Sana Commerce

Was ist die Sana Commerce Cloud?

Sana Commerce Cloud ist eine ERP-integrierte E-Commerce-Plattform für B2B- und B2C-Unternehmen. Das Shopsystem greift direkt auf Produkt-, Kunden-, Preis-, Bestands- und Auftragsdaten aus Microsoft-Dynamics- oder SAP-Systemen zu. Dadurch nutzt der Onlineshop vorhandene Geschäftslogik, statt zentrale Daten in einem getrennten Shopsystem erneut zu verwalten.

ERP-Daten steuern den Onlineshop

Sana Commerce Cloud verbindet einen Onlineshop unmittelbar mit dem Enterprise Resource Planning, kurz ERP. Das ERP bleibt die zentrale Datenquelle für Produkte, Kunden, Preise, Rabatte, Lagerbestände, Steuern und Bestellungen. Der Shop bildet diese Informationen für Kunden ab und übermittelt neue Aufträge zurück an das ERP.

Der Ansatz richtet sich vor allem an Hersteller, Großhändler und andere B2B-Unternehmen mit komplexen Verkaufsprozessen. Kundenspezifische Preise, Mengenstaffeln, vereinbarte Sortimente oder individuelle Zahlungsbedingungen können aus der vorhandenen Geschäftslogik übernommen werden. Dadurch müssen Regeln nicht parallel im ERP und im Shopsystem gepflegt werden.

  • Produkt- und Kundendaten stammen aus einer zentralen Datenbasis.
  • Preise und Rabatte berücksichtigen die im ERP hinterlegten Vereinbarungen.
  • Bestellungen fließen in die bestehenden Auftragsprozesse zurück.
  • Bestände und Lieferinformationen lassen sich im Shop aktuell darstellen.

So funktioniert die ERP-Integration

Die ERP-Integration basiert auf einer Verbindung zwischen dem Webshop, der Verwaltungsoberfläche und dem jeweiligen ERP-System. Ruft ein Kunde ein Produkt auf oder legt einen Artikel in den Warenkorb, verarbeitet die Plattform die Anfrage anhand der Produkt- und Geschäftsregeln aus dem ERP. Das gilt beispielsweise für Preise, Steuern, Verfügbarkeit und erlaubte Bestellmengen.

Nach dem Kauf wird der Auftrag im ERP angelegt und dort weiterbearbeitet. Vertrieb, Logistik und Buchhaltung arbeiten dadurch mit denselben Daten wie der Onlineshop. Der Integrationsumfang hängt vom verwendeten ERP, der Systemversion und den im Projekt konfigurierten Prozessen ab.

Sana Commerce Cloud ist Stand 2026 auf eine direkte Zusammenarbeit mit Microsoft Dynamics und SAP ausgerichtet. Dazu zählen unter anderem Microsoft Dynamics 365 Finance und Supply Chain Management, Business Central sowie SAP ECC, SAP S/4HANA und SAP Business One. Vor einer Einführung muss geprüft werden, ob die eingesetzte ERP-Version und alle benötigten Geschäftsprozesse unterstützt werden.

Zusätzliche Systeme wie Product Information Management, kurz PIM, Zahlungsanbieter, Versandlösungen oder Analyseplattformen können das Setup ergänzen. Ein PIM verwaltet ausführliche Produktinformationen und Medien, während das ERP vor allem kaufmännische Stammdaten und Geschäftsregeln liefert. Welche Daten aus welchem System stammen, sollte bereits in der Konzeptionsphase eindeutig festgelegt werden.

Funktionen für B2B und B2C

Die Plattform unterstützt offene Shops mit Gastbestellungen ebenso wie geschlossene Kundenportale. Ein geschlossener Shop zeigt Inhalte, Preise oder Sortimente erst nach der Anmeldung. Diese Variante eignet sich für B2B-Geschäfte, in denen jeder Kunde eigene Konditionen oder Produktfreigaben erhält.

Zu den verfügbaren Funktionen gehören je nach gewähltem Leistungsumfang mehrsprachige Shops, mehrere Währungen, verschiedene Storefronts, facettierte Produktsuchen, responsive Darstellung und eine visuelle Inhaltsverwaltung. Auch Angebote, Bestellhistorien, Verkaufsvereinbarungen und Mengenpreise lassen sich innerhalb ERP-gestützter Abläufe abbilden.

