Ixquick


Was ist Ixquick?

Ixquick war eine datenschutzorientierte Metasuchmaschine, die Suchergebnisse mehrerer externer Suchdienste abfragte, zusammenführte und nach ihrer Übereinstimmung bewertete. Die Suchmaschine startete 1998 und wurde vor allem durch ihren Verzicht auf personalisierte Nutzerprofile bekannt. Seit April 2018 werden die Ixquick-Dienste nicht mehr angeboten.

Was war Ixquick?

Ixquick war eine Metasuchmaschine, die keinen vollständigen eigenen Webindex betrieb, sondern Suchanfragen an mehrere Suchdienste weiterleitete. Die erhaltenen Treffer wurden anschließend zusammengeführt, von Dubletten bereinigt und in einer gemeinsamen Ergebnisliste dargestellt.

Die Suchmaschine wurde 1998 von David Bodnick entwickelt und später von der niederländischen Surfboard Holding B.V. übernommen. Sie war unter verschiedenen Domains sowie zeitweise als Such-App verfügbar. Zu den bekanntesten Adressen gehörten ixquick.com und ixquick.eu.

Das zentrale Merkmal der Marke war der Schutz personenbezogener Suchdaten. Ixquick positionierte sich früh als Alternative zu Suchdiensten, die Suchverläufe, IP-Adressen oder Cookies zur Erstellung personalisierter Nutzerprofile verwendeten.

Wie funktionierte die Metasuchmaschine?

Bei einer Suchanfrage rief Ixquick Ergebnisse aus mehreren Suchmaschinen und Verzeichnissen ab. Ein eigener Algorithmus verglich die gelieferten URLs und versuchte, besonders häufig übereinstimmende Treffer weiter oben einzuordnen. Dadurch entstand eine aggregierte Ergebnisliste aus verschiedenen Quellen.

Ein Sternsystem machte sichtbar, wie viele abgefragte Suchdienste eine bestimmte Seite als relevant bewertet hatten. Je mehr Sterne ein Treffer erhielt, desto größer war die Übereinstimmung zwischen den beteiligten Quellen. Das System war damit eine Form des anbieterübergreifenden Konsenses und kein eigenständiger Rankingfaktor für Websites.

Eine Metasuchmaschine durchsucht das Web üblicherweise nicht vollständig mit einem eigenen Crawler. Sie übermittelt eine Anfrage an andere Suchdienste, verarbeitet deren Resultate und stellt daraus eine neue Trefferliste zusammen. Die Qualität hängt deshalb sowohl vom eigenen Aggregationsverfahren als auch von den angebundenen Quellen ab.

Unterschied zwischen Metasuchmaschine und klassischer Suchmaschine

MerkmalMetasuchmaschineKlassische Suchmaschine
DatenbasisErgebnisse mehrerer externer SuchdiensteÜberwiegend eigener Suchindex
CrawlingKein umfassendes eigenes Crawling erforderlichEigene Crawler erfassen und aktualisieren Webseiten
RankingZusammenführung und Neubewertung fremder TrefferBewertung anhand eigener Ranking-Systeme
AbhängigkeitStark von angeschlossenen Quellen abhängigStark von Qualität und Umfang des eigenen Index abhängig
PersonalisierungJe nach Anbieter gering oder nicht vorhandenJe nach Suchdienst und Einstellungen möglich

Welche Datenschutzfunktionen bot Ixquick?

Ixquick war darauf ausgerichtet, Suchanfragen ohne langfristig zuordenbares Nutzerprofil zu verarbeiten. Nach den damaligen Angaben des Betreibers wurden keine identifizierenden Cookies eingesetzt, persönliche Suchhistorien nicht aufgebaut und IP-Adressen nicht dauerhaft mit Suchbegriffen verbunden.

Im Juli 2008 erhielt ixquick.com als erster Dienst das Europäische Datenschutzgütesiegel EuroPriSe für ein IT-Produkt beziehungsweise einen IT-basierten Dienst. Die Zertifizierung bestätigte die zum Prüfzeitpunkt untersuchten Datenschutz- und Sicherheitsmaßnahmen der Suchmaschine.

Der Datenschutzansatz beeinflusste auch die Suchergebnisse. Ohne ein dauerhaftes Profil konnten frühere Anfragen oder vermutete Interessen des Nutzers die Reihenfolge der Treffer nicht individuell verändern. Zwei Personen erhielten bei vergleichbaren Einstellungen daher eher einheitliche als persönlich zugeschnittene Ergebnisse.

  • Suchanfragen sollten keinem langfristigen persönlichen Suchprofil zugeordnet werden.
  • Die IP-Adresse sollte nicht als dauerhafte Kennung für den Suchverlauf dienen.
  • Die Ergebnisreihenfolge basierte auf den gelieferten Suchresultaten und dem Aggregationsverfahren.
  • Werbung konnte kontextbezogen zum aktuellen Suchbegriff erscheinen, ohne ein Interessenprofil vorauszusetzen.

Warum wurde Ixquick eingestellt?

Der Betreiber stellte die Ixquick-Produkte im April 2018 ein. Betroffen waren ixquick.com, ixquick.eu, ixquick.info und die Ixquick Search App. Als Grund nannte das Unternehmen die Konzentration der Ressourcen auf Startpage, das sich zum stärker genutzten Suchprodukt entwickelt hatte.

Ixquick und Startpage dürfen dennoch nicht vollständig gleichgesetzt werden. Ixquick aggregierte historisch Ergebnisse verschiedener Suchdienste, während Startpage später vor allem als datenschutzorientierter Vermittler zu externen Ergebnisanbietern arbeitete. Startpage verfügt ebenfalls nicht über einen vollständigen eigenen Webindex und ist von den gelieferten Resultaten seiner Suchpartner abhängig.

