35. SEO für Online Shops

Titelbild SEO für Online Shops

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1. Einführung Technisches SEO

Shops im Internet, die erfolgreich sein wollen, brauchen vor allem ein optimales SEO für Online Shops. Denn nur so wird garantiert, dass die Page oben in den Google Suchergebnissen rankt und neue User auf die Seite kommen. Um erfolgreich im Bereich SEO für Online Shops zu sein, müssen Sie sich jedoch erst mit den technischen Abläufen und Besonderheiten vertraut machen. Steht dieses Grundgerüst, ist Energie in den richtigen Content zu stecken. Denn Seitenbesucher erwarten nicht nur eine hohe Usability, sondern wollen auch unterhalten werden. Wenn Sie Ihre Umsätze steigern wollen, kommen Sie an SEO für Online Shops nicht vorbei.

1.1 Metainformationen

Jeder, der sich schon ein wenig mit SEO für Online Shops beschäftigt hat, weiß, dass viel mehr Daten auf einer Seite vorhanden sind, als es für den Besucher ersichtlich ist. Dabei handelt es sich um sogenannte Metainformationen, die Suchmaschinen benötigen, um Inhalte abzugreifen und richtig zu kategorisieren. Mit einem verbesserten Ranking oder Sichtbarkeit wird belohnt, wer Platzhalter wie Meta-Elemente und HTML-Tags setzt, damit Suchmaschinen den Content des Shops einordnen können.

Die Standardsoftware für Shops bringt im Grunde alle Voraussetzungen für diese Metainformationen mit. Eine mangelnde Sichtbarkeit resultiert dann meistens aus dem kurzen Atem der Shopbetreiber. Denn das Eintragen der Metadaten ist mühselig, was viele gerade bei einem umfangreichen Sortiment gerne vermeiden.

Metainformationen können sich auf den Inhalt selbst beziehen oder technischer Natur sein. Diese unsichtbaren Informationen können Hinweise zur Sprache, geografische Lage, für Suchmaschinen, zum Cache-Control oder zu Seiteninhalten geben. Bei SEO für Online Shops sind vor allem die Eckpunkte Meta Description sowie Meta Keywords relevant. Auch Title Tags und sprechende URLs können nützlich sein, obwohl diese nicht zwingend unter die Metadaten fallen. Der Blick auf den Suchtreffer bei Google offenbart, worum es eigentlich geht. In diesen blaugrünen Treffen verbergen sich Title Tag, sprechende URL und Meta Description.

Diese Vorschau kann bei korrekter Anwendung von SEO für Online Shopsselbst kontrolliert werden. Um die Inhalte zu texten, hilft ein sogenanntes SERP-Optimierungs-Tool. Texte werden einfach in die Maske eingetragen und das potenzielle Ergebnis überprüft. Da bei Metainformationen jedes Zeichen zählt, kann hier auch die entsprechende Textlänge gegengecheckt und die Zeilenumbrüche überprüft werden.

Tipp

Metainformationen sind nicht nur etwas für die Startseite. Damit kann jede Unterseite des Onlinshops erfasst werden – von der Landingpage bis zu den Kategorielisten. Da aller Anfang schwer ist, sollte sich, damit SEO für Online Shops erfolgreich wird, von Topseiten auf den Rest des Seitenbestands vorgetastet werden. Eine Ausnahme bilden die sprechenden URLs. Hier muss von Anfang an sorgfältig gearbeitet werden. Denn nachträgliche Änderungen gehen hier zulasten des Rankings.

Der Title-Tag

In den Titel-Tag gehören die wichtigsten Informationen verpackt, damit sowohl die Suchmaschine als auch der User wissen, woran sie sind. Google rechnet diesen Titel besonders hoch an, der in den Suchergebnissen in der ersten Zeile in blauer Schrift auftaucht. Wer die Titelseite betextet, sollte darauf achten, dass der Inhalt jeder Unterseite unique ist.

Denn auch hier ist aus Unachtsamkeit schnell Double Content entstanden, der bei Google mit einem schwächeren Ranking abgestraft wird. Ist SEO für Online Shops richtig gut umgesetzt, besitzt jeder Artikel einen eigenen Titel, der speziell auf die besonderen Eigenschaften des jeweiligen Produkts oder zumindest der Kategorie hervorhebt. Denn bei der Suchmaschine zählt vor allem der Inhalt. Ein bis zwei Hauptkeywords sollten enthalten sein, ebenso der Name der Marke und des Shops.

Bezüglich der Wortart gibt es bei Keywords keinerlei Beschränkungen. Es funktionieren Substantive genauso gut wie Verben oder Adjektive, so lange es den Inhalt der Seite reflektiert. Konkret bedeutet das für einen Online Shop: Names des Produktes oder der Kategorie + wichtigste Produkteigenschaft + Name der Marke + Name des jeweiligen Shops. Welche Details im Titel angegeben werden, hängt nicht zuletzt von der Art des Produkts und der anvisierten Zielgruppe ab.

Titel von Kategorien können etwas allgemeiner gehalten sein als die der Artikel. Das alles muss auf maximal 50 bis 60 Zeichen pro Titel stattfinden. Zu lange Wortketten werden in den Suchergebnissen gnadenlos abgeschnitten. Manche setzen Doppelpunkte oder Gedankenstriche, um die Lesbarkeit zu erhöhen und die Titelbereiche voneinander abzusetzen, was grundsätzlich sehr empfehlenswert ist. Shopbetreiber können sich die Arbeit sehr erleichtern, wenn sie zu Beginn ein Schema für ihren Titel festlegen und das konsequent beibehalten.

Die Meta Description

Während der Tag alles in einer Zeile auf den Punkt bringen muss, stehen für die Meta Description 160 Zeichen und somit knapp zwei Zeilen in den Google-Treffern zur Verfügung. Während der Titel Appetit machen soll, wird in der Meta Description das Interesse zusätzlich angefeuert. Hier geht es also darum, den User zu überzeugen, den Online Shop zu besuchen. Zu den Kuriositäten bei SEO für Online Shops zählt es, dass die Meta Description auf das Ranking selbst keinen direkten Einfluss nimmt. Keywords müssen hier nicht inflationär vertreten sein. Es gilt hier vielmehr, sprachlich zu punkten und damit eine höhere Click-Trough-Rate zu erzielen.

