Statuscode 406 Not Acceptable

Was ist der HTTP-Statuscode 406 „Not Acceptable“?

Der Statuscode 406 „Not Acceptable“ ist eine HTTP-Antwort aus der Klasse der Clientfehler. Ein Server sendet ihn, wenn keine verfügbare Darstellung einer angeforderten Ressource zu den vom Client übermittelten Vorgaben für Medientyp, Sprache oder Komprimierung passt und der Server keine Standarddarstellung ausliefern will.

Was bedeutet der Fehler 406 „Not Acceptable“?

Der Statuscode 406 „Not Acceptable“ entsteht bei der Inhaltsaushandlung zwischen einem Client und einem Webserver. Der Client, etwa ein Browser, Crawler oder API-Programm, teilt in seinen HTTP-Headern mit, welche Antwortformate er akzeptiert. Kann der Server keine passende Variante bereitstellen, darf er die Anfrage mit dem Status 406 ablehnen.

Der Fehler gehört zur HTTP-Klasse 4xx und kennzeichnet damit formal ein Problem mit der Anfrage. Die URL kann vorhanden und der Server grundsätzlich erreichbar sein. Die angeforderte Ressource steht jedoch nicht in einer Darstellung zur Verfügung, die den übermittelten Auswahlkriterien entspricht.

Nach RFC 9110 soll ein Server eine 406-Antwort verwenden, wenn keine aktuelle Repräsentation zu den Header-Vorgaben des Clients passt und der Server keine Standardvariante ausliefern möchte. Der Server kann die Vorgaben alternativ ignorieren und eine verfügbare Darstellung senden.

Wie entsteht ein HTTP-Fehler 406?

Die Inhaltsaushandlung, auch Content Negotiation genannt, beginnt mit der Anfrage des Clients. Dieser kann über verschiedene Accept-Header festlegen, welche Medientypen, Sprachen und Komprimierungsverfahren er verarbeiten kann. Der Server vergleicht diese Angaben mit den verfügbaren Varianten der Ressource.

  • Accept: Dieser Header definiert akzeptierte Medientypen wie text/html, application/json oder image/webp.
  • Accept-Language: Der Header übermittelt bevorzugte Sprachen wie Deutsch, Englisch oder Französisch.
  • Accept-Encoding: Diese Angabe beschreibt unterstützte Komprimierungen wie gzip oder br.
  • Accept-Charset: Der Header kann gewünschte Zeichencodierungen übermitteln, wird in modernen Anwendungen jedoch nur noch selten benötigt.

Ein typisches Beispiel ist eine API, die ausschließlich HTML ausliefert, während der Client mit Accept: application/json ausdrücklich eine JSON-Antwort verlangt. Verweigert der Server eine HTML-Standardantwort, kann er den HTTP-Status 406 zurückgeben.

Accept-Header können Präferenzen mit sogenannten Qualitätswerten gewichten. Ein Wert von q=1 kennzeichnet die höchste Priorität, während q=0 eine Variante ausdrücklich ausschließt. Die Angabe Accept-Language: de;q=1, en;q=0.7 bevorzugt beispielsweise Deutsch, akzeptiert aber auch Englisch mit geringerer Priorität.

Welche Ursachen hat eine 406-Antwort?

Eine unvereinbare Inhaltsaushandlung ist die standardisierte Ursache des Fehlers. In realen Webprojekten können jedoch auch Serverregeln, Sicherheitsmodule oder fehlerhafte Anwendungen einen 406-Status erzeugen, obwohl das Problem nicht unmittelbar mit einem Accept-Header zusammenhängt.

  • Der Client fordert einen Medientyp an, den die Website oder API nicht bereitstellt.
  • Die gewünschte Sprache ist nicht verfügbar und eine sprachliche Standardversion fehlt.
  • Der Client schließt alle vom Server unterstützten Komprimierungsverfahren aus.
  • Eine Web Application Firewall bewertet Anfrageparameter, Formulardaten oder Header als verdächtig.
  • Servermodule wie ModSecurity blockieren bestimmte Zeichenfolgen oder Request-Muster.
  • Ein CMS, Plugin, Proxy oder Content Delivery Network verarbeitet Header fehlerhaft.
  • Eine API setzt zu enge Regeln für zulässige Antwortformate oder API-Versionen ein.

