Floor Ad
Was ist ein Floor-Ad?
Ein Floor-Ad ist ein Display-Werbeformat, das am unteren Rand des Browserfensters fixiert bleibt und beim Scrollen sichtbar ist. Die Anzeige kann als schmaler Banner erscheinen oder nach einer Nutzeraktion eine größere Werbefläche öffnen. Weitere Bezeichnungen sind Floor Banner, Sticky Ad, Adhesion Ad und Bottom Anchor Ad.
Wie funktioniert ein Floor-Ad?
Ein Floor-Ad wird am unteren Bildschirmrand über dem eigentlichen Seiteninhalt eingeblendet. Seine Position orientiert sich am Browserfenster und nicht an einer festen Stelle im Dokument. Dadurch bleibt die Anzeige sichtbar, während der Nutzer auf der Website nach unten oder oben scrollt.
Technisch wird das Werbemittel häufig als HTML5-Anzeige über einen Adserver ausgeliefert. Ein automatisch erzeugter Container nimmt die Grafik, Animation oder das Video auf. Die Breite kann sich an die Fenstergröße anpassen, während Höhe, Dateigewicht und erlaubte Interaktionen vom Publisher oder Vermarkter festgelegt werden.
Viele Ausführungen starten als kompakter Banner und vergrößern sich erst nach einem Klick oder einer vergleichbaren Nutzeraktion. Das erweiterte Werbemittel kann Bilder, Videos, Produktinformationen, Formulare oder interaktive Elemente enthalten. Eine gut erkennbare Schließen-Funktion ermöglicht es dem Nutzer, die gesamte Anzeige auszublenden.
Welche Varianten der Bodenanzeige gibt es?
Die Bezeichnung Floor-Ad beschreibt vor allem die Platzierung am unteren Rand des sichtbaren Browserbereichs. Größe und Verhalten sind nicht einheitlich standardisiert, weshalb sich die technischen Spezifikationen verschiedener Vermarkter unterscheiden. Desktop-Formate nutzen häufig einen breiten horizontalen Banner, während mobile Anzeigen an schmalere Displays angepasst werden.
| Variante | Darstellung | Interaktion | Typischer Zweck |
|---|---|---|---|
| Statisches Floor-Ad | Fixierter Bild- oder HTML5-Banner | Klick und Schließen | Reichweite und Markenpräsenz |
| Expandable Floor-Ad | Kompakter Banner mit ausklappbarer Fläche | Öffnen, Schließen und weitere Aktionen | Produktpräsentation und Interaktion |
| Video-Floor-Ad | Banner mit integriertem oder ausklappbarem Video | Start, Pause, Lautstärke und Schließen | Bewegtbildkommunikation |
| Mobiles Floor-Ad | Responsiver Banner am unteren Displayrand | Tippen, Wischen oder Schließen | Mobile Reichweite und direkte Aktionen |
Eine verwandte Bezeichnung ist Adhesion Ad. Sie umfasst Werbebanner, die am oberen oder unteren Fensterrand haften. Ein Bottom Anchor Ad bezeichnet speziell die Platzierung am unteren Rand. Ein Floor Banner wird häufig synonym verwendet, kann je nach Anbieter jedoch auch ein nicht ausklappbares Format meinen.
Wie wird die Leistung eines Floor Banners gemessen?
Floor-Ads werden vor allem anhand von Sichtbarkeit, Impressionen, Klicks und Interaktionen bewertet. Da das Werbemittel beim Scrollen im sichtbaren Bereich verbleibt, kann es eine hohe Viewability erreichen. Eine sichtbare Anzeige ist jedoch nicht automatisch eine wirksame Anzeige, denn Aufmerksamkeit, Klickqualität und Conversion hängen zusätzlich von Gestaltung, Zielgruppe und Landingpage ab.
Welche Abrechnungsmodelle werden verwendet?
Die Abrechnung erfolgt häufig über den Tausenderkontaktpreis, kurz TKP. Dabei zahlt der Werbetreibende einen festgelegten Betrag je 1.000 ausgelieferter Impressionen. Abhängig vom Vermarkter, Buchungsweg und Kampagnenziel sind auch CPC-Modelle pro Klick, Festpreise für bestimmte Zeiträume oder programmatische Auktionen möglich.
Der Floor-Ad-Preis darf nicht mit einem Floor Price verwechselt werden. Der Floor Price bezeichnet in programmatischen Werbeauktionen den Mindestpreis, zu dem ein Publisher eine Impression verkaufen möchte. Das Floor-Ad ist dagegen ein konkretes sichtbares Werbeformat.
Was bedeutet das Anzeigenformat für SEO und Usability?
Ein Floor-Ad verbessert keine organischen Rankings und stellt kein SEO-Signal dar. Das Format kann SEO jedoch indirekt beeinträchtigen, wenn es Hauptinhalte verdeckt, Navigationselemente blockiert, die mobile Bedienung erschwert oder durch umfangreiche Skripte die Ladezeit erhöht. Google empfiehlt kleine, leicht schließbare Banner anstelle großflächiger, störender Einblendungen.