Genau diese Durchklickrate sorgt am Ende dann für ein besseres Ranking. In den SERPs erscheinen Suchstichworte fett markiert, was die Aufmerksamkeit des Users auf sich zieht. In der Meta Description lautet die Devise bei SEO für Online Shops, sich von den Mitbewerbern durch Textqualität abzusetzen. In der Praxis haben sich Inhalte wie “Tiefstpreise”, “Bestes Schnäppchen im Internet”, “Alle Marken immer vorrätig”, “Versandkostenfrei”, “Riesensortiment”, “Kostenlose Retoure” und “Rabattaktion” hier besonders bewährt. Auch wenn es an anderen Stellen im Internet verpönt ist, können HTML-Sonderzeichen benutzt werden, um die Aufmerksamkeit der Interessenten auf sich zu ziehen.

Die sprechende URL

In einer sprechenden URL werden beim perfekten SEO für Online Shops die Hauptkeywörter untergebracht. In die handelsübliche Shopsoftware sind die Möglichkeiten, sprechende URLs zu erschaffen, bereits integriert. Untergebracht werden die Keywords in der Adresse der jeweiligen Unterseite. Hier müssen Shopbesitzer sorgfältig arbeiten.

Denn eine durchstrukturierte URL erhöht die Lesbarkeit und gibt dem User relevante Informationen, bevor er die Seite überhaupt aufruft. Zudem erschließt sich so die Seitenstruktur. Eine sprechende URL lässt sich leicht merken und kann sogar in Offline-Marketingmaßnahmen eingesetzt werden. Da die URL einen wesentlichen Rankingfaktor darstellt, sollte sie nicht ohne zwingenden Grund geändert werden.

Google richtet nach dieser Adresse nämlich die Indizierung aus. Wird die URL geändert, wechselt auch das Ranking in der Suchmaschine. Das bedeutet erneut jede Menge Arbeit, um diese Adresse prominent zu platzieren. Eine der wichtigsten SEO für Online Shops Strategien ist es daher, sämtliche URL vor dem Veröffentlichen des Shops in trockenen Tüchern zu haben. Sollte ein Wechsel doch einmal notwendig werden, etwa, weil die Domain wechselt oder Keywords integriert werden sollen, gibt es die Möglichkeit, mit einer permanenten 301-Weiterleitung das Problem zu lösen. So erfährt Google sofort, wohin die Seite verzogen ist.

Die Meta Keywords

Die Bedeutung von Meta Keywords ist heute nicht mehr besonders groß. Früher wurden diese Keywords genutzt, um die relevanten Stichworte einer Seite der Suchmaschine mitzuteilen. Damit wurde jedoch viel Unwesen getrieben, weshalb Google den Suchalgorithmus immer mehr verfeinert hat. Bei der seiten internen Suche spielen Meta Keywords nach wie vor noch eine wichtige Rolle. Bei einzelnen Artikeln ist die Programmierung besonders sinnvoll. Dabei sollten nicht nur die Keywords selbst, sondern auch potenzielle Vertipper eingetragen werden.

1.2 Sicherheit

Im Online Shop geht es nicht nur um die eigene Datensicherheit, sondern auch um die der Kunden. Nachlässigkeit kann Sie nicht nur viel Geld kosten, sondern auch Ihren Ruf nachhaltig ruinieren. Diese Schwachstellen müssen Sie als Online Shopbetreiber kennen:

  • Unsicheres Passwort
  • Veraltete Shopsoftware
  • Verschiedene Einstellungen auf dem Server
  • Trojaner und Viren auf Ihren PC
  • Fehlende Sicherheitsstandards wie SSL-Zertifikat

1.3 Ladezeiten

Bei SEO für Online Shops muss die Ladezeit stimmen. Im Idealfall ist sie so kurz wie möglich, damit einerseits nicht die Besucher wieder abspringen und auf der anderen Seite Google den Shop bei der Trefferanzeige bevorzugt. Wenn Betreiber noch wenig Erfahrung mit SEO für Online Shops haben, ist die Optimierung der Ladegeschwindigkeit einer der größten Herausforderung. In einer Umfrage, bei der es um SEO für Online Shops ging, hat sich herauskristallisiert, dass rund die Hälfte der User eine Ladezeit von weniger als zwei Sekunden bevorzugt werden.

Doch wie schnell lädt die eigene Page eigentlich? Für jeden, der sich mit SEO für Online Shopsbeschäftigen muss, stehen Tools zur Verfügung, die über die Jahre hinweg Erfahrungswerte und Benchmarks aufgebaut haben. Diese Tools orientieren sich ebenfalls an der idealen Ladezeit zwischen einer und vier Sekunden:

Beispiel Google Pagespeed Tool

Beispiel: Anfrage Google Pagespeed Tool (Quelle: https://developers.google.com/speed/pagespeed/insights/)

Übrigens: Das Google Tool, Think with Google kalkuliert den Umsatz anhand der Ladezeiten des Online Shops. So wird ein Vergleich mit der Konkurrenz möglich.

Wodurch wird die Ladezeit beeinflusst?

Webserver und Hostingpaket

Die Zeit, die eine Webseite zum Aufbau benötigt, hängt von verschiedenen Faktoren an. Neben dem Gerät spielen vor allem technische Aspekte eine Rolle. Jedem Betreiber, der SEO für Online Shops ernst nimmt, sollte bei der Auswahl eines Webservers, beziehungsweise eines Hostingpaketes nicht auf die günstigste Variante, sondern die mit der besten Performance Wert legen. Bei Nutzung eines Hostingpakets ist es wichtig, dass sich so wenige Kunden wie möglich den Server teilen.

Sonst geht die Ladezeit zu Stoßzeiten rapide herunter und der Seitenaufbau verzögert sich enorm. Möglicherweise sind auch bestimmte Komponenten wie eine serverseitige Komprimierung nicht in dem Hostingpaket aktiviert. Vor der Entscheidung für einen Managed Server oder einen eigenen Webserver gehört die Hardware auf den Prüfstand. Die muss zu den Anforderungen der Shopsoftware passen. Gut sind Softwareprodukte, die sich bei Bedarf in eine höhere Leistungsklasse upgraden lassen. Übrigens: Gibt die Kapazität des Webservers nicht genug her, können sich auch steigende Besucherzahlen negativ auf die Ladegeschwindigkeit auswirken.