Bei Websites tritt der Fehler häufig nur unter bestimmten Bedingungen auf. Eine URL kann im normalen Browser funktionieren, während ein Crawler, ein API-Client oder ein Browser mit anderer Spracheinstellung einen 406-Status erhält. Deshalb reicht ein einzelner manueller Seitenaufruf für die Diagnose nicht immer aus.

Ein 406-Fehler sollte nicht durch eine pauschale Deaktivierung aller Sicherheitsregeln behoben werden. Prüfe zuerst das Serverprotokoll und die ausgelöste Regel. Entferne oder begrenze anschließend nur die fehlerhafte Konfiguration, damit notwendige Schutzmechanismen aktiv bleiben.

Unterschiede zu anderen 4xx-Statuscodes

Der Unterschied zwischen dem Status 406 und anderen Clientfehlern liegt in der Ursache der Ablehnung. Bei 406 existiert die Ressource häufig, doch der Server kann keine für den Client akzeptable Antwortdarstellung liefern. Andere 4xx-Codes betreffen beispielsweise Berechtigungen, fehlende Ressourcen oder das Format eingehender Daten.

StatuscodeBedeutungTypische UrsacheAbgrenzung zu 406
400Bad RequestDie Anfrage ist syntaktisch fehlerhaft.Bei 406 ist die Anfrage grundsätzlich verständlich, aber keine passende Antwortdarstellung verfügbar.
403ForbiddenDer Server verweigert den Zugriff.403 betrifft die Zugriffsberechtigung, 406 die akzeptierten Eigenschaften der Antwort.
404Not FoundDie angeforderte Ressource wurde nicht gefunden.Eine Ressource mit 406 kann existieren, während sie bei 404 fehlt.
415Unsupported Media TypeDas Format der vom Client gesendeten Daten wird nicht unterstützt.415 betrifft meist den Anfrageinhalt, 406 das gewünschte Format der Serverantwort.
429Too Many RequestsDer Client hat zu viele Anfragen gesendet.429 ist eine Begrenzung der Anfragerate und kein Fehler der Inhaltsaushandlung.

Welche Bedeutung hat der Status 406 für SEO?

Eine indexierbare Website sollte für Suchmaschinen-Crawler im Regelfall den Statuscode 200 liefern. Erhält Googlebot für eine relevante URL stattdessen einen 406-Status, kann der Seiteninhalt nicht zuverlässig gecrawlt, gerendert und indexiert werden.

Google verwendet Inhalte von URLs mit einem 4xx-Status nicht für die Indexierung. Bereits indexierte URLs, die dauerhaft einen 4xx-Code zurückgeben, können im Laufe der Zeit aus dem Suchindex entfernt werden. Google behandelt dabei die meisten 4xx-Antworten mit Ausnahme von 429 technisch ähnlich.

Besonders kritisch sind unterschiedliche Antworten nach User-Agent, Sprache, IP-Adresse oder Request-Header. Wenn Besucher eine 200-Antwort erhalten, Googlebot aber mit 406 abgewiesen wird, bleibt der Fehler bei einer normalen Browserkontrolle möglicherweise unentdeckt. Ein regelmäßiger technischer Website-Crawl sollte deshalb Statuscodes und Crawl-Fehler erfassen.

URLs mit einem 406-Status gehören nicht in eine XML-Sitemap. Eine Sitemap sollte die kanonischen und indexierbaren URLs einer Website enthalten, die direkt mit einem erfolgreorten. Fehlerhafte Sitemap-URLs senden unklare Signale und verursachen unnötige Abrufe durch Suchmaschinen-Crawler.

Auswirkungen auf SEA und GEO

Im SEA kann eine 406-Antwort verhindern, dass Werbeplattformen eine Landingpage zuverlässig abrufen und prüfen. Tritt der Fehler nur beim Crawler der Plattform auf, während die Seite für den Betreiber erreichbar bleibt, können technische Prüfungen, Anzeigenfreigaben und die Erfassung des Nutzerwegs beeinträchtigt werden.

