Below The Fold

Was ist Below The Fold?

Below The Fold bezeichnet den Teil einer Webseite, der beim ersten Laden unterhalb des sichtbaren Browserfensters liegt und erst durch Scrollen erscheint. Die deutsche Entsprechung lautet unterhalb des sichtbaren Bereichs. Welche Inhalte dort beginnen, hängt vom Gerät, der Bildschirmgröße, der Browserhöhe und dem Seitenlayout ab.

Wie Below The Fold entsteht

Below The Fold hat keine feste Position in Pixeln. Die Grenze entspricht der unteren Kante des Viewports, also des aktuell sichtbaren Browserbereichs. Auf einem Smartphone kann deshalb bereits der zweite Absatz unterhalb dieser Grenze liegen, während derselbe Absatz auf einem großen Monitor ohne Scrollen sichtbar bleibt.

Der Begriff stammt aus dem Zeitungswesen. Bei gefalteten Zeitungen befanden sich Beiträge unterhalb der Falz zunächst außerhalb des Blickfelds. Webseiten übertragen dieses Prinzip auf den ersten sichtbaren Bildschirm. Responsive Design macht die Grenze jedoch dynamisch, da sich Inhalt, Navigation und Bilder an unterschiedliche Bildschirmgrößen anpassen.

Eine allgemeingültige Pixelgrenze für Below The Fold gibt es nicht. Prüfe eine Seite mindestens in mehreren mobilen und stationären Viewports. Entscheidend ist, welche Inhalte ein realer Nutzer beim Laden sieht und welcher visuelle Hinweis zum Scrollen auffordert.

Below The Fold und Above the Fold

Der Unterschied zwischen Below The Fold und Above the Fold liegt in der Sichtbarkeit beim Seitenaufruf. Above the Fold umfasst den Inhalt, der ohne Scrollen erscheint. Below The Fold beginnt direkt darunter. Beide Bereiche gehören zur selben Seite und werden von Suchmaschinen grundsätzlich als zusammenhängender Inhalt verarbeitet.

MerkmalAbove the FoldBelow The Fold
SichtbarkeitOhne Scrollen sichtbarErst nach dem Scrollen sichtbar
Typische InhalteÜberschrift, Nutzenversprechen, Navigation, primärer CTADetails, Belege, Produktmerkmale, FAQ, weitere CTAs
HauptaufgabeOrientierung und Handlungsimpuls gebenFragen beantworten und Entscheidungen absichern
GrenzeAbhängig vom ViewportBeginnt unterhalb des Viewports

Relevanz für SEO

Below The Fold ist kein eigener Ranking-Faktor. Inhalt verliert seinen SEO-Wert nicht allein deshalb, weil Nutzer scrollen müssen. Für die Onpage-Optimierung zählt vielmehr, ob Suchmaschinen den Inhalt abrufen, rendern und seinem thematischen Zusammenhang zuordnen können.

Ein technischer Fehler entsteht, wenn Inhalte erst nach einem Klick, einer Wischbewegung oder einer anderen Nutzeraktion in den HTML-Bereich geladen werden. Ein Crawler führt solche Interaktionen nicht zwingend aus. Bei Lazy Loading sollten Texte, Bilder und interne Links deshalb automatisch geladen werden, sobald sie sich dem Viewport nähern.

Die Position beeinflusst außerdem, ob Nutzer zentrale Inhalte entdecken. Eine ausführliche Antwort Below The Fold kann organisch ranken, erreicht aber weniger Leser, wenn ein übergroßes Titelbild den Eindruck vermittelt, die Seite sei bereits zu Ende. Eine klare Gliederung und sichtbare angeschnittene Folgeelemente unterstützen die Orientierung. Hinweise zur Strukturierung liefert die Usability-Optimierung.

Relevanz für SEA und GEO

Bei SEA muss die Landingpage das Versprechen der Anzeige im ersten Viewport aufgreifen. Below The Fold eignet sich anschließend für Leistungsdetails, Referenzen, Einwandbehandlung und FAQ. Wenn Preis, Produkt oder Anfrageoption erst weit unten erscheinen, entsteht zwischen Suchanzeige und Zielseite ein unnötiger Bruch.

Für GEO, also Generative Engine Optimization, ist die visuelle Position eines Absatzes nicht unmittelbar ausschlaggebend. KI-Systeme wie ChatGPT, Perplexity, Gemini und Grok analysieren vor allem zugängliche Inhalte, semantische Zusammenhänge und erkennbare Entitäten. Ein präziser Absatz Below The Fold kann daher zitierfähig sein, sofern er im Quelltext verfügbar, eindeutig überschrieben und ohne Nutzerinteraktion abrufbar ist.

So misst du Below The Fold

Messbar ist Below The Fold über Scrolltiefe und Element-Sichtbarkeit. Eine Scrollmessung kann beispielsweise Ereignisse bei 25, 50, 75 und 100 Prozent der Dokumenthöhe auslösen. Diese Schwellen zeigen, wie weit Nutzer gelangen, belegen aber noch nicht, ob sie einen bestimmten Inhalt tatsächlich gesehen oder gelesen haben.