Das System des Online Shops

SEO für Online Shops steht und fällt mit der verwendeten Shopsoftware. Denn für die Ladegeschwindigkeit der Seite spielt das Shopsystem eine nicht unwesentliche Rolle. Bei den meisten Softwarepaketen für Online Shops werden die Seiten dynamisch aufgebaut. Je nachdem, welcher Quellcode geladen werden muss, fällt das Ergebnis langsamer oder schneller aus. Das Shopsystem darf jedoch nicht isoliert betrachtet werden, viel eher besteht ein direkter Zusammenhang mit dem Webserver oder Hostingpaket. So kann eine Shopsoftware mit vergleichsweise hoher Datenmenge durch einen leistungsstarken Server ohne weiteres kompensiert werden.

Bilder

Das Auge kauft mit. Doch sind es oft die ganzen Bilddateien, die für eine langsame Ladezeit eines Online Shops sorgen. Je größer diese Dateien sind, desto länger dauert auch der Seitenaufbau. Weniger ist manchmal mehr, das betrifft sowohl die Bildgröße als auch die Anzahl der Bilder. In einigen Systemen regelt die Shopsoftware die Anpassung selbst. Ansonsten muss die Bildoptimierung in Eigenregie erfolgen, um sie komprimiert und tauglich genug für Webseiten zu machen. Ein paar Bilder lassen sich in Handarbeit verkleinern, bei großen Mengen empfiehlt sich ein spezielles Softwaretool.

Browser-Caching

Statische Dateien werden via Browser-Caching auf dem Server abgelegt. Das erspart dem Kunden beim Klicken oder einem erneuten Besuch ein erneutes Laden bereits angesehener Inhalte. Typischerweise werden Bilddateien gecatcht, aber auch HTML-Seiten, Javascript und CSS. Die letzten beiden sind in einer Shopsoftware Standard-Programmiersprachen. Allerdings nimmt die Anzahl der Codes zu, was am Gebrauch von sogenannten Frameworks liegt.

Eine Ausweitung der Shopmodule kann ebenfalls den Code belasten. Besonders fatal für SEO bei Online Shops sind Modelle, die eine einzelne CSS-Datei für jedes Modul laden, was das Tempo extrem verlangsamt. Für Ressourcen auf der Basis von Javascript oder CSS stehen minified Versionen zur Verfügung, die mit deutlich weniger Speicherplatz auskommen. Auch Template-Frameworks können einen Shop verlangsamen.

Komprimierung von Serverseite

Bei vielen Datenpaketen bieten Webserver und Hostingpakete oft automatisch an, die eigenen Dateien zu komprimieren. Diese im Fachjargon gzip-Compression genannte Komprimierung ist leicht einzubinden. In manchen Shopsystem lässt sich die Datenkomprimierung auch ganz einfach mit der htaccess-Datei freischalten. Einmal freigeschaltet, hat diese Komprimierung das Zeug zum echten Booster. Denn die Dateien werden erst im Browserfenster des Users wieder entpackt. Das reduziert die vom Server heruntergeladene Datenmenge.

Widgets und weitere externe Ressourcen

Ein durchschnittlicher Onlineshop nutzt Tracker, um den Traffic zu entlasten, Widgets für Social Media, Content Delivery Networks (CDN), Affiliate Netzwerke, Conversionstracker und externe Dienste für Statistik und Controlling. Das bedeutet zusätzliche Datenpakete von externen Servern, was zulasten der Performance der eigenen Seite gehen kann.

So können bestimmte Facebook-Widgets den Seitenaufbau um bis zu 80 Prozent verlangsamen. Es sollten daher wirklich nur notwendige externe Ressourcen in den Shop eingebunden werden und das nach Möglichkeit asynchron. Das bedeutet, die Datenpakete werden erst nach Beendigung des Seitenaufbaus geladen.

Was bringt die kurze Ladezeit konkret für SEO für Online Shops?

Eine Seite muss stets für Desktop und Mobilgeräte optimiert sein. Bei Mobilgeräten sind es vor allem Bilder und externen Widgets, die sich auf die Geschwindigkeit auswirken. Kurz gesagt, verschenkt ein Online Shop mit einer zu langen Ladezeit jede Menge Umsatz.

1.4 Duplicate Content

Duplicate Content ist ein großes Thema bei SEO für Online Shops. Denn schnell findet sich die Produkt- oder Kategoriebeschreibung komplett oder nahezu identisch auf einer anderen Seite. Duplicate Content bedeutet auf Deutsch “mehrfach vorhandene Inhalte”. Konkret heißt das, der oder die Texte aus einem Online Shop sind woanders im Internet schon vorhanden. Bei SEO für Online Shops kann das Thema jedoch ziemlich problematisch werden. Duplicate Content bedeutet nicht, dass jemand einfach auf einer anderen Seite die Texte geklaut hat und verwendet. Der doppelte Inhalt kann zum Beispiel auch durch Sortierfunktionen entstehen, wie sie häufig auf Produktseiten in Gebrauch sind.

So schafft die simple Wahlmöglichkeit “Preis aufsteigend” und “Preis absteigen” zwei eigenständige URLs, die abgesehen von der Reihenfolge der Sortierung inhaltlich völlig gleich sind. Denselben Effekt hat die Kategorisierung. Ein grünes Shirt einer bestimmten Marke taucht sowohl bei der Option “grün” als auch bei der Marke selbst auf, was neue indexierbare URLs erschafft. Die Paginierung genannte Nummerierung von einzelnen Webseiten schafft im Bereich Duplicate Content bei SEO für Online Shops ebenfalls neue Indexierungen. Denn jede Seite wird von der Suchmaschine als eine neue URL klassifiziert. Unterschiedliche Länderversionen und Inhalten in verschiedenen Sprachen werden ebenfalls häufig als Duplicate Content eingestuft.

Klassischer Stolperstein sind vor allem Produktbeschreibungen. Viele Händler übernehmen einfach die Beschreibungen der Hersteller. Das ist bequem, aber eben nicht unique (einzigartig). Bei SEO für Online Shops steckt der Teufel eben im Detail. Daher ist es besser, diese Texte selbst zu verfassen, statt eine Vorlage zu übernehmen. Sind die Produktbeschreibungen authentischer und ausführlicher, kann der User vom Mehrwert profitieren und mehr Kunden werden das Produkt schlussendlich kaufen.