Für GEO, die Generative Engine Optimization, betrifft der Fehler den technischen Zugriff von KI-Systemen und ihren Crawlern. Schränkt ein Server akzeptierte User-Agents, Sprachen oder Medientypen zu stark ein, können KI-basierte Such- und Antwortsysteme öffentlich vorgesehene Inhalte möglicherweise nicht abrufen. Ein 200-Status garantiert keine Berücksichtigung, bildet aber die technische Voraussetzung für einen regulären Zugriff.

Wie lässt sich ein 406-Fehler beheben?

Die Fehleranalyse sollte den tatsächlichen Request und die Serverantwort vergleichen. Browser-Entwicklertools, Kommandozeilenprogramme wie curl, Serverprotokolle und ein technisches SEO-Audit helfen dabei, abweichende Header oder blockierende Regeln zu erkennen.

  • Rufe die betroffene URL mit verschiedenen Accept-, Sprach- und User-Agent-Headern ab.
  • Prüfe im Serverprotokoll, welches Modul oder welche Anwendungslogik den Status auslöst.
  • Kontrolliere Regeln der Web Application Firewall und dokumentiere erkannte Fehlalarme.
  • Stelle eine geeignete Standarddarstellung bereit, wenn keine bevorzugte Variante verfügbar ist.
  • Erweitere bei APIs die unterstützten Antwortformate oder korrigiere die Header des Clients.
  • Teste wichtige URLs anschließend mit Browsern, Suchmaschinen-Crawlern und externen Monitoring-Systemen.

Die Performance Suite kann Statuscodes wichtiger URLs überwachen und technische Auffälligkeiten sichtbar machen. Regelmäßige Prüfür URLs sinnvoll, die Rankings, Backlinks, Inhalte oder aktive Google-Ads-Kampagnen besitzen.

Technische 4xx-Fehler systematisch prüfen

Wenn eine Website wiederholt 406-Antworten oder andere Crawl-Fehler ausliefert, sollte die Analyse Serverkonfiguration, Sicherheitsregeln, CMS und HTTP-Header gemeinsam berücksichtigen. Fragen zu deiner technischen SEO-, SEA- oder GEO-Strategie kannst du im Rahmen einer unverbindlichen Erstberatung klären.

Kostenlose Erstberatung

Häufige Fragen zum HTTP-Status 406

Ist ein 406-Fehler ein Serverfehler?

Der Status 406 gehört formal zur Klasse der 4xx-Clientfehler. Die eigentliche Ursache kann trotzdem in einer fehlerhaften Serverkonfiguration, Sicherheitsregel oder Anwendung liegen.

Kann eine Web Application Firewall den Status 406 erzeugen?

Ja. Sicherheitsmodule können einen 406-Status ausgeben, wenn Header, URL-Parameter oder Formulardaten gegen eine Schutzregel verstoßen oder fälschlich als Angriff erkannt werden.

Kann ein 406-Fehler nur bei Googlebot auftreten?

Ja. Wenn der Server Anfragen abhängig vom User-Agent, von der IP-Adresse oder von Accept-Headern verarbeitet, kann Googlebot eine andere Antwort als ein gewöhnlicher Browser erhalten.

Soll eine fehlerhafte URL mit 406 auf eine andere Seite weitergeleitet werden?

Eine Weiterleitung ist nur sinnvoll, wenn die Ressource dauerhaft unter einer anderen URL verfügbar ist. Bei einer fehlerhaften Inhaltsaushandlung sollte die Ursache behoben und die ursprüngliche URL mit der passenden Darstellung ausgeliefert werden.

Kann der Browser-Cache einen 406-Fehler verursachen?

Ein Cache kann eine fehlerhafte Antwort vorübergehend speichern oder eine unpassende Variante ausliefern. Bleibt der Fehler nach dem Leeren des Caches bestehen, sollten Server-, Proxy- und CDN-Einstellungen geprüft werden.

Wie teste ich eine URL mit anderen Accept-Headern?

Mit Browser-Entwicklertools, API-Programmen oder curl lassen sich individuelle Accept-, Accept-Language- und User-Agent-Header senden. Der Vergleich der Antworten zeigt, welche Vorgabe den Fehler auslöst.


Sie haben noch Fragen?

Kontaktieren Sie uns

SEO Agentur kostenlose SEO Potentialanalyse


Weitere Inhalte