnen?

Nein. Ein neuer Tab sollte einen konkreten Nutzungsvorteil bieten. Nutzer können Links selbst in einem neuen Tab öffnen, während ein automatisch erzeugter Kontextwechsel auf Mobilgeräten oder mit assistiven Technologien irritieren kann.

Sollten interne Links target=_blank verwenden?

Interne Links sollten normalerweise im aktuellen Tab öffnen, weil sie Teil der regulären Navigation sind. Ein neuer Tab kann sinnvoll sein, wenn ein interner Rechner, ein Dokument oder eine Anwendung parallel zu einer laufenden Aufgabe benötigt wird.

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