  • Hersteller können Ersatzteile, Maschinen oder Verbrauchsmaterial anhand vorhandener Produktdaten verkaufen.
  • Großhändler können kundenspezifische Sortimente und Konditionen im Onlineportal bereitstellen.
  • Vertriebsteams können digitale Bestellungen mit bestehenden Angebots- und Auftragsprozessen verbinden.
  • B2C-Anbieter können öffentliche Kataloge und einen klassischen Checkout einsetzen.

Shop-SEO mit Sana 2026

Für SEO stellt Sana Commerce Cloud technische Grundfunktionen wie bearbeitbare Meta-Titel und Meta-Descriptions, suchmaschinenfreundliche URLs, Weiterleitungen, robots.txt-Regeln und XML-Sitemaps bereit. Diese Funktionen schaffen die technische Basis, ersetzen aber keine Keyword-Recherche, Content-Strategie oder laufende Qualitätskontrolle.

Produkt- und Kategorieseiten benötigen eigenständige Inhalte, die Suchintentionen beantworten. Reine ERP-Daten wie Artikelnummer, Gewicht und Preis reichen für wettbewerbsfähige Rankings meist nicht aus. Kaufberatung, Einsatzbereiche, Kompatibilität, technische Unterschiede und häufige Kundenfragen geben Suchmaschinen zusätzlichen Kontext.

Eine E-Commerce-SEO-Strategie für Onlineshops sollte folgende Bereiche prüfen:

  • Indexierbarkeit öffentlicher Kategorien und Produktdetailseiten
  • Steuerung von Filter-, Such- und Parameter-URLs
  • eindeutige Canonical-Tags für ähnliche oder variable Produkte
  • interne Verlinkung zwischen Kategorien, Produkten und Ratgebern
  • Ladezeiten und Core Web Vitals auf mobilen Endgeräten
  • strukturierte Produktdaten für Preise, Verfügbarkeit und Bewertungen
Geschlossene B2B-Bereiche sind für Suchmaschinen häufig nicht zugänglich. Soll ein Shop organisch gefunden werden, braucht er öffentlich erreichbare Kategorien, Produktinformationen oder Ratgeberseiten. Vertrauliche Preise und kundenspezifische Daten können weiterhin hinter dem Login bleiben.

Filter und Varianten verdienen besondere Aufmerksamkeit. Entstehen für Farbe, Größe, Marke oder technische Merkmale zahlreiche ähnliche URLs, können Crawling-Ressourcen auf Seiten ohne eigenen Suchwert entfallen. Eine technische SEO-Audit-Analyse klärt, welche Kombinationen indexierbar sein sollen und welche URLs zusammengeführt oder vom Index ausgeschlossen werden müssen.

Relevanz für SEA und GEO

Für SEA beeinflusst die Qualität des Shops vor allem die Leistung nach dem Anzeigenklick. Stimmen Anzeige, Produktinformation, Preis und Verfügbarkeit überein, findet der Nutzer schneller eine belastbare Kaufentscheidung. Aktuelle ERP-Daten reduzieren dabei widersprüchliche Angaben zwischen Kampagne, Landingpage und Bestellprozess.

GEO, die Generative Engine Optimization, optimiert Inhalte für Antworten von KI-Systemen. Öffentliche und klar strukturierte Produktinformationen helfen ChatGPT, Perplexity, Gemini und Grok, Produkte und Anbieter thematisch einzuordnen. Technische Daten sollten dafür durch verständliche Erklärungen, Anwendungsfälle, Vergleiche und FAQs ergänzt werden.

Ein ERP liefert verlässliche Fakten, aber selten fertige Antworten auf Suchfragen. Die Verbindung aus korrekten Stammdaten und redaktionellem Content unterstützt deshalb sowohl SEO als auch GEO. Hinweise zur kanalübergreifenden Planung bietet die Optimierung für Google und KI-Suchen.

Abgrenzung zu anderen Systemen

Der Unterschied zwischen Sana Commerce Cloud und einem klassischen Shopsystem liegt in der Rolle des ERP. Bei einer herkömmlichen Architektur verwaltet der Shop oft eigene Produkt-, Kunden- und Bestelldaten, die über Schnittstellen synchronisiert werden. Beim ERP-integrierten Ansatz bleibt die vorhandene Geschäftslogik die Grundlage des digitalen Verkaufskanals.