Bei SEO für Online Shops kommt es darauf an, ob es sich um einen externen oder internen Duplicate Content handelt. Um externen Duplicate Content zu vermeiden, hilft nur, die Texte für den Shop selbst zu schreiben. Es ist nicht nur unschön, Inhalt von anderen zu kopieren, sondern ein Betreiber eines Online Shops verstößt damit auch gegen das Urheberrecht und muss mit rechtlichen Konsequenzen rechnen. Damit intern gleiche Inhalte vermieden werden, sollte zunächst das Problem eigenständiger URLs gelöst werden.

  • Canonical Tag: Geht es um bloße Sortierungen und Kategoriosierungen wird ein Canonical Tag gesetzt, der auf die Ursprungsseite verweist.
  • Linkattribute: Die Paginierung stellt eigentlich klar, dass es sich um eine ähnliche Seite mt entsprechender Nummerierung handelt. Damit Google das versteht, sind Linkattribute erforderlich, und zwar in Form von rel=”next” und rel=”prev”. Daneben müssen im Quelltext die relevanten Seiten auf “noindex” gesetzt werden und Links zur Seite auf “nofollow”. Damit sind selbst Seiten in den Griff zu bekommen, bei denen Duplicate Content zwangsläufig auftritt oder in sehr hoher Anzahl vorhanden ist.
  • Weiterleitung: Mehrere interne Webseiten können via eine 301-Weiterleitung ineinander geführt werden. So wird eine Seite mit einer relevanten URL geschaffen.
  • Seitenquelltext: Ist die Seite in mehreren Sprachen eingerichtet, hilft ein Hreflang-Attribut im Quelltext der Seite.

Geht es um SEO für Online Shops, ist zu beachten, dass Duplicate Content zwar soweit wie möglich vermieden wird, das Auftreten dennoch kein Beinbruch. Trotzdem sollte auf die richtige Balance geachtet und wann immer es möglich ist, Unique Content platziert werden. Erfolgreiches SEO für Online Shopsbedeutet eben auch, dass Interessenten bei zehn verschiedenen Shops nicht immer dasselbe lesen müssen.

1.5 Filter Funktion und ihre Auswirkung

Kunden, die sich erst mühsam durch ein Sortiment klicken müssen, verlässt schnell die Lust. Bei SEO für Online Shops bieten Filter die Lösung. Das Sortiment wird nach bestimmten Kriterien durchsucht, dabei entsteht für jedes Suchergebnis eine neue URL. Diese ungeahnten Möglichkeiten lassen jedoch jede Menge URLs entstehen, die unorganisiert Duplicate Content in Massen hinterlassen. Das Problem lässt sich folgendermaßen lösen:

  • Filtern über Java Script: Wenn der User wählt, ändert sich die Ansicht, jedoch nicht die URL. So wird die Anzahl der URLs begrenzt.
  • noindex: Sie können alle Filter URLs auf noindex setzen und nur die Kategorieseite für die Google Indexierung freigeben. Dadurch geht Ihnen jedoch viel Potenzial für Ranking verloren und die Nutzerfreundlichkeit bleibt diskutabel.
  • robots txt: Sie können mit dem einfachen Befehl Disallow: /filter/ URLs ausschließen.
  • Google Search Console: Hier können Sie bestimmte Seiten mit der Funktion URL Parameter von Google ausschließen.
  • Gezielt filtern: Halten Sie nach URLs Ausschau, die Suchvolumen beinhalten udn Mehrwert versprechen. Den Rest setzen Sie auf noindex.

1.6 Product Feed

Bei einem Produkt Feed handelt es sich um eine RSS, TXT oder CSV Datei, in der alle angebotenen Produkte mit entsprechenden Zusatzinformationen abgespeichert sind. Diese Datei wird in einem vorgegebenen, regelmäßigen Abstand aktualisiert. Bei dieser SEO für Online Shops Lösung profitieren besonders die Middletail und Longtail Keywords. Dieses Feed ermöglicht es auch, AdWords und Affiliate Marketing zu betreiben.

Da diese Keywords nicht in Texte eingebunden sind, indexiert Google diese Filter Pages zwar, aber nutzt sie nicht für das Ranking. Statische Seiten können sich jedoch einfach via Product Feed CMS generieren lassen. So wird zum Beispiel eine Seite”rote Herrenshirts” angelegt und dann im Product Feed die entsprechenden Filter ausgewählt. So können Sie eine statische Seite mit einem ebenso statischen Text und den aktuellen Produkten erhalten. Die so generierte Seite rankt im Gegensatz zu der reinen Filterpage bei Google.

1.7 Reduzierte Produkte und ihre Auswirkungen

Die meisten Shops bieten rund ums Jahr reduzierte Produkte an und halten dafür eine eigene Rubrik parat. Wird ein Produkt als “reduziert” markiert und einfach in die Kategorie mit der preisreduzierten Waren verschoben, entstehen zwei URLs für dasselbe Produkt und somit Duplicate Content. Achten Sie darauf, dass die URL auch beim Verschieben gleich bleibt. Befinden sich bereits Produkte in der Kategorie mit den reduzierten Waren, können Sie via 301 auf die ursprüngliche URL weiterleiten. Es ist ebenfalls möglich, einen Canonical zu setzen.

1.8 Gelöschte Produkte und Ihre Auswirkungen

Produkte, die sich nicht mehr im Sortiment befinden und gelöscht wurden, können Ihnen das Leben schwer machen, müssen es jedoch mit den richtigen Tipps für SEO für Online Shops nicht. Das Gesamtranking des Shops steht und fällt mit jedem einzelnen Produkt, denn die Einzelseiten generieren Ihnen via Backlinks oder externe Verlinkungen Traffic. Bei einem gelöschten Produkt entsteht der Fehler 404. Während einer nicht tragisch ist, summiert sich das mit der Zeit und drückt unter Umständen Ihr Ranking. SEO für Online Shops offeriert Ihnen folgende Lösungen:

  • Redirect: Haben Sie einen ähnlichen Artikel im Sortiment, können Sie via 301 ein Redirect auf das entsprechende Produkt einrichten. So verhindern Sie eine hohe Absprungrate.
  • Nachfolgeprodukt: Haben Sie für ein gelöschtes Produkt ein Nachfolgemodell im Sortiment, können Sie ebenfalls ein Redirect von der gelöschten Page auf die neue Seite einrichten. Das ermöglicht dem Kunden den direkten Kauf.
  • Fehler 404: Der Code 404 meldet Google, dass die Seite nicht mehr existiert. Überkurz oder lang verschwindet diese Seite aus dem Index. Existiert kein ähnliches Produkt, wird die Seite also zurückgegeben. Mit dem Statuscode 410 wird darauf hingewiesen, dass die angeforderte Seite nicht mehr existiert. Allerdings darf es keinen Ersatz für eine Weiterleitung und auch keine Backlinks mehr geben.
  • Nicht lieferbar: Besteht bei einem Produkt ein Lieferengpass, muss die Seite nicht gleich gelöscht werden. Es reicht, den User über das voraussichtliche Lieferdatum auf der Page zu informieren.