Welche Bedeutung hatte Ixquick für SEO?

Ixquick war für SEO nur indirekt optimierbar, weil die Metasuchmaschine ihre Treffer aus anderen Suchdiensten bezog. Gute Positionen in den angebundenen Quellen erhöhten die Chance, auch in der aggregierten Ergebnisliste sichtbar zu werden. Eine separate technische Indexierung ausschließlich für Ixquick war normalerweise nicht erforderlich.

Das Sternsystem verdeutlichte einen grundlegenden SEO-Zusammenhang: Eine URL, die von mehreren Suchmaschinen als relevant eingestuft wurde, konnte auch in einer Metasuche prominent erscheinen. Technische Erreichbarkeit, passende Inhalte, eindeutige Seitensignale und ein vertrauenswürdiges Backlink-Profil wirkten über die ursprünglichen Suchindizes auf die Metasuchergebnisse ein.

Für aktuelle SEO-Projekte ist Ixquick kein eigener Zielkanal mehr. Unternehmen sollten daher keine Rankings oder Indexierungen für diesen Dienst messen. Historische Verweise in Analyseplattformen, alten Reports oder Serverprotokollen können jedoch erklären, weshalb ältere Websites noch Ixquick als ehemalige Traffic-Quelle aufführen.

Eine heutige SEO-Keyword-Recherche sollte aktive Suchmaschinen, die jeweilige Suchintention und relevante KI-Suchen berücksichtigen. Veraltete Suchanbieter aus historischen Keyword-Listen sollten gekennzeichnet oder entfernt werden, damit Ressourcen nicht auf nicht mehr erreichbare Rankings entfallen.

Ixquick im Kontext von SEA und GEO

Für SEA war Ixquick als Ausspielungsumfeld kontextbezogener Anzeigen von Bedeutung. Werbeanzeigen orientierten sich am aktuellen Suchbegriff statt an einem langfristigen Interessenprofil. Seit der Einstellung der Produkte existiert jedoch kein aktives Ixquick-Inventar mehr, das in einer gegenwärtigen SEA-Planung separat berücksichtigt werden müsste.

Für GEO, die Generative Engine Optimization, besitzt Ixquick überwiegend historische Relevanz. KI-Systeme können den Namen in Antworten zu Metasuchmaschinen, Suchmaschinenhistorie oder Datenschutz nennen. Inhalte sollten deshalb eindeutig erklären, dass Ixquick ein eingestellter Dienst ist und nicht als aktuell nutzbare Suchmaschine dargestellt werden darf.

Bei einer Optimierung der Sichtbarkeit in KI-Suchen helfen klar formulierte Entitätsbeziehungen: Ixquick war eine Metasuchmaschine, Startpage ist die weiterhin geführte Marke und der Support für die früheren Ixquick-Produkte endete im April 2018. Diese eindeutige zeitliche Einordnung reduziert Verwechslungen in automatisch erzeugten Antworten.

Wie sollten alte Ixquick-Verweise behandelt werden?

Alte Erwähnungen müssen nicht grundsätzlich gelöscht werden. In historischen Artikeln können sie erhalten bleiben, wenn ein Aktualisierungshinweis den eingestellten Status erklärt. In aktuellen Anleitungen, Browserempfehlungen oder Tool-Listen sollte Ixquick dagegen nicht mehr als verfügbare Suchmaschine aufgeführt werden.

  • Prüfe alte Beiträge auf Links zu nicht mehr erreichbaren Ixquick-Domains.
  • Ergänze bei historischem Kontext das konkrete Ende des Dienstes im April 2018.
  • Entferne Ixquick aus aktuellen Tool-Vergleichen und Einrichtungsanleitungen.
  • Trenne die frühere Metasuche fachlich von heutigen Such- und KI-Systemen.

Fragen zur Einordnung historischer Suchdienste oder zu deiner aktuellen SEO-, SEA- und GEO-Strategie kannst du in einer kostenlosen Erstberatung mit der OSG klären.

Häufige Fragen zur früheren Metasuchmaschine

Kann man Ixquick heute noch nutzen?

Nein. Der Betreiber stellte die Ixquick-Websites und die Ixquick Search App im April 2018 ein. Alte Domains oder Einträge in Software-Verzeichnissen sind deshalb kein Beleg für einen weiterhin verfügbaren Suchdienst.

War Ixquick ein anderer Name für Startpage?

Ixquick und Startpage gehörten zum selben Anbieterumfeld, waren aber historisch nicht vollständig identisch. Ixquick war vor allem als Metasuchmaschine bekannt, während sich der Betreiber später auf die Marke Startpage konzentrierte.

Hatte Ixquick einen eigenen Suchindex?

Ixquick betrieb keinen mit großen klassischen Suchmaschinen vergleichbaren vollständigen Webindex. Der Dienst bezog Resultate von mehreren Suchquellen und führte sie in einer eigenen Ergebnisliste zusammen.

Was bedeuteten die Sterne in den Ixquick-Ergebnissen?

Die Sterne zeigten an, wie viele der abgefragten Suchdienste eine URL als relevantes Ergebnis geliefert hatten. Eine hohe Zahl bedeutete eine größere Übereinstimmung zwischen den Quellen.

Sollte Ixquick noch in einem SEO-Reporting erscheinen?

Ixquick sollte nicht als aktueller Ranking- oder Traffic-Kanal geführt werden. Historische Daten können weiterhin dokumentiert werden, müssen aber klar als Werte eines eingestellten Suchdienstes gekennzeichnet sein.


Sie haben noch Fragen?

Kontaktieren Sie uns

SEO GEO Angebot


Weitere Inhalte