Eine technisch sauber umgesetzte Bodenanzeige sollte keinen unerwarteten Layoutwechsel erzeugen. Ein Element mit fester Position liegt normalerweise über dem Layout, doch nachträgliche Größenänderungen, fehlerhafte Platzhalter oder zusätzliche Inhaltsverschiebungen können den Cumulative Layout Shift beeinflussen. Auch Rechenaufwand, JavaScript und umfangreiche Mediendateien müssen bei der Performance-Prüfung berücksichtigt werden.
Welche Relevanz hat das Format für SEA und GEO?
Im SEA gehört das Floor-Ad zum Bereich Display Advertising und nicht zu klassischen Suchanzeigen. Es eignet sich vor allem für Reichweiten-, Branding-, Remarketing- und Produktkampagnen. Die Buchung kann direkt bei einem Publisher, über einen Vermarkter oder programmatisch über eine Werbeplattform erfolgen.
Die Kampagnenbewertung sollte Sichtkontakte und Klicks mit nachgelagerten Geschäftszielen verbinden. Wenn du das Format testest, vergleichst du idealerweise verschiedene Creatives, Frequenzbegrenzungen, Geräteklassen und Landingpages. Informationen zur kanalübergreifenden Planung findest du im Ratgeber über SEO- und SEA-Synergien sowie bei den Leistungen für Google-Ads-Kampagnen.
Für GEO, also Generative Engine Optimization, besitzt ein Floor-Ad keinen direkten Einfluss auf die Nennung einer Marke in KI-Antworten. GEO konzentriert sich auf zugängliche, fachlich eindeutige und maschinenlesbare Inhalte. Verdeckt das Anzeigenformat Informationen oder verschlechtert es die Nutzung einer Seite, steht es diesem Ziel entgegen. Die Optimierung der Sichtbarkeit in KI-Systemen muss deshalb unabhängig vom Werbeformat über Content, Entitäten und technische Zugänglichkeit erfolgen.
Worauf solltest du bei der Umsetzung achten?
Vor dem Einsatz solltest du technische Spezifikationen, Werberichtlinien und Anforderungen des Publishers prüfen. Es gibt keine universelle Pixelgröße für jedes Floor-Ad. Die zulässige Höhe, die maximale Dateigröße, das Expansionsverhalten und die Videofunktionen hängen vom jeweiligen Inventar ab.
Eine niedrige Schließrate allein belegt keine positive Nutzerreaktion. Der Nutzer kann das Werbemittel ignorieren, obwohl es dauerhaft sichtbar bleibt. Aussagekräftig wird die Auswertung erst durch die Kombination aus Sichtbarkeit, qualifizierten Interaktionen, Zielerreichung und der beobachteten Nutzung der Landingpage.
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Häufige Fragen zu Anzeigen am unteren Bildschirmrand
Ist ein Floor-Ad immer ausklappbar?
Nein. Ein Floor-Ad kann als statischer Sticky Banner eingeblendet werden oder eine erweiterbare Fläche besitzen. Das konkrete Verhalten hängt von den Vorgaben des Publishers und der technischen Vorlage ab.
Kann ein Floor-Ad auf Mobilgeräten eingesetzt werden?
Ja. Für Mobilgeräte existieren angepasste Formate mit geringerer Breite und Höhe. Die Anzeige muss auf kleinen Displays leicht zu schließen sein und darf zentrale Inhalte oder Bedienelemente nicht blockieren.
Ist ein Floor-Ad dasselbe wie ein Pop-up?
Nein. Ein Pop-up erscheint typischerweise als separates Fenster oder frei platzierte Einblendung über dem Inhalt. Ein Floor-Ad ist an den oberen oder meist unteren Rand des Browserfensters gebunden.
Was ist der Unterschied zwischen Floor-Ad und Interstitial?
Ein Interstitial bedeckt meist den gesamten oder einen großen Teil des Bildschirms und unterbricht den Zugriff auf den Inhalt. Ein Floor-Ad bleibt als begrenzter Banner am Fensterrand sichtbar und kann optional erweitert werden.
Kann ein Floor-Ad Videos enthalten?
Ja. HTML5- und Rich-Media-Varianten können Videos integrieren. Ton sollte erst nach einer bewussten Nutzeraktion starten, und Steuerungsoptionen für Wiedergabe, Lautstärke und Schließen müssen gut erkennbar sein.
Wie häufig sollte ein Floor-Ad eingeblendet werden?
Die sinnvolle Häufigkeit hängt von Reichweite, Kampagnenziel und Nutzerverhalten ab. Ein Frequency Cap begrenzt die Kontakte pro Nutzer und verhindert, dass derselbe Besucher die Anzeige bei jedem Seitenaufruf erneut sieht.
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