2. Usability

Der User muss sich in Ihrem Shop wohlfühlen, damit er bleibt und kauft. Wenn Sie die folgenden Punkte beachten, wird diese Entscheidung den potenziellen Kunden erleichtert:

  • Gute und ausdrucksstarke Produktbilder
  • Klare Navigation
  • Design und Gestaltung, die Emotionen wächst
  • Anlehnung an typische, klassische Shopauftritte
  • Ausführliche Produktbeschreibungen
  • Gute Filterfunktion
  • Bewertungen und Siegel, die Vertrauen schaffen
  • Schnelle Ladezeiten
  • Regelmäßige Usability Tests

3. Mit Unique Content zum Erfolg

Das Panda Update bei Google war für viele eine Katastrophe. Denn Seiten, die mit Duplicate Content unterwegs waren, wurden abgestraft und landeten weiter hinten im Ranking. Für leere Seiten ohne Ziel und Zweck verfährt Google ähnlich. Da Google die besten Treffer liefern will, damit der User gleich zum Gewünschten kommt, werden bestimmte Faktoren in einen Algorithmus zusammengefasst.

Webseiten werden gemäß bestimmter Kriterien bewertet, woraus sich das Ranking ergibt. Die Nase vorne hat die Quelle, die zuerst den Content im Netz hatte, der Rest wird aus dem Index ausgeschlossen. Wollen Sie ganz vorne mitmischen, dann ist Unique Content, der einmalige Inhalt, bei SEO für Online Shopsabsolute Pflicht für Sie und nicht die Kür. Daneben gibt es noch Kategorien für Thin Content, kopierte Inhalte sowie Webspam, was Google mit dem Gibberish Score einzustufen weiß.

3.1 Keywordanalyse

SEO für Online Shops bedeutet, eine Keywordanalyse durchzuführen. Denn mit den richtigen Keywords steht und fällt der ganze Content und auch der Linkaufbau lässt sich so nachhaltig optimieren. Die Kunst dabei ist es, Keywörter zu finden, die einerseits zur Seite passen, die jedoch von der Zielgruppe auch in die Suchmaschine eingegeben werden.

Dafür stehen geeignete Tools wie der AdWords Keyword Planner zur Verfügung, aber auch die Suchanalyse der Google Search Console oder HyperSuggest. Sistrix kann verwendet werden, um den Keywords der Konkurrenz auf die Spur zu kommen. Immer wieder ist in Ratgebern der Abgesang auf die Keywords zu lesen. Sicher hat sich Google weiterentwickelt und sucht nicht ausschließlich nach Keywords. Trotzdem braucht die Suchmaschine sprachliche Hilfestellung, um den Content eines Online Shops auch klar definieren zu können. Investieren Sie daher Zeit in die Keywordanalyse, da Sie sonst jede Menge Umsatz verschenken.

Fragt sich nun, was ein Keyword eigentlich ist. In der Fachsprache ausgedrückt, handelt es sich dabei um eine Kette von Zeichen, die während einer Suchanfrage aus dem vorhandenen Datenbestand übereinstimmende Ergebnisse liefert. Der User gibt ein Wort oder auch einen kompletten Satz in die Suchmaschine ein und erhält als Treffer Seiten, deren Content das gesuchte Wort oder den entsprechenden Satz erhält. Bei SEO für Online Shops geht es zunächst darum, dass Sie mittels einer Keywordanalyse alle Begriffe ermitteln, die infrage kommen.

Diese werden dann in die Seiten aufgebaut. Gerade zu Anfang haben viele Shopbetreiber ihre Webseite mit Keywords überfrachtet. Das hat zu Texten geführt, die niemand mehr lesen wollte. Heute werden diese Keywords so oft wie nötig eingebaut, aber die Texte damit nicht mehr überfrachtet. Je nachdem, wie Sie Ihre Keywords auf der Seite, aber auch in den Dateien und Pfadnamen verteilen, kann das Ranking bei Google verschieden ausfallen. Um Klicks zu erzielen, müssen die Keywords daher prominent in den Suchergebnissen platziert sein.

Bevor Sie mit einem Tool loslegen, sollte erst der eigene Kopf zum Einsatz kommen. Notieren Sie Schlagwörter, die zu Ihrem Shop und den Produkten am besten passen. Überlegen Sie im nächsten Schritt, wonach Ihre Zielgruppe überhaupt suchen würde, um an Ihre Produkte zu kommen. Beschränken Sie sich nicht nur auf die deutlichen Begriffe, sondern arbeiten Sie auch mit Synonymen und ganzen Themenfeldern. Behalten Sie im Hinterkopf, dass Ihr Kunde mit Ihnen das Fachwissen nicht gemeinsam hat.

Spezifisch wird laut Statistiken nur in Ausnahmefällen gesucht. Im Trend bei Suchbegriffen liegt die Problemlösung, was sich etwa in einem Suchbegriff wie “Haarwuchsmittel” äußert. Ermitteln Sie zudem, mit was Sie bereits im Ranking vertreten sind und womit Ihre Mitbewerber ranken. Haben Sie schon einen Draht zu Ihren Kunden, fragen Sie direkt, mit welchen Begriffen Ihre Produkte gesucht wurden.

Die Ergebnislisten der Suchmaschinen verraten Ihnen, wie die Keywords bei der Konkurrenz vertreten sind. Metriken testen Sie mit Browserplugins wie der kostenlosen SEO-Toolbar von MOZ. Geben Sie ein Suchwort ein, kommt in den Ergebnissen einer Tabelle mit allen Metriken zur jeweiligen Page und Domain. Achten Sie hier auf das Rating der URL und der Domain, aber auch auf Backlinks und verlinkende Domains. Die OnPage-Analyse verrät Ihnen, wo Sie Metadaten verbessern müssen und ob eine Keywordoptimierung notwendig ist.