Für konkrete Elemente ist eine Sichtbarkeitsmessung genauer. Dabei wird erfasst, ob beispielsweise ein Formular, ein Produktvergleich oder ein CTA in den Viewport gelangt. Vergleiche die Zahl der Sichtkontakte anschließend mit Klicks oder Conversions. So erkennst du, ob ein Element zu weit unten steht oder trotz Sichtbarkeit wenig Reaktion auslöst.

Inhalte sinnvoll platzieren

Below The Fold sollte den ersten sichtbaren Bereich vertiefen. Der obere Bereich beantwortet möglichst schnell, worum es geht, für wen das Angebot gedacht ist und welche nächste Handlung möglich ist. Der weitere Seitenverlauf liefert die Informationen, die Nutzer für eine belastbare Entscheidung benötigen.

  • Platziere Leistungsdetails und Produktmerkmale dort, wo Nutzer nach der ersten Orientierung mehr Tiefe erwarten.
  • Ordne Referenzen, Bewertungen und Fallbeispiele in der Nähe der Aussage an, die sie belegen.
  • Wiederhole einen CTA nach längeren Erklärabschnitten, wenn sich die Handlungsbereitschaft dort verändert.
  • Nutze Zwischenüberschriften, Listen und Tabellen, damit Nutzer längere Bereiche schnell erfassen können.
  • Prüfe mobil, ob große Bilder, Cookie-Banner oder Navigationselemente den Inhalt verdrängen.
Ein großer Hero-Bereich kann auf kleinen Displays den gesamten ersten Viewport ausfüllen. Fehlt ein sichtbarer Textansatz oder Scrollhinweis, erkennen Nutzer möglicherweise nicht, dass Below The Fold weitere Inhalte folgen. Prüfe deshalb die tatsächliche Darstellung statt nur den Entwurf im Desktop-Layout.

Typische Fehler bei Below The Fold

Ein häufiger Denkfehler besteht darin, sämtliche wichtigen Inhalte in den ersten Viewport zu pressen. Das führt zu überladenen Einstiegen, konkurrierenden Buttons und einer unklaren Informationshierarchie. Der erste sichtbare Bereich sollte Orientierung geben. Ausführliche Erklärungen dürfen Below The Fold stehen, wenn die Seite einen nachvollziehbaren Übergang erzeugt.

Ein weiterer Fehler ist die Annahme, Nutzer würden grundsätzlich nicht scrollen. Scrollen gehört auf mobilen Geräten zum normalen Bedienverhalten. Ob Nutzer weiterscrollen, hängt stärker von der Relevanz des sichtbaren Einstiegs, der Ladezeit und der visuellen Führung ab als von einer pauschalen Grenze. Eine stabile technische Grundlage beginnt mit professionellem Webdesign für SEO und Conversion.

Häufige Fragen zu Below The Fold

Ist Below The Fold schlecht für SEO?

Nein. Suchmaschinen können zugängliche Inhalte unabhängig von ihrer vertikalen Position verarbeiten. Problematisch wird der Bereich erst, wenn wichtige Inhalte technisch nicht geladen werden, interne Links verborgen bleiben oder Nutzer die relevanten Informationen kaum erreichen.

Scrollen Nutzer überhaupt bis Below The Fold?

Ja, Scrollen gehört besonders auf Smartphones zum üblichen Nutzungsverhalten. Nutzer scrollen weiter, wenn der sichtbare Einstieg ihre Suchabsicht aufgreift und die Gestaltung erkennen lässt, dass weitere relevante Inhalte folgen.

Wo beginnt Below The Fold auf einer Webseite?

Below The Fold beginnt an der unteren Kante des sichtbaren Browserfensters. Die genaue Position verändert sich mit Bildschirmgröße, Browserhöhe, Zoomstufe, Ausrichtung und responsivem Layout.

Darf ein Call to Action Below The Fold stehen?

Ja. Ein zusätzlicher Call to Action ist nach Produktdetails, Referenzen oder einer Einwandbehandlung sinnvoll. Bei Seiten mit klarer Conversion-Absicht sollte jedoch bereits im ersten sichtbaren Bereich eine verständliche Handlungsoption erkennbar sein.

Welche Inhalte gehören unter den sichtbaren Bereich?

Below The Fold eignen sich ausführliche Leistungsbeschreibungen, Produktvorteile, Vergleiche, Referenzen, Prozessdarstellungen, FAQ und ergänzende Handlungsaufforderungen. Die Reihenfolge sollte den Informationsbedarf des Nutzers abbilden.

Wie teste ich Below The Fold auf mobilen Geräten?

Teste mehrere Viewport-Größen und prüfe, welche Inhalte direkt sichtbar sind. Ergänze diese Prüfung durch Scrolltiefe, Element-Sichtbarkeit, Klicks und Conversions, damit die Bewertung auf tatsächlichem Nutzerverhalten basiert.

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