Der Unterschied zwischen einem ERP und Sana Commerce Cloud liegt in der Benutzeroberfläche und dem Zweck. Das ERP steuert interne Geschäftsprozesse, während die E-Commerce-Plattform daraus einen online nutzbaren Produktkatalog, ein Kundenportal und einen Bestellprozess erstellt.

Ein PIM ist ebenfalls kein Ersatz für das Shopsystem. Das PIM strukturiert Produktbeschreibungen, Attribute, Übersetzungen und Medien. Die E-Commerce-Plattform veröffentlicht diese Informationen, verbindet sie mit Preisen und Bestellregeln und stellt den Checkout bereit.

Auswahl und Einführung planen

Die Auswahl sollte nicht allein anhand einer Funktionsliste erfolgen. Unternehmen müssen zuerst ihre ERP-Prozesse, Zielgruppen, Länder, Sortimente und Content-Anforderungen dokumentieren. Besonders relevant sind kundenspezifische Preise, Freigabeprozesse, Wiederholungsbestellungen, Varianten, Versandregeln und Zugriffsrechte.

Für SEO sollte vor der Umsetzung ein Konzept für URL-Struktur, Kategorien, Weiterleitungen, Indexierung und Inhaltsmigration vorliegen. Bei einem Relaunch schützen vollständige URL-Zuordnungen bestehende Rankings und Backlinks. Eine passende Checkliste bietet der Ratgeber zum SEO-sicheren Website-Relaunch.

Wenn du die technische und inhaltliche Ausgangslage eines ERP-integrierten Shops prüfen lassen möchtest, kann ein Potenzialcheck die größten Handlungsfelder für SEO, SEA und GEO priorisieren.

Kostenloser Potenzialcheck

Häufige Fragen zur Sana-Plattform

Für welche Unternehmen eignet sich Sana Commerce Cloud?

Die Plattform eignet sich vor allem für Hersteller, Großhändler und B2B-Unternehmen, die Microsoft Dynamics oder SAP einsetzen. Besonders relevant ist sie bei kundenspezifischen Preisen, komplexen Sortimenten und eng mit dem ERP verbundenen Bestellprozessen.

Kann Sana Commerce Cloud auch für B2C-Shops genutzt werden?

Ja, die Plattform unterstützt auch öffentliche Shops, Gastbestellungen und klassische B2C-Prozesse. Ob sie wirtschaftlich passt, hängt davon ab, wie stark Produkt-, Preis- und Auftragsdaten mit dem vorhandenen ERP verbunden werden sollen.

Was kostet Sana Commerce Cloud?

Für die Plattform gibt es keine allgemeingültigen Projektkosten. Der Aufwand hängt unter anderem vom ERP-System, dem Leistungsumfang, den Storefronts, zusätzlichen Integrationen, individuellen Anpassungen und der Datenmigration ab. Ein belastbares Angebot erfordert deshalb eine technische und fachliche Anforderungsanalyse.

Wie lange dauert die Einführung eines Sana-Shops?

Die Dauer hängt von der Qualität der ERP-Daten, der Zahl der Integrationen, dem Design, den benötigten Anpassungen und der Content-Migration ab. Ein standardnaher Shop lässt sich schneller umsetzen als ein internationales Portal mit mehreren Sprachen, Märkten und Freigabeprozessen.

Ist Sana Commerce Cloud automatisch suchmaschinenoptimiert?

Die Plattform stellt technische SEO-Funktionen bereit, führt aber keine vollständige Suchmaschinenoptimierung automatisch durch. Keyword-Strategie, hochwertige Kategorie- und Produktinhalte, interne Verlinkung, technische Kontrolle und laufendes Monitoring bleiben separate Aufgaben.

Was ist der Unterschied zwischen Sana Commerce und Sana Commerce Cloud?

Sana Commerce bezeichnet das Unternehmen und wird teilweise auch als allgemeine Produktbezeichnung verwendet. Sana Commerce Cloud ist die aktuelle cloudbasierte E-Commerce-Plattform. Ältere Installationen können andere Versionsbezeichnungen, Architekturen und Verwaltungsoberflächen verwenden.


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