Hier können Sie auch Informationen der Konkurrenz zur Seitenoptimierung für mobile Endgeräte, Aktivität in sozialen Netzwerken und die Nutzerfreundlichkeit insgesamt abgreifen. Aufschluss geben Ihnen die Metakeywords der Mitbewerber oder die im HTML-Code anzutreffenden Schlüsselwörter. Geht es Ihnen um eine Überprüfung des Contents, filtern Tools wie Seitenreport oder Seorch die Keywords der Konkurrenz und ihre Häufigkeit heraus.

Verbessern können Sie Ihr Ranking mit verschiedenen, auf die Zielgruppe abgestimmten Bezügen:

  • Zeit: Nicht nur bei Saisonwaren bietet sich eine Analyse der jahreszeitlich bedingten Suchbegriffe. Wer erfahren mit SEO für Online Shops ist, weiß, dass im Sommer ganz anders gesucht wird als im Winter.
  • Lokal: Bieten Sie lokale und regionale Produkte an, müssen Sie diese Bezüge in Ihre Keywords einbauen.
  • Sprache: Ein Wort, verschiedene regionale Begriffe – in Berlin wird anders gesucht als in München, weshalb Sie diese unterschiedliche Tonalität einkalkulieren müssen. Fachausdrücke eignen sich bei SEO für Online Shops nur, wenn Sie auch eine Klientel mit entsprechendem Hintergrundwissen bedienen.
  • Nischenkeywords: Ein Nischenkeywort weist ein geringes Suchvolumen auf, bietet jedoch den Vorteil eines guten Rankings. Obwohl bei der Analyse von SEO für Online Shops Nischenkeywörter oft synonym mit Longtailkeywords verwendet werden, handelt es sich dabei um Begriffe, die besser abgegrenzt werden. Nicht jedes Longtailkeyword ist ein Nischenkeyword. Aber Nischenschlüsselwörter sind immer Longtails.
  • Keywordlänge: Ein Shortheadkeyword besteht nur aus einem Teil und generiert ein hohes Suchvolumen. Longtails umfassen mehr als vier Wörter und liefern ein geringeres Volumen. Im SEO für Online Shopsliefern die Midtails aus zwei bis vier Wörtern längst nicht mehr die Sichtbarkeit von einst. Auf der ersten Seite bei Google zu landen ist fast unmöglich geworden. Eine interessante Lösung für gutes Ranking bieten daher tatsächlich die Longtails.

Welche Keywordanalyse Tools gibt es?

Im Bereich SEO für Online Shops ist eine Keywordanalyse unabdingbar. Folgende Tools erleichtern Shopbetreibern das Leben:

  • Google AdWords Keyword Planner: Das kostenfreie Tool hilft bei der Fahndung nach neuen Keywords. Es lassen sich damit auch neue Suchbegriffe erschaffen.
  • Keyword Finder: Hier kann das Suchvolumen von bis zu 50 Keywords abgefragt werden und als CSV-Liste exportiert werden. Die kostenfreie Version erlaubt drei Abfragen pro Tag und sucht nach 50 verwandten Begriffen. Mit der kostenpflichtigen Variante lassen sich 100 Keywords innerhalb von 24 Stunden abfragen.
  • KW Finder der Onlinesolutionsgroup: Mit diesem Tool können Sie kostenfrei Keywords, inklusive Suchvolumen und Kosten evaluieren
  • Sistrix: Das kostenpflichtige Tool misst die Sichtbarkeit einer Internetseite. Besonders gut lässt sich damit das Ranking der Konkurrenz prüfen.
  • Google Search Console: Der kostenfreie Dienst checkt die eigene Präsenz in den Suchergebnissen.
Beispielhafte Suchanfrage im KW Finder der Online Solutions Group

Beispielhafte Suchanfrage im KW Finder der Online Solutions Group

3.2 Texterstellung

Ein Shop, der keine Produktbeschreibungen und Kategorietexte hat, bietet keinen Content. So kann Google keinen Text für das Ranking bewerten, wodurch Kunden den Weg in den Online Shop nicht finden. Um Umsatz und Ranking zu verbessern, kommen Shopbetreiber um einzigartige Produktbeschreibungen und Kategorietexte nicht herum.

Das verhilft zu mehr Traffic und zwar nicht nur via die Suchmaschine, sondern auch bei Amazon, das viele Online Shops eine wichtige Größe darstellt, sowie bei Google Shopping. Als Faustregel gilt: Nur verständliche Texte mit Mehrwert für den User lassen Kunden auf der Seite verweilen und kurbeln somit den Umsatz an. Wenn Sie nicht gerade ein Naturtalent im Texten sind, sollten Sie diesen Bereich des SEO für Online Shops einem Profi überlassen. Diese Investition wird sich für Sie auszahlen.

3.3 Was ist bei der Texterstellung zu beachten?

  • Gemäß den Kriterien bei SEO für Online Shops erfüllen gute Texte die folgenden Kriterien:
    Traffic wird generiert
  • Die Conversion Rate wird gesteigert
  • Die Retourenquote reduziert sich

Gute Texte sorgen nicht nur für Sichtbarkeit, sondern Sie generieren, im Gegensatz zu AdWords, kostenlosen Traffic für den Shop. Gute Texte sorgen zudem für vermehrte Einkäufe im Shop. Darauf müssen Sie bei Ihren Texten achten:

  • Produkteigenschaften werden verständlich vermittelt.
  • Nach der Lektüre bleiben beim Käufer keine Fragen mehr offen
  • Die Beschreibung ist zwar detailliert, aber der Text trotzdem nicht künstlich aufgebläht
  • Die Sprache ist verständlich, die Sätze kurz.
  • Eine Lesbarkeit ist auch auf mobilen Endgeräten gewährleistet
  • Es dürfen keine falschen Versprechungen gemacht werden
  • Der Kunde wird überzeugt und zum Kauf animiert

Sie können diesen neun Punkten für eine optimale Texterstellung befolgen und anhand dieser Liste auch einen von Ihnen beauftragten Texter überprüfen.

  1. Sprache der Zielgruppe: Ermitteln Sie, ob Ihre Zielgruppe ein bestimmtes Fach- oder Szenevokabular verwendet. Erklärungsbedürftige Produkte benötigen detailliertere Texte-
  2. Immer auf SEO optimieren: Bevor es losgeht, müssen Sie die Keywords ermittelt haben. Lassen Sie diese in Ihre Texte einfließen, aber sorgen Sie auch für Präsenz in Title Tag und Metadescription. Nur so können Sie sichtbar werden.
  3. Mehrwert schaffen: Erfüllen Sie neben dem Informationsbedürfnis auch den Wunsch nach Unterhaltung. Viele Kunden schätzen authentische Produkttests, vor allem dann, wenn es noch Videos gibt.
  4. Gesetzestreu: Halten Sie sich an urheberrechtliche Bestimmungen und beachten Sie besonders bei Nahrungsergänzungsmitteln, dass keine Heilversprechen gemacht werden dürfen.
  5. Rechtliche Vorgaben stets prüfen: Gute Texte, die schon online stehen, müssen immer wieder überprüft werden, ob Sie der aktuellen Rechtslage entsprechen. Das betrifft auch Inhaltsstoffe.
  6. Inhalt und Aufbau: In der Regel umfasst eine Produktbeschreibung nicht mehr als 200 bis 300 Wörter. Ein prägnanter Teaser als Einleitung, danach folgt ein Fließtext, der alle relevanten Aspekte des Produktes erläutert wie Mengenangaben, Größe, Inhaltsstoffe, technische Details, Maße und Beschaffenheit. Neben dem Alleinstellungsmerkmal sollte auf ähnliche Produkte im Shop hingewiesen werden, denn gemäß SEO für Online Shops Erfahrungen steigt so die Conversionrate. Das Prinzip ist von Amazon bekannt. Bullet Points, Grafiken und Aufzählungen lockern den Text auf. Trotzdem dürfen diese nicht inflationär eingesetzt werden, da sonst die Übersichtlichkeit leidet.
  7. Selber texten vs. Content einkaufen: Wenn Sie Ihre Kunden mit Texten fesseln und einfangen können, brauchen Sie keinen Profi. Ansonsten empfiehlt sich das.
  8. Mehrwert schaffen: Kritische Kunden brauchen mehr als nur die Produktbeschreibungen. Setzen Sie auf Ratgebertexte und Lexika, um genügend Lesestoff parat zu haben.
  9. Fotos: Ein guter Text wird von einem guten Foto unterstützt. Das fördert letztendlich den Kauf.

3.4 Weitere Contentarten

Um erfolgreich SEO für Online Shops zu betreiben sind Produktbeschreibungen, Kategorietexte und Servicetexte ein Muss. Darüber hinaus eignen sich die folgenden Textarten:

  • Glossartexte
  • Ratgebertexte
  • Blogbeiträge auf einem zum Shop gehörigen Blog

3.5 Best Practice Produkttexte

Um SEO für Online Shops bei Produkttexten optimal umzusetzen, hilft folgende Checkliste:

  • Individuelle Texte, die keine Fragen des Users offen lassen
  • Kompakte, sachliche, aber auch nicht steife Formulierungen
  • Vorteile des Produktes betonen, aber ohne falsche Versprechungen
  • Eigenes Expertenwissen einfließen lassen
  • Bilder und ggf. Videos verwenden
  • Texte auf den Punkt formulieren und nicht zu lange
  • Hinweis auf alternative Produkte aus dem Shop anbieten
  • Raum für Rezensionen und Kundenbewertungen geben
  • Zum Produkt passende Artikel anbieten
  • Liefertermin und Verfügbarkeiten angeben

4. Content Marketing im SEO für Online Shops und Best Practice

Manche Shopbesitzer mögen keine Maßnahmen, die nicht unmittelbar zu mehr Umsatz führen. Bei SEO für Online Shops geht es natürlich um Bestplatzierungen bei Google. Doch User merken schnell, wer sich künstliche hochgerankt hat und wer hinter dem steht, was er verkauft. Bei dieser zwar emotionalen, aber nicht von der Hand zu weisenden Sichtweise kommt Content Marketing ins Spiel.

Damit steigert sich die Bekanntheit und Sie als Shopbesitzer können sich als Experte für ein Thema profilieren. Gutes Content Marketing sichert Ihnen relevante Backlinks, die Ihr Ranking verbessern und sorgt automatisch für mehr Keywords, mit denen Sie gefunden werden. Doch welche Art Content Marketing funktioniert bei SEO für Online Shops wirklich?

Best Practice 1: Blog
Ein Online Shop für Sneakers versorgt seine Kunden nicht nur mit einem gut bestückten Sortiment, sondern auch mit einem eigenen Blog, der gut aufbereitete Storys rund um das Thema Sneakers liefert.

Best Practice 2: Buntes Angebot
Ein Müslihersteller versorgt mit eigenen Rezepten auf dem Blog, liefert im Servicebereich Nährwerttabellen und erklärt jedes Müsli und seine Zusammensetzung in einem Video. Zusätzlich werden Bastelanleitungen für Kinder mit den alten Müslipackungen bereitgestellt.

Best Practice 3: Free Downloads

Ein Shop für Nahrungsergänzungsmittel stellt seinen Kunden immer wieder einmal kleine E-Books zum kostenlosen Download bereit, zum Beispiel zu Themen wie “Detox”, “Vitamine” oder “Gesund abnehmen”.

5. Linkbuilding für Online Shops

Die Qualität und Quantität der Links, die zu Ihrem Shop führen, entscheidet maßgeblich über Erfolg oder Misserfolg im Google Ranking mit. Glückliche Kunden teilen überall im Internet einen Shop, mit dem sie gute Erfahrungen gemacht haben. Genau das honoriert Google im Ranking. Natürlich können Shopbesitzer Eigenwerbung betreiben. Doch User lieben es nun einmal, Empfehlungen eines befreundeten Foristen oder in einer Facebookgruppe zu folgen. Doch wer verlinkt eigentlich? Moz ist ein Tool, das sich im Rahmen von SEO für Online Shops empfiehlt. Für jede potenzielle Linkquelle kann die Page Authority, die Domain Authority und der Spam Score angeschaut werden. Das hilft Ihnen, die Qualität der Pages zu beurteilen, die Ihren Shop verlinken.

5.1 Checkliste Linkaufbau

  • Sind relevante, hochwertige Pages zum Thema verlinkt?
  • Sind neben der Startseite noch weitere Pages verlinkt?
  • Gibt es Backlinks, die für realen Traffic sorgen?
  • Kommen die Linktexte ohne Keywordstuffing aus?
  • Haben Sie automatisierte Verlinkungen sowie Linktauschsysteme vermieden?
  • Haben Ihre Links einen Mehrwert?
  • Haben Sie mit Content Marketing und Seeding für eine Verbreitung der Inhalte gesorgt, sodass verlinkt werden kann?
  • Ist die Menge der Links natürlich gewachsen?

5.2 Seeding

Wer in Inhalte investiert, will natürlich, dass diese nicht irgendwo ungelesen im Internet verpuffen. Das Zauberwort im Bereich SEO für Online Shops heißt daher Seeding. Der Begriff beinhaltet die strategische Platzierung von Inhalten, damit Traffic, Views, Shares und Verlinkungen erreicht werden. Seeding funktioniert via sogenannte Multiplikatoren. Blogger, Journalisten und die Betreiber von Social Media Seiten sorgen dann für einen auf die jeweilige Zielgruppe abgestimmte kreative Aufbereitung des Themas.

Die Kunst dabei ist es, die User zu unterhalten, was erreicht wird, wenn der Multiplikator motiviert ist, das Thema auf seine ganz spezielle Weise anzugehen. Seeding im SEO für Online Shopsbedeutet nicht, einfach eine Reihe von Bloggern für das Posten vorgegebener Inhalte zu bezahlen. Beim Seeding sollten ebenfalls Kampagnen auf bezahlten Kanälen wie Facebook oder Youtube vermieden werden und die User nicht mit gekauften Shares, Likes und Reviews getäuscht werden.

Damit eine Seeding Kampagne erfolgreich wird, muss sie gut strukturiert sein. Das Teilen relevanter Beiträge in den sozialen Medien ist nur ein Teilbereich. Zunächst müssen die Bedürfnisse der Zielgruppe beleuchtet werden. Denn nur dann kann passgenauer Content entstehen. Zudem ist auch das Wechselspiel der einzelnen Formate und Plattformen in die Strategie einzubeziehen. Folgende Punkte sind bei erfolgreichem Seeding im Bereich SEO für Online Shops zu beachten:

  • Zielgruppe: Die meisten Shopbesitzer kennen ihre Zielgruppe gut. Doch wie wäre es einmal mit Querdenken? Ein Parfümshop wird sicher jede Menge Beauty-Blogger zur Hand haben. Doch wie wäre es einmal mit einem Experten für Objektfotografie, der auf seinem Blog die Flakons in Szene zu setzen weiß?
  • Multiplikatorensuche: Wer seine Zielgruppe hat, muss Meinungsführer und Influencer suchen. Dazu müssen die Trends allerdings genau beobachtet und der jeweilige Meinungsstrom analysiert werden. Blogger und Journalisten sowie andere Influencer in den sozialen Medien stehen in direktem Dialog mit der Zielgruppe. Wer das Potenzial aufdecken möchte, kann mit Linkresearchtools arbeiten, um Trustseiten zum Thema ausfindig zu machen. So können Zielseiten identifiziert werden. Denn erfahrungsgemäß klappt Seeding am besten bei Seiten, die schon einmal ähnliche Themen verlinkt haben.
  • Interaktion: Influencer müssen rechtzeitig über neue Produkte und Entwicklungen informiert werden, damit die Unternehmenskommunikation keine Einbahnstraße ist. So können Blogger die Stimmung mit Umfragen anheizen, um von der Zielgruppe Feedback zu erhalten. Brandaktuell ist die Form des Seedings, bei der die Usercommunity zusammen mit einem Online Shop Content erschafft.
  • Kompetenz: Einem Experten auf dem jeweiligen Gebiet wird sofort vertraut. Es gibt bei SEO für Online Shops immer interessante Themen und Neuheiten, die von Influencern auf ganz verschiedene Art und Weise präsentiert werden können.
  • Mehr Text als Werbung: Beim Seeding möchte die Zielgruppe unterhalten werden. Leider denken Shopbetreiber immer noch zuerst daran, ihre Produkte zu verkaufen. Inhalte verkommen schnell zu einem bloßen Versuch des Brandings, sodass alles aussieht wie Werbung. Auch wenn ein Download geboten wird oder ein Probenset, fordern viele im Gegenzug das Abonnement des Newsletters ein. Solche werblichen Angebote mögen gute Multiplikatoren nicht. Denn ist der Content zu plakativ präsentiert, schwindet das Vertrauen der Zielgruppe. Statt platter Werbebotschaften geht es beim Seeding um Inhalte, Mehrwerte und Hilfestellung. Damit alles authentisch wirkt, müssen Format, Medium und Thema eine Einheit bilden. Kurz gesagt, muss das Thema zum Multiplikator und seinem Angebot passen, aber immer noch einen nachvollziehbaren Bezug zum Produkt haben.

Trotzdem bleibt Seeding immer ein spannendes Marketinginstrument mit ungewissem Ausgang. Denn Sie wissen nie, wie Multiplikatoren Ihren Content aufnehmen und wie letztendlich die Zielgruppe darauf reagiert. Daher gehört eine Analyse nach jeder Aktion unbedingt dazu, damit Sie aus eventuellen Fehlern lernen können.

6. Social Media

SEO für Online Shops erstreckt sich auch auf die sozialen Medien. Das sollten Sie beachten:

  • Bei Ihren Followern bei Facebook & Co. ist Masse zwar schön, doch es zählt die Qualität.
  • Bei Ihren Followern sollte es sich um echte Follower und keine gekauften Likes handeln.
  • Ihrer Seite sollten Multiplikatoren folgen.
  • Ihre Page sollte sich durch eine lebendige Interaktion mit Likes, Sharing und Kommentaren auszeichnen.

Interessant bei SEO für Online Shops ist es, dass eine Page mit geringer bis mittlerer Sichtbarkeit bei Google bei einer guten Interaktionsrate in den sozialen Medien Ihnen über diese Kanäle den gewünschten Traffic bringt. Vor allem dann, wenn Multiplikatoren Ihr Branding bestärken.

Fazit

Im erfolgreichen SEO für Online Shops sind viele Punkte zu berücksichtigen. Auf einem reibungslosen technischen Ablauf bauen die Inhalte auf. Denn der interessanteste Content nutzt nichts, wenn die Ladezeiten so lange sind, dass kein User bleiben will. Die optimale SEO für Online Shops Strategie generiert langfristig neue Kunden und sorgt für mehr Traffic und somit auch mehr Umsatz auf der Seite. Bei aller technischen Perfektion dürfen Sie allerdings nicht vergessen, dass im Mittelpunktimmere steht, dass User sich auf Ihren Seiten wohlfühlen.

(TitelbildCopyright © Shutterstock/NongMars)

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